Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Das Magazin für Eigenart

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:02: Das sieht aber lecker aus.

00:00:13: Ist das mit Celery?

00:00:16: Was?

00:00:18: Entschuldigung, ist das Nudelsuppe?

00:00:26: Welche... was kann ich Ihnen denn geben?

00:00:28: Ich hätte gerne... Haben sie auch was ohne Milch?

00:00:33: Nein!

00:00:39: Was können Sie mir denn empfehlen?

00:00:42: Sie wissen nicht, was Sie wollen.

00:00:45: Sind Sie oft so ohne den Schloss

00:00:46: in dem Leben?

00:00:46: Ich habe gehört dass die Suppe sehr gut sein soll...

00:00:49: Ja das ist hier auch

00:00:50: Aber der kocht sehr unfreundlich.

00:00:52: Deswegen bin ich... Ist es mit Krabbenfleisch?

00:00:57: Nein Ich hätte gern was, ich mach viel Sport und ich möchte gerne zulegen quasi.

00:01:07: Verstehen Sie?

00:01:08: Keine Suppe für dich!

00:01:11: Naja gut, ich stelle mich noch mal im...

00:01:13: Hinten anstellt!

00:01:15: Ja bitte!

00:01:16: Nächster

00:01:18: Hallo!

00:01:19: Diese Suppe sieht aber sehr lecker aus.

00:01:21: da kann ich vielleicht mal von der kosten?

00:01:24: Natürlich dürfen sie von der Kosten!

00:01:25: Darf ich mal von den Kosten?

00:01:27: Nein hinten anstellen, no soup for you!

00:01:28: Schade

00:01:30: Guten Tag.

00:01:32: Ich habe einen Sportbeutel dabei und da, ich habe so eine... So ein Zipplock-Beutel.

00:01:40: Können Sie die Suppe?

00:01:42: Ich hätte gerne die von der... Die da drüben von, gerne einen Löffel voll.

00:01:48: Die Samtsuppe?

00:01:50: Ja!

00:01:51: Wissen wir überhaupt was da drin

00:01:52: ist?

00:01:55: Verdaten sie es

00:01:55: mir?!

00:01:56: Keine Suppe für dich!

00:01:57: Ach nee!

00:02:00: Und jetzt kommt der Abbinder.

00:02:03: Funktioniert sehr gut!

00:02:05: Ich fand's sehr lustig, ich fand es sehr lustige.

00:02:09: Ja da muss man ein bisschen kulturell gebildet sein.

00:02:14: Jetzt geht auch die Sendung schon los.

00:02:15: na super

00:02:19: Das Geste

00:02:20: was wir hier gemacht haben.

00:02:31: Los!

00:02:38: Mit Professor Doktor Hartmut Eisenbad

00:02:41: und Magdalena Meisendrad.

00:03:36: So, jetzt vielleicht kurz so dass wir das... Ja, danke schön.

00:03:41: Mensch!

00:03:43: Das ist ja was im Radio-Aplaus, Herr Eisenbad.

00:03:45: Haben Sie das schon mal erlebt?

00:03:47: Das habe ich noch nie erlebt.

00:03:48: Das ist wirklich ein herzlich willkommen zu Eisenbad und Meisenrad Magazine für euch.

00:03:53: Mein Name ist Prof.

00:03:54: Dr.

00:03:55: Atman.

00:03:56: Eisenbad, neben mir sitzt meine Kollegin ...

00:04:00: Ja, hallo!

00:04:01: Wollt

00:04:01: ihr meinen Namen vielleicht noch nennen?

00:04:03: Ja genau, Frau Doktor.

00:04:04: So

00:04:05: gut.

00:04:07: Was erwartet sie heute?

00:04:10: Am achtundzwanzigsten Februar.

00:04:14: Ja, sagen Sie es doch einfach frei raus mit der Schnauze?

00:04:20: Also wir sind nicht live!

00:04:24: Jetzt haben sie's ja verraten.

00:04:25: Wenn Sie anrufen wollen... Wir sind heute nicht live.

00:04:28: die Nummer ist vier fünf zero zero sechs sechs sechs.

00:04:31: da läuft jetzt die Konserve Frau Meisendraub.

00:04:35: was erwartet uns heute in diesem?

00:04:39: Ja, wir haben einen bunten Blumenstrauß gepflückt für das werte Publikum.

00:04:44: Das Auditorium nicht wahr?

00:04:45: Wir haben hier wenn Sie sich umgucken auf Ihren Tischen befinden sich gewisse Luftkissenbote mit dem Inhalt einer japanischen Traditionsmanufaktur.

00:05:01: Kann mal kurz für die Zuhörerinnen zu Hause, kann ich mal ...

00:05:05: ein ASMR

00:05:06: machen.

00:05:07: Müssen wir ganz leise sein?

00:05:09: Wenn Sie wollen können sie im Publikum aber auch mitmachen!

00:05:20: Ja wenn das nichts ist... Vielen

00:05:23: Dank.

