Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Das Magazin für Eigenart

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00:00:00:

00:00:03: Hörn Sie?

00:00:04: Genutiseauton.

00:00:07: Ja, ja!

00:00:08: Mister?

00:00:09: Ja.

00:00:10: Diogenes ist mein Name.

00:00:11: Diogenes.

00:00:12: Freut mich.

00:00:13: Mein Name ist... Ich würde gerne von Ihnen die Hände lesen lassen.

00:00:20: Also Hände mache ich nicht.

00:00:21: Hände können sie zwei Tonnen weiter bei der Kollegin.

00:00:25: Tee-Satz.

00:00:27: Kaffee.

00:00:27: Teesatz ist noch nicht erfunden.

00:00:28: dazu haben wir den Tee noch nicht.

00:00:30: Der ist weit weg, der wurde erst von Marco Polo.

00:00:34: Also ich kann ja in die Zukunft sehen, deswegen ist das jetzt kein Vorpaar gewesen.

00:00:38: Ich würde mir gerne ... Ich plane zu investieren in näherer Zukunft und ich weiß nicht genau, in welche ETF oder ihr möcht mal ein Portfolio erweitern?

00:00:48: Ja sehr gut!

00:00:49: Da sind sie bei mir genau richtig

00:00:50: Und ich hab gehört Sie machen Voraussagen.

00:00:54: Ja

00:00:55: mach' ich

00:00:56: Und ich würde es gerne in Anspruch nehmen.

00:00:58: Erst mal, was kostet das denn?

00:00:59: und ist es?

00:01:00: lohnt sich das für mich?

00:01:01: Ja okay also ich werde Ihnen jetzt mal so eine kleine Tontafel, werde ich ihn jetzt mal reichen.

00:01:06: Das ist das Grundangebot.

00:01:07: hier sehen Sie's aufgelistet.

00:01:09: Also wir haben hier zum Beispiel Events, also Eventos Nicht wahr?

00:01:15: Eventos, also der Vorgang.

00:01:17: Also Ereignisse der Zukunft voraussehen und dann sind hier aufgeschlüsselt nochmal... Eventes!

00:01:23: Genau danke, mehrere kann ich auch gleichzeitig.

00:01:27: Aufgeschlüsselt je konkreter es wird und je hilfreicher es wird das so teurer wird's auch.

00:01:31: Ich kann hier oben können Sie in den Baum sehen, ich kann Ihnen eine Waage voraussagen über etwas machen.

00:01:36: Das werde zum Beispiel Werde-Ich-Liebesglück finden.

00:01:39: Dann sage ich zum Beispiel sie werden einen Menschen, ein Mensch wird sie finden und Sie werden aufeinander intim aufeinandertreffen.

00:01:52: Das heißt dann, Sie werden dann denken, ach ja schön das ist jetzt der Mensch für mich so?

00:01:58: Und dann stellt sich aber zweieinhalb Jahre später raus dass sie eigentlich damit gemeint ist, dass sie verprügelt werden zum Beispiel.

00:02:08: Ja.

00:02:09: Das wäre zu die unterste Stufe und die oberste Stufer geht dann raus bis in Prozentile der das Aktienkurs ist.

00:02:19: Ich würde gern die zwei teuerste Stufe nehmen und ich möchte wissen, ob dieses Bündel heu, ob ich das anlegen soll in was?

00:02:33: Und wie die Rendite ist... Ich habe wenig Zeit!

00:02:36: Ja, ich muss kurz schauen in den Himmel Was da jetzt so rumflieht.

00:02:41: Erst mal was kostet das dann?

00:02:43: Ja, achso... Ich schau jetzt mal in den Himmel.

00:02:49: Müssen Sie auch nachschauen wie viel es dann kostet?

00:02:51: Das

00:02:51: muss ich danach schauen wenn ich's gesehen habe.

00:02:55: Also da sind Ringeltauben und ein Spatz.

00:03:00: Zwei Elstern direkt!

00:03:03: Ja, das sieht ganz gut aus für sie würde ich sagen.

00:03:05: Gut?

00:03:06: Also finanziell?

00:03:08: Finanziell

00:03:09: ja gut

00:03:10: Für mich jetzt oder für Sie?

00:03:12: Politisch auch.

00:03:13: Ja,

00:03:13: ganz gut!

00:03:16: Und in was soll ich dann anlegen?

00:03:22: Ich habe diese Affenbilder...

00:03:25: In Kreta.

00:03:25: ... hab'

00:03:25: ich gesehen.

00:03:28: Sollen sie anlegen ja.

00:03:29: Wie haben sich die mich genannt?

00:03:32: Ich hab' diese Affensbildchen gesehen.

00:03:35: Können Sie mal nachschauen wie stabil die

00:03:37: sind.

00:03:39: gelangweilten Affen.

00:03:41: Ja,

00:03:42: korrekt.

00:03:43: Sehr lustig!

00:03:44: Also ich fand die zum Schießen...

00:03:49: Die werden im Wert steigen.

00:03:51: Die Frage ist nur wie lange?

00:03:53: Gut dass sich schon

00:03:55: besser irgendwann mal verkaufen.

00:03:58: Dann wollte ich wissen wie es aussieht mit Kultur, Literatur speziell?

00:04:05: Ja das glänzend.

00:04:11: Jetzt ist die Stunde aber auch vorbei.

00:04:12: Ich habe jetzt hier, was hatten wir jetzt dreimal Voraussage?

00:04:16: Konkrete Kursvoraussagen für den langweiligen Affen.

00:04:18: Ich muss

00:04:18: jetzt dringend weg

00:04:19: auch!

00:04:19: Ja ne Sie bleiben... Also ja

00:04:21: ich...

00:04:23: Dreihundert

00:04:24: Goldsästerze

00:04:26: oder womit das man hier zahlt in Athen.

00:04:29: Gehen sie mir hundert und

00:04:30: dann passt es.

00:04:30: Ein Heller und ein Batzen.

00:04:31: Hier bitte schön.

00:04:32: Danke.

00:04:33: Ich fand das Herz spielt sehr, sehr lustig.

00:04:41: Eisenbad

00:04:43: und

00:04:43: Meisendrat.

00:04:50: Mit Professor Doktor Hartmut Eisenbad... ...und Magdalena Meisendraht!

00:05:00: Das Magazin für

00:05:02: Eigenart.

00:05:04: Noch mal.

00:05:09: Eisenbad & Meisendreht, das Magazin for Eichenort.

00:05:16: Kohl literatur nice

00:05:27: interpretiert.

00:05:30: Eisenbad und Meisendrat.

00:05:34: Das mag jetzt nicht für eigenartig.

00:05:47: Vielleicht wird's gut?

00:05:49: Ja, herzlich willkommen zu dieser schönen Sendung!

00:05:53: Mein Name ist Eisenbad mit mir ist Meiseldraht.

00:05:58: Es ist Sonntag der April Und Sie hören Radio Z, es ist siehzehn Uhr.

00:06:07: einen Kaffee durchlaufen lassen in der Bialetzi oder ansonsten in ihrem Militer.

00:06:19: Es gibt auch andere, zum Beispiel von Edujo und dazu eine leckere, ich sag mal eine Eierschecke essen oder eine Mon-Flaume.

00:06:37: Mit mir ist Frau Meisendrad auch da.

00:06:39: Sie hat es heute

00:06:41: wieder geschafft, die vielen

00:06:42: Stufen hinaufzukraxeln

00:06:45: bei

00:06:45: unserem Copernicus-Platz.

00:06:49: Es war ganz schlimm, Herr Eisenbad.

00:06:51: Ich bin aus der Puste...

00:06:52: Aber ich freue mich, dass sie da sind!

00:06:53: Der

00:06:54: Wetterumschwung, Herr Eisenbad?

00:06:57: Wenn man in diese Jahre kommt wie ich dann ... Ist das alles nicht mehr?

00:07:02: Dann tut auch der Kopf weh die ganze Zeit, dann kommt wieder Schnee.

00:07:05: Tut

00:07:05: mir leid!

00:07:06: Ja danke auch.

00:07:07: Danke dass es sich so für mich interessieren Herr Eisenbad.

00:07:11: Aber es wird ja auch bald wieder besser oder auch nicht?

00:07:14: unser Thema ist genau das heute.

00:07:18: Erst denkt man jetzt bin ich durch das Tal durchgegangen und jetzt geht's wieder bergauf und dann zack Leistenbruch Speicheltrüsen, Krebs im Endstadium.

00:07:37: Ja oder Verwandte rufen an und sagen ... Oder

00:07:40: Ziegel auf den Kopf?

00:07:41: Äh ... Verwandte...

00:07:44: Hausrat ist abgebrannt zum Beispiel.

00:07:47: Genau!

00:07:48: Die ganze Versicherung ist abgebrandet wo sie sich hineinversichert haben.

00:07:54: Oder

00:07:54: z.B.,

00:07:55: ein Auto kommt der Reifen ist ganz kaputt.

00:08:02: Was ist das?

00:08:03: Das Thema ist versichert.

00:08:04: Nein, das Thema hat was mit Versicherung zu tun!

00:08:07: Ich war unheil... nein Quatsch, Unhalt ist gar nicht das Thema Unglück.

00:08:11: Da muss man ja aufpassen.

00:08:12: Trennschafe Linie.

00:08:13: Manche AutorInnen haben zum falschen Thema einen Text geschickt.

00:08:16: Wir werden sie trotzdem bloß stellen heute und die Texte ungeschnitten hier spielen.

00:08:23: Genau.

00:08:24: Das Thema is Ungluck.

00:08:25: Unglick ein schönes Thema haben wir uns da ausgesucht weil Hinter dem Unglück, also hinter jedem erfolgreichen Ungluck steht ja noch ein viel erfolgreicheres Glück Herr Eisenbad.

00:08:36: Das müssen sie sich mal vergegenwertigen.

00:08:37: Das haben Sie

00:08:38: schön gesagt!

00:08:38: Das sollte der T-Node dieser Sendung sein... Also wir haben es ja mit einem Wort zu tun, was gegenteilt tagmäßig zu uns gegenteil verkehrt wurde mit dieser Vorsilbe Unn Ja.

00:08:50: Übrigens eine sehr spannende Vorsilbe, von allen deutschen Vorsilben vielleicht die spannendste Vorsilber heißen wird?

00:08:55: Vielleicht nicht!

00:08:56: Weil denken Sie nun mal es gibt ja Wörter.

00:08:58: also wenn sie unter vorhängen hängen Sie mal an Wort da unten dran

00:09:02: zum Beispiel

00:09:04: Unterführung.

00:09:05: Das wäre die Ununterführung.

00:09:08: oder zum Beispiel der

00:09:11: Unke.

00:09:14: Oder der Ungar zum Beispiel.

00:09:16: Haben Sie mitbekommen, ne?

00:09:17: Der

00:09:18: Ungar!

00:09:18: Der hat

00:09:19: gewählt

00:09:20: und den

00:09:21: hat er gewählt.

00:09:22: Einen ... Den

00:09:22: anderen halt einen...

00:09:24: Nein, nein, den Ungarn schlechthin.

00:09:27: Der heißt nämlich Maja.

00:09:31: Das Handels trinken die in Berlin momentan immer.

00:09:34: Nicht Machas sondern Maja.

00:09:56: Und jetzt haben Sie den Salat, ne?

00:09:58: Ja.

00:10:00: Ja, richtig heißenbad.

00:10:01: Also ich wollte noch mal zur Vorsilfe zurückgehen.

00:10:04: Das ist mir den Unn ... Wir sind ja immer in der Elthemologie dran, nicht wahr?

00:10:08: Wir trennen das jetzt mal auf.

00:10:09: Diese Vorsilbe-Unn ist ja nicht nur eine Umkehrung des Wortes.

00:10:13: Eine

00:10:13: Unkährung, nicht war.

00:10:15: Wir haben zum Beispiel so Worten eben Unglück ist ja das Gegenteil von Glück.

00:10:18: Nicht wahr?

00:10:19: Das sollte jetzt auch kein ... Bitte!

00:10:21: Jetzt stellen Sie sich mal nicht an an den Hörgeräten.

00:10:24: Das sollten sie ja wohl inzwischen ... Das ist ja Baseludis Grundlag.

00:10:30: dass Unglück des Gegenteils von Glück ist.

00:10:32: Aber

00:10:33: sie können sich ja auch so denken, unangenehm zum Beispiel wäre aus so einem Wort nicht wahr?

00:10:37: Also das Gegenteil von angenehm ist ja unanganehm, ich weiß es nicht.

00:10:43: Wenn Sie an so Worte denken wie Untiefe da wird's dann schon Harik

00:10:49: oder ... Grad hatte ichs noch.

00:10:59: Ja, also jedenfalls ...

00:11:00: Unwahrscheinlich

00:11:02: zum Beispiel.

00:11:02: Das ist das Gegenteil von wahrscheinlich Herr Eisenbad.

00:11:05: Man

00:11:05: kann ja sagen, unwahrscheinlich.

00:11:08: Also unwahrscheinlich.

00:11:09: viel Glück zum Beispiel?

00:11:10: Ja!

00:11:12: Ist auch aus

00:11:13: dem Gegenteils.

00:11:14: Herr Eisenbad, Sie bringen mich komplett durcheinander.

00:11:16: Was wir wenn wir das ideologisch auffechern wollen dieses Wort müssen wir uns das besser auseinander?

00:11:21: Aber

00:11:21: heute geht's nicht um unn.

00:11:22: Nein, heute geht es nicht um und.

00:11:23: Heute gehts um Unglück.

00:11:25: Aber wir nehmen jetzt mal das Unwegg, weil das haben wir schon degeneriert.

00:11:27: Das ist quasi die eigentliche Verkehrung des Glückes in das Gegenteil und um uns ethymologisch also von der Wortherkunft anzunehren können wir erst einmal mit Glück weiterarbeiten?

00:11:37: Ja!

00:11:39: So macht

00:11:39: es auch... Die Themenwoche Glück ist halt bei Radio Z.

00:11:44: Ja, beunglückt.

00:11:46: Also, Glück hier ... Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.

00:11:51: Ich habe sogar hier die Quellen für Sie extra noch mal.

00:11:54: Vielen Dank!

00:11:54: Ich hab

00:11:54: jetzt nicht Wikipedia, sondern ich hab jetzt hier digitales Wärterbuch Der Deutschen Sprache!

00:11:59: Powered by!

00:12:00: Spricht

00:12:00: sich auch viel besser?

00:12:01: Ja!

00:12:03: Da müssen sie gar nicht ihre pickierten Leserbriefchen schreiben.

00:12:07: Das ist eine ordentliche Quelle... Brüdergrimm haben das ins Internet reingeklöppelt.

00:12:12: Glück Neutrum!

00:12:15: Zuverlägig ist überraschend dass zusammentreffen günstige Umstände, wir sind ja bei Glück.

00:12:20: Schicksal Gemütszustand in innerer Befriedung.

00:12:24: Mittelhochdeutsch gelücke?

00:12:26: Ja!

00:12:28: Mittel Norddeutsche

00:12:30: gelücke?!

00:12:32: Gelücke!

00:12:35: Mittel niederländisch geluche?

00:12:40: Niederländeres Geluk entlehnt aus dem... Niederlandisch?

00:12:43: Aus dem...ja nicht oder NL.

00:12:46: was ist NL?

00:12:46: das müssen die auch wissen.

00:12:48: Ja.

00:12:48: Ist doch niederländisch, oder?

00:12:49: Ja.

00:12:50: Was sehen Sie?

00:12:51: Wahrscheinlich.

00:12:52: Entleht aus dem Mittel-Norddeutschen sind altfriesisch ... LUCK.

00:12:59: Lücke Englisch LACK!

00:13:01: Da haben wir mitten in der Ethymologie LACK von LUCK und LACK.

00:13:06: Gellucke.

00:13:06: Ja.

00:13:08: Schwedisch Lücker

00:13:09: usw.,

00:13:10: ist erstmals in der Frühhöfischen Dichtung elfhundertsechzig Bezeugt und verbreitet sich mit der höfisch-ritterlichen Kultur vom Rhein aus über das deutsche Sprachgebiet.

00:13:20: Es bedeutet anfangs Schicksal, darüber werden wir heute noch viel sprechen.

00:13:24: Geschick, Ausgang eines Geschehens oder eine Angelegenheit sowohl im Guten als auch im Bösen – da sind wir schon, dass Glück war früher auch mal das Unglück!

00:13:34: Und tritt als Schicksalsbegriff in Konkurrenz mit Mittelhochdeutsch selte und heil.

00:13:40: Also selig und heIL?

00:13:42: äh,

00:13:43: den älteren Ausdrücken für Segen heil Glück.

00:13:46: Ja?

00:13:46: Äh aus dem engeren Gebrauch im Sinne von günstiger Verlauf der Ausgang eines Geschehens, günstiges Geschick entwickelt sich Glück zu bezeichnen das wünschenswerten Zustand des starker innerer Befriedung und Freude!

00:13:58: Ja

00:13:59: ja äh in vierzehn Jahrhundert nimmt Glück auch die Bedeutung vom Beruf Lebensunterhalt an.

00:14:04: Aha

00:14:05: ich mach mein Glück

00:14:07: Ich mache mein Glück, ich suche mein Glück.

00:14:08: ja genau Das ist nämlich wenn sie Grimm lesen dann plötzlich äh Sind sie nämlich gar nicht mehr bei Sie suchen mit Lübck, sondern sie suchen eigentlich eine Berufung.

00:14:16: Ein entspannter Ding.

00:14:21: Genau und das trat dann also diese Herkunft Lebensunterhalt-Beruftrat relativ spät auf und ist auch wieder verschwunden und ist nicht ganz geklärt wo es herkommt.

00:14:28: Und wo sie hin ist?

00:14:29: Genau!

00:14:30: Das ist so ein bisschen die Herleitung aus dem mittelhochdeutschen Look.

00:14:34: und dann sind wir gleich im englischen Lack.

00:14:36: Und Glück ist also

00:14:38: das Glück?

00:14:39: Ja, der G

00:14:40: is Silent.

00:14:41: Das sagt man

00:14:41: gerne im Deutschen.

00:14:44: Ja gut sehr interessant!

