Das Magazin für Eigenart
00:00:01: Entschuldigen Sie.
00:00:05: Ja?
00:00:06: Da dürfte ich Sie mal fragen, was Sie mit dem Korb ... wohin das Weg ist, junge Dame
00:00:12: Ich sammle Pilze für meine Oma.
00:00:16: Was ist da in der Flasche drin?
00:00:19: Pilz-Suppe
00:00:21: Und was das für ein Kuchen, wenn ich fragen darf
00:00:24: Das ist Zwiebelkuchen.
00:00:26: Wo wohnt die Oma?
00:00:27: Ganz tief hinten Da ist ein Gedenkstein, da hat Nietzsche mal geschlafen und hat was gesagt.
00:00:36: Dann
00:00:36: gehen wir weiter hoch, dann kommt man so den Bergkamm hoch, der ist ein nachgebauter Schloss im Stile vom Dings.
00:00:44: Und dann gehen Sie da den am Skihang entlang hinten und dann runter... Bei dem Sessellift?
00:00:50: Genau bei dem Sessellift geradeaus.
00:00:52: Dann kommt dieses Miniaturwunderland und dann gehen sie weiter runter.
00:00:59: Fünfzig Quellen ungefähr, nicht wahr?
00:01:01: Ja so fünf.
00:01:03: Und dann gehen Sie da weiter und tal runter und da ist ein Holzverschlag neben dem Abenteuerspielplatz.
00:01:09: Da wohnt meine Oma.
00:01:12: Wär es noch nicht besser, nur über die Straße gehen, wären sie auch schon da.
00:01:18: Aber dann kann ich ja keine Pilze suchen!
00:01:22: Es geht ja um die Freude!
00:01:26: Was ist das überhaupt für eine Frage, um Sie unverholen?
00:01:28: Nein
00:01:28: ich wollte nur wissen ob sie nicht ihre Großmutter... Können Sie mir auch sagen haben Sie ein Schlüssel dabei oder ist da einfach... Ich
00:01:35: bin ganz allein!
00:01:36: Jetzt hat mein Handy geklingelt.
00:01:38: Also
00:01:38: ich habe ein Handy dabei.
00:01:39: Da ist
00:01:39: eine Schlüssel-App drauf.
00:01:41: Kann ich das Handy mal kurz mit... Nein!
00:01:43: Das ist mein Handy.
00:01:44: Wie
00:01:44: komme ich in die Wohnung rein?
00:01:46: Ja brauchen Sie meinen Handy dafür, da ist die Schlüsselapp drauf.
00:01:49: Der Entsperrkorn ist so'n Zettsohn umgedrehtes.
00:01:53: Können Sie es mal vormachen?
00:01:54: Nein,
00:01:54: dann wüssten sie ja den Entsperrcode.
00:01:56: Ja... Könnten Sie vielleicht Ihrer Großmutter noch Blumen pflücken?
00:02:03: Stimmt!
00:02:03: Das könnte ich machen wenn ich jetzt hier die Stinkmeucheln sammelte.
00:02:05: Da sind auch schöne
00:02:05: Blümchen
00:02:06: daneben.
00:02:06: Sehen
00:02:06: Sie da drüben?
00:02:08: Wenn Sie da rüber gehen, ich würde so lange auf Ihre Sachen aufpassen.
00:02:11: Sie gehen einfach rüber.
00:02:12: und
00:02:13: hat Ihnen die Frau Mutter gesagt, Sie sollen in den Wald hineingehen?
00:02:16: Natürlich!
00:02:17: Ich soll der Oma mal Stink-Meuchen bringen.
00:02:21: Gut
00:02:22: Ja, ich pass hier so lang auf.
00:02:24: Können Sie das mit dem... Können
00:02:25: sie auch gleich noch auf mein Handy aufpassen?
00:02:27: Es klingelt schon wieder!
00:02:28: Können sich mal entsperren.
00:02:30: Nein, das kann ich nicht.
00:02:32: Dann würden Sie ja den Entsperrkohl.
00:02:34: Stimmt, ungedrehtes Zettel.
00:02:36: Richtig.
00:02:37: Also ich gehe jetzt davor und sammle noch ein paar Blumen- und Stinkmorcheln Und Sie passen auf meine Sachen auch.
00:02:42: Das
00:02:43: ist sehr lieb von Ihnen!
00:02:44: Es ist wirklich schön, dass man in diesen schwierigen Zeiten noch so nette
00:02:48: Grauhaaric-
00:02:49: und überpälzte Gesellen findet, die einem dann einfach mal das Gewicht von den Schultern nehmen.
00:02:56: Ich war uns nicht freundlich.
00:02:57: Aufopferungs... ich würde fast sagen sie sind mein Held.
00:02:59: Ja.
00:03:00: Ich würd fast sagen, sie sind Mein Held.
00:03:03: Herr Rotkäppchen ist mein Name.
00:03:04: Herr
00:03:04: Rotkäppchen?
00:03:05: Das ist ein schöner Name.
00:03:06: Fast ein bisschen Fast ein bisschen wie Rotkirchen.
00:03:08: Ja,
00:03:09: ja stimmt!
00:03:13: Okay ich geh dann mal hin.
00:03:14: Tschüss.
00:03:20: Langweiliges Gespräch wirklich.
00:03:38: Eisenbad und Meisendrad.
00:03:56: Das mag es in Veräukenort!
00:04:02: Kohl literatur, nice interpretiert.
00:04:10: Kohl Literatur... Nice, nice, NICE Interpretiert.
00:04:16: Eisenbad
00:04:18: & Meisendraht.
00:04:20: Das Magatzins für Eigenart.
00:04:33: Vielleicht ist das gut?
00:04:34: Ich will kommen zu dieser Sendung.
00:04:37: Sie hören immer noch Eisenbad oder Meisendreht wie seit eh und je.
00:04:42: Mein Name ist Prof.
00:04:43: Dr.
00:04:43: Hartmut Eisenbach,
00:04:45: mit mir
00:04:46: ist Frau Meisendrad auch da!
00:04:47: Sie wirken ja geradezu genervt?
00:04:50: Nein es ist einfach dieses Thema.
00:04:52: das ist mir jetzt schon ein bisschen zu viel.
00:04:54: Wieso?
00:04:55: Weil dann bestimmt wieder dann Romantik, Pipapo, Gotik,
00:05:04: Märchen...
00:05:04: Also, ich sehe das jetzt schon vor mir da liegen.
00:05:07: Das
00:05:08: haben wir
00:05:09: alle schon gemacht!
00:05:11: Sollen wir versuchen um das neunzehnte Jahrhundert heute mal ein Bogen zu machen?
00:05:14: Gerade bei dem Thema...
00:05:15: Ja, wir können das mal versuchen.
00:05:18: Hallo liebe Zuhörerinnen an den
00:05:22: RADios.
00:05:23: Genau, Radio Z auch.
00:05:24: Hallo Radio Z!
00:05:25: Auch schön, dass Radio Z dabei ist eingeschaltet hat und jetzt die Leuchte hinspitzt wie es Eisenbad- und Meisendrad... Ich würde mal fast sagen, die zwei Literatur-Mufties?
00:05:40: Groß Grund, Literaturgrundbesitzerinnen.
00:05:44: Übrigens danke für die Limo
00:05:46: Prost, die ist natürlich in einem schaltigten Gefäß verschlossen.
00:05:50: Da kann nichts in die
00:05:52: Schaltkreise
00:05:52: gehen.
00:05:53: Sie haben ja auch extra Schnabeltassen?
00:05:55: Ja!
00:05:55: Damit wir hier nicht das Studio vollkleckern...
00:05:57: Das Stichwort ist NASA.
00:06:00: NASA?!
00:06:01: Ja, da muss man ja auch aus so einem speziellen Behälter.
00:06:04: Die habe ich einfliegen lassen.
00:06:06: Das ist gut
00:06:07: von Gerst.
00:06:08: Ausrangiert.
00:06:09: Da war ja eine große Technikkatastrophe bei der ATMS-II.
00:06:12: Haben sie das mitbekommen?
00:06:14: Ja, die haben gesagt Abbruch!
00:06:17: Abbruch!
00:06:18: Und
00:06:18: dann sind sie aber doch geflogen.
00:06:20: Ja, und dann war also irgendwas... Also irgendwie haben sie... Ja
00:06:24: die haben dann quasi ihr Pipi zurückhalten müssen erstmal.
00:06:28: Das ist, stelle ich mir sehr unangenehm vor gerade im Weltraum.
00:06:32: Und da kam schon hinten so wie soll ich sagen der Kopf von der Schildkröte hat schon raus geguckt und dann hat aber der Einsatzleiter gesagt abbruch Abbruch.
00:06:43: Alle raus!
00:06:44: Ist der Schildkrötenkopf wieder rein in den Pakt?
00:06:47: Also
00:06:47: alle rein besser gesagt.
00:06:48: Alle wieder rein, alle Männer und Frauen an Bord.
00:06:53: Sehr gut ja.
00:06:54: also das sind ja die eigentlichen Themen die gerade die Welt umtreiben.
00:06:59: bei allen Dingen die passieren am scheint fliegen wir doch noch irgendwie hinter dem Mond passt ja irgendwie auf eine Art...
00:07:04: Aber im Mond soll heute nicht das Thema sein.
00:07:07: Nein ist nicht das.
00:07:10: Ich weiß nicht, ob wir es schaffen, das Jahrhundert zu umschiffen.
00:07:13: Wir könnten mal schauen wenigstens in der ersten Stunde.
00:07:14: Wir können's versuchen aber vielleicht müssen wir dann doch rein.
00:07:18: Aber ich sag mal Mond und unser Thema zusammen würde ich schon im Jahrhunderteufer verorten.
00:07:24: Ja.
00:07:24: Aber wir machen ja nicht Monds sondern wir machen Herr Eisenbad was ist das Thema?
00:07:28: Feierlich verkündigen Achtung...
00:07:35: Es handelt sich nicht um das Thema Farben
00:07:37: und... Nein!
00:07:39: Nicht heute!
00:07:40: Nein!
00:07:42: Aber?
00:07:43: Deutsche sagen, äh ... Farbenlehre.
00:07:47: Nein!
00:07:48: Also, Eisenbad ist geht natürlich ... Wenn Sie die Homepage mal angeguckt hätten, es geht um den Wald.
00:07:53: Den Wald genau, das meine ich ja.
00:07:57: Da kommt natürlich ein Haufen Assoziationen auf uns
00:08:02: zu.
00:08:02: Das hab' ich ja gemeint der Wald.
00:08:03: Sie
00:08:03: sehen schon im Dickicht Stehen Sie schon und warten, herauszuspringen.
00:08:08: Nicht wahr?
00:08:08: Wald ... nicht wahr?
00:08:09: Der Waldgeist!
00:08:11: Nicht wahr, ne?
00:08:12: Die Dignatur als Projektionsfläche der Wünsche und der Träume.
00:08:16: Das wäre jetzt dann auch wieder ein Jahrzehnte.
00:08:18: Aber auch der Wald als etwas Wildes.
00:08:19: Weil es uns schweiget.
00:08:22: Als etwas Unbekanntes was bezwungen werden muss.
00:08:24: Wir können auch mal über ein bisschen vor das Neunzehntel gucken und uns darüber unterhalten... Was ist denn Zivilisation zum Beispiel?
00:08:31: Ja.
00:08:31: Äh äh ähh
00:08:33: äh genau.
00:08:33: Das heißt die Barbarade.
00:08:35: Die Barbares,
00:08:36: nicht wahr?
00:08:36: Wie barbares
00:08:38: oder rares.
00:08:38: Ja genau, wer sind die eigentlich?
00:08:41: Genau und was machen die im
00:08:42: Wald?
00:08:42: Und warum haben die so einen schnittischen Bart?
00:08:45: Ja,
00:08:46: Bart!
00:08:47: Die
00:08:47: Barbares.
00:08:49: Genau also diese Sachen können wir uns anschauen.
00:08:52: der Wald ist natürlich... Also ich würde sagen jetzt speziell hat auch etwas irgendwie wie soll ich es sagen Da hat auch sehr viel mit national
00:09:07: ... Ja, haben Sie mitgekriegt.
00:09:10: Also ich will darüber eigentlich gar nicht reden.
00:09:13: Gut und wenn wir zum Beispiel... Aber
00:09:15: haben sie mitgegrikt, dass dieser Podcast?
00:09:21: Haben sie mit gekriegt oder?
00:09:23: Und das diese Person gesagt hat, die Deutschen hätten eine Waldseele!
00:09:32: Nein, das hab ich nicht mitbekommen.
00:09:33: Das hat diese schreckliche
00:09:34: Person gesagt.
00:09:35: Aber der schließt sich sofort ... Ach so bei diesem ... Wo die Zweiter sich gegenüber sitzen
00:09:38: ... Genau beim Podcast!
00:09:40: Ah ja?
00:09:41: Und da ist dir auch immer noch was zu
00:09:42: sagen.
00:09:42: Der Politiker von den beiden, der hat gesagt, die Deutschen hätten eine Waldseele und da habe ich mir schon wieder gedacht ... Toll, jetzt müssen wir da drüber.
00:09:51: Jetzt müssen wir schon wieder ins Jahrhundern.
00:09:53: Wir wollten das Jahrhunde umschiffen aber ich weiß nicht ob es bei dem Thema geht.
00:09:56: Es ist wahrscheinlich das Thema was so literarisch soweit im Jahrhundert unterwegs ist.
00:10:01: Aber
00:10:01: es ist ja auch traurig dass die Nazis ausgerechnet das dann nehmen und sagen.
00:10:07: Das ist halt Deutsch da also gehört zu uns
00:10:13: und die krammen
00:10:13: dann alles aus was nicht im neunzehnten Jahrhunder ist.
00:10:17: Weil das ist für die, die sagen ja dann nur dass es deutsch.
00:10:21: Naja wobei da können wir also wenn wir wollen können wieder schon drüber sprechen über so diese national
00:10:26: Also aber verklausuliert.
00:10:28: Wir wollen nicht etwas von der Hunderts sprechen.
00:10:30: Denen
00:10:30: noch mehr geben?
00:10:31: Nein!
00:10:32: Aber man muss hier auch Dinge dekonstruieren auch weil man sie nicht so gut findet.
00:10:38: Ja... Aber jetzt erstmal die Frage.
00:10:40: Und da sind wir eigentlich gerade schon wieder mitten in der Sau, wo die Sao den Hund im Pfeffer.
00:10:48: Was ist ein Wald?
00:10:49: Ja jetzt kommt er aus dem griechischen,
00:10:55: äh
00:10:55: denke ich etymologisch.
00:10:58: Ich muss zugeben Herr Eisenwald es ist ein Malheur, ich hab nicht so viel vorbereitet.
00:11:04: Achso!
00:11:05: Aber ich bin denke ich für ihrem Thema drin.
00:11:07: Ein bisschen was habe ich dabei?
00:11:10: Wir werden uns viel über Nürnberg unterhalten, weil Nürrberg ist eine historische Waldstadt.
00:11:16: Kennen Sie das?
00:11:16: Trump hat es ja gesagt
00:11:17: ...
00:11:18: In Europa haben sie Forest-Cities.
00:11:22: Ja,
00:11:23: hatte gesagt ne
00:11:24: oder hat
00:11:24: er's getrustet?
00:11:25: Er hat das im Interview schon länger her.
00:11:28: Ich weiß nicht, nee, das hat er glaube ich im Interview gesagt.
00:11:31: Wissen Sie was es damit aus sich hat?
00:11:32: Da können wir doch gleich mal reden gleich über die Definition.
00:11:36: Na, sagt mir nix.
00:11:38: Also Trump hat es in dem Interview wenn ich mich richtig erinnere so wiedergegeben dass er war ein Europa zu Gast.
00:11:45: Ich glaube das war sogar österreich
00:11:46: Ja
00:11:47: ist schon länger her.
00:11:48: schon glaubt das war in der ersten Amtsperiode und hat dann verwundert den interview im interviel verlaut waren lassen.
00:11:54: ja in europa gibt's ja städte die aus wald sind also aus bäumen gebaut.
00:11:59: Und
00:12:00: die Vermutung drängt sich auf, wenn wir jetzt mal interpretieren wollen.
00:12:02: Weil es ist ja erst einmal so ... Da
00:12:03: hat's bei Meinkraft gelernt vielleicht?
00:12:06: Nein!
00:12:06: Also es gibt ja... Jetzt passen Sie mal auf.
00:12:08: Es gibt ja die Theorie dazu, dass er in Österreich war und da wurde dann gesagt was da so ... Ist ja auch aufgeteilt in diese Bezirke.
00:12:18: In Wienerwald vielleicht?
00:12:20: Wenn sie um Wien herum, da gibts hier die Viertel also die Länder namens heißen ja Viertel.
00:12:28: Es gibt das Mostviertel, es gibt das Weinförtel und
00:12:32: das Waldvierteln.
00:12:32: Das
00:12:33: Waldvirtel und des Industrieviertels sind die Gebiete um also da in der Ecke.
00:12:39: Und die Vermutung liegt nahe, dass ihm irgendjemand erzählt hat, es geht das Wald viertel?
00:12:42: Ja!
00:12:43: Und er hat gedacht, dass das Viertell von der Stadt aus Wald ist.
00:12:47: Das ist eine mögliche Interpretation dieses...
00:12:50: ...und alle Menschen, die darum laufen sehen aus Holz.
00:12:53: So hat sich das wahrscheinlich...
00:12:56: Wie bei Pinocchio.
00:12:58: Das ist ja unglaublich, man kann fast nicht glauben, dass das aus dem Mund von so einem intelligenten Mann kommt.
00:13:05: Ein intelligent und schönen Mann!
00:13:07: Jetzt gucken wir mal ganz kurz rein in die Ethemologie und dann hören wir ein Text.