00:14:46: Also dass es vor allem mit dem Zufall zu tun hat... Hat es Unglück dann auch mit dem Zufall zu tun oder mit dem

00:14:53: Bad Luck?

00:14:54: Genau, im Englischen gibt's ja... Auch

00:14:55: kann man sagen Pech.

00:14:57: Wollen wir über Pech heute auch sprechen oder nur über Unglück?

00:15:01: Wir müssen über Pechs sprechen.

00:15:04: Ja, ja!

00:15:05: Sie sehen schon ... Wir sind im Glück nicht wahr?

00:15:07: Wir sind in Schicksal und haben jetzt schon mehrfach in dieser Heerleitung gehört, dass Schicksale ein wichtiges Thema ist, dem wir uns ein bisschen widmen müssen.

00:15:14: Was haben sie noch gesagt?

00:15:15: Das

00:15:15: ist ja dann kein Zufall.

00:15:17: Genau.

00:15:17: Zufall ist eine Frage.

00:15:18: Ist es verschuldet das Glück oder ist es zufällig?

00:15:21: Wenn

00:15:22: es Schicksales ist, ist es nicht verschuldete.

00:15:24: Genau, genau.

00:15:25: Da

00:15:25: müssen Sie jetzt

00:15:26: ... Aber Unglück kann ja sowohl verschuldet sein, sich selbst ins Ungluck fallen oder ... Ja.

00:15:36: Ins Unglick, wie sagt man?

00:15:40: Schmeißen wollte ich mich jetzt sagen.

00:15:42: Es hat ja auch diese Bedeutung etwas von geworfen werden nicht wahr?

00:15:46: Also Unheil das übereinen kommt.

00:15:50: entweder wird es über einen ausgegossen oder man selbst stürzt ins Unheile.

00:15:53: Nicht wahr?

00:15:54: Ins Unglück gestürzt!

00:15:57: Genau, Fatum ist auch so ein Ding.

00:15:59: Fatum oder Omen.

00:16:02: Also über Vorzeichen müssen wir uns auch noch unterhalten?

00:16:04: Ja

00:16:04: genau!

00:16:05: Und wir müssen uns über Dramen unterhalten auf jeden Fall... Vielleicht

00:16:14: müssen wir also auch über Unglücke unterhalten und

00:16:18: so

00:16:18: passieren.

00:16:21: Zum Beispiel mit dem Wahl.

00:16:22: Haben Sie mitbekommen mit dem Wahl?

00:16:24: Hab ich.

00:16:25: Was war da?

00:16:26: Das ist so ein Buckelwahl, nicht wahr?

00:16:30: Überhaupt ein Thema.

00:16:31: Was wir uns heute anschauen können sind natürlich Wahle!

00:16:33: Wegen Unglücken, Schiffe.

00:16:35: Unglücke, Wasser ... All das spielt ja eine große

00:16:38: Rolle!

00:16:39: Wenn Sie wollen, können wir gleich mit den Wahlen einsteigen?

00:16:41: Ich würde aber noch mal mit dem Wahl einsteigern, wenn wir vielleicht einen kleinen Text vorschieben könnten.

00:16:46: Gerne.

00:16:46: Wenn Sie mir zu sagen ...

00:16:47: Ich sag Ihnen die Texte.

00:16:49: Ich moderiere diesmal die Texten gerne.

00:16:50: Das ist kein Problem.

00:16:51: Das mache ich auch gerne gegen eine geringe Monatliche.

00:16:59: Äh, da hatten wir es doch gerade.

00:17:00: Ja.

00:17:02: dass ins Unglück stürzen, nicht wahr?

00:17:04: Stürzen

00:17:04: war das.

00:17:05: Ich finde

00:17:05: es wichtig, dass wir uns immer wieder vergegenwärtigen, dass es schon um eine Örtlichkeit geht auch wenn wir uns sprachlich mit dem Thema Ungluck auseinandersetzen.

00:17:15: also man fällt entweder oder es wird etwas über einen ausgegosselt.

00:17:19: und Herr unser Kupferstecher, unser Rotgießer will ich was schon sagen.

00:17:24: David Telgin hat uns ein Gedicht mit dem schönen Titel

00:17:28: Sturz

00:17:29: eingesendet.

00:17:30: Das würde ich gerne als Einstieg, dass wir uns gleich mal hineinstürzen.

00:17:34: Ich war und dann vielleicht noch von David Tagine gleich ein Doublefeature.

00:17:39: zweiter Text dann Unglück von David Tagine.

00:17:44: Der kleine Finger ganz blau verbogen nach dem Sturz auf dem kalten Asphalt für Sekunden nicht mehr da einen Riss in mir dann benommen und taumelnd Das Gesicht schmerzverzerrt.

00:18:21: Der Fall, die Akte.

00:18:25: Ungelöst zu den Akten gelegt.

00:18:33: Jetzt

00:18:33: sind wir wieder da aus dem Davytergien, der uns hier hineingestürzt hat ins Thema Unglück.

00:18:38: Guter Text.

00:18:39: Absolut gut gelesen auch von Verena Schmidt unserer Haus und Hof.

00:18:45: Ich würde fast schon sagen, der Gallionsfigur am Schiff ... An der Argus.

00:18:53: Die vorne da immer so vorne drauf

00:18:56: ist,

00:18:58: aber das Schiff ist in dem Bild Radio Z.

00:19:01: Ja genau und Herr Eisenbad ich erinnere mich aus meiner Kindheit.

00:19:04: Sie kennen Harryhausen oder?

00:19:07: Ray-Harry-Hausen

00:19:07: kennen sie oder?

00:19:08: Der hat ja auch so griechische Sagen immer mit Stop Motion.

00:19:12: Mit

00:19:14: Knet Trick

00:19:15: Knetrick.

00:19:15: So,

00:19:16: und ich habe als Kind ... Lehmotion!

00:19:18: Als

00:19:19: kleines Kind hab' ich Harryhausen-Film gesehen.

00:19:22: Ja, so ein, glaub ich war's sogar... Also ja auch in der Geschichte, wo sehr viel Unglück um Glück eine Rolle spielt wie immer in Griechenland.

00:19:30: Wir müssen uns wirklich noch über griechische Literatur unterhalten.

00:19:33: Und da gab es, äh, ich weiß nicht ob das sich auf historische Quellen gestützt hat dieses Drehbuch oder nicht?

00:19:40: Ja also bestützt bestimmt aber ob's da so in die Tiefen hinein korrekt war.

00:19:45: Jedenfalls erinnere ich mich an eine sehr einprägsamene Szene, wo Yasun schwimmt so in dem Wasser.

00:19:50: Ich glaube nachdem auch eine Figur, die da gar nicht sein dürfte, Thales mit der Ferse ... Nicht wahr?

00:19:58: So ne Bronze-Stator, die dann kommt und das Boot umwirft.

00:20:01: Kennen Sie den Film zufällig?

00:20:03: Herkules!

00:20:04: Und die anderen sind da gerade... Wir klauen irgendwas aus irgendeinem Raum.

00:20:09: Und dann kommt die Bronzestatue, erwacht zu leben und wirft das Boot um.

00:20:13: Das ist so in etwa die Szene.

00:20:14: Danach liegen sie im Wasser und schwimmen da so.

00:20:16: Also das Unglück war ja quasi ... Aber

00:20:18: war der Herr Kules beim Ja-Son mit auf dem

00:20:20: Ski dabei?

00:20:21: Ich glaube es war von den Quellen

00:20:22: her ... Oder war ein Double Feature!

00:20:23: Ich

00:20:23: glaub das war komplett vom Quellen totaler Quatsch.

00:20:26: Aber das ist egal.

00:20:28: Die Crew... liegt im Wasser.

00:20:30: Wir sind in Griechenland, wir sind im Land des Schicksals nicht wahr?

00:20:33: Also jede Geschichte bei den Griechern hat immer was mit Schicksal zu tun weil eben die Welt der alten Grieche eine schicksalhafte Welt ist.

00:20:40: das hatten wir schon so oft.

00:20:41: es gibt immer einen vorbestimmten Lauf der Dinge und die Götter können sich zwar einmischen aber selbst sie haben nicht in der Hand sondern es gibt einfach wie einen festgeschriebenen Vor definierte ein Ablauf.

00:20:54: Und so ist es dann ja auch bei den Griechen.

00:20:56: und die Tragik entsteht dadurch, dass sich das nicht abwenden lässt, sondern eigentlich je mehr man sich einmischt, desto schlimmer wird's in der Konsequenz sein.

00:21:04: Aber passieren tut's auf jeden Fall!

00:21:06: So jetzt ist Jens Zitti da ins Wasser gefallen weil sie haben... Das Boot wurde umgekennt hat von diesem Riesenbranche-Riesen, der so glaube ich Quellen korrekt nicht.

00:21:16: Und dann liegt da die Galleonsfigur.

00:21:18: Jetzt hab ich an Verena Schmidt denken müssen wieder im Wasser, also die abgebrochene Galleonfigur wahrscheinlich in dem Fall eine Darstellung der Athene oder sowas, liegt im Wasser und ... Ich erinnere mich als Kind wenn sie ... Ich hab diesen Film gesehen.

00:21:30: das ist ja alles animiert in diesem Film eigentlich.

00:21:33: aber diese Galleonesfigur ist nicht animiert und sie spricht mit so einer sirenenhaften Stimme und das fand ich sehr gruselig.

00:21:40: und sie sagt ... Ja.

00:21:42: Ich glaub ja so'n.

00:21:43: oder der Held fragt sich was mach ich denn jetzt?

00:21:46: Und sie sagt immer nur so wage Andeutungen von dem, was getan werden soll.

00:21:49: Dann fragt ihr aber, was ist denn jetzt?

00:21:51: Erklärt es doch mal bitte konkret du alte Spinat-Wachtel und dann sagt's mehr kann und darf ich dir nicht sagen ja.

00:21:58: Damit hört die Szene auf!

00:22:01: So falsch diese ganze Wiedergabe dieses Mythos isst, so richtig ist doch diese Grundannahme das Stimmen aus der höheren Sphäre, sag' ich mal, zwar Informationen an die ... an die Figuren herantragen dürfen, aber halt nicht diese Situation auflösen.

00:22:20: Nicht wahr?

00:22:20: Das haben Sie ja permanent in der griechischen Mythologie.

00:22:23: Obwohl man das wissen hat, oft gar nicht weiß wie es gemeint ist,

00:22:26: weil

00:22:26: einem der Schlüssel fehlt

00:22:28: und

00:22:29: man sich denkt da kann ich ja zum Beispiel irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen treffen und am Schluss ist doch anders.

00:22:39: Genau!

00:22:40: Also dass es so griechenisch war... Wie bei

00:22:42: Odysseus zum Beispiel

00:22:44: ... Wie bei Ottershaus?

00:22:46: Oh, oh.

00:22:49: Haben Sie das gesehen?

00:22:50: Was?

00:22:51: Christopher

00:22:53: Nolan.

00:22:53: Ah ja!

00:22:54: Der Film... Ja ne, habe ich nicht

00:22:57: gesehen.

00:22:59: Oder so ähnlich.

00:23:02: Kannst

00:23:02: du wieder eine komische Strift?

00:23:03: Haben Sie es wieder in Papyrus geschrieben?

00:23:04: Ja, sie haben in Papyros geschrieben.

00:23:06: Sie haben griechische Buchstaben genommen aber nicht die richtigen.

00:23:11: Einfach nur so, dass das aussieht als wäre es korrekt.

00:23:14: Aber wenn man es ausbricht... Es ist wirklich zum Weinen!

00:23:19: Naja ich finde es eher lustig muss ich sagen.

00:23:21: Ja, Sie finden auch lustig, dass bei Avatar immer ein Papyros genommen wurde.

00:23:26: ne?

00:23:27: Für die Typografie versierten Menschen ist das immer ein großer Spaß, wenn man dann sieht.

00:23:32: Papyrus,

00:23:33: wie U.S.A.

00:23:34: drüber gesehen, wo einer anderthalb Stunden drüber philosophiert hat,

00:23:39: dass

00:23:39: da so viel Geld rein investiert wurde...

00:23:41: Und aber

00:23:43: James Cameron seit zwanzig Jahren einfach Papyros nimmt?

00:23:47: Ja!

00:23:48: Das ist wirklich unglaublich.

00:23:49: Es ist ein Spaß, vor allem Papyrus.

00:23:52: Wenn Sie es mal kennen in die Schriftart ... Ich erinnere mich ja bevor ich das ganze studiert habe Herr Eisenbad.

00:24:00: Vor

00:24:00: vielen Jahrzehnten will ich jetzt fast schon sagen, da bin ich auch durch die Welt gegangen und hab mir gedacht, Schriftarten wie soll das dann irgendwie einen Mensch jemals erkennen?

00:24:06: Das sind die absoluten Nerds!

00:24:08: Dann hab' ich das studiert nicht

00:24:10: wahr?!

00:24:10: Und plötzlich Er schließt sich die ganze Welt und man läuft zu einem Fußpflege-Salon vorbei und sagt, ja das ist Papyrus.

00:24:17: Dann läuft man an einer ... Calibri?

00:24:20: Ja aber es ist meistens Papyruse heißenbar.

00:24:22: Wenn Sie mal hier in Fürth zum Beispiel keine Werbung machen wollen, kennen sie diesen schönen gestalteten Brunnen wo man so ein bisschen wie ein Kinderspielplatz aussieht.

00:24:31: Da ist eine Schnecke und so einen Genau!

00:24:35: An der Freiheit und der Förderfreiheit.

00:24:36: da ist ein Italiener An der Ecke?

00:24:38: Ja, der ist in Times New Roman.

00:24:40: Der ist im Papyrus auch.

00:24:42: Ach so!

00:24:42: Er hat einfach auch Papyros genommen, Herr Eisenbad.

00:24:45: Und das ist ja... vielleicht ist das auch das Unglück unserer Zeit, was die Typografie angeht.

00:24:50: Dass man

00:24:50: zu viel weiß.

00:24:51: Nein, dass man einfach die Standardschriftarten von Windows durchprobiert und die Leute einfach etwas, sagen wir mal nehmen, was dann ein bisschen abgefranzt ist, weil man ja eine Patina auf dem Spustamm haben will.

00:25:04: Kennen Sie

00:25:06: Segwe?

00:25:06: Segwe?

00:25:07: Ja, die ... Das

00:25:08: ist so handschriftlich.

00:25:10: Nee, kenne ich

00:25:10: nicht?

00:25:11: Das nehme ich immer sehr gern.

00:25:13: Wenn ich zum Beispiel an meine Familie in der Ferne schreibe, dann druck' ich das ein Segoy aus und dann sieht's aus als hätte ich es mit der Hand geschrieben.

00:25:24: Und dann sagen die sehr schöne Handschriften haben sie Herr Eisenbart!

00:25:28: Dann sagen die Menschgroßvater... Gibt's

00:25:30: eigentlich auch sowas wie Kurrent?

00:25:32: Kurrent ja.

00:25:33: Als Schriftart?

00:25:35: Gibt´s auch.

00:25:35: Das finde ich gut.

00:25:36: Finde ich auch gut.

00:25:38: gibt ja auch

00:25:40: Cursive

00:25:41: zum Beispiel.

00:25:42: Und dann drückt man das so aus und dann sagen die verwandten Menschen, hättest du dir nicht die Mühe machen müssen alles von Hand zu schreiben?

00:25:52: Ich denke mir ja ihr seid schön blöd.

00:25:54: ich habe es mit Voice to Text einfach mit Segway ausgedruckt.

00:26:03: So kann man sich's leicht machen.

00:26:04: Aber eigentlich wollten Sie was ganz anderes erzählen?

00:26:05: Eigentlich

00:26:06: wollte ich mit Ihnen das ausheben.

00:26:07: Ja,

00:26:07: richtig!

00:26:08: Das war es.

00:26:08: Danke.

00:26:10: Der dann heimkommt und ist ja die Offenbarung.

00:26:16: Weil...

00:26:16: Die

00:26:17: Frau.

00:26:17: oder geht es um die Frau?

00:26:19: Es geht darum, dass er das erste Thema begegnet.

00:26:23: Dass der ihn tötet wenn er wieder heim kommt, Frau Meisendrat

00:26:30: Ja stimmt, da war was.

00:26:31: Können Sie es nochmal kurz versuchen zusammenzufassen?

00:26:34: Also die Weißsagung besagt das...

00:26:36: Wann kriegt er die?

00:26:38: Die

00:26:41: kriegt der in der Schenke, in der Dorfschenke wenn er die richtigen...

00:26:48: auf dem Peloponnes wahrscheinlich.

00:26:50: Fragen Sie mich doch nicht zur Detailfragen, mein Studium legt auch etliche Jahre zurück.

00:26:56: Auf jeden Fall bekommt er die Weißsagung, dass er heimkommen soll.

00:26:59: also er wird immer auf Reisen sein aber wenn er heime kommt der erste, den man begegnet, der wird ihn niederstrecken.

00:27:10: und das ist dann auch so

00:27:12: weil wir ihm begegnete

00:27:13: seinem Sohn.

00:27:16: Der Sohn hat die ganze Zeit gesagt, der Vater kommt heim.

00:27:19: Er kennt ihn nicht und er sagt, er soll von der Straße weggehen, weil er mit seinem Wagen durchkommt...

00:27:26: Ja, ich erinnere mich ja.

00:27:27: ...und

00:27:28: dann erschlägt er ihm.

00:27:31: Sagen wir mal eines Helden doch ungewöhnlich leiser Tod?

00:27:35: Nein, nicht leise sondern unrühmlich würde man sagen.

00:27:38: Genau!

00:27:38: Und dann heiratet das seine eigene Mutter.

00:27:41: Wer jetzt?

00:27:41: der Sohn oder der Odysseus?

00:27:43: Der Sohn, also die eigene Mutter.

00:27:46: Und deswegen sagt man bis heute das ist der Odyssekomplex von Meisendrat.

00:27:55: Da hätte er mal lieber mal besser nachgefragt beim Orakel.

00:28:01: Ja

00:28:02: genau und das ist ja sehr schön dass sie das so hoch korrekt.

00:28:08: Griechische Mythologie ist gar nicht zu schwer!

00:28:10: Wenn man einfach nur aufpasst, muss man gar nicht lernen.

00:28:16: Einfach nur im Unterricht aufpassen, dann kriegt man schon alles mit.

00:28:20: Haben Sie mitgekriegt und die so spielt?

00:28:24: Nein!

00:28:25: Da fliegen Ihnen die Ohren raus... Mit Damon.

00:28:28: Mit Damon, ja natürlich!

00:28:30: Ja ist gut eigentlich.

00:28:31: Ist

00:28:31: gut oder?

00:28:32: Mit Damon!

00:28:32: Mit Damon stelle ich mir gut vor wie Matt Damon so am Anfang in der ersten Szene mit dem Flug

00:28:39: und dann muss er den Löwen erwürgen und da muss er nämlich die Schlangen zähmen

00:28:49: und den Apfel aus dem Heiligen Garten von und die hängenden Gärten, der wie näher war.

00:28:55: Und

00:28:56: in Semiramis muss er auch noch den umführen?

00:29:02: Aber Herr Eisenberg hatte schon ein bisschen Harryhausen-Vibes gehabt teilweise.

00:29:06: Der Trailer wurde ja heiß diskutiert weil er auf so eine rohe Betonoptik setzt und so ein bisschen brachig

00:29:13: ist.

00:29:13: So Brutalist!

00:29:14: So ein brutalistischer Architektur, den Griechen überstimmt obwohl wir natürlich als gebildete ... sag ich mal Unserem Kulturkreis bewandten RezipientInnen natürlich wissen, dass die Frieden... Humanist

00:29:28: innen.

00:29:29: ...Humanist-Innen nicht wahr?

00:29:30: Pilgheimer!

00:29:33: Da wissen sie ja durch das Angemalt waren, die Tempel und eigentlich Farbenfroh.

00:29:37: Also die ganzen... Die ganzen Säulen und das ganze Kapitol-Kramzeug, das war ja alles angepinselt.

00:29:46: Und Herr Nohlen macht daraus wieder in seiner ... Wie möchte ich sagen?

00:29:50: In seiner Jafhybris fast schon nicht wahr?

00:29:53: Ich bin der große Autorenfilmer des ... Auteur!

00:29:59: Nicht wahr?

00:29:59: Nicht

00:29:59: wahr?!

00:30:01: Ich mach' das jetzt brutal listisch, nicht

00:30:04: wahr!?

00:30:05: vermisst sich da vielleicht ein bisschen und es sieht auch ein bisschen aus wie Batman.

00:30:09: Die Masken und so, das war ja großes Thema dass das eigentlich nur nach zu viel Batman-Haut mit heißerer Stimme auf irgendwie den Joker drauf.

00:30:20: Ja der Joker hat nur einen Auge, ne?

00:30:24: Das ist der Two Face!

00:30:27: Den kennt man doch.

00:30:28: Der sagt dann entweder, guckt man so lange zu bis man der Bösewicht selber gesehen hat

00:30:36: oder?

00:30:38: Und auf jeden Fall Unglück ist das Thema.

00:30:40: heute soll heute das Thema sein und griechische Mythologie sehr voll von Unglücke und Schicksal.

00:30:48: Aber die Frage ist kann man dem kann man dem Unglück entfliehen, wenn erst mal das Urteil gefällt ist.

00:30:56: Ja bei den Griechen geht es nicht?

00:30:57: Geht nicht!

00:30:58: Bei den griechen gibt's einfach nicht.

00:30:59: oder wissen Sie so

00:31:00: wo?

00:31:00: Wenn das heißt du darfst dich nicht umdrehen.

00:31:04: Yes

00:31:04: genau.

00:31:05: Sonst passiert ein großes Ungluck.

00:31:07: Genau mit drei Granatapfelkernen war noch irgendwas

00:31:11: und dann schneiden die den Faden ab.

00:31:16: Dann war's des.

00:31:16: Die Nornen.

00:31:21: Ja, also bei den Griechen ist es tatsächlich ... Bei dem antiken Griecheland lässt sich nicht mehr drinnen.

00:31:26: Und die Menschen versuchen's auch immer wieder.

00:31:29: Also es ... Aber es geht nie gut aus in diesen Geschichten, wenn man versucht, sich dem zu widersetzen und es geht auch nicht gut aus, wenn ihr damit macht.

00:31:38: Man hat quasi eigentlich gar keine Chance irgendwas zu tun.

00:31:42: Man muss schauen, dass man günstig den Göttern steht maximal, damit man's noch angenehm schafft bis zum Tod aber ... Also richtig so, gegen Unglück ist bei den Griechen einfach kein Kraut gewachsen.

00:31:54: Gegen Schicksal ... Nee!

00:31:57: Wie nennt man das?

00:31:59: Dass man dann einfach sich seinem Schicksaler gibt von

00:32:03: Fatum?!

00:32:04: Ja, äh ... Meinen Sie ... Hä?

00:32:09: Fatalistisch?

00:32:10: Ja,

00:32:10: Fatalismus dass man einfach sagt naja es ist jetzt halt so, ist mein Schicksall

00:32:15: Da

00:32:15: muss ich jetzt halt mal mitmachen,

00:32:17: auch

00:32:18: wenn es mir nicht gefällt.

00:32:19: Und

00:32:19: diese Vorstellung geht ja dann rein in die christliche Vorstellung?

00:32:25: Ja!

00:32:26: Wir haben Geschichten wie zum Beispiel Hyop, der eigentlich auch da sitzt und wird das mit so einem christlichen Ding aufgeblasen, dass man ... Das haben sie ja dann in Faust auch, nicht Faust ist ja auch los mit Prolog im Himmel.

00:32:40: Das ist aber

00:32:41: nachträglich eingegangen.

00:32:42: Nachdreche eingefügt?

00:32:43: Ja.

00:32:43: Ja, ein Urfaust steht es nicht drin!

00:32:45: Auch im Hierobstandsfeuer nicht drin...

00:32:47: Aber ist aber es steht jetzt drin oder?

00:32:51: Es gibt einen Prologg im Himmel im Hierb, ja.

00:32:53: Erzählen Sie?

00:32:57: Wollen sie da jetzt wirklich so tief reingehen?

00:32:58: Können

00:32:59: Sie's oberflächlich

00:32:59: erzählen?!

00:33:01: Also wenn sich in die XEG-Serieien gehen dann können Sie ganz klar sagen dass wenn Sie bestimmte Pronomen angucken das die nicht zusammen passen.

00:33:11: Also

00:33:12: zum Beispiel am Ende von diesem... also es gibt da so eine Szene, bevor wir hier überhaupt kennenlernen.

00:33:20: Da gibts ne Szene und da spricht der Satan zum Liebengott, sagt lieber Gott.

00:33:28: Deine ganzen Menschen da sind ja so schäbig die mögen dich nur weil sie's gut haben.

00:33:35: dann sagt ihr lieber Gott nein!

00:33:37: Die mögen mich auch wenns ihnen nicht gut geht.

00:33:41: Dann sagt der Satan, okay mach.

00:33:47: Dann sagt er Gott nein ich mache nicht!

00:33:50: Ich bin der liebe Gott!

00:33:52: Musst du schon selber machen?

00:33:53: Und dann sagt der Satan, du lässt mich ja nicht... Du bist ja zu mir nicht lieb!

00:34:00: Du bist nur zu denen liebt!

00:34:01: Dann sagt ihr Ja gut, dann mach eben mal, ich lass dich dieses einmal und dann verließ er ihn.

00:34:10: steht dann da ungefähr.

00:34:13: Dann verließ Satan ihn...

00:34:16: Hatten die eine Beziehung?

00:34:18: Ja, so auf Freundschaftsbasis.

00:34:22: So immer wieder mal plaudern und mal Karten spielen wird ja auch langweilig.

00:34:30: Auf jeden Fall dann verließt Satan ihn und im nächsten Satz stand er steht und als Ehr mit seinen Töchtern und Söhnen Und dann wissen Sie, aha.

00:34:43: Er würde sich ja auf Satan beziehen?

00:34:45: Ja, das stimmt!

00:34:47: Also allein deswegen können sie dann sagen okay vorher haben sie ... Hiob war ein Gottesfürchtiger Mann und als er mit seinen Töchtern und Söhnen zusammen saß bla-bla-bla ist ganz klar dass er bezieht sich auch Hiob der im vorherigen Satz genannt wurde.

00:35:05: aber jetzt sehen Sie

00:35:07: dieser

00:35:07: ganze Einschub der auch ... Ist bisschen

00:35:09: stümmerhaft noch hinzugeblöbbelt obendrauf.

00:35:13: Aber Herr Eisenbad hat es ja, also ich weiß nicht, ob vielleicht... Ich weiß nicht welcher Bibelschule sie angehören aber das ist ein Textes der über die Jahrhunderte auch mal so'n bisschen wo mal Stücke mal hin und mal wieder weg und dann ist irgendwas anders.

00:35:27: Das ist jetzt auch nicht verwunderlich.

00:35:32: Diese Geschichte ist aber doch ganz dienlich, um so diese christliche Idee von Unglück mal ein bisschen aufzuschlüsseln.

00:35:38: Also hier war ein Gottesfürchtiger Mann immer ... hat sich korrekt verhalten, sagen wir mal, vor Gott nicht wahr?

00:35:47: Er

00:35:47: hat sich

00:35:49: stets bemüht und dann plötzlich kommen da die Reiter angeritten.

00:35:54: Ich nehm dir alles weg.

00:35:58: Das Auto, das du fährst ... Ich weiß nicht mehr, wie der Text weiterging?

00:36:05: Ja!

00:36:05: Und dann geht alles kaputt.

00:36:07: für Herrn Hiop.

00:36:10: Habe ich das richtig im Kopf und

00:36:12: einsch-... Also das Haus stürzt ein und seine ganzen Kinder sterben.

00:36:19: Dann erschlägt er auch noch alle Tiere.

00:36:24: Ja,

00:36:24: okay.

00:36:25: Gut, ich dachte eher wäre das ... Alles schon gut?

00:36:28: Ja ja sehr gut.

00:36:29: Frau Meisenkratzi könnten auch in Sachen Theologie noch einiges beitragen glaube ich.

00:36:36: Sie können gut auf Pronomina drauf gucken und sagen

00:36:40: Das kann nicht in der Tat.

00:36:42: Ähm, gut

00:36:43: äh auf jeden Fall äh das ist eben die Frage nach der äh also wie nach der Gerechtigkeit oder der ...

00:36:57: Und aber spannend.

00:36:58: THC ist

00:37:00: das Stichwort,

00:37:02: wenn ein Gott allmächtig ist, warum lässt er Unglück zu?

00:37:06: Ja!

00:37:07: Wenn er das nicht ändern kann, dann ist er ja nicht allmächig.

00:37:12: Entweder is's halt... Das ist die alte THC-Frage.

00:37:15: Sie hat schon fast ausgenudelt.

00:37:16: Genau deswegen muss es diese Posse geben, dass man sagt, ah, der Satan, der hat gesagt naja

00:37:24: Aber Herr Eisenberg, jetzt haben Sie ja selber gerade sogar hergeleitet.

00:37:28: Dass der dieses Kapitel am Anfang, wo uns quasi erklärt wird, warum dieser ganze Kladeradatsch überhaupt passiert?

00:37:34: Ja!

00:37:35: Dass der im Nachhinein eingefügt wurde.

00:37:37: Das haben sie jetzt gerade... das scheint sie ja der Überzeugung zu sein.

00:37:40: Frau Meisendrad, Sie haben recht.

00:37:42: So, wenn wir und was heißt es denn für die Geschichte des Textes, wenn vorher ohne dieses Kapitel da stand?

00:37:51: Ja dass er Rückfragen kamen dass man gesagt hat, ja warum?

00:37:56: Aber hier war ein Gottesfurchtiger Mensch.

00:38:00: Und dann haben Sie da eine Geschichte, wenn wir mal dieses Vorkapitel wegnehmen, haben sie eine Geschichte vor einem alten oder älteren... Gottesfürchtigen, guten, sagen wir mal aus der Bibelperspektive.

00:38:12: Guten sich verhaltenen Menschen einfach einen übeln nach dem anderen passiert und dann ist Schluss ...

00:38:17: Nein!

00:38:17: Sondern?

00:38:18: Ist nicht Schluss.

00:38:19: Sondern

00:38:19: wie geht's aus?

00:38:20: Ja sie wissen ja gar nicht, wie es ausgeht.

00:38:21: Doch ich erinnere mich dunkel.

00:38:24: Sie halten sehr gar nicht aus von der Spannung.

00:38:26: Er hält's ja aus, das ist ja das.

00:38:27: Das

00:38:27: ist genau das Normaisentrat.

00:38:30: Kennen Sie diese Test-Screenings für so Hollywoodfilme?

00:38:36: Wenn

00:38:36: Sie zum Beispiel Christopher Nolan sind.

00:38:38: Christopher Nolan zum Beispiel, der sagt schönen guten Tag.

00:38:42: Schön dass die heute alle zusammengekommen sind.

00:38:45: ich habe einen Film gemacht.

00:38:47: vielleicht haben sie ein paar Sachen von mir gesehen zum beispiel Super Mario movie.

00:38:52: ne es nicht von Nolan aber zb hier Inception zum Beispiel ist toller film.

00:38:59: Also, finde ich selber als Christopher Nolan.

00:39:02: Und ich hab jetzt einen neuen Film gemacht.

00:39:04: und wenn Sie sich den mal angucken... ...und wenn Ihnen was auffällt,... ...dann Sie haben diese kleinen Zettel vor sich liegen,... ...sie schreiben einfach etwas drauf.

00:39:11: Am besten kreuzen Sie an, was Ihnen gut gefallen hat!

00:39:15: Und dann haben sie festgestellt oder der Herr Nolan hat festgestellt,... ...das die Zuhörenden schon längst abgeschalten haben,... ...wenn dieses Blätternummer... abläuft.

00:39:31: Wenn alle Tiere sterben, alle Kinder sterben?

00:39:34: Alle sterben!

00:39:35: Alle Freunde sterben.

00:39:37: Haus stürzt ein... Haus stützt ein, Hyopath total, was ist ich, Hexenschuss, also alles schlimm.

00:39:46: Schlimm, schlimm, schlimm.

00:39:47: Unglück!

00:39:48: Ein Unglück jagt das andere.

00:39:51: Da haben die schon abgeschalten und haben sich schon gedacht Ja, er war zwei.

00:39:59: Haben alle draufgeschrieben?

00:40:02: Und dann kam am Schluss noch die Auflösung, weil er trotzdem seinen Gottesglauben nicht verloren hat.

00:40:10: Wir kamen alle siebenfach zurück also alle Kinschler... Im Schluss

00:40:14: wird er beschenkt!

00:40:15: Alle Kinder kommen zurück.

00:40:17: Siebenfach andere Kinder!

00:40:19: Manche, die er gar nicht kennt auch.

00:40:21: Er bekommt siebenfach das Vieh, das er verloren hat.

00:40:24: Er kriegt sieben neue Häuser einen Viertmultipler.

00:40:28: Was

00:40:28: ist es denn für ein Weltbild?

00:40:30: Indem ihn erst die Kinder abgemurxt werden und dann kommen irgendwie vierzehn andere Kinder um diese sich kümmern muss eine halbe Kindergarten.

00:40:35: Ja neunundvierzig Kinder

00:40:37: kommen da an.

00:40:38: Ich glaube, es waren sogar zwölf am Anfang.

00:40:39: Und der Rest ist egal... Eine unwahrscheinliche

00:40:41: Menge.

00:40:42: Vierundachtzig Kinder Füttern muss.

00:40:45: Aber er hatte ja auch mehr Vieh?

00:40:48: Als er alt war, da hat er richtig viele Kinder, die sich um ihn gekümmert haben.

00:40:53: Vierundachtzig.

00:40:54: Das ist sehr toll!

00:40:57: Da möchte ich

00:40:58: nicht beim

00:40:58: Verlesung des Testaments dabei sein.

00:41:00: Ja,

00:41:00: da gab es sicher auch ein großes Unglück, Frau Meisenzart.

00:41:04: Aber Eisenbad...

00:41:05: Aber das ist eben das.

00:41:07: und am Schluss

00:41:08: geht's den Pay auf Du bekommst ein Auto, du bekommest wie bei Oprah.

00:41:16: Aber da haben die meisten schon abgeschaltet und haben sich gedacht, wieso lässt Gott das denn zu?

00:41:22: Das ist sehr schrecklich!

00:41:24: Und deswegen hat Christopher Nolan oder der, die Quelle geschrieben hat, hat sich gedacht gut dann muss ich noch mal in mich gehen hingepflanscht.

00:41:37: Genau, und dann hat Goethe sich das einfach abgeguckt?

00:41:40: Ja!

00:41:41: Der hat auch am Schluss diesen Prolog geschrieben um zu zeigen ich

00:41:47: habe

00:41:48: das gelernt.

00:41:51: Sehr gut heißen wir schließen mal den Hub ab aber Hubspotschaft...

00:41:53: Das war ein langer Block von... Hubsportschaft

00:41:55: kommt natürlich daher.

00:41:56: Ihr macht nochmal einen Doppelfeature würde ich sagen.

00:41:58: ja und zwar machen wir das ganz geschickt.

00:42:00: wir leiten vom einen zum anderen Thema.

00:42:02: aus unerfindlichen Gründen notiere ich

00:42:04: mir das.

00:42:04: Yes!

00:42:06: Wir haben zuerst Bastian Kienitz, also wir haben ein Doppelfielter.

00:42:11: Einmal schwere Steine was ich finde schon biblisch.

00:42:15: irgendwie klingt Schwere steine Ja und dann haben wir an die in der Überleitung zur nautik weil wir wollten uns ja noch über wale unterhalten.

00:42:24: Nautik heißt das doch korrekt oder nicht?

00:42:30: Oder nicht?

00:42:30: Bin ich falsch, ja schon.

00:42:35: Übergang zu Nautik baste ein Kinnitz der alte Mann und das Meer, was natürlich uns auch wieder auf literarische Pfade zurückführt.

00:42:42: Ich war so!