00:13:11: Also Wald?
00:13:12: Nicht wahr?
00:13:12: Erstmal ist es schon schwierig, das Ganze korrekt zu... Das ist wie mit Baum.
00:13:17: Je einfacher und je lebensnah die Begriffe sind, desto unscherfer sind sie doch definitorisch zu fassen oft.
00:13:25: Man denkt zum Baum, das ist ja oft ein Teil des Waldes.
00:13:29: Ist ja irgendwie leicht zu definieren.
00:13:30: aber eigentlich ist ein Baum überhaupt nicht leicht zu definitieren.
00:13:33: Ja, so stimmt!
00:13:33: Also muss es Wurzeln haben... Hat jeder Baum eine Wurzel?
00:13:38: Hat jeder Bäume eine Rinde?
00:13:39: Nicht jeder Baum hat eine Runde?
00:13:42: Hat Baum Blätter?
00:13:43: Nein manche Bäume haben Nädel, Nadeln, Nädeln.
00:13:46: Manche Bäumen sind wahrscheinlich gar nichts auch dran.
00:13:51: Ist ein Bonsai, ist ein Baum.
00:13:52: Also groß ist auch nicht de facto... Sie wissen verstehen worauf ich hinaus will?
00:13:55: Ja!
00:13:56: Und hier im DWDS also digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache das ich jetzt immer gern heranziehe weil sie schon...
00:14:03: Ja Gop Grimm!
00:14:04: Das sind wir wieder
00:14:05: Psst!
00:14:06: Ach so jetzt sind wir ja wieder in dem Neunziger Jahrhundert.
00:14:08: Es ist doch viel zitiertes Wörternbuch.
00:14:12: Da wird
00:14:13: es zum einen definiert als größere Dicht mit Hochstämmigen Bäumen in Klammern, bestandene Fläche oder ein Wald von etwas.
00:14:26: Also es gibt ja noch einen Wald von Fahnen, Lanzen, Antennen... Ein Wald von Zahlenparagrafen.
00:14:33: also das ist noch die zweite sekundäre Bedeutung dieses
00:14:36: Wortes.
00:14:38: Also wir reden über Bäume tatsächlich.
00:14:40: Es muss auch um Bäume gehen in dieser Sendung, ich glaube das ist nicht weiter verwunderlich.
00:14:45: Jetzt gucken wir noch kurz in die Etymologie rein Die hier aufgeführt ist im DWDS Wald Männlich große Dicht mit Bäumen bestand eine Fläche Forst Althochdeutsch-Wald achtes Jahrhundert Mittelhoch-Deutsch Wald mit Tee Wald, Waldgebirge Baumbestand Holz Die laubigen Est und Zweige eines Baumes Angelsächsischwald Oder A-Sex, ist das Angel?
00:15:10: Was heißt es?
00:15:13: S-E-I-C-Hs.
00:15:14: Wissen Sie das?
00:15:15: Wie?
00:15:16: Angelsächsisch.
00:15:17: Ja
00:15:17: schon angelsächschisch!
00:15:20: Ich
00:15:21: dachte jetzt A-sexuell.
00:15:22: Nein!
00:15:24: Dann hätte ich A-Ce gesagt.
00:15:25: Ach so, A-c e.
00:15:27: Das ist ja... Mittenneue Deutsch.
00:15:31: gibt's das?
00:15:33: Genau, ich tue mir noch schwer mit diesen Abkürzungen hier.
00:15:35: Also
00:15:35: ein
00:15:35: Vote steht da.
00:15:38: Das klingt ja ein bisschen wie in Oberpfalz, ne?
00:15:41: Vote.
00:15:41: Ja wissen Sie noch unsere Sendung über Dialekte?
00:15:44: Nee habe ich schon wieder vergessen.
00:15:46: Niederländisch vote.
00:15:48: Englisch welt.
00:15:50: also es ist ja eigentlich klar wir sind... Es gibt nicht so viel spannende Rückbezüge weil das einfach ein Wort ist was wahrscheinlich schon sehr lange so existiert Wie oft ja bei diesen, denke ich mal sehr fundamentalen Worten.
00:16:03: Genau so und jetzt haben wir erstmal einen Text.
00:16:05: Dann sortieren wir uns nochmal kurz und überlegen ob das Ninze der Jahrhundert wirklich aus oder ob es ein Geist sein wird des Neunzehnderhundes was uns immer hier heim suchen wird.
00:16:14: Wir haben wirklich schön viele Texte bekommen.
00:16:17: dafür ein herzliches Holler Dafür Danke.
00:16:24: Und wir starten mal rein mit zwei Telgintexten David Telgin Ein alter Kupferstecher aus unseren Reihen.
00:16:34: Und zwar mit zwei Gedichten Wald, Lunge.
00:16:38: Klingt irgendwie gut und Karlschläge.
00:16:40: Also gleich mal die ganze Problematik aufgedröselt.
00:16:44: Herr Eisenbad.
00:16:47: Gesprochen von Hannes Göltener und Verena Schmidt.
00:16:54: Für jeden Stein ein Baum.
00:16:57: Bald wächst ein Wald für jede Lunge.
00:17:35: Sind Sie noch da, Herr Eisenbad?
00:17:37: Ja.
00:17:37: Äh...
00:17:38: Ich hab ein paar Themen dabei und ich habe tatsächlich In diesem Fall bin ich tatsächlich, obwohl nicht das Ninze in der Jahrhundert heiß und in die Kliebe.
00:17:46: Und auch gerade literarisch immer große Freude habe mich in diese durch etwas spannende Zeit zu begeben.
00:17:53: Tatsächlich spannende Dinge aus anderen Zeiten pochen diesmal dabei kleine Geschichten, kleine Geschichten aus der Geschichte per Eisenbad.
00:18:01: Haben
00:18:02: Sie Ihre Hausaufgabe erledigt?
00:18:05: Naja so im Kopf hab' ich das
00:18:06: gemacht.
00:18:06: Ich habe ihn ja gesagt dass sie das Schloss im Wald lesen sollen Oh.
00:18:11: Von Norman
00:18:12: Mailer.
00:18:12: Das habe ich nicht geschafft, haben Sie's gelesen?
00:18:14: Ich hab
00:18:14: es gelesen
00:18:15: und was ist...
00:18:16: Vor langer Zeit!
00:18:16: Wie gehts da?
00:18:17: Was ist um das geht?
00:18:19: Geht um quasi der ... Kennen sie Goethe?
00:18:24: Ja,
00:18:24: kein Goet he.
00:18:25: Und immer so dieses Spiel bei am Anfang von Faust.
00:18:29: Wissen
00:18:29: Sie, was da ist?
00:18:32: Welcher Anfang von faust?
00:18:33: Der Anfang, der noch hingeflancht wurde?
00:18:36: Also, jetzt am Anfang steht...
00:18:38: Ganz am Anfang?
00:18:39: Ja.
00:18:39: Nun naht ihr wieder Ihr schwankenden Gestalten das?
00:18:42: Das geht es darum?
00:18:43: Ja!
00:18:43: Also um das Theater, das ist ja so ein Metacommentar eigentlich dieser ganz Anfang von Faust oder?
00:18:49: Da treten doch dann irgendwie ... da wird doch über das Theater machen, wird doch philosophiert.
00:18:54: Habe ich das
00:18:54: richtig?!
00:18:55: Das ist zu weit
00:18:56: vorne.
00:18:56: Ach so, warum sagen
00:18:59: Sie mich nicht?
00:19:00: Aber
00:19:00: ich habe Recht!
00:19:01: Es fängt an mit nunat... Ja, sie
00:19:03: haben recht.
00:19:05: Ich meine das Vorwort des Autors.
00:19:11: Der Dialog im Himmel.
00:19:12: Genau und das ist ein bisschen so weiter gedacht.
00:19:18: Das letzte Buch von Norman Mailer gewesen Ja,
00:19:21: danke.
00:19:22: Das hat mir noch
00:19:22: gefehlt jetzt.
00:19:23: Also nach dem Jahrhundert und es geht um, ja mal sagen also ganz einfache Menschen die quasi die insistuös miteinander ins Geschäft kommen sag ich mal und da kommt dabei raus.
00:19:48: Also haben sie Meister und Margarita gelesen, Bulgarkov.
00:19:54: Wo es dann heißt... Es gab einen der in der ganzen Geschichte immer dabei war.
00:20:01: Der setzt sich damit auf die Bank, auf die Parkbank sagt ich war dabei als Jesus von Pontius Pilatus usw.
00:20:09: sofort Katharina die Große usw.. Und er ist da auch dabei.
00:20:15: Sitzte ja auch noch auf einer Bank
00:20:16: beim Schloss im Wald Und der ist bei der Zeugung von
00:20:20: Adolf Hitler dabei.
00:20:22: Live?
00:20:22: Ja, und beschreibt das ganz genau.
00:20:27: Ein
00:20:27: ganz gastiges Buch!
00:20:28: Interessant Herr Eisenmann, aber dann erklären Sie doch mal noch was ist der Bezug zum Wald jetzt da in diesem
00:20:33: Buch?
00:20:34: Das sind die ganz einfachen
00:20:36: Menschen.
00:20:38: Da sind wir bei der Zivilisation und nicht zivil... Wie distinguiert eine Gesellschaft ist, kann man auch verorten daran wie weit die jeweils vom Wald weg sind.
00:20:50: Also, das müssen Sie mal lesen vom Eisentrat.
00:20:53: Aber
00:20:53: wir sind doch im Rat ... Ach so!
00:20:54: Das müssen Sie auch den Zuhörer innen schmackhaft machen.
00:20:57: Es reicht ja nicht zu sagen, dass müssen sie lesen.
00:20:59: Denken Sie mal Herr Schäck stellt sich hin vor die Tonne?
00:21:02: Nee, ich
00:21:03: stelle es mir gar nicht vor.
00:21:04: Herr Schaek hält da ein Buch in dieser Lagerhalle hoch und sagt, das müssten Sie mallesen, dann wirft er's in dieses Altpapier.
00:21:11: Das ist ja auch nichts.
00:21:12: Das schaut sich niemand an, Herr Eisenbad.
00:21:14: So wird es nichts mit Deutschland funken.
00:21:16: Erklären Sie bitte noch mal kurz jetzt was der Wald
00:21:19: ... Das ist eben der Norman Mailer, der hat sich das ganz genau angeguckt.
00:21:24: Hat sie quasi auf den Bettkasten gesetzt und hat es ganz penibel aufgeschrieben wie's da stinkt.
00:21:33: Und dass es beim Zahn Nikolaus zum Beispiel auch nicht weniger gestunken
00:21:37: hat.
00:21:39: Jetzt
00:21:39: hab ich richtig Lust bekommen, das zu lesen.
00:21:40: heißen Bart!
00:21:43: Danke für den einen, danke gut.
00:21:44: Wollte
00:21:45: ich Ihnen gut, dass Sie ihr Hausaufgaben gemacht haben?
00:21:47: Gut, dass ich es nicht gelesen habe... So, Herr Eisenbad dürfen wir kurz in die Geschichte oder wollen wir kurz noch einen kurzen Text?
00:21:55: Kommt, hau mal den dritten Tellgin raus.
00:21:57: Ja!
00:21:58: Wir sind ja nicht so ein Einzel-Telginmal.
00:21:59: Wir kommen... Äh, Tellgin, äh, Waldsein
00:22:03: machen wir noch einen Aln mit bei.
00:22:07: Wald sein Atmen und wachsen Wald sein Sich aufbäumen Und frei sein Wald sein Und sonst nichts.
00:22:37: Sagst du, wenn es wieder geht?
00:22:38: Ja
00:22:39: jetzt sind wir wieder.
00:22:40: Seit wann dutzen wir uns... Nein
00:22:41: das war auf Rekord!
00:22:44: Das war auf rekord!
00:22:46: Sie dürfen das jetzt nicht... Ich
00:22:48: mach sie jetzt ein bisschen drunter.
00:22:49: Das hat etwas übersteuert Frau Meisenberg.
00:22:53: Wir gehen jetzt mal... Wir haben jetzt schon einige Dinge angeltatscht aber ohne wirklich sinnvoll damit umzugehen.
00:23:00: Ich wollte kurz den Hürnberg.
00:23:05: Das ist ja die Stadt in der wir gerade sitzen.
00:23:08: Da waren sie schon mal im Reichswald.
00:23:13: Wie ist da so?
00:23:16: Ähm, ganz gut!
00:23:19: Es gibt auch Feuchtwald zur Sumpflandschaft.
00:23:22: Genau, wenn Sie zum Beispiel Richtung Falzner Weyer, also in Osten von Nürnberg, das ist ja sumpfig, korrekt.
00:23:28: Das ist auch sehr gut gepflegt dieser Feuchtwald.
00:23:31: Da kann alles einfach rumliegen.
00:23:35: Da stinkt es auch enorm.
00:23:36: Ja,
00:23:38: es ist oft sehr unwegsam in den Dinger und das ist sehr feucht.
00:23:43: Und
00:23:44: da haben Sie schon mal mitbekommen, dass man mal eine Posaunenchor probt?
00:23:51: Nee,
00:23:53: die stecken bis zu den Knien in dem Sumpf und proben.
00:23:58: Sehr unpraktisch!
00:23:59: Ich weiß nicht warum... Aber das ist nur mal so.
00:24:02: Das habe ich noch nie.
00:24:03: Das ist der Reichswald
00:24:04: für mich?
00:24:04: Genau, also das ist aber wenn... Was Sie schön beschrieben haben, dass jetzt ein wunderschönes Bild was sie da uns gezeichnet haben von dem Osten des Reichswalts erstreckt sich natürlich auch in den Süden quasi um Nürnberg herum.
00:24:16: es geht ja dann bis nach Fürth rüber
00:24:18: nicht wahr?
00:24:19: Sogar!
00:24:20: Noch weiter.
00:24:20: Ja
00:24:20: genau.
00:24:23: Der Reichswalt Nürmberg ist der älteste Kunstwald der Welt wahrscheinlich
00:24:30: Der Kunstwelt.
00:24:31: Nein, nicht Malerkunst, nicht bildende Kunst.
00:24:35: Es geht darum um die Künstlichkeit des Waldes.
00:24:38: Also... Der größte Kunstwald der Kunstwelt?
00:24:39: Nein!
00:24:40: Nicht der Größte sondern der Älteste.
00:24:42: Also kein Urwald
00:24:44: Kein Urwald.
00:24:45: Das ganze Zeug, das wissen Sie auch?
00:24:46: Das ist ja auch der fränkische Ausdruck Steckerlas-Walte gibt es nicht wahr?
00:24:52: Weil die Nadelbäume überwiegen dort und gerade mit dem Zuge des Klimawandels haben große Schwierigkeiten mit Wasser.
00:25:01: Nadel Bäume können sehr viel schlechter mit Dürre umgehen als Laubbäime.
00:25:05: deswegen sterben jetzt... Genau!
00:25:12: Wir malen kurz das Bild.
00:25:14: Die Nadelbäume werfen dann auch sogar ihre Äste ab, deswegen haben sie dann wirklich so dünne Stecken.
00:25:22: Das haben Sie bestimmt schon einmal gesehen und oben ist ein bisschen grün obendrauf.
00:25:26: Also dieses Ungesunderwald aktuell wird zunehmend ungesunder werden aufgrund des Klimawandels.
00:25:31: Allgemein hat der Wald natürlich massiv zu leiden unter Klimaveränderungen Aber besonders eben dieser Kunstwald.
00:25:39: Besonders diese angesähten, systematisch gepflanzten Nadelbäume haben natürlich große Schwierigkeiten aktuell.
00:25:46: aber das wollte ich Ihnen jetzt erzählen weil ich es sehr spannend fand als ich mich da informiert habe.
00:25:51: was glauben Sie wann der angepflanzt wurde?
00:25:53: Jaa
00:25:55: Schätzen sie mal ins Blaue!
00:26:07: Nein,
00:26:09: nein.
00:26:09: Herr Eisenbad, wenn Sie hier bei Radio Z ... Tut mir leid, wenn ich etwas ... Ich bin zu begeistert von dem Thema.
00:26:15: Wenn Sie hier in unsere Südstadt, Richtung Hummelsteiner Parkbiergarten gehen?
00:26:24: Da kommen sie am Liedel vorbei und gegenüber vom Liedl.
00:26:28: Da steht ein Haus auf dem eine Plakette.
00:26:30: Ist Krokodil!
00:26:31: Nein, davor.
00:26:32: Das ist nicht der Lederer Biergarten, der Hummelsteiner Biergarden.
00:26:35: Da ist ein gemautes Haus aus Sandstein und da steht ganz groß dran.
00:26:40: hier war früher das Forsthaus
00:26:41: von Peter... Ja, es kann ja jeder behaupten!
00:26:43: Herr Eisenberg, jetzt werden Sie mal noch einmal zu.
00:26:45: Es ist eine spannende Geschichte.
00:26:48: Also nicht das Haus sondern das Forsterhaus von Peterstroma.
00:26:51: Haben sie Petastromas schon?
00:26:52: Nein!
00:26:53: Petastroma
00:26:55: ist
00:26:56: der Erfinder des Kunstwalds
00:27:02: Stromerbläsers.
00:27:03: Der ist geboren um, jetzt haben wir gleich das Jahrhundert dann schon, thirteenhundertfünfzehn also ausgehendes Mittelalter spätes Mittelalter noch nicht ganz zu Ende aber schon langsam entwickeln sich auch so Strukturen.
00:27:17: Langsam entwickelt sich sowas wie eine Industrie die.
00:27:20: er war auch kein Wald, er war kein Förster oder so.
00:27:23: Er hat es eigentlich.
00:27:25: Wald war nicht sein Thema, er war ein Patrizier.
00:27:27: Er hat Handel getrieben und zu dieser Zeit hatte der Baumbestand um Nürnberg herum Schwierigkeiten.
00:27:34: weil diese Industrie die sich langsam entwickelt hat also nicht jetzt im Sinne von Jahrhundertindustrie sondern im Sinne vom Sie wissen schon Herstellung von Gegenständen und eher Massenproduktion und vor allem Import-Export also diese Handel auch der sich von den Städten aus integriert hat.
00:27:53: Wir verlassen ja langsam den Feudalismus ganz, ganz langsam.
00:27:58: Und dieser Peter Stromer kaufte die Idee, wir könnten noch Bäume pflanzen und er hat das ... Das können Sie sich ja vorstellen.
00:28:04: Baum wächst ja langsam erst mal.
00:28:07: Es ist eine ganz schön große Schwierigkeit in einem Menschenleben so ein Wissen anzuhäufen wie Bäume zu pflanzen sind.
00:28:17: Wo holt man welche Baumart erstmal wächst besonders gut?
00:28:22: Gehe ich mit den Kernen um, also mit den Samen.
00:28:27: Wo muss ich die hinpacken?
00:28:28: Wie bewässere ich sie und in welchen Abstand
00:28:30: usw.?
00:28:30: Das hat ja alles zu seinen Lebzeiten herausgefunden und angefangen.
00:28:36: Und damit nicht nur die Grundlage geschaffen, dass Nürnberg dann im fünfzehnten, sechsten Jahrhundert so eine Größe erreicht hat, weil dadurch die Industrie erst ... so viel Grundlage erst geschaffen wurde, sondern er hat dieses Konzept von.
00:28:58: wir pflanzen jetzt in den Wald an.
00:29:00: Das war so spannend dass es Aufzeichnungen gibt das dieser Peter Stromer abgehört wurde von anderen Gesandten aus anderen Städten um rauszufinden wie der das macht weil es gab sonst niemanden der das konnte einen Wald anpflanzen.
00:29:16: Es war Peter Stroma.
00:29:17: Der
00:29:17: wurde abgehört?
00:29:21: Ist doch spannend!
00:29:21: Das ist ein Krimi Aus dem vierzehnten Jahrhundert.
00:29:26: Und dann müssen Sie wissen, Peter Stromer hat wohl herausgefunden das Nadelbäume besonders schnell wachsen und deswegen haben wir jetzt alles von der Nadel Bäume weil die damals einfach schnell Holz angebaut haben dass schnell wächst und dadurch sind wir bei diesen ganzen Nadel-Bäumen.
00:29:45: Deswegen haben wir Borkenkäfer.
00:29:50: Das hat sich in ganz Deutschland verbreitet.
00:29:53: Überall diese Kunstwälder sind alle Nadelholzzeugbäume.
00:29:59: Wie alt kann so ein Baum werden?
00:30:01: Hundert Millionen!
00:30:02: Wir gehen jetzt nicht an die Tür,
00:30:04: es
00:30:04: ist Literatursendung hier.
00:30:06: Es
00:30:07: ist außerdem gar nicht passend.
00:30:09: Ganz schlecht jetzt...
00:30:11: Ich finde das faszinierend, dass das hier entstanden ist und wir ja...
00:30:17: Und das ist durchs... Durch das Tiefbauamt.
00:30:22: ist es durchgegangen?
00:30:22: Ja, damals schon.
00:30:23: Sie
00:30:24: hatten
00:30:25: es nur noch auf dem Schirm.
00:30:26: Bitte!
00:30:26: Der hat das gemacht.
00:30:27: oder also einfach aus eigeninitiativen
00:30:30: Initiativen... Erstmal schon aber dann auch tatsächlich.
00:30:33: er wurde zum Forstbeauftragten gemacht.
00:30:36: Also sie hat sich das quasi... Aber
00:30:37: es gab keine Ausschreibung jetzt?
00:30:38: Nein,
00:30:39: aber damals waren es ja... Sie müssen sich ja vorstellen... ...treizehntundfünfzehn auch spannende Zeit im Sinne von Machtstrukturen.
00:30:47: Haben Sie noch jemanden eingeladen?
00:30:48: Nein,
00:30:48: ich habe niemanden einggeladen und es ist auch einfach so eine Unverschämtheit hier zu klingeln.
00:30:52: Klingelt einfach an der Tür... Gehen sie!
00:30:57: Wenn das nicht Peter Stromer ist kann er gleich wieder gehen.
00:31:01: Aber und dem wurde dann auch das besoldet?
00:31:06: Ja, ich bin
00:31:07: aber angestellt.
00:31:09: Sie müssen sich ein bisschen vorstellen die Gesellschaft kam ja aus einer Patrizia-Familie und das haben sie bestimmt schon mal gehört.
00:31:14: Die Patrizien haben ja Nürnberg quasi beherrscht und es ist eine ganz eigene Struktur von schussern und so ein bisschen die...
00:31:25: Wir
00:31:25: machen das untereinander aus.
00:31:26: Also mich wundert es nicht, dass er das dann ganz hochoffiziell machen durfte wie
00:31:30: bei manchen Parteien auch das unteneinander ausgemacht also Familie
00:31:35: Amigo-Affäre in Eisenbad.
00:31:37: Jedenfalls also spannende Spannender Impuls aus dem vierzehn Jahrhundert und es geht dann ja weiter.
00:31:42: wenn ich ganz kurz noch dann schließe sich auf das Thema Nürnberger Wald ab.
00:31:45: wir haben ja Ganz noch eine spannende Beobachtung.
00:31:48: Wir haben ja den Lorenzer Wald und den Sebalder Wald, wussten Sie das?
00:31:52: Dass sie so unterschiedliche Namen haben... In Nürnberg gibt es ja von der Stadt innerhalb der Stadtmauer die zwei Kirchen, die geteilgroßen.
00:31:59: Lorenz und Sebald, das haben Sie vielleicht schon.
00:32:01: Und man hat eigentlich alles in der Stadt durch diese Zwei Gemeinden geteilt.
00:32:05: also es gab immer... Es war quasi die Stadt war in diesen zwei Gemeinden aufgeteilt und deswegen Der Wald, der sich an die Lorenzer Stadt seite.
00:32:13: Also die nordöstliche Anschlüsse ist der Lorenzer Wald und an der südwestlichen.
00:32:16: Aber spannend!
00:32:17: Und jetzt noch die letzte kleine Fun Fact zum Nürnberger Reichswald.
00:32:25: Das ist ja kein besonders wertvolles Holz also es ist ein leichtes Holz das schnell wächst aber auch schnell verbrennt.
00:32:33: richtig.
00:32:33: und wir haben ja auch vom Boden von der Bodenqualität ist ja eher so Sand hier in mittelfranken Und deswegen wurde Nürnberg auch die Sandkiste Bayerns oder Deutschlands genannt.
00:32:46: Auch ein schöner Begriff, aber... Absoluter
00:32:49: Burner!
00:32:55: Aber Brecher.
00:32:56: und jetzt kommen wir gleich noch... Das ist ja wirklich fantastisch.
00:33:00: Es hat sich dadurch eine Zu einer der Hauptstädte zeitweise in dieser Zeit, der Imkerei entwickelt.
00:33:07: tatsächlich weil die Bienen natürlich mit dem mit den Blattlaus Kack Scheiß Den sie da weg saufen dann den Wald Honig machen.
00:33:16: und so wurde uns Und erst so konnte in Nürnberg dann die Spezialität Lebkuchen entstehen, weil es so viel Honig gab heißen wird.
00:33:25: Es geht alles Hand-in-Hand, alles.
00:33:28: dank Peter Stromer.
00:33:29: Da stellen Sie sich mal vor der Stromer hätte nicht Koniferen angebaut zum Kaktänen.
00:33:36: Dann
00:33:37: gelb's heute Tag oder Tuesday vielleicht?
00:33:40: Oder irgendwas Kaktusfeigensalat
00:33:43: z.B.,
00:33:44: hätten wir heute machen können.
00:33:45: Wer
00:33:45: heute eine beliebte Spezialitäten auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt gibt auch andere.
00:33:53: Ja, wir bleiben im Wald natürlich.
00:33:58: Wir haben einen sehr schönen kleinen Text eingesendet bekommen.
00:34:03: Jetzt weiß ich noch nicht genau, wenn es ausspricht.
00:34:05: kennen Sie die Person Ferenc Lipik?
00:34:07: heißt das so?
00:34:07: Ferench oder Ferenz?
00:34:09: Ferenz.
00:34:10: Man lernt ja nie aus!
00:34:11: Ferenz-Lipik hat uns eine kleine Prosa eingesendete.
00:34:14: Wir freuen
00:34:14: uns immer
00:34:15: sehr über eine schöne Mischung aus Prosa und Lyrik.
00:34:19: Da geht es ein bisschen philosophisch jetzt.
00:34:21: Ich will aber nicht vorweggreifen, der Text heißt die Sprossen einer Leiter und gesprochen ist von Hannes Göltener.
00:34:35: Existieren – das ist mutig in der heutigen Zeit.
00:34:41: Existsieren ohne die Augen zu verschließen?
00:34:45: Das können nicht jeder!
00:34:47: Die meisten schaffen das nicht.
00:34:49: Die, die es nicht schaffen versuchen sich abzulenken.
00:34:53: In der Ablenkung geschieht das Nicht existieren.
00:34:59: Ein befreundeter Dichter sagte Ich hätte gerne einen Körper aus Buchstaben.
00:35:07: ich fragte ihn ob er bestimmte Buchstabe bevorzuge.
00:35:10: natürlich A T C und G. It's in my DNA.
00:35:18: Er überschlug sich verlachen.
00:35:21: Das wäre so gut.
00:35:23: Das müsse er aufschreiben.
00:35:26: T-A-G
00:35:28: Tag,
00:35:30: C Punkt, C A-T Kat G Punkt.
00:35:37: Er fabrizierte neue Wörter.
00:35:39: Ich sagte, er seh' so glücklich aus!
00:35:44: Ich fragte ob ich ihm einen Spiegel bringen soll?
00:35:47: Das brauch ich nicht rief her als würde er auf einer Bühne stehen.
00:35:54: Tat.
00:35:57: Neue Metaphern braucht das Land, A-G-A-T-A Agata G-A T-A C-A Gataka.
00:36:09: Er würde einen Vulkan finden.
00:36:12: Der Vulkan würde ausbrechen.
00:36:15: der Vulkan wäre ein Körper den man verzeiht weil er so traurig ausschaut.
00:36:22: Der Vulkahn wäre ein Wald nur ohne Bäume damit ohne Blätter Ohne Harz, ohne das Geraschel von Tieren.
00:36:32: Ohne Moos in dass man einsinkt.
00:36:35: Nur ein Wald der existiert Weil man ihn Wald nennt Das Wort wäre wichtiger als die Bedeutung ruft er ins Publikum.
00:36:46: Was macht einen Wald zum Wald?
00:36:50: Vier Buchstaben klagt Er und während er klagt wirft es sich auf den Boden.
00:36:56: Es existiert über vier Buchstaben.
00:36:59: Vier Buchstaben lassen den Wald existieren, nicht der Specht!
00:37:04: Nicht das Wildschwein!
00:37:06: Nicht die Eiche!
00:37:07: Nicht der Pfefferling!
00:37:08: Nicht dass Tote geäßt!
00:37:10: Nicht Der Unrat, den die dümmsten in den Wald karen als wäre, der Wald eine Sammelstelle für Spermöl... ...nicht das Laub?
00:37:17: Nicht der
00:37:18: Zapfen?!
00:37:19: Nicht der ärdige
00:37:20: Geruch!?
00:37:22: Ich schrieb in einem Gedicht Ich würde Kreise ziehen zur Meridian werden.
00:37:29: Ich strich die Zeile, nun existiert sie hier weil Sie existieren will!
00:37:37: Sie braucht nur zu existieren.
00:37:40: Sie muss sich nicht überdenken einfach nur sein.
00:37:45: Sie kann sich darüber glücklich schätzen wie auch der Wald existiert wenn das Wort aufgeschrieben wird.
00:37:53: Wald da bist du nun Vier Buchstaben und du wirst zu einer Assoziation, zu einer Verkettung.
00:38:02: Zu einem Baumhaus, zu Nieselregen, zu Borkenkäfern, Dornen, Zecken, Krustiger Rinde, Wurzelgeflecht Stein, Bärlauch Windröschen Blauschemmern den Blüten Hinbeeren Knacken Lichtung Beerenfalle.
00:38:20: Der befreundete Dichter unterbricht meine Gedanken mit einer Axt.
00:38:24: Wir bräuchten Holz für ein Feuer Denn im Wald würde es kalt werden und das Feuer hält das Ungeziefer ab.
00:38:32: A-T-T, A-C-C E-Atacke Das müsse er aufschreiben!
00:38:38: Er wäre das UnGeziefer, dass in eine Flamme geworfen wird, dessen Kettinpanzer in den Flammen knistert Ein festgesaugtes Insekt, das sich nicht abschütten lässt, das unter die Haut wandert.
00:38:53: Agagaga, rot ist dem Gefieder Blutroter Ahorn, Taggerkatt.
00:39:00: Wir könnten uns abkürzen.
00:39:02: Er hieße ab jetzt A-Punkt und ich C-Punkt oder er G-Pumpt und ich A-Point.
00:39:10: im Wald abkirzen, verirren wie ein Teig geknetet werden bis der Waldgeist den Teig in den Ofen schiebt und Brot aus uns macht.
00:39:24: Das ist mutig zu Brod zu werden zum Metamorphosieren, um als Brot in Öl getunkt zu werden.
00:39:35: Gatt!
00:39:37: Man müsse hören und sehen – immer beides hören und beides sehen.
00:39:45: Das wäre die Lösung auf eine Antwort im Wald Hören und Sehen.
00:39:52: Den Wald Hören und Seen den Wald von seiner Nicht-Existenz ausklammern.
00:40:00: Mein dichter Freund holt ein Jagdgewehr.
00:40:04: Zum Feuer gehöre Braten, wohl duftender Braten Krosse Haut die zwischen den Zähnen knistert Weiches Fleisch das vom Knochen abfällt.
00:40:17: Er richtet die Flinte auf mich Du gefällst mir sagt er.
00:40:25: Es ist mutig zu existieren In einer Zeit wie dieser.
00:40:33: Sie haben über Stadtentwicklung gerichtet.
00:40:34: Ja,
00:40:35: richtig, Stadt- und Waldentwicklungen.
00:40:40: Wo rauf ich hinaus?
00:40:41: Was wir uns vielleicht jetzt noch mal kurz angucken müssen ist dieses schon angesprochene Despannungsverhältnis zwischen Stadt und Land bzw.
00:40:48: Stadt und Wald als Gegenpaar also die Zivilisation Und ich meine nicht nur Zivilization im Sinn von da sind ein paar Menschen auf dem Haufen sondern wirklich statt als etwas Als ein Ausdruck der Zivilisation, paar Exzellents und Wald als Ausdrucks des rohen Naturlichen.
00:41:07: Da können wir uns auch noch mal drüber
00:41:08: unterhalten.
00:41:09: Also ich finde an diesem Nürnberg-Reichswald Beispiel kann man sehr schon ablesen das da durchaus Bezüge zueinander sind die man nicht sofort erahnt nämlich dass der Wald ja auch Wirtschaftsfaktor ist und gerade in der vorindustriellen Zeit vor dem neunzehnten Jahrhundert besonders wichtig war um als Rohstoffquelle
00:41:29: Das weiß aber jeder der The Age of Empires II gespielt hat, kompetitiv.
00:41:35: Ohne Lumberchecks da können sie aber mal im Early Game wenig adopten.
00:41:40: Also da haben sie dann Pechka, weil Sie können keine Infanterieinheiten bauen.
00:41:45: Sie können auch Ihre Einheiten nicht weiterentwickeln.
00:41:48: also wenn sie auf einer Map spawnen wo relativ wenig Lamber zu bekommen ist, da haben Sie aber mal early Verlust vom Eisendrat
00:41:58: und das ist
00:42:00: ja letztlich auch in der echten Welt so Alles, was bei Age of Empire
00:42:04: ist.
00:42:04: Aber der Gag ist eben wenn man dann auf die Idee kommt sich den Wald selber zu machen Dann hat man eben das kleine Vorteil
00:42:09: im Spielen Ja und dann kommen die anderen uns sagen Das würden wir auch gerne machen
00:42:15: Herr Eisenbad, also warum ist gerade der Wald?
00:42:20: Also auch im Mittelalter, wenn wir jetzt grad schon in der Ecke sind.
00:42:24: Da gibt es ja so Darstellungen und Beschreibungen von Waldmenschen auch.
00:42:28: Nicht einfach nur das Eremitische nicht.
00:42:30: wann ich in die Natur hier losziehe.
00:42:32: Kennen Sie das mit dem E-Bord?
00:42:34: Nein
00:42:35: erzählen sie!
00:42:36: Auf
00:42:37: Instagram immer mit so einer Computerstimme sehen Sie dass der Baum... Das Baumwesen, das Waldwesen.
00:42:47: Dass im Schwarzwald gesichtet wurde ist hier zu sehen auf den... Holen Sie sich jetzt in Aura Codex und dann werden sie auf so eine Buchseite wo sie ein Buch kaufen können für ungefähr vierzig Euro.
00:43:03: Der
00:43:04: Aura codex!
00:43:06: Was haben die das mal genauer?
00:43:07: Ich habe mir das nicht durchgenessen.
00:43:09: Was schätzen Sie denn da drinnen steht?
00:43:10: Ich denke
00:43:11: dass da drin steht Unsichtbare Schwingungen miteinander mit gewissen Aliens auch kommunizieren können.
00:43:20: Und das ist dann aber immer so eine effektascherische Stimme.