00:42:43: Und film

00:42:45: ab!".

00:42:46: Auf den schweren Feldern der Stadtluft singst du hart wie ein Stein in den Boden um zwischen dem Gehweg und Kanten zu winkeln.

00:43:05: Seit Wochen ohne Glück und wie ein altes Lied bewegte sich das Meer

00:43:11: Mal

00:43:12: stumm, dann wieder stürmisch Und zurück Auf Festland bleibt sein Boot bescheiden leer.

00:43:20: Von nichts lebte es sich wahrlich nicht zum Mund.

00:43:24: Und dieses Unglück kommt auch nicht von ungefähr So sagt man sich und gibt zu

00:43:30: allem einen Grund Bis

00:43:33: er den größten Fisch an seiner Angel hat.

00:43:37: Und dieser Fisch ist Wurzelberg.

00:43:40: Die See und bis zu seinem Ende, Ehe und eines Endes

00:43:47: statt.".

00:43:55: So also jetzt haben wir das mal mit dem mit der Bibel.

00:43:58: die können wir jetzt mal wieder zuschlagen wobei nicht ganz wir halten den einen Finger noch so als einmerker halten wir drin.

00:44:04: dann jetzt geht's um Wahle.

00:44:05: Herr Eisenbad fällt ihnen dazu was ein Unglück.

00:44:09: und Wahle Äh ... Wir können ja mal, man macht es auf der Journalist in den Schuhen.

00:44:16: Ja,

00:44:16: der Willi hier?

00:44:17: Da lernt man das so.

00:44:18: Wir steigen eigentlich mit so was Zugänglichen ein, mit einem schmissigen Boulevard-Thema.

00:44:25: Der Willi!

00:44:25: Was erzählen Sie denn?

00:44:26: was zum

00:44:27: Bitte?

00:44:28: Willi, der Wahl von Wilhelmshafen.

00:44:31: Der willi.

00:44:31: Den haben sie Willi genannt.

00:44:33: Yes.

00:44:33: Die Bildzeitung hat ihn Willi.

00:44:35: Andere

00:44:36: haben gesagt, er heißt Hope oder Timmy

00:44:40: oder ... manche wollen ihn auch Chico nennen.

00:44:46: Äh, die haben versucht den zu retten und haben gesagt ... ermordet durch Politik- und

00:44:52: Inkonsol- ... Ja

00:44:52: jetzt warten!

00:44:53: Yes

00:44:53: yes.

00:44:54: Aber wir müssen erst mal kurz erklären also da ist ein Ball?

00:44:56: Ah über

00:44:56: den wollen wir heute auch singen.

00:44:58: Yes, über den stimmt können wir machen aber der ist noch glaub ich nur nicht tot.

00:45:02: Aber wenn wir das ausstrahlen... Ist ja aufgezeichnet.

00:45:07: Ach stimmt Da ist er ja schon gestorben.

00:45:10: Das wissen die Leute nur nicht,

00:45:12: dass wir jetzt gerade aufzeigen.

00:45:13: Dass der noch nicht gestorbt ist, aber am Sonntag ist er schon gestorsen.

00:45:17: Man hört

00:45:17: es vielleicht ein bisschen in unserer Moderation, das wir auch aufnehmen, aber die meisten schenken das eh nicht.

00:45:21: Die sind so blöde Leute!

00:45:24: Wir haben einen Buckelwahl.

00:45:26: Der Willi?

00:45:28: Nennen Sie ihn wie sie wollen... Ein Buckelvahl schwimmt in der Ostsee.

00:45:36: Ja.

00:45:38: Und der ist bewiesener Maße schon irgendwie fünfmal auf Grund gelaufen in seinem Leben, man hat ja so ... Man kennt sich ja einen Zwischen in der Ostsee.

00:45:47: Ein Problembär

00:45:48: wird er auch genannt.

00:45:49: Problembären

00:45:52: würde ich gerne genannt von ihm.

00:45:56: Er hat schon sein Zenit schon ein bisschen überschritten.

00:45:58: Der gute und jetzt läuft er da auf bei Timmelshafen oder Timmellsbrunnen.

00:46:03: fragen sie mich nicht diesen Blödsinn?

00:46:07: Und dann liegt er da, wie Sie wissen.

00:46:10: Wenn Wale aufgrund darauf ...

00:46:12: Der plant schon herrlich!

00:46:15: Er

00:46:15: legt da auf dem Rücken und paddelt mit den Händen so lustig auf seinem Bauch herum.

00:46:21: Weil die auch so klein sind?

00:46:23: Ja Es ist ein großes Unglück für den Wal.

00:46:25: Also ein großes Unglück weil der hat auch zu kurze Arme um sich selber einzuschmieren Mit Sonnenmilch.

00:46:31: Die Tierschütze erinnern wollen das jetzt machen.

00:46:35: Ja, so große Eimer mit so Nivea-Sun-Loschen ... Gibt doch andere.

00:46:41: Gibt auch Ladiwahl!

00:46:42: DM zum Beispiel bis Sundance heißen die, Sundance finde ich immer gut.

00:46:46: Was mich erinnert an der Festival?

00:46:49: Oder

00:46:49: Piz Buin?

00:46:51: Pittsburgh.

00:46:52: Aber Ladiwal wäre vielleicht nicht schlecht.

00:46:54: Ja find' ich gut.

00:46:55: Vielleicht sollten Sie uns ein Startup gründen.

00:46:57: Es gibt's doch.

00:46:58: Achso, Ladiwall?

00:47:00: Ah, so wusste ich nicht.

00:47:01: Was ist das?

00:47:01: Ich glaub

00:47:02: von DM gibt auch andere.

00:47:05: Ladi-Wahl-Fee!

00:47:08: So jetzt gehen wir noch mal zurück zum Thema.

00:47:10: da liegt jetzt dieser buckellige Wahl liegt jetzt in Timmels liegt jetzt aufgrund und dies ist ein doppeltes Unglück.

00:47:20: heißen Bad weil zum einen ist es für den Wahlschlecht.

00:47:23: Wir wissen die wissen ja tausend Tonnen und das hält ja auch kein Bindegewebe.

00:47:27: Das ist ja für den Wahlkörper auch ein Problem Weil normalerweise im Wasser Es ist ja nicht so dramatisch, wenn man dichten Körper hat.

00:47:34: Aber auf Land drückt es dann quasi die...drückte alles zusammen.

00:47:38: Das heißt er ist im Sterben begriffen, wenn er irgendwo aufläuft.

00:47:42: Er ist zu schwer um ihn mal schnell mit einem Ruck und dann kommt noch dazu, wenn der Wahl verstorben sein sollte irgendwann mal.

00:47:51: Also jetzt zum Beispiel?

00:47:53: Dann haben sie einen Wal einfach, der da rumliegt Entoten, eine Kadawe.

00:47:59: Und so ein großer Kadaw ... Das

00:48:00: muss man dann sprengen?

00:48:01: Genau, es gibt die Strategie, das ist nichts Neues.

00:48:04: Was ich Ihnen jetzt da sage, passen Sie doch mal auf!

00:48:06: Also... Es ist ja nichts Neues, haben sie alle schon gesehen.

00:48:09: Wahlsprengung entweder der Wahl sprengt sich von selber aus Grund von Leichengasen.

00:48:14: Ja deswegen

00:48:15: wird das sehr gesprengt.

00:48:16: Oder

00:48:17: mit der Kettensäge werden Löcher reingebohrt.

00:48:20: Es ist auf jeden Fall ein Materialkampf, könnte man sagen.

00:48:23: Katawa eines Wahles, es ist kein Spaß.

00:48:26: Es ist ein Unglück.

00:48:26: Ich freue mich richtig drauf, weil ich diesen Sommer da in Urlaub fahren werde tatsächlich.

00:48:31: Wo hin?

00:48:32: Ja da äh ähm wie heißt das?

00:48:40: diese...

00:48:43: Diese Mole!

00:48:44: Naja es gibt auch so diese.

00:48:46: wissen Sie wo der Vogelpark ist?

00:48:49: Yes Da.

00:48:51: Das ist so eine Bucht.

00:48:53: Yes Eine Mole

00:48:54: Und da ist so ne Halbinsel und da direkt drauf.

00:48:58: Also, was ist das Kiel?

00:49:00: Nein.

00:49:01: Ja da in Lübeck.

00:49:02: Da irgendwo Ecke-Batzeegeberg.

00:49:04: Auf

00:49:05: jeden Fall Timmendorfer Strand.

00:49:06: so die Richtung ist auf jeden Fall ... Ich freu mich richtig drauf wenn's da ...

00:49:11: Schauen Sie dieses Naturspektakel an!

00:49:13: Jedenfalls also und jetzt hat er es natürlich

00:49:16: bezahlt.

00:49:16: Dann kommen dann irgendwelche Leute und sagen die Politik hat versagt weil der Wahl gestrandet ist und weil man nichts tut Ist interessant.

00:49:26: Bei manchen Tieren interessiert es dann auch wieder niemanden, also das ist irgendwie so eine interessante menschliche ... Man fühlt sich irgendwie verbunden zu Tieren und so andern nicht, obwohl die ja den Wahl auch nicht als Haustier ... Sie haben ja keinen Wahl-als-Haustiereisen, war das Albern?

00:49:39: Das hat ja niemand den Platz!

00:49:42: Und jetzt wollen wir uns mal ... Jetzt begeben wir uns Mal Wale.

00:49:44: Drabemünde, jetzt ist

00:49:45: mir

00:49:45: eingefallen.

00:49:49: Genau.

00:49:49: So und jetzt haben ja natürlich Wale der Literatur die Unglücke nicht wahr?

00:49:54: Also es geht ja ... Da können wir gleich rüber ... Ich war also mit großen ...

00:49:59: Der große Wale und das Meer.

00:50:01: Ja, der große Wahl und das Mehr

00:50:03: von

00:50:05: Hermann Wey.

00:50:08: Wie heißt der?

00:50:09: Der alte Mann, der alte Wahl.

00:50:11: Der alte Wahl ... Ja, äh ... Mobidic!

00:50:14: Ah ja genau.

00:50:14: Mobidik

00:50:15: von Hermann.

00:50:16: Von Hermann Melvahal.

00:50:19: Genau.

00:50:20: Also ein Wahl der Weltgeschichte, die quasi als das Unglück quasi das ... Ja, personifizierte eine Allegorie auf das Unglück quasi schon ist.

00:50:29: Unheil besser gesagt eher also und Glück ist ja hatten wir vorhin schon so ein bisschen aufgedröselt.

00:50:34: Und Glück ist noch was anderes als unheil weil Ungluck ist so ein bißchen eher schicksalhaft.

00:50:38: Unglückt trifft einen eher.

00:50:41: Un

00:50:41: heil

00:50:42: ist eher so morbidick als Ausdruck der ... dass die Tiefel der menschlichen Seele lauert, nicht wahr?

00:50:51: So ein bisschen psychologisierend quasi.

00:50:54: Da ist dieser Captain Aab ... Der Rache an einem Fisch.

00:50:58: also in Moby-Dick sind wahne Fische.

00:51:01: Nicht war Pottfisch haben will, machen will und seine ganze Crew in das Unglück nachzieht.

00:51:12: Nein, mach!

00:51:12: Sie verschwinden ja am Ende.

00:51:15: Außer eine natürlich.

00:51:18: Sie verschwinden ja am Ende in den Tiefen des Meers, also da wo das Unglück herkommt.

00:51:22: Da werden sie auch hineingesogen die ganze Crew der Captain und auch die ... Die unbeteiligten sind nicht aber die mitgefangen.

00:51:31: mitgehangenen.

00:51:31: ich war diese ganze Crew.

00:51:33: Und das Ganze geht jetzt zurück auf eine wahre Begebenheit.

00:51:38: Es gibt Melville hat sich ja bedient an Beschreibungen von Schiffsungglücken.

00:51:43: Wir hatten das Thema schon mal bei zu Wasser.

00:51:46: Und diese Schiffsunglücke, jetzt ... Sie merken.

00:51:50: Ich spanne quasi, ich geh vom Zugänglichen ins ein bisschen kompliziertere.

00:51:54: Diese Schiffs- unglücke als wiederum als Metapher sind ein interessantes Thema in der Philosophie auch nicht wahr?

00:52:02: Wo man sagt, man schaut sich mal Schiffsunglücke an und zwar im wörtlichen und übertragenen Sinne als ... Ja, also Metaphe!

00:52:12: Zum Beispiel könnte man... Zum

00:52:13: Beispiel als Bild für das Floß der Medusa.

00:52:17: Ja, zum

00:52:18: Beispiel.

00:52:20: Da kann man jetzt zum Beispiel ein Schiffsbruch nehmen.

00:52:22: Das ist ein Bild für den Floß des Meduses

00:52:24: z.B.,

00:52:27: oder für den Untergang der Poseidon.

00:52:30: Oder?

00:52:32: Fast ja!

00:52:33: Es ist nicht ganz worauf ich hinaus wollte.

00:52:35: Ich habe glaube auch schon ... Ich habe bereits, soweit ich mich entsinnen kann bei der Zu-Wasser Folge auch schon mal so ein bisschen drauf angespielt.

00:52:43: Ein schönes Interessantes wie ich finde Büchlein.

00:52:47: Schiffbruch mit Zuschauer heißt das?

00:52:49: Kennen Sie das?

00:52:50: Haben wir schon mal darüber gesprochen.

00:52:52: Paradigma einer Daseinsmetapher!

00:52:54: Habe ich schonmal bei Eisenbaden meistens

00:52:55: nachgehört.

00:52:56: Da frischen wir jetzt mal kurz, so ein bisschen rein, weil es passt... Also Hans Blumenberg nimmt quasi in so einem essayhaften Stil den Schiffbruch als philosophische Metapher.

00:53:06: Das heißt zum Beispiel wie als PhilosophInnen nicht wahr?

00:53:09: Wir stehen am Rande, am Strand und schauen einen Schiff Bruch zu.

00:53:14: dann kann uns das sozusagen das Unglück Von außen betrachten ist quasi unsere Perspektive.

00:53:20: Wir stehen auf dem festen Boden des Strandes und das Meer steht eben für das Unheilvolle, das Unglückbringende und auch die Schifffahrt als Metapher für eine gewisse Hybris.

00:53:31: sich hinaus wagen ins Unbekannte – das Meer nicht nur für die Griechen?

00:53:35: Das Meer, das große Unbekannte, das Reich, das Poseidon?

00:53:38: Ich war Gefahren aber sie hatten es vorhin schon.

00:53:44: Gefahren, aber auch es locken ja auch Gewinne.

00:53:48: Wenn man Schifffahrt betreibt sonst wird er uns nicht tun.

00:53:51: bei Moby Dick wäre das der Wahlwahlrad und ich war der Tran Der damals ja hochgehandeltes Wichtiges Rohstoff ist.

00:54:02: Und wir als Philosophen, aus so einer Epicuräischen Sicht würden wir sagen ja ist schön dass wir das jetzt von hier aus angucken können aber da sein wollen nicht.

00:54:10: Wir schauen uns das lieber so an und philosophieren darüber.

00:54:14: Nietzsche also es wird quasi so aufgedröst die verschiedene Philosophische.

00:54:17: Nietzche würde sagen natürlich muss man mit dem Schiff aufs unbekannte fahren.

00:54:21: und ich war der große Gewinn der lockt überstrahlt jedes Risiko.

00:54:26: Nicht wahr?

00:54:28: Der hat gut reden er ist ja schon gestorben.

00:54:32: Er war auch nicht der glücklichste Mensch, muss man jetzt auch mal sagen.

00:54:37: Und eben bei den... und dann die griechische Philosophie, die immer mit dem Begriff des Hybris arbeitet.

00:54:46: Wir hatten in der Geschichte unsere Lieblingsgeschichte bei Eisenbad.

00:54:50: Hören wir nochmal einen Text?

00:54:52: Können wir noch über die Horror sprechen?

00:54:54: Ja, können Sie?

00:54:56: Und die Terror, glaub ich.

00:54:59: Erzählen

00:55:02: Sie mir bitte was ...

00:55:05: Ach so!

00:55:05: Nee, sie hatten auch Unglück.

00:55:09: Die wollten über den anderen Weg suchen.

00:55:11: Über?

00:55:12: Wohin?

00:55:12: Durch das Eis durchs Parkeis durch.

00:55:15: Die Klamor.

00:55:15: Jaa.

00:55:16: Wollten

00:55:16: die einen neuen Weg finden nach Indien oder was?

00:55:22: und dann sind die eingefroren.

00:55:24: Und die hatten Vorräte dabei.

00:55:28: Bis nach Amerika hätten die durchhalten können oder bis Frühlings sogar.

00:55:34: Und dann sind die aber, sie sind von ihrem Schiff abgestiegen und haben sich nackig ausgezogen.

00:55:39: Ja wahrscheinlich.

00:55:40: Ich weiß!

00:55:41: Wir

00:55:41: haben quasi von Zeugen-Aussagen, von dort lebenden UreinwohnerInnen hat man herausgefunden dass die hätten noch gut da drin sein können, aber den musste man, die wollten geholfen werden.

00:56:00: Yes

00:56:01: Weiß mal auch nicht

00:56:02: genau, was passiert ist.

00:56:03: Man vermutet doch bei diesen Expeditionen immer dass das Blei in den Dosen war?

00:56:08: Ja vom Abdichten der Dose

00:56:10: aber es gibt ja auch diese Erscheinungen auch so in großer Kälte, dass man dann so ein bisschen kirre wird und ich war, dass sich dann alles ganz warm anfühlt und das muss ich dann auszieht und so.

00:56:21: Das kennt ihr von den Bergexpeditionen.

00:56:23: Auch interessant wir waren im Wasser.

00:56:25: Was mir immer so hört wenn jemand mit dem Auto verschüttet wird im Schnee Und dann geht der Motor irgendwann aus und dann ziehen die sich nackig aus, als sie plötzlich erfrieren.

00:56:36: Das

00:56:37: ist doch ein großes

00:56:38: Unglück?

00:56:38: Ja, das ist ein großes Unglück Heisenbart!

00:56:41: Auch überhaupt.