00:43:24: und als Sie jetzt gesagt haben, Waldmenschen ... Da habe ich kurz gedacht sie sind E-Bord.
00:43:30: Frau Meisenthraht, sind Sie E-Board?
00:43:32: Nein!
00:43:33: Ich weiß nicht.
00:43:34: Aber meinen Sie diese Waldmensche?
00:43:38: Nein, nein ja vielleicht.
00:43:40: also da können wir mal kurz drüber reden.
00:43:43: Wir kommen gleich zurück auf das Zeitgenössische oder auf die Popkultur, weil es ist sehr spannend sich darüber noch einmal Gedanken zu machen.
00:43:50: Ich wollte mal kurz noch im Mittelalter bleiben.
00:43:52: und weil wir ja eben versuchen auch das neunzehnte Jahrhund auszuklammern, wo ja diese ganzen Märchensammlungen entstehen so Rübezahl
00:44:00: usw.,
00:44:00: klammern wir mal kurz weg hat damit bestimmt was zu tun.
00:44:04: aber es gibt diese Vorstellung von beharten Menschen also sowohl wo quasi die Fell haben die immer wieder auftauchen, ikonografisch.
00:44:15: In Kunst zum Beispiel oder ich bin mir sicher auch in Literatur wobei ich da jetzt gerade kein Beispiel wüsste aber davon ist auszugehen.
00:44:23: Gibt es doch... Wo war das denn mit den Fußhütlern?
00:44:31: Hut-Füßler?
00:44:32: Ja, das auch.
00:44:33: Diese grotesken Körperformen... War
00:44:35: das nicht im Simplicissimus oder irgendwo gelesen?
00:44:38: Ja
00:44:38: ich glaube in Simplicisimus kommt es auf aber ich glaub's sind keine Waldmenschen da gehts bloß um.. Da haben sie recht.
00:44:43: das dreißigjährige Krieg da sind wir auch.
00:44:45: das ist ja noch kein Mittelalter mehr.
00:44:47: Aber da gibt´s es auch dass aus anderen Ländern oder aus anderen Gebieten irgendwie bizarre Formen von Menschen beschrieben werden Einfach
00:44:55: weil man sich's vorstellen kann dass es so sein könnte und dass es ja alles geben muss.
00:45:00: Genau, und es gibt diese Figur des Waldmensch, wo dann sowohl Männer als Frauen auch übersetzt sind mit Fell und dann irgendwie im Wald leben und irgendwie auch schon so halb monsterhaft gezielt.
00:45:12: Hörbe mit dem großen Hut zum Beispiel.
00:45:17: Hürbe.
00:45:18: Kenne ich nicht!
00:45:19: Hörber
00:45:19: hört ein großes Huch von Atma Preusler... Hörbe, mit dem großen Hut kennen Sie doch.
00:45:29: Ja!
00:45:30: Mit dem Wurzelzwerg, der so einen ganz großen
00:45:33: Hut hat und
00:45:36: der den Reisig fegt.
00:45:38: Der fegt den Reißig?
00:45:40: Und der dann aber auf Reisen geht.
00:45:41: Dann sagen seine Nachbarn also man kann doch unter der Woche nicht auf Reise gehen sie müssen noch in den Reissig fegen.
00:45:49: Was beträgt das jetzt zum Thema Wald bei?
00:45:52: Das sind so Waldwesen.
00:45:55: Ich wollte die Popkultur ... Gehen wir noch ein Stück zurück.
00:46:00: Zum ältest, fast so ältesten Geschichte, die aufgeschrieben wurde, wenn du zu den Gilgamesh-Epos reinkommst?
00:46:07: Ja!
00:46:08: Da ist ja auch, ich hab den Namen vergessen, Nandduck oder wie heißt der andere Kollege von ihm?
00:46:12: Nanook...
00:46:13: Ich schaue es mir nach.
00:46:15: Also im Gilganesch Epos ... Da spielt der Wald auch eine wichtige Rolle.
00:46:21: Und es gibt auch um Waldmenschen, also vielleicht nimmt da schon das Ganze so sein Lauf und der Wald ist auch eine Bühne für Kämpfe ... Ja, da wird etwas ausgefochten.
00:46:36: Das ist auch schon.
00:46:37: im Gilgamesch-Epos gibt's diese Gegenüberstellung Stadt und Wald als Gegenpaar.
00:46:45: Die Stadt ist ja auch dem Wald in gewisser Weise ähnlich.
00:46:48: Hohe Häuser und Straßen, die diese Zwischenräume zwischen Bäumen darstellen können.
00:46:53: Also es gibt ja schon einen optischen Gegensatz aber auch das schon im Gigamash Epos.
00:46:57: dieses Motiv kommt.
00:46:59: wir laufen jetzt aus der Stadt in den Wald um dort ich glaube es war so eine Art Dämonen oder gobbelnartige Figur zu bekämpfen verändert sich die Welt auch durch diesen Sieg, der im Wald geschlagen wird.
00:47:16: Das ist doch schon spannend ... Wir müssen noch nicht mal ... Können wir weiter als Griechenland?
00:47:21: Vor der Polis!
00:47:22: Ja,
00:47:23: letztendlich.
00:47:24: Äh, aber es ja auch... Also dort wo Geschichten aufgeschrieben werden ... Enkiddo
00:47:31: heißt er übrigens.
00:47:32: Achja.
00:47:35: Da ist das ja auch schon passiert, dass man dem Wald quasi dass man den Wald erst besiegen muss.
00:47:42: Man muss Bäume schlagen, um seine Häuser errichten zu können aus dem Bäumen oder sogar in den Wald hinein.
00:47:50: dann verletzt sich jemand oder kommt sogar zur Tode.
00:47:54: das heißt der Wald schlägt zurück und letztendlich dieses vom Wald Raum abschöpfen oder letztendling Material abschüpfen dass quasi den Wald zu verletzen, damit die Stadt wachsen kann.
00:48:12: Da ist die Gegenüberstimmung auch drin?
00:48:14: Ja
00:48:15: und das immer, wie Sie sagen, dass immer eigentlich Rodungen stattfinden muss als Kondition dafür, dass es überhaupt eine Zivilisation gibt.
00:48:25: Da geht eigentlich immer Rodung voraus da haben sie recht!
00:48:27: Und jetzt gucken wir kurz in die.
00:48:29: Jetzt haben wir also Gigamash Epos, da findet also Cedan Wald übrigens.
00:48:32: Spannenderweise ist es wirklich ganz klar benannt Da findet ein Ringkampf statt.
00:48:36: Also auch wieder dieses Ringen finde ich auch ein sehr schönes Motiv um das jetzt mit dieser Rodung irgendwie zusammenzubringen.
00:48:43: Dann haben wir diese mittelalterlichen Waldfiguren.
00:48:47: Es tauchen immer wieder Waldgeister auf.
00:48:49: Wir haben natürlich in der Mythologie den Wald als Schauplatz.
00:48:54: Märchen hatten wir schon genannt.
00:48:56: Wollen wir aber heute nicht nennen, weil das Jahrhundert ...
00:48:59: Ja, Prinzessin Mononoke zum Beispiel ist ein modernes Märchen.
00:49:03: Ich will
00:49:04: gleich auf die Popkultur kommen.
00:49:05: Jetzt warten Sie doch mal mit der Popkultur kurz.
00:49:07: Wir kommen dahin!
00:49:09: Genau dieser Kanon, genau diesen Kanon auch die ganzen mythologischen überall auf der Welt, wo es Welter gibt.
00:49:15: Immer ist der Wald irgendwie das Gegenstück des Unterbewusstes vielleicht irgendwie die Kraft der Natur-Urgewalt.
00:49:22: und jetzt haben sie Hier noch einen zweiten Kanon.
00:49:24: In der heutigen Zeit haben wir den popkulturellen Kanon und da finden sich diese Motive eigentlich eins zu eins immer wieder.
00:49:30: Denken Sie zum Beispiel an Herr Der Ringe, ich weiß es gibt ja diesen Moment wo der Wald die Waldrodung also hier Dings Finster, Fingorn, Fangorn wie auch immer das Ding heißt.
00:49:44: Ich habe schon lange keine Hätteringe mehr gelesen wo Saruman ich war klopft den Wald weg.
00:49:52: Genau
00:49:52: richtig also auch wieder Zivilisation oder vielleicht so ein Zerbel der Zivilization eine groteske Überformung der Zivillisation.
00:50:02: und was macht dann der Wald?
00:50:02: Der
00:50:03: schlägt zurück!
00:50:06: Ist dann quasi verkörpert in diesen Kreaturen, die aus dem Wald kommen?
00:50:11: Ich war aus Waldbestehen.
00:50:13: Recht sich an dieser, sagen wir mal Groteske der
00:50:18: Zivilisation.
00:50:18: Das heißt ja auch Episode vier das Enterium schlägt zurück vom Eisendrat.
00:50:23: Das haben Sie gar nicht erwähnt!
00:50:26: Aber wissen sie worüber wir auch noch reden müssen bevor wir in die Popkultur gehen?
00:50:32: Stimmt, Mekorita?
00:50:33: Wir haben sie absolut recht.
00:50:34: Wir reden die ganze Zeit über Bäume... Was
00:50:36: ist denn ein Wald überhaupt?
00:50:38: Das ist ja gar nicht nur die Bäume, das ist ja auch Mekoritza!
00:50:41: Ja es war ein Ökosystem, muss man auch mal sagen.
00:50:44: Und
00:50:45: auch die Kommunikation zwischen den Lebewesen, die im Wald halt sind oder die der Wald sind.
00:50:52: also sind ja nicht nur Bäume die miteinander kommunizieren über Botenstoffe Es ist ja auch
00:50:59: Miko Ritzer.
00:51:00: Frau
00:51:02: Meisenbrat,
00:51:03: warum ist es eigentlich so?
00:51:07: Dann erklären Sie mir Miko-Ritzer bitte!
00:51:10: Also das nämlich so... der Pilz macht zu sein Geflecht und
00:51:18: das Rizom
00:51:19: macht er um die Baumwurzeln her.
00:51:21: So wie so einen leckeren Teppich aus Miko.
00:51:28: Warum macht er das?
00:51:30: Weil
00:51:32: er den Baum nämlich hilft, Wasser aufzunehmen.
00:51:40: Und warum?
00:51:42: Weil der Pilz ... Genau!
00:51:46: Haar genau weil er keinen Zucker herstellen kann, Frau Meisendrat.
00:51:50: Weil er keine Glucose selber herstellen könnte.
00:51:54: Er gibt dem Baum nämlich das Wasser und Mineralien...
00:51:57: Also wie nennt man das?
00:51:59: wenn?
00:51:59: In der Natur.
00:52:00: Und
00:52:00: dann geht das Mycorrhiza und dann geht es hoch in die Blätter mit dem Chlorophyll, lässt sich das umwandeln.
00:52:08: Ja, und kriegt's dann wieder?
00:52:09: Im Klockose.
00:52:10: und dann gibt er Baum das zurück weil er kann gar nicht alles überhaupt verbrauchen.
00:52:15: Er kann gar nichts brauchen.
00:52:17: und dann gibts den Pilz und dann kann der Pilz weiter mycorrhizam machen.
00:52:21: Ist doch eine wunderbare Geschichte über Leben.
00:52:26: Let Live!
00:52:27: Yes Yes, it is.
00:52:28: Der Pilz könnt ihr auch sagen ja es ist mir egal ich brauche überhaupt keine Glucose ich fresse die einfach rauf mit Haut und Haar.
00:52:35: Ist doch eine tolle Sache.
00:52:36: Das
00:52:36: sind super Sachen!
00:52:37: Wir einfachen Menschen gehen da einfach hin und sagen so wir machen den Baum jetzt mal weg weil da muss eine Schnellstraße hin damit ich schneller zum Aldi kann.
00:52:48: Ja?
00:52:48: Zum Beispiel ist doch Albern.
00:52:51: Ist Albern ist traurig der Waldweint er hat sich das nicht ausgesucht.
00:52:57: schön Schön, dass Sie jetzt hier schon ... Zu mir sagen sie Popkultur hat nichts zu suchen.
00:53:04: Und sie bringe hier den Sommerhit.
00:53:07: Ja?
00:53:08: Wer hat eigentlich ESC gewonnen?
00:53:10: von Meisenrad?
00:53:11: Wollten wir über ESC noch mal reden.
00:53:13: Wie war das eigentlich das Finale?
00:53:15: War das nicht ...
00:53:16: Das war unglaublich!
00:53:18: Wann war es?
00:53:19: Habe ich komplett ...
00:53:20: Es war vor zwei Wochen.
00:53:21: Ich habe nichts davon mitbekommen.
00:53:23: Es war unglaublicher still in meinem Kopf.
00:53:26: Aber als sie auf dem Pferden ...
00:53:30: Nee, hab ich nicht gesehen.
00:53:33: In der Wiener Hofreitschule kam dann die ...
00:53:39: So stell
00:53:39: ich mir das vor.
00:53:40: Dann haben die da so ... Die Moderation hat dann gesagt, jetzt Spanische Hofreetschule, dann trappen die Pferde dadurch und vielleicht
00:53:48: ... Unglaublich!
00:53:49: Luxemburg hat noch nie gewonnen vorher.
00:53:52: Luxemburg hat gewonnen.
00:53:54: Mit dir welchem Song?
00:53:56: Heute hauen wir auf die Pauke.
00:54:00: Super!
00:54:01: Freut mich, Glückwunsch an Luxemburger.
00:54:02: Glückwünsche
00:54:03: an dieser Stelle.
00:54:04: Wir sind unsere Glückwünschen.
00:54:07: Das war unglaublich.
00:54:09: und dann mit dem Feuerball
00:54:12: nicht schlecht.
00:54:16: Wie waren die Outfits dieses Jahr?
00:54:17: Sie haben es sich dann anscheinend anschauen.
00:54:18: Waren unglaublich!
00:54:19: Also da sind mir die Ohren wirklich links und draus gefallen.
00:54:25: Zum Beispiel, haben sie einen Outfit was wir uns mal kurz zeichnen können?
00:54:29: Ja also die eine Sängerin von... ich glaube das war Russland weil er wieder dabei ist dieses Jahr.
00:54:37: Die hatte einfach nur so Stöcklschuhe an und dazu so Kniehohe Gummistiefel über den Pumps und dann noch so eine Regenhose.
00:54:51: Und letztendlich dann oben noch ein Imkeranzug.
00:54:57: Danke, wir hatten hier schon die Imkerei.
00:54:58: Ich muss ganz kurz... ich habe letztens auch Pop-Kultur aber das passt jetzt ja.
00:55:02: Wir sind da beim ESC und bei Musik?
00:55:03: Ja!
00:55:05: Also rein aus...ich nenne das immer... Wenn ich abends traurig in der Unterhose an den Sofa sitze und so halbbeschäckert YouTube aufmache, dann nenne ich das immer damit es nicht so schlimm wirkt.
00:55:17: Wenn ich das anderen erzähle, sage ich dann mal... Ich nenn das so ironisch Artefakt-Beschau.
00:55:22: wenn ich dann auf YouTube irgendwie Absonderliches aus der Popkultur anschaue Und letztens habe ich eine Artefact-Beschau Session gemacht Und da habe ich mir von dem deutschen Metal Label Nuclear Blast, können Sie?
00:55:38: Ich glaube es gibt auch andere Metal Labels.
00:55:40: Ja natürlich!
00:55:41: Habe ich mir den Channel für Musikvideos angeschaut und da war eine Band aus zwei Menschen und jetzt komme ich gleich zu einem... das bringt uns die Fäden zusammen.
00:55:53: Also es gibt ja momentan sehr viel so Themen-Bands.
00:55:57: Also das sagen die so, wir sind jetzt... Das war früher mal so zum Beispiel.
00:56:00: Wir waren ...wir sind jetzt die Wikinger Band und dann haben wir einen Wikingerschiff auf der Bühne oder wir sind äh weiß ich nicht.
00:56:07: Ich hab letztens eine Themenband gesehen.
00:56:09: Wir sind ähm so Mad Max-Welt aber wir sind eigentlich auch angezogen wie Priester?
00:56:16: Ja!
00:56:16: Oder sowas in die Richtung.
00:56:17: also man braucht immer so ein Optische.
00:56:19: Aber
00:56:19: mit Muntamonika
00:56:20: Genau.
00:56:21: Und da habe ich eine diese Themenbands gefunden mit dem Musikvideo Dann es fängt an Dudelsack.
00:56:30: Und dann sehen Sie erst mal nur so das Musikvideo, es fängt dann so mit Detail-Shots an.
00:56:34: da liegt dann irgendwie so eine Kerze oder steht ne Kerze, es liegt ein Buch rum und dann sehen sie in so weiße...
00:56:42: Entschuldigung welches Buch war das?
00:56:44: Das habe ich nicht mehr im Kopf, das war glaube ich nicht beschriftet.
00:56:48: Ich glaube die lesen nicht so viel.
00:56:51: Ja,
00:56:52: aber es gab so weiße jute Anzüge also auch interessant weil normalerweise ja schwarz.
00:56:59: und ich war wenn sie denken so Mittelalter-Bands.
00:57:01: Und dann hatten diese Dudelsäcke zu zweit und ich habe drei Songs gehört.
00:57:07: die klangen alle komplett wirklich gleich.
00:57:09: Es waren immer Dudel, Dudeldudl.
00:57:11: In der zweiten Hälfte gibt's noch mal Dudel Aber da spricht dann eine männliche klingen maskuline Stimme
00:57:20: The bees, they fly.
00:57:23: Und der Gagwart?
00:57:24: Es war eine Imker Mittelalter-Band Herr Eisenbart.
00:57:28: Die hatten sich so Kurve, die haben so weiße Kurve wie die Imker früher Statt der Pest Dr.