00:56:42: Autounfall als moderne Metapher für Unglücke ist noch interessant, weil beim Umfall kommt es so ein bisschen zusammen was wir vorhin versucht haben einzugrenzen mit diesen Begriffen Unheil- und Unglück... Ein Unfall kann sowohl selbst verschuldet sein als auch fremdverschuldet.

00:56:58: Wenn Sie im Auto sitzen, sind sie in einem Raum ... der mit Risiko behaftet ist und die Hälfte des Risikos kann von Ihnen ausgehen?

00:57:07: Die andere Hälfe kann aber auch von den anderen Straßenteilnehmern ausgehen.

00:57:11: Ist ein interessantes Bild für Unglück, nicht mal der Unfall.

00:57:15: Und es gibt auch ... Ich glaub ich hab leider vergessen wer's war.

00:57:20: Es gibt in der ganz

00:57:21: frühen

00:57:22: ... Ich glaube im Humanismus Die Übersetzung aus dem griechischen... Ich hab leider vergessen, wer es war.

00:57:30: Es tut mir leid!

00:57:30: Ich habe heute zu viele Quellen gewälzt.

00:57:33: Das

00:57:34: geht überhaupt nicht?

00:57:36: Dass man im Humanismus das griehische Unglück auch mit Unfall übersetzt hat in dieser Absicht, dass Unfall quasi noch die Undefinierebarkeit des Ausgangspunktes ist.

00:57:52: Sie verstärkt noch einen diffuseren Begriff, ein absichtlich diffuseren Begriff in der Übersetzung nimmt.

00:57:57: So, das wollte ich nur eingeschoben werden... Wir hören jetzt mal einen Text würde ich sagen!

00:58:00: Ja

00:58:00: und dann singt wir für

00:58:02: Willi zu wissen.

00:58:05: Was hören wir denn für den Text?

00:58:07: Ich muss ganz kurz... Wir waren hinternautig.

00:58:13: Wir hören Alexander Rachmann haben sich schon Thema was er als nächstes bearbeiten wollen?

00:58:19: Nein weil sonst würde ich eins aussuchen.

00:58:22: Ich lasse mich von Ihnen gerne für...

00:58:24: Wir machen heute ein lustiges Doppelfeature-Revue, dann fangen wir an mit Andreas Brocker der uns ein paar zerpflückte Gedanken in die Mailbox hinein und dazu danach davor, nee dahinter Christian Knips, der Letzte, der entkam.

00:58:53: Da gehen wir mal ein bisschen in etwas modernere Zeiten hinüber und vielleicht können wir das gleich im Anschluss nochmal kurz thematisieren.

00:59:00: da geht es um Harry Houdini.

00:59:04: Im Wald verstecke ich dann meine Eier so dass sie niemand finden kann.

00:59:09: Wer bin ich?

00:59:11: Und warum?

00:59:13: Der letzte Satz mit dem Killer unter Hosen Sollte statt mit Unglücksverlauf selbst zur Schuld des Leben heißen, doch falsch in die Irre geführt passt besser zu Realität.

00:59:26: Und keine Angst!

00:59:28: Die Killer unter Hosen kommen nicht noch mal

00:59:31: vor.".

00:59:34: Es begann nicht mit einem Trick – auch nicht mit einer Kiste und v.a.nicht mit einem Schloss das Nachgab….

00:59:41: es begann mit einem Zittern, dass keiner sah …mit einem Blick in den Spiegel der nicht zurückschaute und mit einem dumpfen Gefühl, dass das was alle Welt bewunderte vielleicht nur die Hülle war für etwas da sich langsam zersetzte Tag für Tag in der Stille nach dem Applaus.

01:00:04: Er war der Mann der er sich aus allem befreite und keiner fragte was ihn dazu brachte sich überhaupt fesseln zu lassen.

01:00:12: Harry Houdini, geboren als Erik Weiß wanderte nicht nur aus der alten Welt in die Neue sondern auch aus der Welt des Sichtbaren.

01:00:21: In eine Welt, die nur er kannte.

01:00:24: Eine Welt aus Luftmangel, Adrenalin, aus dem ständigen Drang sich zu übertreffen, sich selbst zu schlagen – nicht aus Ehrgeiz!

01:00:33: sondern aus Angst.

01:00:35: Angst davor, dass niemand merkt wie sehr er selbst daran zweifelte ob das was er sah, was er fühlte ,was er vorführte je wahr gewesen war.

01:00:46: Denn jedes mal wenn er in Ketten lag jede Sekunde in der das Wasser über ihm zusammenschlug War nicht nur ein Kampf gegen den Tod Sondern gegen das Verstummen in ihm Gegen diese eine Stimme die nie schrie Sondern immer nur flüsterte mit sanfter Grausamkeit Du bist nicht genug, du warst nicht genug.

01:01:08: Du wirst nie genug

01:01:10: sein.".

01:01:12: Und so ließ er sich einsperren wieder und wieder – nicht weil er glaubte das es einen Entkommen gab sondern weil das Entkommen ihm für einen Moment ein Echo schenkte!

01:01:24: Das Echo der Menge, das Rauschen des Applauses dieses süße kurzlebige Beben dass seinen Körper durch Fuhre wie eine Droge die keine Euphorie schenkte.

01:01:35: Erleichterung, für Sekunden.

01:01:38: Nicht mehr!

01:01:40: Denn schon im nächsten Atemzug wusste er, dass es nicht reichte.

01:02:03: Wo er für den Bruchteil einer Ewigkeit nicht Künstler war, Nicht der Sohn eines Sohnes kein Betrüger im eigentlichen Sinne.

01:02:17: Nicht Prophet sondern einfach nur da.

01:02:23: Doch sobald das Licht zurückkam oder der Sauerstoff und der Jubel dem Staunen der Menschen wichen viel es wieder auf ihn zurück.

01:02:31: Das Gewicht der Selbstinszenierung die Einsamkeit desjenigen, der keine Rolle mehr spielen kann.

01:02:38: Weil er längst zur Rolle geworden ist!

01:02:40: Und so wurde jedes neue Kunststück ein Fluch.

01:02:43: Jede neue Sensation – ein Beweis, das der letzte Applaus schon wieder verklungen war.

01:02:52: Er sprach von Wahrheit, jagte wagemutig Scharlatane, zerriss die Schleier des Beritismus als könnte er sich selbst beweisen, dass es jenseits des Sichtbaren nichts gab.

01:03:03: Nichts außerdem was man sich erarbeitet hatte, gespiegelter Zentimeter für Zentimeter.

01:03:10: Eingesogene Atemzug für Atemzug.

01:03:14: und vielleicht tat er es weil er selbst längst nicht mehr wusste ob er real war, ob es ihn außerhalb der Bühne gab ausserhalb des Fluchs sich jeden Tag wieder aus sich selbst befreien zu müssen.

01:03:25: denn da war etwas in ihm das Nichtverschwand eine Ahnung dass all die Zuschauer nicht wegen der Flucht kamen sondern wegen des Leids dass er nie zeigte, aber das durch seine Adern brannte wie der kalte Griff der Handschellen.

01:03:41: Sie wollten sehen, wie weit ein Mensch sich treiben lassen kann – wie tief er tauchen muss, bevor nichts mehr zurückkehrt!

01:03:50: Und so ging er immer weiter, baute Kammern die fast tödlich waren, ließ sich Kopfüber aus Fenstern hängen, kletterte in versiegelte Särge als wollte er die Grenze herausfordern den Tod verhöhnen nur um heimlich zu hoffen Er möge endlich kommen, still ohne Applaus.

01:04:08: Ohne Erklärung.

01:04:10: ein letzter Trick ohne Rückweg.

01:04:14: Als der Schlag dann aber in seine finalen Form kam war er müde.

01:04:18: Vielleicht hätte ihn abwehren können vielleicht weiß Zufall vielleicht doch nicht.

01:04:23: In Wahrheit hatte er den Kampf schon lange begonnen Lange vor dem ersten Trick lange vor der ersten Bühne dort wo der Junge mit den leeren Taschen stand und spürte, dass er nur dann gesehen wurde, wenn er verschwand.

01:04:39: Er starb nicht weil er scheiterte – er starb, weil er zu lange glaubte das es genügte sich so befreien, solange das Publikum zusah.

01:04:47: Doch niemand befreit sich aus ich selbst!

01:04:50: Diese Form der Kunst ist den Illusionisten nicht gegeben.

01:04:56: Doch das ist vielleicht das Dunkelste an seiner Geschichte… Dass ein Mann der dem Tod unzählige Male die Tür vor der Nase zuschlug, am Ende daran zerbrach dass niemand sah wie seh er jeden Tag ertrank.

01:05:10: Nicht im Wasser sondern in sich!

01:05:13: Er war der Letzte der entkam und der erste der wusste das Flucht keine Rettung ist sonder nur eine andere Form von einer Kette die irgendwann spannen würde so daß er zwangsläufig stolpern musste.

01:05:52: Hey Timmy, warum hast du dein Lachen verkauft?

01:06:01: Hey Timme, dein breites breites Lachen mit den vielen Buckeln drauf.

01:06:26: Kam da jemand her und hat gesagt Hör

01:06:30: zu

01:06:31: ich will dein lachen Dein breites schönes warlachen Ich will es gerne Kauf, wenn ich hab viel

01:06:42: Geld.

01:06:43: Und du hast dir gedacht Das wär so leicht.

01:06:48: Einfach nicht mehr lachen und Du bist reich.

01:06:52: Doch so leicht

01:06:53: ist das im Leben.

01:06:55: Nee lieber Timmy Schreibt Dir das hinter des Blasloch.

01:07:18: Lern aus deinen Fehlern, Timmy Schwimm mich soweit zum Strand heraus Denn da stehen die kapitalistischen Seerobben, die wollen

01:07:31: nur an

01:07:32: dir an dein Lachen kaufen weil sie selber nix zu lachen haben.

01:07:39: Deswegen machen sie immer

01:07:41: nur Öd-Öd.

01:07:43: Diese Drogenrobben können mich mal Naja nächstes Mal passt wohl besser auf.

01:08:09: Du hast so gedacht du kaufst dir nen Lambo nennt Benz oder nennt AMG.

01:08:17: doch

01:08:17: das ist mal wieder schwerer als gedacht.

01:08:22: die gibt's nicht in Wahlgröße.

01:08:32: wer auch bescheuert,

01:08:34: wenn

01:08:34: man das serienmäßig herstellen würde dann wird des Verbrenner aus.

01:08:40: das geringste Problem für die Autoindustrie.

01:08:43: Das haben sich auch die Robben gedacht und haben dir dein letztes Lächeln ab ... gekauft.

01:08:54: Jetzt können Sie selber den Lambo fahren!

01:08:58: Das ist wie immer so ein Solo, so ein Saxon-Klassisches Solo.

01:09:02: Darf ich?

01:09:04: Ja.

01:09:04: Okay...

01:09:21: Yeah!

01:09:26: Ich hätte

01:09:29: eine Idee von einer Art und zwar für einen Film.

01:09:34: Und

01:09:35: zwar ein Wahl der es in Gefangenschaft kommt nicht mehr vom Fleck Und ein Mädchen verliebt sich in den Wahl.

01:09:51: Sein größter Wunsch ist, den Wahl zu befreien und der kleine Junge nennt den Wahl Timmy.

01:10:02: Er startet eine interspeziesistische Beziehung mit dem Wahl.

01:10:08: Er geht jeden Tag zu dem Wahl, spricht mit ihm und sagt so... Ich hole dich da raus

01:10:18: und

01:10:19: an dem einen Tag ist es soweit.

01:10:24: Der Wal springt aus den Becken heraus, fliegt so über den Jungen drüber in die Freiheit.

01:10:40: Es gibt eine Zeitlupenaufnahme von der Schwanzflosse vom

01:10:48: Buckelwahl.

01:10:50: Und die Schwanzflosse, von der läuft das Wasser runter über die Hand.

01:10:55: Der Junge macht die Hand so hoch und die Flosse erwischt ihn ein ganz kleines bisschen wie er drüber springt und dann in die Freiheit geht.

01:11:06: Und der Junge guckt hinterher und ist ein bisschen traurig aber auch froh darüber einen tollen Freund gewonnen zu haben.

01:11:13: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Knopf vor!

01:11:18: Der Film soll heißen Free Timmy.

01:11:36: Yes, gut gemacht Herr Eisenbad!

01:11:40: Schönes Lied für

01:11:42: Timmy.

01:11:42: Haben Sie noch einen Text?

01:11:46: Die wollen haben wir gerne noch ein Text.

01:11:49: Sie können jetzt dieses Lied auch bei iTunes kaufen wenn sie möchten.

01:11:54: gleich am Ende von dieser Sendung

01:11:56: steht.

01:11:56: Ja vom Titel her passt David Telgin viel zu früh.

01:12:03: Bauarbeiten auf der Straße, unbefestigte Stelle.

01:12:10: Dort fiel er in ein Loch.

01:12:14: Er wurde erst Stunden später gefunden und starb im Krankenhaus Der Dichter und sein plötzlicher Tod.

01:12:27: Er ging viel zu früh.

01:12:33: Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen Orhan Weli

01:12:42: So, also jetzt springen wir nochmal... Also haben Sie Aka gemacht?

01:12:47: Ich habe Marke gemacht.

01:12:48: Sehr gut!

01:12:48: Komisch bei einer Live-Sendung, dass man da eine

01:12:50: Marke braucht.

01:12:50: Komisch, ja, das man ein Marker für den Schnitt braucht.

01:12:52: Na ja, äh genau, also wir hatten ja gerade vorhin noch Harry Houdini.

01:12:57: hat sich Herr Knips diesmal im Kettel...

01:12:59: Ja, Ray-Harry-Houdini heißt er.

01:13:01: Ray-Hary-Houdini.

01:13:03: Heute bringen wir alles zusammen, Herr Eisenberg, da schließt sich der Kreis

01:13:06: Filme machen

01:13:07: und

01:13:08: Trickzaunter.

01:13:08: Haben Sie gut aufgepasst in dem Text?

01:13:10: Wissen sie ... Also, Harry Houdini wann wissen

01:13:13: Sie?

01:13:13: Haben Sie auch schon länger mal drüber gesprochen mit mir?

01:13:18: Yes!

01:13:19: Aber es ist schon sehr lang her.

01:13:21: Ja.

01:13:21: Auch der Text ist jetzt schon lange her.

01:13:23: Es ist egal, weil im Text kommt das nicht vor, worauf ich hinaus will... Ja.

01:13:26: Das geht ja um Unglück.

01:13:27: Ein Glück.

01:13:28: Herr Knips macht ja das Ungluck.

01:13:30: Harry Haudinis daran fest, dass er so ein bisschen eine, sagen wir mal, eine ... tragische Gestalt ist, weil er vor sich selbst entkommen will.

01:13:41: Das ist ja so ein bisschen essayistisch geschrieben und es ist auch schön, dass das jemand macht noch.

01:13:46: Aber ich wollte mal kurz ... Ich hab dann versucht, mich hat das ein bisschen gepackt als ich das geschnitten habe den Text.

01:13:52: Und ich hab mal versucht, wussten Sie wie Harry Houdini gestorben ist?

01:13:58: Er ist in einer Kiste, die in einem ... Nein.

01:14:07: Herr Eisenbad, das Spannende ist ja ... Er hat wirklich ... Ich glaub, dass es auch wieder Grundwissen ... Ich sag's jetzt noch mal für die in der letzten Reihe Harry Houdini nicht wahr?

01:14:16: Der große Entfesselungskünstler.

01:14:18: Ja!

01:14:18: Ich war das ... Das zwanzigste Jahrhunderts bin ich schon komplett durch.

01:14:24: Ich war also eine interessante Geschichte, die auch exemplarisch ist, weil er ausgewandert und emigriert nach Amerika um dort sein Glück zu finden.

01:14:33: Da haben wir uns das Glück.

01:14:34: Suchen, ich war Glücks-Uche.

01:14:36: Glücksritter ist auch so ein Begriff, nicht wahr?

01:14:41: Und hat dort zu einer Karriere gebracht als unwahrscheinlich berühmt geworden und berüchtigt für seine waghaltigen Tricks... Er hat sich

01:14:48: dann Houdini genannt in Amerika!

01:14:51: Yes.

01:14:54: ...und hat sich gegen den Spiritismus... Das ist ja auch so'n wiederkehrendes Motiv, dass sich IllusionistInnen immer bisschen gegen das... gegen so Okultes wehren, weil sie ja selber quasi wissen und auch immer klarmachen.

01:15:08: Das hier sind Illusionen.

01:15:11: Es ist nicht meine Aufgabe zu Magie ... In dem eigentlichen Sinne blablabla, das hatten wir in der Magiesendung.

01:15:17: Schauen Sie nach, wenn Sie es interessieren!

01:15:19: Jetzt fragen Sie mich so...

01:15:20: Der Magier mit der Maske, ne?

01:15:22: Genau

01:15:22: Und

01:15:23: die ganzen Tricks verrät.

01:15:24: Dann hatte er den Stick wie man da sagt in Amerika, also eins seiner Themen Nummern war, dass er jeden Schlag mit den brustangespannenden Brustmuskeln abwehren kann oder zumindest sich selbst erträglich machen kann.

01:15:43: Ach so und dann ist ja gestorben an den inneren Verletzungen?

01:15:46: Nicht ganz!

01:15:48: Wahrscheinlich nicht.

01:15:50: Und es gab den Vorfall das irgendwie zwei Menschen bei ihm in der Umkleide-Kabine gefragt haben können wir das noch mal testen?

01:15:57: du hast doch gesagt du kannst deine Bauchmuskeln anspannen.

01:16:01: Dann hat er das gemacht Und ein paar Tage später war er tot.

01:16:05: Gestorben ist der tatsächlich an einer Blinddarmentzündung, an einer Unbehandelten.

01:16:10: auch so ein ganz unrühmliches ... Da wollte ich jetzt hinaus, das ist ja so eine Unglücksdiagnose.

01:16:15: Das trifft einen plötzlich und tut alles wahnsinnig weh!

01:16:19: Wenn man nicht die moderne Medizin hätte, dann wäre man da auch ziemlich schlecht dran wie Harry Houdini, der nicht zum Arzt gegangen ist.