00:57:33: Maske, die anscheinend jetzt schon wieder out ist Haben sie sich so kurbe vor das Gesicht geschnallt Herr Eisenbard und pfeifen dann... Ich weiss auch nicht wie es mit den Dudelsecken funktioniert Aber es funktioniert.
00:57:42: Sie haben weiße Körbe vorsichtig Ja,
00:57:44: die Imka haben doch diese Pfeifen.
00:57:46: Da kommt aber Rauch raus eigentlich Und dann singen die und
00:57:52: dann kommt eine Stimme und spricht einfach irgendwas über Bienen drüber.
00:57:57: Das ist ja grandios, Herr Eisenberg!
00:57:58: Wie heißen die denn?
00:57:59: Ich habe leider vergessen wie sie heißen.
00:58:01: Apis, apis!
00:58:02: Irgendwas mit Apis schon,
00:58:03: ja?!
00:58:04: Aber das ist doch großartig, dass die Popkultur also auch gerade im Mittelbereich was ja wirklich übersättigt ist mit so Klischees.
00:58:12: Sich dann trotzdem dieser Klischee bedient.
00:58:14: dieses Bild des Pestdoctorn kommt sofort auf wenn sie das sehen.
00:58:17: es ist wie eine nach vorne gerichtete Korbmaske.
00:58:20: und dann aber halt wir machen jetzt mal etwas anderes.
00:58:23: Wir beschäftigen uns ausschließlich mit Bienen.
00:58:25: ich finde das großartige.
00:58:26: Ja
00:58:27: wir können ja auch mal eine Sendung über Bienen machen.
00:58:29: Gerne!
00:58:30: Das ist
00:58:30: nämlich sehr interessant.
00:58:31: Auf jeden Fall da holen.
00:58:34: Wir hören jetzt noch meinen Text.
00:58:37: Ich bin ganz begeistert, googeln Sie mal wie in einem Band
00:58:40: und lesen Sie mal das Schloss im Wald.
00:58:45: Jetzt passend, weil wir jetzt gerade so leicht mythologisierend unterwegs waren eine Geschichte von Christian Knips auch wieder ein kleines Prosa-Stück.
00:58:54: Diesmal nicht so essayistisch wie die letzten Male war auch mal ganz nett Herr Knips dass er sich auch mal anderen Formen versucht.
00:59:01: der Text heißt Der Weiße Hirsch und ist auch gelesen von Hannes
00:59:07: In der der Himmel wie ein verschlossenes Auge über den Hügeln lag und selbst die Sterne sich zurückgezogen zu haben schienen, stand der Junge am Rand des Waldes noch zu jung um seine Furcht zu benennen aber bereits alt genug um zu spüren dass das Schweigen um ihn herum nicht leer war sondern wartend gespannt mit einer Bedeutung aufgeladen die sich ihm erst später vollständig erschließen würde.
00:59:40: Der Wald, der ihm tagsüber vertraut gewesen war wie ein grob gewebter Mantel aus Moos Rinde und Vogelrufen hatte sich verwandelt in einen atmenden Körper dessen Herzschlag er nicht hörte sondern in den Knien fühlte.
00:59:56: Während die Dunkelheit zwischen den Stämmen dichter wurde Und die Welt hinter ihm das Haus Das Feuer Die Stimmen In eine andere Zeit zurückfiel Als hätte sie für diesen Augenblick aufgehört, Anspruch auf ihn zu erheben.
01:00:13: Dann trat der weiße Hirsch aus dem Dickicht Nicht hasteck oder vorsichtig, sondern mit einer Ruhe, die der Bewegung jedes einzelnen Muskels eine Würde verlieh', als sei dieser Schritt nicht zufällig.
01:00:28: Sondern Teil eines lange vorbereiteten Zeichens.
01:00:31: und sein Fell schimmerte nicht weil Licht es traf, sondern weil es selbst Licht trug – ein stilles inneres Leuchten das den Wald nicht erhältte, sondern ihn verständlich
01:00:44: machte.".
01:00:45: Der Junge wusste in diesem Moment ohne Worte, ohne Lehre und Vergleich dass dies kein Tier war wie er andere Tiere gekannt hatte.
01:00:55: Keine Beute, kein Geist der Jagd sondern etwas Älteres.
01:01:00: Etwas das nicht erschienen um gesehen zu werden sondern um zu sehen Und dessen Blick ihn nicht musterte sondern abwog Als prüfe er nicht den Körper des Jungen, sondern die Richtung seines noch ungelebten Lebens.
01:01:18: In den Geschichten der Alten, die der Junge nur halb gehört und nie ganz geglaubt hatte war vom weißen Hirsch gesprochen worden als vom Boden der Anderswelt, als vom Grenzgänger zwischen Zeiten, als von Tier das Königeprüfe-und Kinder auswählte.
01:01:37: Und nun verstand er, dass diese Geschichten nicht dazu gedacht gewesen waren, geglaubt zu werden, sondern dazu eines Tages erkannt zu werden wenn die Stunde dafür gekommen war.
01:01:50: Der Hirsch senkte den Kopf nicht zum Gruß und hob ihn nicht zur Warnung, sondern verharrte – und in dieser Bewegungslosigkeit lag eine Einladung, weil sie nicht forderte, sondern offenbarte, dass der Weg den der Junge bisher gegangen war nur der Vorhof gewesen war zu einem Pfad, der erst jetzt sichtbar wurde.
01:02:14: Schmal unbeleuchtet aber unumkehrbar!
01:02:19: Als der Hirsch sich schließlich wandte und zwischen die Bäume schritt folgte der Junke ihm nicht sofort mit den Füßen, sondern mit einem inneren Nachvollzug Mit einem plötzlichen Verstehen, das Zukunft nicht etwas war, dass auf ihn wartete, sondern etwas, was ihm entgegenkam.
01:02:40: In Gestalt dieses Tieres, das älter war als Namen und Jünger als jede Entscheidung die er noch treffen würde.
01:02:50: Der Wald öffnete sich nicht, er veränderte lediglich seine Ordnung – und wo zuvor Chaos gewesen war, entstand eine Linie ein unsichtbarer Faden dem der Hirsch folgte und den der Junge ohne ihn sehen zu können spürte wie eine Spannung in der Brust, als hätte jemand eine Seite in ihm angeschlagen, deren Ton erst Jahre später hörbar werden würde.
01:03:15: In dieser montlosen Nacht, in der kein Licht die Richtung vorgab und keinen Schatten als Warnung diente, lernte der Junge das Führung nicht immer präsent ist.
01:03:26: Das Machtnicht beginnt mit dem Beherrschen anderer sondern mit dem Erkennen eines Rufes, der so leise ist dass man ihn nur hört wenn man bereit ist alles andere zum Schweigen zu bringen.
01:03:42: Der Hirsch blieb an einer Lichtung stehen die im Dunkel kaum als solche zu erkennen war.
01:03:49: Und dort, wo sich Himmel und Erde berührten ohne sichtbar zu sein drehte er den Kopf noch einmal zurück nicht um den Jungen zu prüfen sondern um ihn zu bestätigen das er gesehen worden war und dass dieses gesehen werden eine Verpflichtung war keine Auszeichnung.
01:04:08: Was der Hirsch dem Jungen zeigte war kein Bild der Zukunft, kein Reich, kein Thron, kein Schlachtfeld.
01:04:15: Sondern eine Richtung – eine Ausrichtung des Inneren die bedeutete Verantwortung zu tragen für das was zwischen den Welten liegt, für das Unsichtbare ebenso wie für das Offensichtliche Für die Übergänge an denen andere zögern oder scheitern würden.
01:04:34: Der Junge verstand, dass Macht nicht als Besitz zu ihm kommen würde sondern als Last, als Fähigkeit Entscheidungen zu treffen die ihn von den Seinen entfernen und zugleich tiefer mit ihnen verbinden würden.
01:04:49: Und das der weiße Hirsch nicht zurückkehren würde um ihn daran zu erinnern weil Erinnerung selbst Teil dieser Macht war.
01:04:59: Als der Hirsch schließlich im Wald verschwand Nicht plötzlich, sondern so als löse er sich Schicht um Schicht aus der Welt blieb keine Leere zurück.
01:05:08: Sondern eine Verdichtung – ein Gefühl von Bedeutung das den Jungen nicht adrückte, sondern aufrichtete, als hätte sich seine Wirbelsäule an eine unsichtbare Ordnung angepasst.
01:05:21: Er kehrte in dieser Nacht nicht verändert zurück Zumindest nicht in einer Weise die andere hätten benennen können, doch etwas in seinem Blick hatte sich verschoben.
01:05:31: Ein Wissen war eingezogen das nicht nach außen drängte sondern wartete geduldig lauernnd.
01:05:39: widerwald selbst der nichts vergisst und alles wiedererkennt Viele Jahre später wenn Entscheidungen an ihm hingen wie schwere Früchte Wenn Menschen in ihm mehr sahen als er sich selbst zugestand.
01:05:54: Und wenn er an Weggabelungen stand, An denen kein Rad half, Würde er an diese mondlose Nachdenken und an den weißen Hirsch.
01:06:04: Nicht als Erinnerung sondern als fortdauernde Bewegung Als Weg der ihm einst gezeigt worden war und den er Schritt für Schritt weiter ging Ohne ihn je ganz zu verstehen Aber immer in dem Wissen dass sie ihn nicht selbst gewählt hatte sondern von ihm gewählt
01:06:24: worden war.
01:07:17: Zum Boden.
01:07:29: Kurioser Typ!
01:07:36: Wir haben dich lieb, jetzt
01:07:39: bist du tot
01:07:45: und ich
01:07:46: weiß...
01:07:47: Jetzt wird er doch eigentlich die... Ich weiß ganz genau.
01:07:53: Am siebten Tag kehrst du
01:07:55: zurück
01:08:42: Hast du... Doch was bringt dir der
01:08:49: Reichtum
01:08:50: wenn du Kopfüber von der
01:08:52: Wand?
01:08:53: Was bringt dir der Reichtum, wenn all das nichts mehr
01:08:57: zählt?
01:09:00: Sie nannten den deutschen Dürer und jetzt hängst
01:09:08: du hier an der Wand Baselitz.
01:09:16: Hätt ich da... ist es was, was ich füllen soll?
01:09:23: Ich hätte jetzt die Mutter Monika gemacht.
01:10:24: Hitler-Masturbierend umgedreht, habe ich schon gesehen von Baselitz.
01:10:28: Haben Sie das auch schon?
01:10:29: Sind sie eigentlich da oder sind die quasi dem Teufel verfallen?
01:11:33: Ja.
01:11:34: Klassische Fate Out!
01:11:36: Ja, Life Fate Out...
01:11:39: Ja,
01:11:40: ja, Baselits ist gestorben.
01:11:42: Einer der ganz großen Malerfürsten würde hätte man früher gesagt.
01:11:46: Warum
01:11:46: eigentlich?
01:11:47: Warum was?
01:11:48: Warum er gestorven
01:11:49: ist.
01:11:49: Naja Er war, glaub ich, fast hundert geworden.
01:11:52: Also er hat ein gutes Alter ... Da
01:11:54: kann man auch mal ... Dann
01:11:55: kann man ruhig mal in Ruhe entschlafen.
01:11:59: Friedlich und plötzlich.
01:12:01: Na ja!
01:12:02: Ähm... Ja?
01:12:03: Genau.
01:12:04: Wo waren wir stehengeblieben?
01:12:04: Wir waren gerade noch bei der Popkultur.
01:12:06: Äh,
01:12:07: Pop-ja.
01:12:08: Genau.
01:12:08: Da wollten wir grad einsteigen.
01:12:10: Richtig.
01:12:11: Herzlich willkommen.
01:12:12: Sie
01:12:12: hören immer noch Eisenrad auf Radio Z. Ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht niesen muss.
01:12:21: Ist ja auch ein Thema!
01:12:23: Niesen?
01:12:24: Stimmt aber hat mit Wald zu tun, weil es ist hier auch mit der Allergie so, ne?
01:12:27: Haben Sie Allergie?
01:12:28: Ja,
01:12:29: ich habe Allergy.
01:12:29: Ist das schön?
01:12:31: Macht das Spaß?
01:12:32: Es ist super schön.
01:12:33: also da merkt man auch sofort ah der Frühlinge ist da, der Sommer ist da oder Sommer ist auch in von den Gange und dann der Herbst ist da.
01:12:42: Der Herbst is natürlich nicht mehr so... Aber es ist auch schön.
01:12:46: Da kann man die ganzen ... Die Jahresursteht niemals still, auch in der Nase.
01:12:53: Genau wir sind grad dabei den Wald zu erkunden mit Texten aus der Metropol-Dagion
01:13:00: und auch sonst woher?
01:13:02: Auch aus der Welt zum Beispiel.
01:13:05: Aber
01:13:06: wir haben versucht nicht mit dem Jahrhundert vorzunehmen, denn wenn Sie jetzt über den Wald nachdenken und Literatur sendet, denken Sie sich bestimmt
01:13:15: Romantik?
01:13:16: Da
01:13:16: habe ich schon das eine oder andere Büchlein meinen Enkelkindern vorgelesen.
01:13:24: Märchenwelt zum Beispiel, romantische Sachen.
01:13:29: Ja
01:13:30: genau also... Goethe!
01:13:31: Goethen auch, das ist Jahrhundert ja muss man auch dafür nicht vergessen.
01:13:35: Leider!
01:13:35: Leider.
01:13:36: Äh hier Tiek, nicht wahr?
01:13:40: Tiek
01:13:40: Holz.
01:13:41: Der blonde Eckbärt.
01:13:43: Jetzt muss ich aber Soll ich oder lassen wir es sein?
01:13:47: Wir können jetzt eine Viertelstunde drüber, einen Block reden und dann machen wir ein Deckel
01:13:54: drauf.
01:13:55: Das Motiv der Walteinsamkeit in der Romantikauftritt ist ja kein Wunder weil das im Gegensatz zur Klassik also Goethe wäre ja klassik Das heißt schon so Weimarer, Klassik heißt es.
01:14:08: Die interessieren sich nicht sehr für den Wald und wir hatten dieses Thema ja auch schon öfter wenn sie die anderen Sendung gehört hätten bräuchten jetzt gar nicht über diesen blödsinn Reden dass die Romantiker explizit daran interessiert sind die Figuren als Individuen zu zeichnen.
01:14:25: und eine gewisse psychologische Komponente das ganze Und die Natur ist immer das Spiegelbild des Inneren der Figuren in der Romantik Der Seele Und der Wald bietet natürlich eine wunderbare Projektionsfläche.
01:14:40: Da tut sich viel, da ist Gewalt nicht wahr?
01:14:44: Da wird gejagt zum Beispiel.
01:14:46: Da ist es dunkel
01:14:47: und
01:14:48: das symbolisiert ja das Unterbewusstsein wie nichts anderes.
01:14:51: Dann haben wir Schluchten und Berge und Täler auch im Wald.
01:14:56: Das Wald findet oft im Gebirgestadt.
01:15:02: Jetzt müssen wir ganz kurz auf diese Konstruktion einer nationalen Identität auch einsteigen.
01:15:07: Sie haben schon gesagt, die Nazis haben das natürlich auch gerne gemacht und gesagt, Wald!
01:15:11: Da haben dann die Varusschlacht im Wald nicht wahr?
01:15:15: Da wurden dann die Einfallenden zurückgedrängt.
01:15:18: also man konstruiert sich so um den Wald herum eine nationale Identität.
01:15:25: Das fällt aber auch damit zusammen dass natürlich die auf den Modus der Kulturproduktion des neunzehnten Jahrhundert auch rekurriert wurde, weil im Neunzehnjahrhundert hat man sich ja auch zurück besonnen und jetzt passen sie auf.
01:15:40: Jetzt ist nach der Wald eine wichtige Funktion.
01:15:43: Gerade in der Romantik war man begeistert vom Mittelalter.
01:15:45: Das Mittelalter lag ja schon eine ganz schöne Zeit zurück.
01:15:49: also bis zum sechzehn Jahrhunderte geht das ja grob ungefähr und man hat sich quasi zurückgesehen nach diesem alten Zustand.
01:15:58: Ich will fast schon sagen, eine reaktionäre Haltung.
01:16:01: Dass man sagt früher war ja alles besser.
01:16:02: Ja,
01:16:03: Ost-Talgie!
01:16:05: Ost-talgie hat man dazu gesagt.
01:16:07: Und die Dichter und die Literaten des Neunzehnten Jahrhunderts haben sich ganz oft damit beschäftigt alte Sprache, alte Geschichten aufzuschreiben.
01:16:17: Sie kennen das?
01:16:18: Grimsmärchen sind auch relativ spät entstandene Märchensammlung im neunzehnten Jahrhundert erst.
01:16:23: Die aber versucht alte Geschichte aufzusschreiben.
01:16:26: also es geht quasi darum jetzt zum Beispiel bei der Seele, die Seele der deutschen Kultur zu finden.
01:16:31: im Endeffekt.
01:16:32: Und im Neunzehnjahrhundert entstehen ja auch Entwicklungen einer erst eine Nationalbewegung Deutsch... also wo eine deutsche Nationale Identität überhaupt erst entsteht weil vorher gab es ja kein deutsche nationalen Identität.
01:16:45: das waren ja einzelne Verstreute Reiche.
01:16:47: und deswegen ist es nicht so falsch auch im neunzehnten Jahrhundert schon diese Konstruktion des nationalen Bewusstseins dazu verorten so viel, wenn sie sich mit Quellen beschäftigen.
01:16:58: Nicht nur literarische sondern auch andere... So oft geht es im zehnten Jahrhundert um irgendetwas deutsches was vermeintlich deutsches, das irgendwie verortet wird.