01:16:26: Er hätte sich auch behandeln lassen können.

01:16:27: Es gab quasi die Gerichtsverhandlung Der, ich glaube hinterbliebenen irgendwie der Witwe oder sowas.

01:16:33: Die eingeklagt haben dass die beiden Schuld bekommen wie ihn da gehauen haben.

01:16:38: ja aber wenn ich das richtig gesehen habe ist es sehr sehr fraglich ob das der Fall war dass irgendwas mit dem schlag zu tun hatte diese blind darm Diese blinden wahrscheinlich

01:16:47: nicht weil das dauert ja ein bisschen bis des.

01:16:50: also und wenn's dann erst mal soweit ist dann haben sie

01:16:54: wenig

01:16:55: hat dann haben Sie selbst ist oder so was.

01:16:58: Wenn das dann durchbricht, da haben sie ja ... Das hat mit dem Schlag nicht unbedingt etwas zu tun.

01:17:04: Muss es nicht?

01:17:05: Genau!

01:17:07: Das ist ein interessantes Ende, weil man sich denkt, der lässt sich kopfüber in Wasserschkästen von irgendwelchen Gurkenkratzern hängen und dann ist er Blinddamer.

01:17:17: Wenn

01:17:17: Sie den Bauch

01:17:18: schlagen lassen, dann ist wahrscheinlich auch eher Richtung Solarflexus.

01:17:24: Und der Blinddarm ist ja da unten.

01:17:26: Passt ja überhaupt nicht zusammen.

01:17:27: Also

01:17:27: ich glaube, dass Sie ihn da unten reingeschlagen

01:17:30: haben

01:17:30: und wenn dann müsste man sie noch mal fragen ... Frau Meisendrat ist doch so!

01:17:37: Da wollte ich nur kurz das Wollich erzählen weil es eine historische Unglücksgeschichte ist.

01:17:42: Und auch mal

01:17:42: fragen warum sie das gemacht

01:17:44: haben.

01:17:46: Ja, ist ja spannend oder?

01:17:47: So einen großen Magier schlagen finde ich auch gut, wenn er schon freiwillig... Das war ja

01:17:51: freiwilliger.

01:17:51: Ein Koffer fiel, ne?

01:17:52: Haben Sie mitbekommen, dass der vor Gericht war ... muss er seinen größten Trick verraten.

01:17:58: Ach ja, ist nicht so.

01:17:59: Er hat irgendwie ... ... dreiundzwanzig Menschen verschwinden lassen aus dem Publikum... ... und da ist einer gestürzt,... ... und hatte glaube ich, weiß es ich,... ... war ein Koma, glaub' ich.

01:18:07: Ach du!

01:18:09: Und dann hat er den Trick aber fertig gemacht.

01:18:12: Dann hat er gesagt, er hat das erst Jahre später festgestellt, dass der im Koma liegt.

01:18:18: Erst als er ihn angeklagt hat, hat er's erst gemerkt, dass er im Komas ist.

01:18:27: Muss man sich mal vorstellen.

01:18:30: Hat er wirklich gesagt?

01:18:32: Ja, weil da war er verschwunden.

01:18:36: Es ist ja auch kein Wunder.

01:18:37: Exakt!

01:18:37: Also der Trick hat ja funktioniert und die waren dann aber eigentlich auf der ganz anderen Seite von der Halle.

01:18:46: Von der Mehrzweckhalle waren sie plötzlich wieder.

01:18:49: Erst hatte es sie verschwinden lassen und plötzlich waren sie ganz woanders Und aber auch einer war ganz verschwundene.

01:18:57: Das ist gut.

01:18:58: Und dann musste er vor Gericht, müssen Sie sich mal vorstellen, muss das einen größten Trick verraten?

01:19:03: Müsst ihr verratet wie es funktioniert hat?

01:19:05: Dann hat der Richter hingefragt, wann er gemerkt hat dass der Mann weg ist und hat gesagt gar nicht so nämlich, da müssen sie nur mal Richter werden können die ganzen Tricks sich einfach rauslassen Frau Meisentra, dann können Sie selber ein Zauberer

01:19:21: sein.

01:19:21: Das ist auch eine Art des Unglückes.

01:19:23: dieser Sturz und hier sind wir beim Sturzen... Und

01:19:25: da wäre er mit dem Feuer spielt, wer sich mit dem Teufel anlegt?

01:19:32: Der muss Auge machen!

01:19:34: Das ist nämlich so.

01:19:37: Früher hätte man gesagt, dass man mit dem ganzen Humbug und schwarze Magie, das man sich einfach davon fernhalten sollte weil es bringt Ungluck.

01:19:46: Aber das ist ja genau das.

01:19:48: Das sind ... Ich weiß nicht, wie ... Ist es egal?

01:19:55: Ähm...

01:19:56: Frau Meißendrat!

01:19:57: Ich bin

01:19:57: müde.

01:19:59: Wir wollten noch über Unglücksbooten

01:20:02: reden.

01:20:03: Yes yes yes.

01:20:04: Über Menetheke

01:20:06: zum Beispiel.

01:20:06: Ja vielleicht wenn Ihnen eins einfällt dann können Sie's jetzt entweder reinrufen oder bei uns hier anrufen im Studio Vier Fünf Null Null.

01:20:14: Also

01:20:14: was sind böse

01:20:15: Ohmen?!

01:20:16: Also zum Beispiel, sie könnten anrufen und sagen eine schwarze Katze, die von links kommt oder Schafe zu linken.

01:20:27: Das Glück wird dir winken, Schafe zur rechten.

01:20:32: Sie werden

01:20:32: nicht schlechten?

01:20:35: Sie werden mich

01:20:36: schlechten!

01:20:36: Ach Schechten macht was stimmt.

01:20:38: Korrekt da.

01:20:39: Sie haben es richtig übersetzt.

01:20:40: den Spruch aus der Bibel ja

01:20:42: oder zum Beispiel unter der unter einer angelehnten Leiter durchlaufen, mit einem Hufeisen in der

01:20:51: Hand.

01:20:52: Stimmt!

01:20:52: Falsch rumgehaltenen Huf-Hufeisen was unten raus ist.

01:20:54: Wo

01:20:54: das Glück dann auslöst?

01:20:57: Am besten das ganze Glück unter der Leiter ausschütten.

01:21:01: Ja oder auch wenn sie in Japan sind es ja dann so wenn Sie die Steppe in dieses Schüssel reinlegen, so wie wenn Sie das einfach so wie Wenn Sie einen Löffel in die Schüssel tun bringt auch Unglück dort aber nur dort.

01:21:14: Hier darf man es machen.

01:21:15: Weil die sich dann voll saugen mit der Brühe, oder?

01:21:18: Ja, sie färben sich ein, wenn eklig.

01:21:22: Das ist ein großes

01:21:24: Unglück!

01:21:25: Aber was ist da dran, Frau Meisendrahten?

01:21:27: Nix.

01:21:29: Gibt's da eine Forschungsmeinung... Wozu

01:21:36: genau jetzt?

01:21:36: allgemeint zu ...

01:21:38: Dass das mehr Unglück bringt, wenn man sowas macht?

01:21:44: Schauen Sie mal rein in Ihren Computer.

01:21:46: Ja, ich

01:21:46: schaue mal in meinen Computer.

01:21:47: Schauen

01:21:47: sie mal bitte rein!

01:21:50: Ob das Unglück bringt wenn eine schwarze Katze über einen Acht...

01:21:53: Von links nach rechts oder umgekehrt?

01:21:58: Der Computer sagt es bringt Ungluck.

01:22:07: Wollen Sie noch andere Unglücksgeschichte hören?

01:22:10: Ich bin ja gerade mit Kunstgeschichten beschäftigt.

01:22:16: Warum eigentlich?

01:22:17: Weil es mir großen Spaß macht und große Freude.

01:22:21: Und mir ist, ich bin gerade beim Thema Grabmäler...

01:22:24: Ja!

01:22:24: ...und eigentlich ist ja ein Grab mal auch oft Zeuge eines Unglücks unter Umständen nicht wahr wenn sie zum Beispiel einen Kind zu früh verlieren.

01:22:35: Genau.

01:22:37: Jetzt muss ich kurz... Sorry mein Kopf tut weh.

01:22:47: Es gab im frühen, späten neunzehnten Jahrhundert.

01:22:52: Ja?

01:22:53: Sind wir in der Zeit der Industrialisierung und der Eisenbahnen nicht wahr?

01:22:57: Da ist eine kleine Geschichte, die ich beim Studium der Quellen gefunden habe als ich mich mit Grabmählern beschäftigt habe.

01:23:07: Es gab die Familie Strausberg für die Eisenbahnern

01:23:12: ... Wer kennt sie nicht?

01:23:13: So ein großer Eisenbahnmagnat der quasi Deutschland die ganzen Eisenbahnen gebaut hat und wahnsinnig viel Geld gemacht hat.

01:23:21: Auch eine Zeit, der wilden Spekulationen des aufkommenden Kapitalismus könnte man fast sagen.

01:23:29: Und er hat seinen Sohn in einen Lungenleiden verloren.

01:23:33: Der Sohn muss im Roundabout zwanzig gewesen sein.

01:23:37: Nageln Sie mich jetzt nicht fest bitte!

01:23:40: Er hat seinem Sohn bei dem berühmtesten Bronzegieße Deutschlands Kennen Sie's aus der Zeit?

01:23:47: Wilhelmine-Zeit, wer war ... Wer hat die ganz wohnen ... Begar.

01:23:52: Ja natürlich.

01:23:53: Natürlich.

01:23:54: Das ist wie es mag denken.

01:23:55: Natürlich Friedrichschiller!

01:23:55: Ja genau, Begar heißt der gute Mann ein Künstler von Rang und Namen.

01:24:00: Teurer Künstlerin hat einen Grab mal in Auftrag gegeben, das ist ganz aufwendig gestaltet in Bronze und historisch Bevor das Grab-Mahl fertig war, das Modell war bereits fertig.

01:24:15: Béga hat quasi alles abgenickt und gesagt, es ist mein Modell.

01:24:19: Das gieße ich jetzt in Bronze, Herr Straußberg.

01:24:21: Herr Straussberg sagt super, machen Sie ihn dem Moment!

01:24:25: Kackt?

01:24:26: Nein, ich muss korrekt bleiben ... Hat er sich so dermaßen verspekuliert, dass er komplett verarmt ist innerhalb von kürzester Zeit.

01:24:34: Und dieses Grabmal, das erste Unglück natürlich der Sohn verstirbt.

01:24:39: Zweite Ungluck finanzielles Unglucke.

01:24:42: Wir sind fast wieder beim Hierb, das frühen Kapitalismus.

01:24:47: Und er kann diese Branche nicht mehr bezahlen?

01:24:50: Ja.

01:24:51: Ach du Schreck!

01:24:52: Genau und der Begar ist ein bisschen zufrieden mit seinem Modell aber hat jetzt keinen ... konnte nicht mal seinen Werk fertig machen.

01:25:00: Was macht man dann

01:25:03: vom Eisentrat?

01:25:04: Der Herr Begar hat das Ding selber auf eigene Kosten.

01:25:06: Er hatte ja auch ein bisschen Geld im Bronze gegossen, er hat es zur Weltausstellung geschickt und dort wurde es prämiert als besonders gutes Grabdenkmal...

01:25:16: Und heute ist es eigentlich das Wahrzeichen von Paris?

01:25:21: Fast!

01:25:21: Herr Eisenbad die Geschichte, ich bringe sie gleich zu Ende.

01:25:23: Ich fand zwar, dass es eine Unglücksgeschichte ist.

01:25:26: Dann hat Begar das Zuhause rumstehen gehabt im wahrsten Sinne des Wortes um neunzehnt zwölf.

01:25:31: man kann in die Versteckungskatastrophe reingehen.

01:25:35: Ist es im Nachlass von Bega, der stirbt.

01:25:40: Und die Stadt Berlin kauft dieses Grabmal und stellt das aus ... Aber nicht mehr als Grab, sondern als Denkmal, und zwar als Kriegerdenkmal.

01:25:53: Das ist doch auch noch mal ein Unglück in sich, dass so ein ernst gemeintes und irgendwie emotional bedeuten, Denkmal für einen, sagen wir mal ... Heute würde man sagen, Nepo-Kid.

01:26:10: Nicht wahr?

01:26:11: Ja,

01:26:11: Nepokit.

01:26:12: Kennen Sie den Fachbegriff aus dem Nepobaby?

01:26:16: Dass das so verkehrt wurde zu einem Kriegerdenkmal und am Schluss da steht faszinierende Geschichte.

01:26:23: Ein Unglück!

01:26:24: Entschuldigung, dass ich jetzt hier noch ... Das schwebte mir gerade so zu.

01:26:27: Ich dachte vielleicht passt das in die Sendung auch mit rein.

01:26:30: Manchmal häuft sich das ja auch.

01:26:33: Mit den Unglücken.

01:26:35: Da passiert jahrelang nix und plötzlich Schlag auf Schlag, morfische Felder vom Meisendrad.

01:26:43: Ja?

01:26:44: Mir jucken jetzt die Augen...

01:26:45: Seel-Norfische Bilddiagonale.

01:26:47: Selen!

01:26:49: Wollen wir mal einen Text hören?

01:26:51: Wir hören noch mal ein Text der Eisenbahn.

01:26:53: Viele sind's nicht mehr, aber wir haben auch paar.

01:26:54: Ich freu

01:26:55: mich.

01:26:55: Ääääh ich muss bloß wieder zu meiner Liste springen nachdem ich jetzt den Arto Strauß berg Äh, äh... Die hieß ja natürlich ganz am Ende von meinen Hundert Tabs die ich hier offen hab.

01:27:11: Programme gehört.

01:27:15: Ich werde sie in meinem Nachtgebet ein Beziehen vom Eisendrat.

01:27:21: Wir hören passend zu dem Familiendramat das wir gerade hatten.

01:27:26: Hören wir Alexander Rachmann also einen Neuzugang in unserem Autor in den Pool?

01:27:33: Alexander Rachmann, seines Unglückes Schmied heißt der Text.

01:27:39: Den hören wir jetzt!

01:27:42: Das Wiedersehen das aufwühlt.

01:27:45: Der erste

01:27:45: Kuss, der enttäuscht

01:27:47: Der Heiratsantrag nach einem Streit Die Versöhnung ohne Veränderungen Das Ankommen ins unaufgeräumte Wohnzimmer

01:27:54: Der große

01:27:55: Traum, den man hat die stille Natur In der niemand ist.

01:28:00: Die Karriere, die Freunde kostete!

01:28:02: Der Ausbruch aus allen Zwängen... ...der im anderen Zwang endet.

01:28:10: Herr Eisenbad?

01:28:12: Ja.

01:28:14: Sie müssen mich noch eine Frage stellen.

01:28:15: Vielleicht hätte ich das jetzt ja gemacht.

01:28:18: Vielleicht habe ich mir jetzt in dem Moment gedacht, jetzt muss ich noch Frau Meisendrad eine Frage stellt.

01:28:24: Wollen... Ach so.

01:28:26: Jetzt hab' ich keine Lust mehr.

01:28:31: Was machen wir dann?

01:28:32: Wir gehen langsam die Themen auf.

01:28:34: Frau Sintrat, ich wollte mit Ihnen noch über was zu reden.

01:28:38: War Goethe ein Unglück?

01:28:41: Ja das ist natürlich... Also Herr Goethey hat viel, also alle haben Berührungspunkte.

01:28:47: Mein

01:28:48: Johann Wolfgang von Goethee.

01:28:52: Nicht den gleichnamigen

01:28:54: Vater der auch in Rom war.

01:28:58: Jetzt stellen Sie ihn nicht so an!

01:29:03: Götte und Unglück, wo fangen wir damit an?

01:29:06: Na ja klar.

01:29:07: Was fällt Ihnen als erstes ein wenn es ums Werk von Goethe geht?

01:29:14: Zum Thema Ungluck.

01:29:18: Ihnen fällt nichts ein?

01:29:21: Naja gut.

01:29:22: Das

01:29:27: sind schwere Augen gerade.

01:29:28: Habe ich jetzt vergessen...

01:29:29: Ja also die Leidendes jung Werther würde ich mal sagen, da

01:29:31: gibt's ja

01:29:32: dieses andere Unglück nicht.

01:29:34: Also die

01:29:34: Absenz vom Glück.

01:29:36: Genau und wir hatten ja vorhin auch bei der Definition auch die verschiedenen Bedeutungsebenen.

01:29:41: unglück muss nicht unbedingt schicksalhaftes Unglück bedeuten.

01:29:44: Das kann auch sein, dass man unglücklich ist im Sinne von dysphorisch quasi.

01:29:50: Insofern leiden deswegen Werte perfekt um dieses Unglücklichsein.

01:29:56: dieser Zustand des Unglücklichseins wird ja dadurch exerziert bis zum Gehtnicht mehr und da ist ja auch so ein gewisser Pathos drin in dieser Geschichte, sich am Leiden auch ergötzen.

01:30:07: Da sind wir wieder beim Zuschauen, beim Schiffbruch Wenn man es anguckt von außen mit den Buchseiten zwischen dieser fiktiven Realität und der eigenen, dass das dann auch etwas Ergötzliches hat.

01:30:21: Das ist ein Goethe-Unglück.

01:30:23: Wollen Sie noch ein anderes?

01:30:25: Ja!

01:30:25: Goet he ist ja auch wieder im Nautischen in Italien verunglückt mit einem Schiff.

01:30:32: Haben Sie das auch?

01:30:34: Nein...

01:30:35: Der hatte einen Schiffsumglück und hat danach gesagt ich bin froh, dass sich das hatte Weil jetzt bin ich reicher, geistig.

01:30:44: Dadurch dass ich quasi Dinge zurückgelassen hab auf See.

01:30:46: Jetzt sind wir wieder im Philosophischen ... Der Schiff und Glück hat mir Dinge beigebracht.

01:30:51: Es gibt auch irgendwo in diesem Schiffbruch mit Zuschauenden gibt's auch diese Passage, das aus gewissen philosophischen Schulen sich ableiten.

01:31:02: Dass nur noch.

01:31:02: das was man bei einem Schiffbruch retten kann ist der Besitz, den man braucht.

01:31:09: Alles andere ist ... Unnötig.

01:31:11: So, das hat ja auch was

01:31:13: Stolisches.

01:31:14: Also Handy?

01:31:15: Ja oder was Kühnikers-mäßiges.

01:31:19: Handy?

01:31:20: Handy!

01:31:21: Ein bisschen Erdnütze.

01:31:23: Geldbeutel.

01:31:26: Nintendo Switch.

01:31:27: Drei DS.

01:31:29: Ich packe meinen Koffer und ich nehme Nintendo Switch Brötchen Shampoo

01:31:40: Sie wissen, so ein Wecker.

01:31:44: Was für einen Wecker?

01:31:45: Ein Reisewecker

01:31:47: fürs Nachtgäste.

01:31:48: Das ist auch klein.

01:31:49: Der

01:31:50: passt

01:31:50: rein.

01:31:51: Man hat nur geringsten Platz, wenn so ein Schiff untergeht.

01:31:55: Da muss man schon findig sein.

01:31:58: Ein Kugelschreiber-Set

01:32:00: passt gut.

01:32:00: Aber es gibt welche ... Die können Sie zusammenschieben, dann sind die nur so groß wie ein Daumen.

01:32:06: Dann können sie die wieder auseinandernehmen und haben die angenehm zu schreiben.

01:32:09: Das würde ich mitnehmen bei Eisenbad beim Schiffbruch in den Kofferpacken.

01:32:13: So eine Zahnbürste?

01:32:14: Zahnbürste aber auch zum Klappen.

01:32:16: Und so einen Löffel ... Ich gab früher von einer großen Molkerei.

01:32:20: Bei der blauen Nacht wurden Löffeln, Klapplöffeln.

01:32:22: Da habe ich mir eine ganz große Anzahl mitgenommen.

01:32:25: Ja.

01:32:26: Die wären da praktisch beim Schifruch manchmal.

01:32:28: Dann

01:32:28: so ein Campingkocher vielleicht.

01:32:31: Mit so einer kleinen Gas-Kartusche.

01:32:34: Sie können ja einfach bei dem nötigen Versandhandel bestehen, da sind die Sachen immer kleiner.

01:32:39: Bei den Dropshipping meinen sie?

01:32:40: Ja!

01:32:41: Weil das sind die Sache kleiner.

01:32:43: Oder...ja

01:32:43: stimmt?!

01:32:44: Das ist

01:32:45: praktisch ein Lifehack.

01:32:47: Das ist Aliexpress bei Wishbestell zum Beispiel oder zum Beispiel eine kleine Sonnenliege.

01:32:58: So'n Kleiner aber

01:32:58: nur.

01:33:03: Und so ein Legoset für die Kathedrale von Notre Dame.

01:33:08: Wirklich

01:33:08: nur das nötigste...

01:33:09: Aber halt im Kleinen!

01:33:11: Drei Steine, so.

01:33:12: Es gibt diese Mini Botanicals jetzt?

01:33:14: Yes

01:33:15: Die von Moldking.

01:33:19: MoldKing?

01:33:20: Gibt aber noch andere...

01:33:22: Da gibt's einen kleinen Bonsai und so eine Lilie.

01:33:26: Also wirklich nur das nötigste.

01:33:28: Es ist wirklich winzig klein, wenn Sie sich das anschauen.

01:33:31: Bonsai ist ja eh klein.

01:33:32: Ein Bonsae würde ich vielleicht noch mitnehmen beim Schiffbruch.

01:33:36: und diese Reisehandtücher...

01:33:39: Kennen sie diese kleinen Rubik's Cube aber halt so klein wie ein Daumennagel?

01:33:47: Ja, es passt meistens so.

01:33:50: einen Schlüsselbund würde ich natürlich auch noch mit nehmen.

01:33:55: Also wirklich nur das

01:33:56: Bibliotheksausweis.

01:33:57: Ja, aber auch Fitnessstudio... IKEA Family Card!

01:34:03: Die ist wichtig.

01:34:04: Korrekt?

01:34:05: Gibt auch andere Family Cards zum Beispiel die Kelly Family.

01:34:12: Zusammenfassend Herr Goethe hat quasi erkannt dass der Schiff hoch

01:34:16: ist.

01:34:17: Dass sowieso ein kathatisches Moment ist, also man lässt Dinge zurück.

01:34:26: Man isst dem Tod so nahe und gleichzeitig kommt dann auch Erkenntnis auf ein Zu- und man erweicht der Schwimmen wieder.

01:34:34: Genau darüber wollte ich

01:34:34: mit Ihnen noch

01:34:35: sprechen über zum Beispiel The Triangle of Sadness Also die diebische Freude am Unglück an der... Ja!

01:34:47: Also

01:34:49: dass man sich das anguckt im Fernsehen Oder sogar auf Netflix oder im Kino drin.

01:34:58: Und sich denken, gut das mir nicht so geht.

01:35:01: Aber dass man zuschaut wie die... oder jetzt Sand Help.

01:35:07: haben sie den gesehen?

01:35:09: Nee der habe ich nicht gesehen.

01:35:09: Das ist ja wie Triangle of Sadness.

01:35:13: Gut, fühle ich gut.

01:35:17: Auch wieder ein Schiff?

01:35:17: Das ist auch katatisch.

01:35:18: Ja, natürlich!

01:35:19: Weil dann spielen die vorherigen Gepflogenheiten der Gesellschaft plötzlich keine Rolle mehr.

01:35:25: Geht es nur noch darum wer sich besser verteidigen kann oder...

01:35:28: Es

01:35:31: ist

01:35:31: eine Allegorie ne?

01:35:32: Eine Gesellschaftsallegorie.

01:35:34: Wir sind alle im selben Boot gibt's ja auch den Begriff.

01:35:37: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

01:35:39: Ich war das Boot als Sinnbild, als Stand-in für Gesellschaft.

01:35:45: Weil es ist ja auch so, so große Kreuzfahrtschiffe sind ja eine Gesellschaft in sich.

01:35:51: Wir hatten das glaube ich auch bei zu Wasser – wir sind heute bei zu wassersoviel!

01:35:55: Ja

01:35:56: weil man bei Unglück

01:35:58: gerne an einen Schiffunglück denkt.

01:36:01: Man hat ja dann abgebildet auf früher gerade als Schiffe noch das Transportmittel Nummer eins war Eben diese Klassen-Schichten auch im Schiff ist ja ein Abbild der Gesellschaft.

01:36:11: Ich weiß nicht, die Holzklasse war ganz unten.

01:36:14: und dann mit den Benken, damit keine Flöhe... Ja

01:36:19: aber es gibt auch andere zum Beispiel Filme von Lars von Trier.

01:36:24: Die sind ja sehr erfolgreich.

01:36:26: Stimmt Melancholia

01:36:27: z.B.,

01:36:27: wäre so'n Unglückfilm?

01:36:30: Das ist übrigens schon.

01:36:32: aber auch neuerere Filme dieses Gedankenspiel aufmachen.

01:36:39: Man sieht dem Unglück ins Auge und kann es sich abwenden, das hat ja auch wieder was Griechisches Melancholia nicht wahr?

01:36:44: Das ist ja auch die Grundgeschichte.

01:36:45: ein Meteor grasst auf die Erde zu und alle wissen bereits... Ja, nicht

01:36:49: nur das!

01:36:50: Es ist ja ein ganzer Planetenzug,

01:36:52: der

01:36:52: viel größer ist.

01:36:53: Also es sind nicht mal einen Meteor, wo man sich denken kann, der verdampft bestimmt, sondern in dem Moment eigentlich klar ist dass er Untergang

01:37:01: mit Dezivilisation

01:37:02: ist.

01:37:04: Wer freut sich da rüber?

01:37:05: Wem geht das Herz auf?

01:37:08: Lars von Trier.

01:37:09: Der Figur, die in der ersten Hälfte des Films unbeweglich vor Depressionen war... Ja!

01:37:15: Das ist

01:37:16: eine Befreiung.

01:37:17: ...blüht dann plötzlich auf als es klar ist und die Ersten ratten das sinkende Schiff verlassen durch Freitod.

01:37:29: Sie sonnt sich da, die Figur im Licht der Untergehenden

01:37:34: Ist ja ...

01:37:35: Rd.

01:37:36: Ja, und es ist auch ein bisschen so die Sinnbild für uns die Zeit in der wir leben nicht wahr?

01:37:44: Man kann das ja auch freudig erwarten wenn man geht die Welt schon mal unter Herr Eisenbad.

01:37:50: Das ist ja selten!

01:37:52: Das passiert ja nicht so oft im Leben.

01:37:55: Ja das stimmt.

01:37:57: Und dann kann man sich auch mal freuen.

01:37:59: Achso, da endlich passiert mal was oder

01:38:01: was?

01:38:01: Naja, man ist das eine Mal dabei wo's passiert Finde ich schon etröstlich.

01:38:06: Und was ist jetzt mit Horrorfilmen zum Beispiel?

01:38:09: Ja, warten Sie mal bleiben wir ganz kurz noch bei dem Topos.

01:38:13: Ach

01:38:13: da wollen sie noch bleiben!

01:38:14: Noch ganz kurz gibt es so eine Netflix Film nicht wahr?

01:38:18: hier?

01:38:19: wie hieß er noch mit Leonardo DiCaprio Don't Look Up.

01:38:23: ja

01:38:24: der ist auch gleiche Prämisse ein Unfall.

01:38:28: also nee das sind die Verabwendbarne.

01:38:30: das ist auch auch ne Art das darzustellen.

01:38:33: Ich war da rast etwas auf die bedrohliches, existenziell bedrohnliche ... Ach

01:38:36: so meine ich die wandern der Erde!

01:38:38: Das meine ich nicht.

01:38:39: Hab mich jetzt nicht.

01:38:40: Mein Leonardo DiCaprio, der im Fernsehen schreit, halten Sie mal die Fresse oder so?

01:38:44: Ja.

01:38:46: Haltet alle einmal kurz die Fressen.

01:38:48: Ja genau und da ist jemand, der weiß wie man das ab oder man könnte etwas tun.

01:38:52: aber Die Gesellschaft ist dafür nicht dazu in der Lage zu reagieren auf existenzielle Bedrohungen, was wir natürlich ... Da sprechen die Zeiten aus dem Film.

01:39:04: Das

01:39:05: war eine sehr subtile Satire aus Amerika.

01:39:10: Wirklich mit einer ganz feinen

01:39:13: Nadel zisseliert.

01:39:15: Also wirklich unglaublich!

01:39:17: Da guckt man hin und denkt sich, was will der Autor sagen?

01:39:22: Und da wollen Sie drüber sprechen.

01:39:23: noch

01:39:24: Nö, nö.

01:39:26: Wie hieß denn noch diese Zeichenflicks?

01:39:28: Erinnern Sie die gesehen, da gibt's so eine Zeichentrickserie auf Netflix ...

01:39:35: Drone Together!

01:39:36: Nein!

01:39:37: Kurze Serie, wo es darum geht ist ein Planet oder Meteor irgendwas existenziell bedrohliches.

01:39:45: Rast auch hier wieder auf die Erde zu und die Menschen leben als es dauert bis das Eintritt des Ereignisses und die Menschen leben, arbeiten zum Beispiel.

01:39:55: Obwohl niemand mehr arbeiten muss, weil es nur noch ein paar Jahre zu leben gibt ... Und manche copen quasi damit in dem sie einfach zur Arbeit gehen und nichts tun im Büro, weil's nichts mehr zu tun gibt.

01:40:07: Also auch so eine Parabel oder ne Metapher für den Spätkapitalismus.

01:40:12: Einfach die Sachen ausführende das alte System noch am Leben halten, obwohl es schon längst eigentlich schon längs vorbei ist?

01:40:19: Oder zumindest so sicher vorbei ist, dass man es eigentlich gar nicht mehr...

01:40:21: Aber was wollen Sie denn sonst machen?

01:40:23: Wollen sie sich hinlegen und weinen oder...?

01:40:26: Man

01:40:26: könnte in Urlaub fahren.

01:40:28: Man könnte auf der Straße... Man kann Bücher lesen.

01:40:30: Man kann Filme gucken!

01:40:32: Man kann Freund treffen.

01:40:33: Das wird ja alles durchexerziert in dieser Serie.

01:40:36: jetzt habe ich leider vergessen.

01:40:37: Aber

01:40:37: wofür

01:40:37: denn?!

01:40:37: ...

01:40:39: zu Erbauung, Herr Eisenbart.

01:40:41: Zum Glück!

01:40:42: Einfach zum Inneren glücklich werden?

01:40:43: Das ist doch epikuräisch... Aber

01:40:46: die meisten sind dazu gar nicht in der Lage.

01:40:48: von Maisenthalern.

01:40:48: Warum denn

01:40:49: nicht?!

01:40:49: Na weil dafür brauchen sie doch Frieden.

01:40:53: Inneren Frieden

01:40:54: zu erbauen.

01:40:54: Ja aber den kriegt man doch nur wenn man sich dem... Wenn Sie

01:40:57: wissen das die Welt untergeht?

01:40:59: Ja wenn ich weiß dass die Welt Untergeht Herr Eisenbard und ich nichts tun kann.

01:41:04: Was soll ich mich dann da

01:41:05: aufregen!?

01:41:06: Aufregen brauchen sie sich nicht, aber ich könnte da jetzt kein Buch lesen.

01:41:11: Was

01:41:11: würden Sie denn tun?

01:41:13: Arbeiten gehen!

01:41:14: Das ist doch viel größerer Blödsinn, sich ins Büro zu setzen.

01:41:17: Aber das

01:41:18: lenkt

01:41:19: dich

01:41:19: wenigstens ab...

01:41:20: mich?!

01:41:23: Also ich weiß nicht, was schon ein sehr verqueres Sicht auf die Welt ist.

01:41:27: Ich glaub, manche können überhaupt nicht

01:41:31: ... Carol and the End of The World heißt die Serie.

01:41:33: Falls sie jemand sehen möchte?

01:41:36: Wir

01:41:36: packen das in die Show-Nodes für Sie natürlich.

01:41:39: Dann können Sie das alles nachgucken

01:41:41: und nachhießen.

01:41:42: Was ich sehr spannend fand ist, die Prämisse ist jetzt nicht so ausgefallen.

01:41:45: Aber diese ganzen Figuren sind von einer derartigen Trägheit gezeichnet.

01:41:50: Also es ist ein schweres Tuch liegt auf allen Figuren, aber sie sind nicht depressiv.

01:41:56: Es ist nichts wie bei Melancholia.

01:41:58: wo es um Depression geht, sondern es geht eher um so eine Lebensmütigkeit im Maßen Sinne des Wortes.

01:42:05: Aber auch ne befreiende Kraft die das hat.

01:42:07: Schauen Sie sich das mal an ist ein interessantes Kind unserer Zeit diese Serie.

01:42:11: Naja worauf?

01:42:13: was wollten sie gerade

01:42:14: sagen?

01:42:14: Also ich wollte noch über Gruselfilme reden.

01:42:15: Yes, Gruselfilme!

01:42:16: Weil da geht's

01:42:17: ja auch immer so um einen Unglück zum Beispiel oder etwas... dass vielen von Glück.

01:42:26: oder zum Beispiel jemand zieht in ein neues Haus ein, startet einen neuen Anfang und merkt das Unglück ist nicht aufzuhalten.

01:42:36: Und eigentlich sagen alle im Grunde – es ist ja dieselbe Erzählung wie im Griechischen – so alle sagen, dass das Haus verspuckt.

01:42:47: Ja, da bloß ... Einziehen.

01:42:50: Dann sagen wir, wir haben das ja schon gekauft.

01:42:52: Wie

01:42:53: ist unser Haus?

01:42:54: Sollen wir da jetzt auf der Straße leben oder im Auto?

01:42:57: und dann sagen die Ja werden sie schon sehen was sie davon haben und dann ist es nicht mehr aufzuhalten.

01:43:02: Stimmt!

01:43:02: Es tritt immer eine Figur auf die so ein Warnend.

01:43:05: Ja.

01:43:05: Vielleicht so eine alte, meistens so ne alte Dame zum Beispiel, die mit verzausten Haaren sagt gehen Sie da nicht rein.

01:43:12: Das ist dann nicht gut und dann wird nicht gehört... Das ist ja wiederum ein typisches Motiv aus dem amerikanischen Horrorfilm.

01:43:21: Und besonders aus dem, so der... ...ja, so...

01:43:25: Zwei Tausend Zehnern, ne?

01:43:27: Zwei tausend Sehner, würde ich sagen!

01:43:29: So verfluchte Häuser hätte ich jetzt erst in die Siebziger-Achtziger.

01:43:33: Holtergeist und... Gabs

01:43:35: aber in den zwei Tausenden Zehnen noch ganz viel.

01:43:38: Was denn

01:43:38: z.B.?

01:43:39: In

01:43:39: Sidious oder in Sidious II oder in Sidiis Redor oder zum Beispiel in CDS IV.

01:43:50: Oder Annabelle, oder die Nonne...

01:43:55: The Noun?

01:43:56: ...from the producers of CDS.

01:44:00: Oder zum Beispiel Paranormal Activities, oder Paranomal II.

01:44:07: Also gibt es einiges

01:44:09: vom heißen

01:44:09: Draht.

01:44:10: In diesen, sagen wir mal New Hollywood Filmen der Siebziger-Achtziger, wenn sie so Poltergeist, Spielberg und Konsorten, nicht wahr?

01:44:18: Sie sprechen jetzt auch

01:44:20: ganz leise.

01:44:21: Wenn sie dann mal aufpassen ist ja oder auch das Shining sind ja oft so Geschichten wo es eigentlich eine sehr psychische, wenn man das interpretieren möchte ihr ist ja ein psychologisches Bild einer Gesellschaft zeichnet.

01:44:32: Oder so Barbar-Duck.

01:44:35: Also es liegt etwas vergraben unter der Erde.

01:44:37: Nicht wahr?

01:44:37: Etwas wurde zugeschüttet meistens einen Trauma aus der Vergangenheit oder vielleicht sogar vielleicht sogar eine.