01:17:05: und dieser Wald da trifft einfach die Suche der Romantiker nach dieser Projektionsfläche in der Natur, trifft auf dieses vermeintliche alte Rohe und noch nicht von der Zivilisation eingepfercht.
01:17:19: Sie müssen sich vorstellen im zehn Jahrhundert war ja die beginnende industrielle Revolution, es fing ja auch an mit Massenproduktionen.
01:17:26: Die ganze Gesellschaft hat sich ungewählt... Stattflucht!
01:17:29: Und auch da wieder das Feindbild statt.
01:17:31: oder die Projektionsfläche als Zivilisation ist schlecht Das alte Ursprüngliche ist gut, das alles ist Jahrhundert und deswegen haben sie so viele Texte...
01:17:40: Oder ein Spannungsfeld, das wir schon ganz früh aufgemacht hatten in der ersten Sendung in Natur- und Kultur.
01:17:46: Also da letztendlich das Pflegen und das vor sich hin
01:17:51: wirken lassen.
01:17:52: Also letztendlich welcher Lebensentwurf gibt man sich hin?
01:18:00: Ja,
01:18:01: interessant!
01:18:01: Wir hatten ja auch bei der Sendung über Kultur schon festgestellt, dass etomologisch das Wort Kultur ja auch vom Schneiden kommt.
01:18:08: Und da sind wir schon am Roden wieder dran.
01:18:10: Ja.
01:18:11: Spannend!
01:18:11: Ich wollte kurz Ludwig Teig, der Goldene Eckbord ganz kurz rausgreifen weil das glaube ich eine frühromantische Geschichte ist dieses Waldmotiv massiv ausgebreitet hat bevor es noch ganz groß war.
01:18:23: Das ist ein Kunstmärchen.
01:18:25: also auch hier wird etwas vermeintlich Altes produziert einen Text der sich gibt als ob er aus dem Mittelalter käme aber nicht aus dem mittelalter ist sondern das ist ein.
01:18:38: Und da geht es darum, dass ein Ritter auch hier wieder ... Wir müssen natürlich über Ritter sprechen.
01:18:43: Weil Ritter sind Mittelalter und das Jahrhundert liebt Mittelalter.
01:18:47: Er trifft einen anderen Ritter im Wald in einem, wie soll man sagen, soem Herrensitz oder sowas in die Richtung?
01:18:54: Und ihr hattest eine Frau dabei!
01:18:56: Haben Sie den blonden Eckpat mal gelesen?
01:18:57: Ich hab's nicht mehr vom ... Genau.
01:19:00: Die Frauen sitzen dann... Die sind befreundet diese beiden Familien und die Frau erzählt glaube ich abends beim am Kamin sitzen, wenn ich mich richtig erinnere.
01:19:08: Bitte nageln Sie mich jetzt nicht auf den Kamin fest!
01:19:12: Erzählt ... Ich muss Ihnen eine Geschichte erzählen und äh...
01:19:16: Also mir?
01:19:17: Ich weiß die werden mich für verrückt halten aber ich muss es einfach loswerden.
01:19:20: Und das ist ja auch so eine typische ... Das ist ja schon so eine Typisch-Ninzeites Jahrhundert.
01:19:25: Da wird eine Geschichte erzählt erst mal als Rahmenhandlung da trefft jetzt ne Familie Dann erzählt eine Person, die dabei isst ... Bei Frankenstein ne?
01:19:34: Ge Frankenstein danke äh trifft äh äh macht quasi die eigentliche Geschichte erst auf und fängt dann schon damit an allen zu erklären, dass es jetzt absurd wird was das jetzt kommt.
01:19:45: Na gut, der ist ja ein bisschen später.
01:19:47: nun.
01:19:47: Ja aber
01:19:48: er hat auch gerne diesen Kniff genommen.
01:19:50: Das typische
01:19:50: Kniff oder?
01:19:51: Dass jemand einem erzählt ... Aber muss man erst mal die Figur einführen und die das dann erzählen.
01:19:55: Genau!
01:19:55: Und dann sagt die Figuren auch noch, ihr werdet es mir eh nicht glauben.
01:19:58: Sie werden dir nicht
01:19:58: glauben...
01:19:59: Das ist auch bei Pause so wenn du zugegeben
01:20:01: bist, ich bin insaßig einleitet.
01:20:03: Der Fall des Hauses Ascher fängt auch so an.
01:20:05: Ich hab da was gesehen.
01:20:07: Aha, aber
01:20:07: was?!
01:20:08: Ich muss es jetzt erzählen, ich kann gar nicht anders oh mein Gott.
01:20:11: Also passen sie auf.
01:20:12: Die Frau erzählt dann ja als Kind habe sie im Wald, jetzt sind wir wieder im Wald.
01:20:20: Es wird nicht ganz klar dargestellt aber wahrscheinlich auch aus Gründen der häuslichen Gewalt geflogen in den Wald also auch hier wieder Flucht von der Stadt, von der Zivilisation in dem Wald als ein ursprünglicher Zustand in dem alles harmonisch ist und ist dann auf eine Frau, die im Wald lebt untergekommen bei ihr.
01:20:38: Und hat sich quasi ... ja, hat ihren Haushalt mitbetreut und wurde dafür versorgt.
01:20:43: Das war die Geschichte.
01:20:44: Sie hatte diese Frau, diese alte Frau... Die nicht ganz klar bezeichnet wird?
01:20:48: Es könnte so was ähnliches wie so ne Frau Holle sein, so nem mystische ... fast schon Gottes ... also so eine Art göttliche Figur, es könnte irgendwie der Teufel sein wie auch immer.
01:20:57: Ähm, die Frau hatte einen in dieser Geschichte einen Vogel Der legt goldene Eier.
01:21:06: Deswegen ist es auskommen, dafür ist gesorgt und kann immer in die Stadt laufen zum Aldi und sich irgendwie Tüten-Suppe holen oder Knuspern z.B.
01:21:16: Und eines Tages wird dann langweilig der Frau und sie klaut den Vogel und geht zurück in die Statt.
01:21:23: Da haben Sie schon wieder dieses Thema.
01:21:24: jetzt wird langweillig in der Harmonie, sie geht in die in Saus und Braust zu leben, weil sie immer diesen Vogel dabei hatte.
01:21:32: Immer goldene Eier legt.
01:21:33: Dieser Vogel wiederum kann allerdings sprechen und er spricht in Gedichtformen.
01:21:36: Er spricht in Reimformen Und ich kann jetzt nicht eins zu eins zitieren aber sobald der weggenommen wird von dieser Frau Von seinem Zuhause singt er immer davon dass er Dass er sich zur Walteinsamkeit zurück sehnt also dieses Element des Vogels der sich zurück in den Wald Sehen glaube.
01:21:54: Sie haben mir das auch schon mal erzählt.
01:21:55: Ich weiß
01:21:56: ich liebe diese Geschichte sei jetzt mal dahin gestellt, es geht dann hin und her.
01:22:03: Und sie ... Es geht natürlich für die auch nicht gut aus.
01:22:06: Ja.
01:22:07: Am Schluss gehen wir wieder aus dieser Geschichte zurück in die Rahmenhandlung.
01:22:11: In der Rahmenhandelung wird dann der Mann, dieser Frau, verrückt und sieht diese Frau quasi als Schatten über diese Beziehungen steht.
01:22:19: Weil sie ja immer wieder zurückkommen könnte und sich rächen an diesem Diebstahl!
01:22:24: Genau.
01:22:25: Das ist der Blonde Eckbatt und ich glaube, es ist ein sehr frühes Beispiel, wo der Wald so eine ... sag ich mal Aufladung bekommen hat in Literatur.
01:22:32: Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber ich habe gelesen, das war relativ früh dran.
01:22:37: Nur als beispielhafte Geschichte!
01:22:38: Wo der Wald nicht nur Wald ist sondern einfach Projektionsfläche von etwas größerem steht für dieses vermeintlich reaktionär gedacht bessere harmonischere Naturzustand.
01:22:50: Ja.
01:22:52: Genau.
01:22:52: Äh, das wär jetzt Ninze des Jahrhunderts?
01:22:56: Wenn wir jetzt noch im Jahrhundert ganz kurz bleiben...
01:22:59: Sie haben gut
01:23:00: gemacht.
01:23:01: Wir kriegen das komplett abgedeckt!
01:23:03: Jetzt kommt Ihre Frage.
01:23:05: Ja,
01:23:06: nämlich ich habe mich auch vorbereitet und ich hab mir eine Frage ausgedacht die ich Ihnen diese Sendung gerne geben will.
01:23:15: Und zwar war Goethe auch ein Wald also war er mal im Wald.
01:23:22: Goethe war bestimmt auch im Wald.
01:23:25: Jetzt ganz kurz, ich hab das Gefühl gehabt, ich habe ein kleines Deja-vu erlebt.
01:23:31: Ja, ich auch!
01:23:32: Ich war nämlich... Sie hatten mir mal erzählt, ich glaube es war sogar in der Sendung, sie hätten von dieser Fontäne getrunken und es war einfach nur Leidungswasser.
01:23:45: Es war wirklich so
01:23:47: Und ich hab gedacht, ich sehe nicht recht.
01:23:50: Ich probier von dieser Fontäne... ...ich war da!
01:23:52: Herr Eisenbad?
01:23:53: Warnsid
01:23:54: auch da
01:23:55: in Marienbad?
01:23:55: Ja
01:23:55: es ist furchtbar.
01:23:56: Es ist eine ganz furchte Idee, die ich davon übernommen habe nach Marienbad zu fahren.
01:24:03: Ich empfehle ihn Karlsbad aber lassen wir lassen...
01:24:05: Aber Franzisbad soll auch sehr gut
01:24:07: sein.
01:24:07: Nee, Franzenbad ist glaube ich noch schlimmer.
01:24:08: Nein
01:24:09: das sollte sehr gut werden.
01:24:10: Also passen Sie auf.
01:24:11: Interessant, Marienbart wäre es nicht kennt statt in Tschechien?
01:24:17: Ja, hier in Böhmen.
01:24:18: Nicht wahr?
01:24:19: Böhmische Dörfer im Wald sehr viel Waldbezug und es gibt diese Brunnen mit dem Blechwasser.
01:24:28: da haben wir auch schon Ausgebet darüber gereuert.
01:24:30: Sie haben diesen einen Brunn gefunden der gut schmeckt und das war nur Leitungswasser weil sie kein Tschechisch können sie Opfer.
01:24:38: aber Ich wollte eigentlich was anderes erzählen.
01:24:40: Goethe war ja auch viel da, es steht ja irgendwie an jedem zweiten Haus, Goet he hat ja geschrieben.
01:24:44: Hat hier hingeschissen und
01:24:46: hier einmal ein Brötchen gegessen, das ist wirklich schlimm!
01:24:50: Man, ich meine mich zu erinnern dass Goethey mehrfach immer sagt, dass so im Wald rum latschen doch eigentlich irgendwie ganz inspirierend sei.
01:24:58: Das wäre jetzt die Verbindung Wald und Goethe.
01:24:59: Ich sag nur, weil ich im Marienbad immer all diese Goeteplaketten ... Und das ist ja in dem Jahr neunzehntes Jahrhundert auch.
01:25:04: Diese Stadt ist ja der Wahnsinn!
01:25:06: Es ist ja einfach alles anscheinend innerhalb von ein paar Jahrzehnten aus dem Boden gestampft worden.
01:25:11: Ja.
01:25:12: Und alles nur so ... Das sieht aus wie so Puppenhäuser.
01:25:16: Weil es einfach nur so schnell hingerotzt ist und gleichzeitig gut aussehen
01:25:20: wird.
01:25:20: Es sieht oft gar nicht mehr so gut aus.
01:25:21: Er wird sehr viel gebaut.
01:25:23: Aber er ist im Wald?
01:25:24: Ja, er ist mit dem
01:25:25: Wald.
01:25:27: Aber war doch hübsch?
01:25:29: Ja, naja.
01:25:30: Also Goethe jedenfalls mochte anscheinend schon so ein bisschen Ruhe im Wald.
01:25:35: aber gleichzeitig in der Literatur muss man ganz klar sagen da ist eine ganz andere Welt als jetzt In der Romantik.
01:25:42: Also Goethe hatte die Romantique gehasst?
01:25:44: Hat er nicht auch dieses Eingleiches, hat er es nicht im Elbsdannsteingebirge in irgendeiner Waldhütte...
01:25:50: Ja bestimmt!
01:25:52: Es gibt ja das Thema Wald bei Goethes schon.
01:25:55: Das haben sie gerade schon gemeint.
01:25:58: Da ist es überliefert dass es da ein zum Gästebuch entsteht.
01:26:01: Ja das haben Sie schon mal erzählt.
01:26:02: in der Sendung also Über allen Wipfeln ist Ruhe und so.
01:26:05: aber Das ist ja eine ganz andere Hand, ginsweise an den Wald.
01:26:12: Da kommen keine Gestalten drauf und es passiert nichts Mysteriöses, sondern da ist es eher so eine Form von Kontemplationen würde ich sagen.
01:26:19: oder wie würden Sie das lesen?
01:26:21: Also letztendlich die Natur über dem Menschen steht und der Mensch ist vergänglich, die Natur nicht.
01:26:31: Die berührt es überhaupt
01:26:32: nicht!
01:26:33: dass das Goethe da gewesen ist im Elb-Sanstein-Gebirge.
01:26:39: Das ist der Natur völlig egal und wenn er gestorben ist, ist es immer noch egal.
01:26:44: Frau Meisenthraht!
01:26:45: Und das ist ja das Schöne am Wald?
01:26:46: Ja.
01:26:47: Finde
01:26:49: ich gut... Aber jetzt haben Sie Ihre Viertelstunde
01:26:50: gehabt?!
01:26:51: Ja sehr gut!
01:26:51: Ich habe auch jetzt genau perfekt Punktlandung.
01:26:53: Ich wollte gar nichts mehr weiter sagen.
01:26:55: Ich freu mich.
01:26:55: Ich hab auch gar keinen Bock mehr.
01:26:56: Ich habe aber einen Text hier super reinpasst dabei dann können wir einfach spielen.
01:27:02: Ein kleiner Sag ich mal, wie sagt man da nach Goethe?
01:27:06: Sagt man da.
01:27:07: Also in der Malerei würde man ein kleines C davor schreiben.
01:27:10: Da denken immer Leute, hieß der Mahler Cornelius oder so?
01:27:15: Nein!
01:27:15: Wenn Sie einen Bild sehen wo dann ein C in der Signatur steht heißt es meistens dass das eine Kopie ist.
01:27:20: Nach Christus
01:27:21: Genau, nach Christus Genau, und jetzt haben wir eine kleine Ansehnung nach Goethe.
01:27:27: Eine kleine feministische Bearbeitung des Erlkönigs dabei.
01:27:31: Das passt doch wirklich wie ... Das
01:27:33: gefällt mir ja sehr
01:27:33: gut.
01:27:34: Ihr Arsch auf einmal von FD-Erlkönig gelesen von Verena Schmidt!
01:27:40: Obwohl ich es noch nicht gehört hab, freu' mich jetzt schon drauf.
01:27:49: Wer reitet zu spät durch Nacht und Wind?
01:27:53: Es ist die Mutter mit ihrem Kind.
01:27:55: Sie hat den Knaben wohl in dem Arm.
01:27:58: sie fasst ihn sicher Sie hält ihn warm.
01:28:01: Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
01:28:05: Siehst
01:28:05: Mutter, du den Erlkönig
01:28:07: nicht?!
01:28:08: Mein Sohn zeig an wo lockt er dir!
01:28:11: Dort hinterm Baum gleich hier!
01:28:28: Meine Mutter, hörst du nicht?
01:28:34: Was Erlenkönig mir leise
01:28:36: verspricht?!
01:28:37: Ich hör's!
01:28:38: Der hat wohl nicht mehr alle.
01:28:40: Schau wie ich ihm eine knalle.
01:28:43: Willst
01:28:43: feiner Knabe
01:28:45: du mit mir gehen?
01:28:47: Meine Töchter sollen dich warten schön.
01:28:51: Hör mal, Erlkönig – lass mein Kind in Ruhe und deine Töchter haben auch Besseres zu tun.
01:28:56: Meine Mutter….
01:28:57: meine Mutter siehst Du dort?
01:28:58: Erlkönigs-Töchter
01:29:00: am düsteren Ort?
01:29:01: Mein Sohn, mein Sohn ….
01:29:02: ich sehe es genau.
01:29:03: Hey Mädchen, kommt mit.
01:29:05: Der ist doch blau!
01:29:07: Ich liebe dich.
01:29:08: Mich reizt eine
01:29:10: schöne Gestalt und bist
01:29:13: du nicht willig so brauche ich.
01:29:16: Halt!
01:29:17: Nimm deine dreckigen Griffel weg geht zurück in dein Ödesversteck.
01:29:21: Die Mutter ist gereizt gibt ihm eine Schelle reicht den Töchtern ihre Hand ganz schnelle.
01:29:27: sie wollen gern mit ihr gehen.
01:29:30: lassen den Erlkönig alleine stehen.
01:29:33: Wohl behalten, verlassen sie den Wald.
01:29:36: So was versucht der König nicht mehr so
01:29:47: bald.".
01:30:01: Gerne.
01:30:04: Ich hab noch ein Thema, was ich unterbringen will, aber das kann ich auch später
01:30:06: machen.
01:30:07: Ja, können wir auch spätermachen?
01:30:08: Ja!
01:30:09: Also Popkultur... Ich hab' noch einen Nürnberg-Thema dabei und also entweder machen jetzt Popkultur oder wir machen Nürnenberg... Ja
01:30:17: gerne!
01:30:18: Okay.
01:30:19: ...Nürnberg.
01:30:20: Nürmberg.
01:30:20: Also
01:30:21: genau.
01:30:22: Also passen Sie auf.
01:30:23: Ich weiß nicht ob sie...
01:30:24: Also Prinzess Simononoke zum Beispiel
01:30:27: Was ist denn bei Prinzessin Mononoke?
01:30:29: Ja, da ist ja das, dass immer der Eber kommt.
01:30:33: Und es gibt den Waldgeist auch verschiedene Waldgeister.
01:30:35: Es
01:30:35: gibt verschiedene Wald-Geiste, es gibt doch diese
01:30:39: Bobbelmännchen,
01:30:41: die so lustig rausbobbeln
01:30:43: aus
01:30:44: dem Wald und es kommt aber immer der Ehbar.
01:30:47: Der Ehbar ist aber gar kein Ehbar!
01:30:49: Sondern... Das
01:30:50: ist eigentlich ein Ehbar von einem bösen Dämon besessen
01:30:55: ist.
01:30:56: Wann das nicht so Würste auch einst?
01:30:57: So Würste,
01:30:58: Wurstdämon!
01:31:00: Und der kommt immer raus aus dem Wald und greift des Dorf an.
01:31:06: Auch wieder Wald.
01:31:08: oder wird ein junger Mann, der mutig genug ist, er wird dafür auserkoren diesen Eber zu jagen, er jagt ihn dann Und er wird fast getötet, aber da hilft ihm dann Prinzess Simononoke schon eine Menschgestalt die aber ganz mit dem Wald im Eins ist.
01:31:35: Die quasi der Wald, die mit dem bald kommunizieren kann.
01:31:38: Aber es ist schon eine menschliche Figur
01:31:40: oder?
01:31:40: Ja, die auf einem weißen Wolf, der sprechen kann reitet und die hilft dann diesem jungen Mann zu verstehen, dass dem Wald eine große Gefahr droht.
01:31:51: Aus der Stadt nämlich und das der Waldgeist, der Wald Gott, ein großer, sieht aus wie ein Hirsch mit einem menschlichen
01:32:02: Gesicht.
01:32:02: Ja ja.
01:32:03: Dass er nämlich, dass der warnt.
01:32:07: Das dir bitte was?
01:32:07: Dass
01:32:08: der davor warnt!
01:32:14: Dann ist es so ein Spiel aus Zwischenwald und Stadt.
01:32:19: Wer gewinnt am Schluss?
01:32:23: Sie werden es erfahren nach der Exposition, dann kommt der zweite Akt und dann wird's schnell sehr spannend wo da nämlich der Gott enthauptet wird.
01:32:36: Aber wie es ausgeht, das erfahren Sie.
01:32:39: Bei Pzelsimone und...
01:32:41: Ja genau!
01:32:42: Genau.
01:32:42: aber hier haben wir ja auch also ich würde sagen Miyazaki heißt der Schöpfer dieser Welt hat immer wieder dieses Thema.
01:32:53: von da sind wir eigentlich auch wieder.
01:32:56: das ist ja auch interessant.
01:32:58: zum einen haben wir natürlich zum ein haben wir eine Motive aus der Japanischen Mythologie oder den Märchen, dass so alles beseelt ist.
01:33:10: Nicht wahr?
01:33:10: Das ist ja ein Schinto-Thema das Gegenstände oder auch Dinge irgendwie eine Seele haben.
01:33:16: Dass es alles von Geistern... Also überall sind Geister die für etwas stehen, für irgendwelche Kräfte.
01:33:22: Sind Sie Ebert vom Meisen Draht?
01:33:25: Sind sie Ebert?
01:33:27: Nein!
01:33:27: Ich bin nicht Ebert.
01:33:30: Jetzt lassen sie doch mal.
01:33:31: Haben Sie
01:33:31: es gesehen?
01:33:32: Lassen Sie mich
01:33:32: doch bitte in Ruhe damit, das macht mir Angst!
01:33:35: Haben Sie die Gestalt gesehen?
01:33:38: Sehen Sie
01:33:38: es?!
01:33:39: Nein
01:33:40: ich sehe gar nix, ist es dumm.
01:33:41: Hol
01:33:41: dir den Aura Codex.
01:33:43: Ich will kein Aura codex, ich will jetzt über Mirazaki reden.
01:33:47: Also diese Sachen stecken da natürlich drin der Wald als dein Geist hat Der aber nicht nur ein Geist ist wie wir bei der Romantik hätten sondern Das sind wirklich Entitäten, mit denen man auch in Kontakt treten kann.
01:34:04: Die auch sich rächen zum Beispiel, die eine Gegenkraft auswirken wenn man ihnen was tut.
01:34:09: das ist ja ein Schinto im Prinzip.
01:34:11: gleichzeitig muss ich aber auch feststellen dass da schon auch ne gehörige Portion Märchen europäischer Natur irgendwie auch mit drin steht.
01:34:19: und Gilgamesh,
01:34:20: das was
01:34:20: sie vorhin erzählt
01:34:21: hat,
01:34:22: dass der gerungen wird,
01:34:24: dass
01:34:24: er im Wald gerungen
01:34:27: Ja.
01:34:28: Mit dem Gott?
01:34:29: Und deswegen ist es ja auch Popkultur, weil's nicht nur eine Linie ist, die von einem Alter einfach weitergeführt wird, sondern das Schöne an der Popkultur, dass sie immer so verschiedene, gerade in heutigen Zeiten, so verschiedene Strömungen ineinander vereint.
01:34:45: Potpuri
01:34:46: hat bei uns immer gesagt.
01:34:48: Pot-Puri!
01:34:48: Man hat sich aus allen Töpfen, was man gewollt hat, hat man sich dann eine Potpourri zusammengemacht und lecker reingerochen Und es rocht dann zum Beispiel nach Parcouli, nach Nelke.
01:34:59: Sandelholz, Pfefferminze, Salzbeih, Weihrauch, Gold und Mürre
01:35:10: und auch andere
01:35:13: Sandelholtes mit
01:35:15: Hagebuttengeschmack,
01:35:18: Räubusch, Sahnekaramell, Himbeer Traum... Winter, Hütte, Kreuzkümmel
01:35:31: und Zitrone-Inger.
01:35:33: Lavendler und Kalendula.
01:35:38: Und das ist auf jeden Fall, finde ich auch immer sehr wichtig zu gucken welches Motiv wird jetzt angesprochen?
01:35:46: Wenn zum Beispiel ein Motiv angesprochen wird was ist denn gemeint?
01:35:52: Da gucken sie zum Beispiel einen Lars von Trier.
01:35:55: Stimmt, da gibt es auch... Antichristen?
01:35:57: Antichrist ist sehr mit Wald.
01:35:58: Der im Wald
01:36:00: spielt in der Stadt.
01:36:02: aber in dieser Stadt ist so eine Entfremdung da und man weiß nicht genau was eigentlich los ist die ganze Zeit.
01:36:08: Was ist denn überhaupt
01:36:09: los?!
01:36:11: Und dann wird er in den Wald hineingegangen und plötzlich versteht man, aha!
01:36:17: Was ist hier los?
01:36:18: Die Tiere kommen dann plötzlich und sprechen, fangen die Sprechen an.
01:36:23: Dann kommen sie in die Wohnung ohne sich anzukündigen.
01:36:27: Es ist ja unglaublich was da in dem Wald passiert.
01:36:30: Und da merkt man dann, aha!
01:36:31: Die Psyche das Unterbewusstsein, das Unbewusste... Das wird plötzlich nach außen gekehrt und plötzlich kann diese Protagonistin, kann plötzlich ihr wahres Ich zeigen oder kann zeigen, was sie eigentlich, wenn sie nicht in der Stadt ist.
01:36:50: Was die da maskiert.
01:36:53: Ja
01:36:54: absolut
01:36:56: und da ist ja auch wieder spannend auch hier wieder ganz ganz.
01:36:59: wir sind ganz weit weg vom neunzehnten Jahrhundert.
01:37:01: aber trotzdem diese Funktion des Waldes als Motiv fürs Unterbewusstsein taucht auch in der Popkultur ständig wieder auf.
01:37:12: Sevis, ja genau natürlich im Horrorschorin.
01:37:14: Natürlich habe ich gesehen.
01:37:16: Das ist natürlich Kevin in the Woods.
01:37:18: Kevin in The Woods?
01:37:19: Alone In The
01:37:21: Woods.
01:37:21: Pepperwoods
01:37:22: gibt es auch noch oder zum Beispiel The Evil Dead und Tanz der Teufel.
01:37:27: Also
01:37:29: der Wald ist ein sehr beliebtes Thema weil sie sich natürlich auch filmärisch sehr anbietet da man sieht nicht genau wo ist denn jetzt der Mörder wer ist denn der Möhrer überhaupt?
01:37:43: Oder der kann ja hinter dem nächsten Baum sein, zum Beispiel das Ländermann.
01:37:47: Das
01:37:47: Länderman stimmt auch Prokultur, stimmt im Spiel oft im Wald ist auch die Figur Slenderman.
01:37:53: kennen jetzt vielleicht die etwas älteren nicht.
01:37:56: ich habe letztens ganz kurz kennen sie bitte
01:37:58: ein Mem
01:37:59: ein Mem.
01:38:00: Ja also es sind intern also im Internet sehr bekannt.
01:38:04: Interessanterweise habe ich das Gefühl, dass ich schon sehr alt bin.
01:38:09: Ich war letztens in der U-Bahn gesessen und hab so jungen Menschen zugegangen.
01:38:17: Man kann es ja nicht verhindern.
01:38:18: die reden oft sehr laut was ich auch gerne zuhör.
01:38:22: Und dann fielen so das Wort kennst du Slenderman?
01:38:25: Das ist eine Figur aus Minecraft.
01:38:29: Dann dachte ich mir so ich bin sehr alt geworden Ja, das hab ich anders in Erinnerung.
01:38:37: Also Slenderman
01:38:38: ... Sie kennen Slendermen noch aus Worten?
01:38:40: Ich kenn nur Slendemenn aus persönlich!
01:38:44: Und es ist halt ein Horror.
01:38:45: Es war doch ein Horr- ... also verfalle ich jetzt schon der angehenden... Nein, nein.
01:38:52: Also das war doch ein Computerspiel.
01:38:54: was ist?
01:38:55: der Stand alone?
01:38:56: war wie man in der Fachsprache sagt also was für sich genommen eine eigene Reihe war.
01:39:00: und indem es man in einer in einem düsteren Wald war und man hat Zettel Buchseiten gesammelt und wenn man Pech hatte durch Zufall stand eine schlachsige Pfale Gestalt hinter einem und dann ist Schluss im Karton.
01:39:16: und das war eines Spiel.
01:39:18: ob das spannend ist.
01:39:19: Es hat sich auf jeden Fall durchgesetzt als Mem, also diese Figur dieses Schlaxigen im Anzug nicht
01:39:25: wahr?
01:39:26: Im Anzug ne?
01:39:27: Ich glaub sogar Hut wenn ich mich richtig erinnere.
01:39:28: Nein ohne Hut!
01:39:30: Sehen Sie das war ein Nelson Mandela Effekt.
01:39:35: Aber dieses ist ein ikonisches Bild geworden der Popkultur und immer wieder referenziert Memes ja...
01:39:41: Ach sie meine ich weiß was sie meinen.
01:39:43: Sie meinen
01:39:45: Breaking Bad
01:39:45: Das war mit dem Hut und dem Bad.
01:39:53: Ich glaube, ich hätte da aufstehen müssen.
01:39:57: Zivilcourage zeigen müssen und sagen müssen, Halt Stop!
01:40:02: Ihr Kack bratzen...
01:40:04: Es ist Standalone.
01:40:05: Es
01:40:05: ist standalone, das ist nicht aus Minecraft.
01:40:10: aus meiner U-Bahn.
01:40:11: Ja, jedenfalls das Unterbewusste ist ja auch... Also Slenderman spricht ja klassischerweise auch so ein bisschen Ängste an und ich glaube der Horrorfilm spielt ja sehr oft auch in der Wald.
01:40:23: Denken Sie an diese ganzen...
01:40:26: wie
01:40:26: ist dieser Fond Footage Film?
01:40:28: Ja, The Blair Witch Project.
01:40:29: The Blair
01:40:29: witch project is ja auch Wald.
01:40:32: Es ist immer im Wald passieren die unheimlichen Sachen.
01:40:35: Ist es immer eine ein Holzhütte irgendwo, und dann ist sie verflucht oder eine Gruppe Jugendlicher ziehen da ein und wollen Ferien verbringen.
01:40:46: Das ist auch
01:40:47: ne gute Idee!
01:40:49: Aber natürlich wenn jugendliche Protagonistinnen in einem Text auftreten und in eine Hütte im Wald ziehen diese Schwelle das Erwachsenen erwachsen werden, es wird da überschritten.
01:41:07: Die Schwelle des Waldes hat natürlich auch eine ähnliche Funktion.
01:41:11: und
01:41:11: dann in diese
01:41:12: Hütte...
01:41:14: Dann muss man das glaube ich schon aus der Warte lesen dass ist hier eigentlich um ein Initiationsvorgang geht ins Erwachsenwerden.
01:41:24: Und das vielleicht auch gerade, dass dies in der Popkultur – wir sind ja grad noch in dem Popkulturpart – dass es gerade mit der Pop-Kultur so häufig vorkommt dieses Motiv?
01:41:36: Und dieses Abschlachten, das Gegenseitige... Manchmal ist es ja sogar gegenseitig.
01:41:40: Manchmal fangen die an sich selbst zu kanibalisieren im wahrsten Sinne.
01:41:44: Manch mal gibt's aber auch Kanibalen da wieder das Unzivilisierte was im Wald wohnt, die sie dann aufessen oder irgendwelche Monster.
01:41:51: irgendwie ist.
01:41:51: diese rohe Natur kann ja wenn man möchte, wenn wir das aus dieser Folie der Zivilisation denken, ja auch irgendwie ein Sinnbild dafür sein dass Sie jetzt in Die sagen wir in die Realität der Gesellschaft geworfen werden als erwachsene Menschen, die ja geprägt ist von sich gegenseitig auffressen.
01:42:12: Und dann ist es ein spannender Connex dass wir wieder Zivilisation quasi umgekehrt im Wald finden.
01:42:18: also das Zerrbild Menschlichen Zivilisation findet sich dann im Wald wieder, als wir zerfleischen uns gegenseitig ein ständiger Todeskampf und es sind Menschen da die uns aufessen.
01:42:29: Ich weiß nicht welcher Film das war.
01:42:31: ganz oft sind's ja Kannibalen dann auch die irgendwie?
01:42:34: Wrong Turn
01:42:36: oder
01:42:38: The Kevin Fever
01:42:39: finde ich sehr gut.
01:42:41: sie haben sehr gut auf den Punkt gebracht.
01:42:43: er möchte gar nichts dazu sagen außer Dass der Kaczynski, nein nicht Kaczynski.
01:42:49: Wie heißt denn der Unabomber?
01:42:51: Der war auch im Wald.
01:42:52: Welcher?
01:42:53: Der
01:42:54: Unabomba!
01:42:54: Der
01:42:54: Unabbomber.
01:42:57: Der hat sich im Wald versteckt und das gibt es ja immer noch fremaisend.
01:43:01: Wenn wir jetzt gar nicht über Popkultur reden sondern über Politik- und Zeitgeschehen in dem Wald...
01:43:10: Da
01:43:11: sterben die Leute.
01:43:13: Es gibt ja auch diesen Wald in Japan,
01:43:16: wo
01:43:17: dieser Jack... Wie heißt der?
01:43:20: Paul.
01:43:21: Ja.
01:43:21: Wo er hingegangen ist und die Leute gefilmt hat.
01:43:24: In dem japanischen Wald.
01:43:28: Und Una Bomba ist ja auch sowas.
01:43:30: ne.
01:43:30: Der wollte seine Pakete verschicken mit den Bomben drin.
01:43:35: Hat sich einfach im Wald in so ein Loch reingelegt und hat sich gedacht na ihr findet mich nicht
01:43:42: Trotzdem gefunden.
01:43:42: Ja, trotzdem
01:43:43: gefunden.
01:43:43: Schwierig!
01:43:44: Aber jetzt muss ich sagen... Es
01:43:46: ist schon auch immer sehr viel Tod im Wald?
01:43:48: Ja stimmt klar logisch.
01:43:49: da ist Gefahr
01:43:51: einfach weil es so unbeobachtet
01:43:52: ist.
01:43:52: und das Spannende bei der Romantik ist es ja beides.
01:43:56: Da ist es sowohl die Harmonie und die Schönheit als auch die Gefahr.
01:44:00: Ich muss gerade wo sie wohl zu benachrichtigen.
01:44:01: wir hatten jetzt Miyazaki und wir hatten diesen.
01:44:04: ich habe leider vergessen wie heißt dieser Wald in dem sich besonders viele Menschen in Japan umbringen Und wir hatten den Shinto-Glauben angesprochen.
01:44:11: Ich würde fast sagen, so gern das Koiportiert wird dass der Wald ein typisches deutsches Bild ist.
01:44:21: Vielleicht darf man Japan da auch nicht außen vorlassen?
01:44:25: Vielleicht ist Japan da sehr prädestiniert weil ja... Ja
01:44:27: und bei den ganzen Horrorfilmen hatten wir jetzt ja in Nordamerika
01:44:31: Gut aber da ist der Wald einfach nur Bühne für Grausamkeit.
01:44:36: Ja
01:44:36: klar, weil das ist was nicht erobert ist.
01:44:41: Weil das eben nicht die Zivilisation ist.
01:44:43: Sehr gut
01:44:43: heißen, wenn man es mich auf der amerikanischen Kulturfolie anschaut dann ist ja diese Idee von wir fangen im Osten an und breiten uns in Westen aus und machen alles platt und auch irgendwie alle Formen von menschlichen Leben.
01:44:56: einfach müssen wir unterjochen.