01:44:43: sagen wir mal Ja, ein Verbrechen was die Gesellschaft ...

01:44:48: Das Sinneste Man, das ist

01:44:50: zum Beispiel bei

01:44:51: Chainsaw.

01:44:52: Bei Baldergeist wird z.B.

01:44:53: dieser Vogel am Anfang in der Kiste vergraben und es deutet eben hin, dass da Vogel nicht war.

01:45:00: Es geht natürlich um die Indigenen

01:45:04: oder so Schimmeldreiter.

01:45:07: Da geht's auch mit dem Hund, der vergrafen werden soll.

01:45:10: Also es wird etwas unter die Erde gescharrt?

01:45:13: Dann wird ein Haus drauf gebaut, dann gibt's die Figuren, die einziehen in das Haus und einen Neuanfang anfangen wollen.

01:45:20: Also die stehen ja stellvertretend für American Dream.

01:45:24: Wir setzeln uns jetzt hier, wir bauen jetzt unser eigenes Haus auf mit der guten

01:45:29: Familie.

01:45:31: Und dann gibts die warnende Figur, die sagt passt auf da im Keller ist was!

01:45:38: Die amerikanische Familie hört nicht drauf weil sie meint ihr alles besser zu wissen?

01:45:43: Und dann brechen die Geister wieder ins Brechen zu Tage.

01:45:48: Dann sagt die Figur, I told you

01:45:50: so!

01:45:51: Vielleicht stehen ja sogar die Haare zu Berge und sie hat einen Kreuz in der Hand?

01:45:54: Weil am Ende ist irgendwie Jesus die Lösung für alles.

01:45:59: Bei

01:46:00: Encidius ist immer Jesus die Lösungen.

01:46:02: Das ist auf jeden Fall immer wichtig, dass die Geisteiler innen... dass die an Jesus glauben.

01:46:09: Ich finde das immer, ich find es ein bisschen einfach erklärt.

01:46:12: Vielleicht man könnte ja auch einfach mal sagen vielleicht ziehen wir doch raus aber manchmal zieht das eben mit des Unglück.

01:46:20: Weil man schon Schuld auf sich geraden hat und das ist da immer in den amerikanischen Filmen zumindest immer um Schuld zu einer Erlösungsfrage

01:46:34: geht.

01:46:34: Es mischt sich Christliches rein

01:46:38: mit Paganismus,

01:46:39: aber

01:46:40: man hat Angst vor diesen oder zumindest Respekt vor diesen Naturreligionen oder Naturglauben und bringt dann immer seinen Wunsch mithin ein, seinen christlichen Erlöst zu werden.

01:46:57: Und dann denkt man sich, aha die muss jetzt Die muss jetzt quasi diesem ertrunkenen Mädchen, die jetzt Frieden geben.

01:47:06: Muss das einfach verbuddeln und einen christlichen Ritusbegräbnis-Ritus geben und dann ist die Seele im Reinen.

01:47:15: aber es bringt ja nichts.

01:47:17: Aber dass da mal jemand auf die Idee kommt aus dem Haus?

01:47:19: Einfach das Haus einfach haus sein zu lassen?

01:47:21: Ja!

01:47:22: Einfach mal die Verbuddelten das das Mal irgendwie...

01:47:27: Aber das wird dir sehr gemacht Frau Meisen-Dreit dass Menschen in Amerika ihre Mortgage nicht bezahlen können, dann wird die noch mal Berlin.

01:47:37: Und irgendwann könnt ihr es gar nicht mehr bezahlen und da müssen sie raus?

01:47:40: Ja!

01:47:40: Aber da zieht niemand Neues ein.

01:47:43: Vielleicht

01:47:44: ist das ein Mittelgegen... Das ist schön, Herr Eisenbachs sehr gut, dass Sie das sagen.

01:47:48: Jetzt haben Sie auf den Punkt gebracht was ich schon seit ungefähr drei Wochen im Kopf hab' und was ich einfach nicht mehr aus dem Kopf krieg'.

01:47:55: Ganz kurz mal Trump nochmal ... Wir haben

01:47:59: noch gar nicht ... Aber

01:48:00: Unglück und Trump, das ist ja wie ... Dings.

01:48:05: Die haben's grade gesagt!

01:48:06: Dieser Spät- ... Ultraspät-Kabitalismus, was der an interessanten Blüten treibt... Jetzt haben sie zum Beispiel sagt, dass sich die Leute die Häuser nicht mehr leisten können?

01:48:17: Es ging aber bei Reagan schon los.

01:48:18: Also

01:48:18: es gab mit Trump nichts

01:48:20: zu tun.

01:48:21: Das Problem ist ja, dass wir nicht nur Kapitalismus haben, sondern auch so einen komischen ... So einen komischen Isolationismus.

01:48:28: Und jetzt wird da auch noch Krieg im Iran geführt und alles, dann ist die Straße von Hummus zu ... Ja, vielleicht

01:48:36: von Humus?

01:48:40: Jetzt treibt es die Blüten, dass wir durch diese ganzen Widersinnigkeiten, die nicht mehr den Regeln des Kapitalismus entsprechen.

01:48:51: Das macht keinen Sinn aus kapitalistischer Sicht.

01:48:53: Die Straßen war ja offen!

01:48:55: Die war ja offen!

01:48:56: Es gibt

01:48:57: überhaupt keinen Sinn.

01:48:59: Warum?

01:48:59: Weil das von der Obama-Regierung hier auch schon alles geregelt wurde, auch mit den Waffen und so...

01:49:08: Das

01:49:09: war ja alles schon in

01:49:11: Trocknen.

01:49:11: Und

01:49:12: die Straße war weit

01:49:12: offen.

01:49:13: Jetzt gehen natürlich die Ölpreise nach oben, besonders dort weil das Öl fließt durch den Ärmel Und jetzt haben wir die Situation, dass plötzlich erneuerbare Energien günstiger sind.

01:49:28: Also aus einer kompetalistischen Marktlogik heraus macht es überhaupt keinen Sinn mehr.

01:49:33: Aber

01:49:33: Sie haben nicht verstanden?

01:49:34: Er wollte ja die Preise von den Eiern niedrig bringen und nicht vom Öl.

01:49:39: Das war ja sein großes Versprechen im Wahlkampf.

01:49:44: Er will die Eier wieder günstig machen!

01:49:46: Von dem Öl war keine Rede.

01:49:49: Und er hat auch gesagt, das sind die Demokraten, die immer von der Forderbilitie sprechen.

01:49:53: Er will davon nichts hören... Ach so!

01:49:55: ...er will aber dass die Eier wieder

01:49:57: uns sitzen.

01:49:57: Ja und er will König von Iran sein?

01:50:00: Ja vielleicht könnte er einen Teil davon zumindest die Straße von Hormuz zum Teil mit dem Eier toller zusammen ausschicken,

01:50:11: hat

01:50:11: er

01:50:12: gesagt.

01:50:12: Zum Teil.

01:50:13: Und Sie wollten jetzt sagen, dass

01:50:15: es widersprüchlich ist?

01:50:16: Dass wir an vielen Punkten gerade so gegenläufig... Also so und das ist... Jetzt komme ich zurück.

01:50:23: Ich fahre den Punkt nach Hause.

01:50:26: Dieses Aktion wird ausgelöst.

01:50:29: Nehmen sie Trump startet Iran Krieg oder Putin fällt in die Ukraine ein.

01:50:41: Gibt es so eine ... gibt's so eine, ähm ... ja sozusagen ne neue ... neues Bewusstsein für ... geschlossenheit und für ... gegen Russland?

01:50:54: Ich verstehe alles was Sie sagen wollen.

01:50:56: Diese Aktionen die dann zum Gegenteil dessen führen was man aus der Ideologie dieser Person die die Aktion ausführen heraus sagen würde dass sie verfolgen als Ziel das.

01:51:07: Ich glaube das sind so die Grenzen, die wir jetzt gerade sehen von dem Möglichen.

01:51:11: Also quasi es schlägt quasi man kann nicht mehr Die Aktion führen dann zu einem ganz anderen komplett anderen.

01:51:22: Das ist doch tragisch.

01:51:22: also es hat auch was von diesem.

01:51:26: Man kriegt eine vorsehung.

01:51:28: Ja

01:51:30: Wir müssen jetzt weiß ich nicht Öl wird immer teurer werden.

01:51:33: Es nutzt sich noch mehr Öl haben zu wollen.

01:51:37: Dann Die Figur macht daraus, ich muss Ölquellen erschließen.

01:51:41: Deswegen muss ich Iran angreifen und Venezuela nicht zu vergessen.

01:51:47: Und die was daraus resultiert ist wieder öl wird so teuer dass es eigentlich nur noch grün geht.

01:51:54: also das ist interessant das fand ich jetzt nur.

01:51:56: ja

01:51:57: das ist sehr interessant.

01:51:58: aber

01:51:58: da sind sie nicht allein.

01:51:59: und sogar die die am allermeisten dran geglaubt haben

01:52:03: Ja

01:52:03: dass er für das Gegenteil steht ja die müssten Sie jetzt mal sein.

01:52:07: Stellen Sie sich mal vor, sie wären Lindsay

01:52:11: Graham

01:52:12: oder zum Beispiel diese andere Person.

01:52:16: Die ja seit Jahren in irgendwelchen Podcasts oder vor irgendwelche Nachrichtenkameras sich zum Honk machen weil sie sagen das ist der einzige den man wählen kann wenn man günstige Eier haben will.

01:52:32: Und dann wählt man ihn und die Eier sind plötzlich teuer, und dann müssen sie vor den selben Kameras- und Mikrofonen plötzlich sagen Es ist vier D Schach Frau Meisendracht Das ist nämlich der Trick.

01:52:45: Da haben Sie nicht mitgedacht.

01:52:47: das ist alles kein Unglück

01:52:49: Ja

01:52:49: Und es hat auch nichts mit griechischer Tragödie zu tun Sondern dass es vier D schach Manchmal sogar fünf

01:52:57: D.

01:52:59: Da haben sie nicht drüber nachgebracht.

01:53:01: Das sind

01:53:02: wir alle zu blöd dafür!

01:53:06: Das war unser neues Segment, Zeitpolitik in einfachen Worten polemisch auf den Punkt gebracht, präsentiert von Eisenbad und Meisendraht.

01:53:17: Wir

01:53:20: können uns gerne Feedback schicken.

01:53:22: Wir haben gedacht pünktlich zur hundertsten Folge wollen wir Ihnen dieses sehr knackige und neue Format gerne präsentieren.

01:53:31: Wir kommen ja eigentlich aus dem Goethe-Sigmund raus gerade, dazu möchte ich gerne noch ein Text hören und zwar Andreas Dietz Glück und Unglück im April.

01:53:44: Man weiß nicht so genau auf was es sich bezieht.

01:53:46: Hören Sie einfach mal rein!

01:53:47: Andreas Diets Glück im Ungluck im April gelesen von Verena

01:53:52: mit Der Goete reimte einst im März beim Weineabend.

01:53:58: diesen Scherz Den ersten April muss überstehen, dann kann dir manches Guts geschehen.

01:54:05: Das mag so sein doch gilt es nicht falls Unglück tritt ans Tageslicht.

01:54:11: und auch bei gutem hüte dich das Schicksal wütet fürchterlich.

01:54:17: auf jedes gute folgt das bös und umgekehrt so generös dass schicksal einen ausgleich will.

01:54:25: das gilt besonders im april.

01:54:29: Ja,

01:54:29: das war auch schon als im Bad Umeissentrat ziemlich.

01:54:32: Ziemlich genau?

01:54:33: Ich weiß jetzt nicht genau wie lange die Texte

01:54:35: alle waren.

01:54:35: Wir haben noch einen letzten

01:54:37: Text nicht so lang.

01:54:38: Nichts

01:54:38: solange ne?

01:54:38: Dann können

01:54:39: wir vielleicht noch ein bisschen... Wir haben jetzt

01:54:41: fast

01:54:43: nur noch eine Viertelstunde.

01:54:45: Haben wir jetzt eins, vierzig geredet.

01:54:47: Ach du liebe Zeit!

01:54:48: Das

01:54:50: ist

01:54:51: ein großes Unglück für den der das sonst schneiden muss.

01:54:55: Ja,

01:54:56: tut mir leid.

01:54:56: Für den armen Kerl

01:54:58: Gut, dass wir so viel fleißige Praktikant innen haben.

01:55:01: Ja.

01:55:03: Und einen schönen Papagein der wieder mal...

01:55:07: ...der ein frecher Kerl ist?

01:55:09: Der wird.

01:55:09: mit jedem Jahr geht es langsam auf die Achtzig zu.

01:55:13: Das heißt so Mit-Life-Kreises.

01:55:14: Also in Menschenjahren sind das über hundertundachtzig Jahre.

01:55:18: Ja und wenn sie sich dann zurück auf Papageien jahrechnen, sind das ja dreihundertsechzig.

01:55:23: Dreihundertsechszig, exakt.

01:55:25: So pimal!

01:55:27: Ja, gut.

01:55:28: Macht das eine Sache immer noch sehr gut?

01:55:30: Wir haben noch nicht über Pandora geredet aber müssen wir auch nicht... Das war nämlich auch nochmal so ein Thema, auch wieder griechisch ist ja grieches!

01:55:38: Das können wir in der nächsten...

01:55:40: Was ist nächstes

01:55:41: Thema?!

01:55:42: Oh da freu ich mich drauf, ich sehe gerade das nächste Thema, oh das ist ja voll mein... Da bin ich ja dann, es ist ja mein Fahrwasser sozusagen.

01:55:49: Ich bade.

01:55:51: Was ist das nächste thema?

01:55:53: Übrigens das war die hunderte Sendung heute, haben wir ganz ganz verschützt.

01:55:57: Ich wollte Ihnen noch die Hand geben.

01:56:02: Herzlichen Glückwunsch zur hundertsten Sendung.

01:56:08: Unglück, wundert.

01:56:11: Unglückszahlen haben wir auch noch nicht... Was ist der nächste?

01:56:12: Nächste Sendung ist Wald!

01:56:14: Da freue ich mich drauf.

01:56:15: Also da können wir ja ganz viel über Romantik sprechen.

01:56:18: Wald und Schweigett?

01:56:19: Ja und Eichendorf und so.

01:56:23: Wackere Gesellen zogen aus.

01:56:25: Und

01:56:25: vielleicht auch ein bisschen Mythologie.

01:56:27: Mythologia Wald?

01:56:29: Ja,

01:56:29: das ist schön.

01:56:31: Driaden,

01:56:32: Waldgeister ...

01:56:34: Nymphen oder vielleicht sogar Tolkien.

01:56:39: Tolkien!

01:56:41: Vielleicht fällt Ihnen noch einen Text ein den Sie zum Thema Wald uns machen möchten.

01:56:48: dann schicken sie den doch einfach an eisenbadmeisendradetgmx.de.

01:56:53: Jetzt im Anschluss kommt die Strafzeit und Sie können diese Sendung, wenn alles gut läuft eine Woche lang auf radio-z.net nachhören und ansonsten dann im

01:57:06: Podcast.

01:57:06: Einen letzten Text haben wir noch?

01:57:08: Und auch wieder mal neu zugegangen sind neue Leute.

01:57:11: Haben sie die angeschleppt oder sind die einfach gekommen?

01:57:14: Ich habe nichts gemacht!

01:57:15: Weil da freuen wir uns natürlich immer sehr, also besonders.

01:57:19: Jan auch sehr... netter, toller Text.

01:57:22: Janika Wehmann hat uns geschrieben ... Ich lese das jetzt nicht vor, sondern ich lasse es professionell vorlesen mit dem Titel nur unscheinbar aber doch trefflich Unglück!

01:57:35: Janika Webmann, bitteschön und das wär's dann auch gewesen oder?

01:57:39: Ja.

01:57:40: Von unserer Sendung.

01:57:41: Tschüss!

01:57:45: Tschüs auch von mir, tschüß.

01:57:47: Warum heißt Ungluck kein Glück?

01:57:51: Unschlitt, aber nicht kein Schlitt.

01:57:54: Sondern Talg-Tierfett!

01:57:57: Könnte man das Bedeutungsprinzip nicht tauschen?

01:58:00: Ich benenne dich unschlitt

01:58:03: um

01:58:04: in Nichtwegan und dafür gibst du mir mein Glück zurück.

01:58:11: Nein ein unzumutbares Angebot?

01:58:16: Na gut... Das Unglück kann man auch anders umschreiben Strafe, Pech, Chaos.

01:58:24: Das klingt leider immer noch leidvoll negativ und unglücklich.

01:58:29: Wie wäre es hiermit, dass Unglück im Sinne von besonderen Umständen Kraft der Natur leben?

01:58:38: im Moment?

01:58:40: Dann ist ein Ungluck.

01:58:42: wenn es lebensbezogenen Unterricht auf der Straße gibt weil das Klassenzimmer wegen eines Wasserschadens nicht betreten werden darf dann sind meist tätische glitzende Wellnen Unglück weil sie von einem Tsunami ausgelöst wurden, dann ist das aufmerksame Betrachten eines Löwenzahns der sich aus dem Asphalt-Bahn ein Unglück.

01:59:11: Weil man zu spät merkt dass einem gerade ein abgeschossenes Raketenteil auf den Kopf fällt.

01:59:19: Alles halbs schlimm also?

01:59:21: Mit der Macht der Worte das Unheil unsichtbar machen.

01:59:26: wir wissen ja was es in der Sprache nicht gibt.

01:59:30: Das gibt es auch im echten Leben nicht.

01:59:35: Ach, Herr Yeh!

01:59:37: Verlaut das Sinnereien habe ich das Glas umgeworfen und das Wasser hat sich über meinen Unglückstext ergossen – so ein Malheuer.

01:59:45: Das kam ungeheuer unerwartet, denn die….

01:59:51: …ungelungene Pointe bleibt nun ungelesen.

01:59:58: So ein

02:00:00: Glück.".

Über diesen Podcast

Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 auf Radio Z oder eben hier jeden Monat auf den Pod! Alle Texte zum Nachlesen und Nachhören finden sich auf www.eisenbartmeisendraht.com

von und mit Lukas Münich, Andii Weber

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