01:44:58: Das ist ja mit dem Wald sofort in Einklang zu bringen dass wir rotend Städte gründen eben Zivilisation bringen in Anführungsstrichen und einfach diese Uhr, dieses ursprüngliche Leben, die Natives quasi unterdrücken müssen.
01:45:14: Weil sie kommen ja aus dem Wald!
01:45:15: Wir kommen ja auch aus der Zivilization!
01:45:16: So wie
01:45:17: wir hier auch... Die
01:45:19: Barbares.
01:45:20: Ja, das war ja früher auf die...
01:45:21: Also was die Lateiner wie die uns genannt haben, die Deutschen, da sind ja die Barbaren, die Fremden, Barbara, die fremde...
01:45:33: Ich bin
01:45:36: sehr froh dass mir das nicht sagt!
01:45:39: Aber auf jeden Fall die, die auf den Bäumen hocken, das waren ja wir Und das war ja letztendlich dann, wenn die Römer hier ivarus schlachten.
01:45:48: Sie haben vorhin erst noch gesagt und der Rubikon und der ganze... Sie wissen schon?
01:45:54: Wie will Bilder Wall and how we make the Barbarians pay for it?
01:45:59: Das gab es ja damals auch schon!
01:46:02: Und das waren ja letztens wir.
01:46:03: also deswegen sind wir auch dem Wald zu verbunden aber wir sind sicher nicht die einzigen.
01:46:09: Stimmt.
01:46:09: Also wir dürfen das nicht so denken, weil das Deutsche ist plus weil die deutsche Kultur auch den Wald benutzt hat.
01:46:17: Ich möchte noch mal ganz kurz ... Karsten Stefan, ich bin der Wald.
01:46:23: ein sehr schönes sagen wir mal kleines humoristisches Gedicht das rekurriert auf dieses Schilder.
01:46:31: kennen Sie das?
01:46:31: wenn sie durch dem Wald laufen und dann steht da so'n Schild am Baum und dann sage ich, ich Bin der Baum!
01:46:35: Ich bin hier schon so lang pass auf und bete für mich.
01:46:37: kennen Sie dass fast wie ein Epitaph Text ist?
01:46:40: es hatte ich letztens erst in Marienbad Da stand ich.
01:46:44: Ich bin der Baum auf Tschechisch, auf Deutsch und auf Englisch.
01:46:48: Bitte werf keine Dose hierher wegen dem Pilzen!
01:46:52: Und
01:46:52: dann wollen wir vielleicht nur über ...
01:46:55: Ja aber jetzt haben wir erstmal Karsten Stefan.
01:46:58: Ich Bin Der Wald und danach gleich noch den anderen Karst Stefan.
01:47:01: Dann ist es ein Diktichgespräch im Herbstwald auch wieder gelesen von Hannes Göltener und Verena Schmidt.
01:47:09: Ich bin verkalkt.
01:47:14: Ich hege den Fuchswurm, ich hege Den Zeck!
01:47:18: Ich schütze den Räuber, ich Schütze die Hecks.
01:47:21: Ich werfe mit Ästen, ich warte voll arg, Ich blag in der Stube, ich baue euch den Sarg.
01:47:28: Ich spreche in fersen, ich schweige nie still.
01:47:31: Darum ihr Menschen rodet mich schnell.
01:47:41: Sie mein Liebster all'die Bäume Die im Sonnenlicht erstrahlen Einzig um der Schönheit willen, taten sie sich bunt bemahlen.
01:47:52: Die Welt ist voller Zauber!
01:47:55: Meine Kleine, hier weicht Stickstoff nur zurück in Stamm und Äste Und es bleiben Farbpigmente, dass ich keine Laus dranmeste.
01:48:04: Darin liegt ja gar kein Zaubern.
01:48:07: Aber Sie doch all die Blätter, die im Winde niederschweben.
01:48:11: Einzig Um der Schönheid Willen haben sie sich hingegeben.
01:48:16: Doch
01:48:16: Die Welt ist voller Zauber.
01:48:19: Blätter fallen nur im Herbste, weil der Boden bald gefroren.
01:48:24: Sie verdunsten sehr viel Wasser und der Baumeste verdocken.
01:48:27: Daran liegt ja auch kein Zaubern!
01:48:30: Aber hör doch all die Vögel, die ein letztes Mal noch singen, einzig um der Schönheit willen.
01:48:36: lassen sie ihr Lied erklingen... Doch?
01:48:40: Die Welt isst voller zauber.
01:48:42: Dieser Vogelsang ist nur ein Territorialverhalten.
01:48:47: Männchen scheuchen ihresgleichen, um so ihr Revier zu halten.
01:48:51: Darin liegt erst recht kein Zauber!
01:48:54: Aber höre ich deine Stimme?
01:48:57: Lisbeln die jene Sätze sagen Und dann sehe ich deine Schnute Der mein Wort will nicht behagen.
01:49:07: Darin liegt ein großer Zaubert.
01:49:15: Ich habe was entdeckt, Herr Eisenbauer.
01:49:16: Und zwar was Literarisches und so etwas mit Nürnberg zu tun hat... ...und was nicht aus dem neunzehnten Jahrhundert ist!
01:49:20: Ja.
01:49:21: Und es gibt sogar einen Bezug zur Wald.
01:49:23: Ja.
01:49:24: Kennen Sie sich mit der Literatur des Barock-Aus?
01:49:27: Nein!
01:49:29: Kennen sie den Peknesischen Blumenorden?
01:49:32: Ähm, ja da klingelt irgendwas.
01:49:37: Es ist was, ein Busch.
01:49:38: Aber
01:49:39: was?!
01:49:42: Wir haben in Nürnberg den ältesten Literaturclub der Welt, auch wieder Wald.
01:49:49: Wald komme ich gleich dazu.
01:49:50: Wir hatten glaube ich schon mal über diese Literaturvereine gesprochen als wir über diesen Sprachschutz gesprochen haben.
01:49:56: Als es darum ging das damals die französischen Wörter aus, dass sie sich überlegt haben was könnte man statt Pistole sagen oder so?
01:50:05: Und eine Ähnliche in einer ähnlichen Zeit – das war ja auch Barock.
01:50:10: Wo laufen Sie denn jetzt hin?
01:50:14: Also, sie müssen ihr Handy jetzt laden.
01:50:19: Ja
01:50:19: damit ich nach Hause komme beim U-Bahn... äh es gibt noch andere U-bahnen, u-bahnmeinig macht mir alles so.
01:50:26: Also der Peknesische Blumenorden das war einer dieser Literaturvereine da haben sich Dichter und Barockdichtkunst das wissen sie wahrscheinlich besser als ich ist ja schon mal ein ganz eigenes Thema mit eigenen Geplogenheiten, wie man Gedichte zu schreiben hat und alle haben immer das Gefühl sie wissen ganz genau wie jetzt die richtige Abfolge von was also sehr formelhaft auch zum Teil.
01:50:50: Und da haben sich in Nürnberg deswegen auch pekinesischer Volumenorten wegen der Peknitz, die haben sich dahinter im Flughafen getroffen, die hatten einen sogenannten Irrhein, also so etwas wie ein Irregarten bloß als Hein.
01:51:04: Und Hein ist ja schon relativ nah am Wald dran, wir kommen aber noch näher an den Wald ran.
01:51:09: So
01:51:11: ein Labyrinth, so einen Nairgarten aus Hecken, aus Gestrüpp.
01:51:15: Und da haben die sich ... Ich muss mir das einfach nur vorstellen!
01:51:18: Haben sie so'n Bild von Barockenmenschen mit diesen Perücken?
01:51:21: Und irgendwie alle so bisschen leicht campy angezogen?
01:51:25: Ja.
01:51:25: Somit so Röcken und so.
01:51:27: Da stell ich mir die vor.
01:51:28: Das waren auch feine Herren der feinen Gesellschafts.
01:51:30: Patrizia, Joachim von Sandrat oder von Birken.
01:51:34: Ich weiß nicht, ob Sie schon mal gehört, ein Literat aus Nürnberg in Barock.
01:51:39: Und ich stelle mir dann vor, diese Herrschaften laufen dann so durchs Labyrinz fast zu kichernd.
01:51:44: Natürlich auch nur Männer erlaubt dort und erzählen sich dann so Gedichte... Also ich finde das hat schon es ist sehr campy!
01:51:50: Und dann durften die sich wenn sie da Mitglied wurden durften sie sich Irgendwo in diesem Hein durften sie sich ein Laubhaus bauen, Herr Eisenbad.
01:51:58: Die haben sich Hütten aus Laub zusammengezimmert im Irrgarten und dort haben sie sich gegenseitig Gedichte vorgelesen.
01:52:05: Und das Stärke ist – ich habe es leider verpasst letzte Woche oder jetzt aus der heutigen Sicht Vor ein paar Wochen war das Alljährliche der Dichterwettstreit, der immer noch in Nürnberg...
01:52:15: Da müssen wir mal hingehen.
01:52:16: ...der Müssen im Kraftshof ist es und die treffen sich da immer noch auf diesem Gebiet weil dieser Verein nämlich dieses Gebiet von diesen Irrheimen einfach besitzt immer noch seit dem sechzehn Jahrhundert.
01:52:28: Warum
01:52:28: gehören wir dann nicht?
01:52:30: Das frage ich mich auch!
01:52:33: Was sind das für Menschen, die da in diesen Orden sind?
01:52:36: was für Gedichte schreiben die?
01:52:37: wer gewinnt diese Preise?
01:52:38: übrigens Du kriegst ne Blumentopf, wegen Blumenroden.
01:52:41: Man kriegt eine Blumentopfe zu gewinnen.
01:52:43: Sind die lustig?
01:52:44: Sind ihr ernst?
01:52:46: Sind die alt?
01:52:47: Sind sie jung?
01:52:47: Ich weiß es nicht!
01:52:48: Wir müssen da unbedingt mal hin.
01:52:50: Weil dieser Irrhein existiert nicht mehr als Heckenlabyrinth aber er existiert mit so Irr-Struktur
01:52:59: drin.
01:53:01: Da ist jetzt ein Wald aus und ich fahre den Punkt quasi nach Hause.
01:53:08: Es war einmal einen Heckenlabyrinthe im Barock.
01:53:11: Und Barock ist ja ... Barocke-Gartenkultur ist ja das Imbegriff von, wir machen uns die Natur unterteilen!
01:53:17: Wir schneiden die Hecken bis sie perfekt gerade in ein neunzig Grad Winkel haben.
01:53:21: Wir bauen wahnsinnige Gartenanlagen mit aufwendigsten Kostbarsten und wirklich
01:53:29: durch
01:53:31: rationalisierten, nicht rationalisiert, durch komponierten Formen.
01:53:35: Ja.
01:53:36: Und der Zahn der Zeit Herr Eisenbad?
01:53:39: Nagt jetzt an diesem historischen Irrgarten und macht daraus einen Wald mit hohen Bäumen, in denen jetzt auch Vogelarten leben.
01:53:49: Also der darf auch nicht mehr weggemacht werden weil er tatsächlich ein Biotop geworden ist.
01:53:56: Und trotzdem hat sich dieser Verein... Da ist
01:53:59: der Buchstündsler drin!
01:54:02: Der darf nicht gerodet werden.
01:54:04: Aber Herr Eisenbad ist doch fasziniert, dass wir so was haben!
01:54:08: Wir machen jetzt seit wie lang?
01:54:09: Gehen
01:54:09: wir da nicht
01:54:09: hin?!
01:54:10: Warum
01:54:10: gehen wir da noch nicht hin?
01:54:10: Warum sind wir da und warum haben wir noch keinen goldenen Blumentopf gewonnen?
01:54:13: Warum hat niemand von denen hier etwas eingesendet?
01:54:14: Letzte Sendung waren wir hundert Jahre schon gesendet.
01:54:18: Also hundertmal schon.
01:54:21: Und trotzdem habe ich bis vor kurzem noch nie vom Peknesischen Blumenorten gehört... Also
01:54:26: wir machen jetzt ein Ultimatum.
01:54:27: wenn sie bis zum Ende des Jahres sich gemeldet haben bei uns und hier Rapport gemacht, dann
01:54:33: werden wir
01:54:34: bei ihnen beantragen dass wir selber Mitglieder werden.
01:54:38: Und dann werden sie fertig machen von innen.
01:54:41: aber so
01:54:43: also das war der Pägnis.
01:54:44: ich muss es einfach ich muss das loswerden.
01:54:46: und es hat zum Wald gepasst auch dass der Walzig dieses Gebiet zurück geholt hat und er verrocknet.
01:54:51: Ich habe das wirklich schon oft gehört diesen
01:54:54: Namen
01:54:55: Diesen Namen, diesen Catchphrase.
01:54:57: Aber ich wusste immer nicht genau was es ist aber das ist
01:55:00: es.
01:55:00: Ja sehr gut!
01:55:02: Wenn Sie hier draußen... Es muss doch irgendjemand jetzt statistisch gesehen zuhören der oder die?
01:55:07: Ich glaube Dr.Fuchs weiß davon ganz viel.
01:55:10: Wir müssen Dr.
01:55:10: Fuchs mal
01:55:11: quälen
01:55:13: und foltern.
01:55:14: Ich glaube wir sind langsam durch oder?
01:55:16: Wir sind
01:55:16: ziemlich durch.
01:55:16: sie haben noch einen kurzen Text bevor wir die Verabschiedung
01:55:19: machen.
01:55:19: Zwei kurze Texte hintereinander weg.
01:55:22: Äh, genau.
01:55:23: Also ja dann ein Text und einer am Schluss.
01:55:25: Okay, dann hören wir jetzt den Andreas Brucker.
01:55:28: Wald.
01:55:31: April-April.
01:55:32: Schon verstecke ich die Eier im Wald.
01:55:36: Wer bin ich?
01:55:36: Und
01:55:37: warum?
01:55:39: Der Soldaten Osterhase als neuer Kanzler und bewertungstechnisch Bin ich nur noch im politischen Wald für neue Armut.
01:55:50: Wie für euch
01:55:51: bestellt?
01:55:52: Ja bitte schön.
01:55:53: Und danke schön!
01:55:55: Seien Sie herzlich dafür eingestellt, dass wir kein Schwimmen in Bäder mehr ermöglichen.
01:56:03: Da wir es bevorzugen ein wildes Seebaden zu erlauben was uns Wahlerfolge garantieren wird.
01:56:12: Da ja neuerdings gehirnfressende Amöben als Klimawandelbeigabe im Wasser hier dies unerwartete Wahlhelfertum nutzvoll einsetzen werden.
01:56:25: Sehen Sie mich als ein neuen politischen System-Sprenger an, der im psychopathischen Verhalten seine Grundkenntnisse erworben hat.
01:56:38: und hier im Parteienbürokratischen Wald Dinge so zu gestalten, dass wir alle neuerdings Regierungbewegungstechniken besser verstehen.
01:56:51: Nach dem Motto Eier für alle macht freier im Wald.
01:56:56: Das
01:56:56: Gerede von immerzuawartender Armut als politische Lösung für einen neuen Wohlstand macht die Leute handlungsunfähig!
01:57:05: Da diese Schizophrenie in ihrer
01:57:07: eigentlichen
01:57:08: Aussage jedwede Kreativität und Impulsförderung zum neuen Wachstum zerstört.
01:57:13: Dadurch kommen nur falsche Entscheidungen zustande, die alles weitere verschlimmern werden!
01:57:19: Wir führen euch zurück ins... Ja, ist Liebe.
01:57:36: Ich hoffe ich habe es vergessen aber ich glaube
01:57:37: das passt.
01:57:38: Ich hoff sie haben nichts vergessen, aber ich glaub es passt!
01:57:42: Das war zwei Stunden Eisenbad und Meisenrad bei Radio Z. Das interessante Magazin für Sie.
01:57:49: Mit
01:57:50: viel Information wenn
01:57:51: Sie alles anschauen wollen.
01:57:51: Infotainment.
01:57:53: Ja sagt man so ne?
01:57:54: Sie können die Sendung eine Woche lang auf radio-z.net nachhören Und dann wird es irgendwann auf Ihren Podcast Ketchup drauf geblieben und wenn sie möchten, dann empfehlen Sie uns weiter.
01:58:08: Wenn Sie zum nächsten Thema was schreiben möchten müssen Sie sich sputen denn am zweiten Juni sind wir live im Loft in Gostenhof.
01:58:20: da werden wir für Sie eine schöne Sendung machen zum Thema Suppe.
01:58:25: Das Thema haben wir uns schnell hier ausgedacht und dann im Monat darauf geht es weiter mit dem Thema Farben.
01:58:32: Wir schieben nochmal durch die Gegend.
01:58:34: Und da werde ich mich schon freuen, auf Ihre Replik erobgöte Farben war, denn das wird wahrscheinlich ein längerer Block, auf den ich mich jetzt schon freue!
01:58:44: Aber jetzt geht es erstmal um Suppe – wenn Sie einen Text zum Thema Suppe haben, freuen wir uns bis zum dreißigsten.
01:58:51: Mai auf ihrer Einsendung.
01:58:53: Also ran an die Schreibgriffe!
01:58:55: Sie
01:58:55: können aber auch, also quasi bis nächste Woche, sie können aber gerne ins Loft kommen, ihren Text mitbringen und gerne bei uns einfach auf der Bühne lesen wird aber aufgezeichnet.
01:59:05: Tschüss Frau Meisenbach!
01:59:07: Danke,
01:59:07: dass Sie sich die Zeit genommen
01:59:08: haben
01:59:09: in meine Sendung zu kommen für Heradio Z.
01:59:13: Also jetzt noch der Letzten.
01:59:15: Das ist mir mal so stehen... Hier, Innenwald David Telgin
01:59:23: Jetzt kommt die Strafzeit übrigens.