00:05:23: es wirklich unglaublich, dass auf YouTubey würde das jetzt ... klickst du.

00:05:29: ... fünfzig Millionen.

00:05:30: Und da

00:05:30: sind wir schon mitten im Thema.

00:05:31: Unser Thema ist ja heute.

00:05:33: Ja.

00:05:34: Suppe

00:05:34: und wir sind ja jetzt gerade, wie haben wir hier grad das hier gemacht?

00:05:38: Nicht wahr?

00:05:38: Und von dem hier ist es ja nur noch ein kurzer Schritt bis zu diesen so genannten Muckbangen-Videos.

00:05:45: Genau, also wo man quasi ... Wo KreatorInnen, wie man das heutzutage sagt, SchöpferInnen dieses Internets sich hinsetzen und zum Beispiel eine Schrimpsuppe in sich hinein schütten und dann schon andere Menschen sich das an und sagen, dass haben sie aber gut gegessen, zum Beispiel.

00:06:04: Kennen Sie das?

00:06:05: Kennt ihr das?

00:06:05: Muckbang?

00:06:06: hat schon jemand Muck bang gemacht!

00:06:08: Also geguckt?

00:06:09: Noch nicht.

00:06:11: Das müssen Sie sich so vorstellen, Riesentisch und da zum Beispiel Schweineohren oder andere Sachen.

00:06:18: Und die werden dann alle... also sie denken sich das kann doch keine Familie essen!

00:06:24: Und dann kommt eine ganz zierliche Frau zum Beispiel und hat ein Mikrofon vor der Nase und dann beißt sie in die Ohren hinein und dann kommt es bei ihnen so an als würde sie in ihre Ohren beißen.

00:06:36: Stellen Sie sich das mal vor.

00:06:38: Unser eins, also ich weiß nicht was für ein Jahrgang sie sind aber unser eines kennt das ja gar nicht.

00:06:44: Sie hatten ja damals nichts?

00:06:46: Ich hatte damals... Steine haben wir gegessen nach dem Krieg.

00:06:50: Wir hatten nur Stein-Suppe Ja, aber Suppe ist heute das Thema.

00:06:54: Was machen wir?

00:06:55: Wofür sind wir da?

00:06:57: Fragen Sie sich Ja, Frau Meisendrat.

00:07:01: Wofür sind wir eigentlich... Wir wollen über Literatur reden?

00:07:04: Richtig!

00:07:05: Wir haben heute sehr viele Texte dabei.

00:07:07: also wir hatten kurz Angst das...

00:07:09: Was uns freut.

00:07:10: Und das heißt sie werden sehr viel Literatur hören.

00:07:12: des Meister aus Nürnberg würde ich sagen es sind ein paar verstreute einzelne Seelen die sich dann aus dem aus anderen Gebieten unseres Landes hergeschickt haben und wir werden einfach so ein bisschen durch die Welt der Suppel streifen.

00:07:28: Haben Sie einen Lieblingstext?

00:07:30: Nein.

00:07:31: Aber wir können gerne...

00:07:33: Wir würden jetzt gerne mal einen unserer Sprecher und heute...

00:07:36: Lassen Sie mich kurz überlegen, wir fangen an.

00:07:40: warum nicht beim Anfang beginnen mit dem Text Ur-Suppe von Christian Knips der uns eine kleine Ursuppe geschickt hat?

00:07:50: Das ist doch ein guter Anfang würde

00:07:51: ich sagen!

00:07:52: Dann würde ich den Sprechersimon auf die Bitte bünen Dann wird das auch gut.

00:08:03: Applaus für Simon!

00:08:37: Es teilte, es eilte.

00:08:41: Es weilte und plötzlich hatte etwas einen Rand und hinter dem Rand stand einer und sagte Ich Und das Uhr Das Sub Das Blub Das ganze alte Warm gewesen sah hoch und dachte Oh nein schon wieder einer

00:09:09: Danke.

00:09:10: Danke, Christian Krips.

00:09:11: Danke Simon Metz.

00:09:13: Bleiben Sie gleich da und machen Sie noch unsichtbar bitte von Telgin?

00:09:18: Weil ich meine das passt gut zusammen Und dann müssen sie auch den Weg nicht so oft machen.

00:09:24: Natürlich Milchiges Schweigen Schwache Konturen Baumstümpfe Geiste Das Tal vom Schleier verschluckt Im Auge die unsichtbare Welt.

00:09:43: David Telgin Ja schön

00:09:49: Ja, jetzt können Sie auch wieder gehen.

00:09:51: Dankeschön!

00:09:52: Vielen Dank!

00:09:56: Warum

00:09:56: nicht einmal klatschen?

00:09:58: Wir sind ja... wir haben ja Zeit.

00:10:00: Genau also die Suppe Haben wir jetzt gerade schon so ein bisschen... Die Ur-Suppe ist ja auch so ein Bild.

00:10:07: Man stellt sich das vor, also in der Bibel steht hier schon der Geist des Schwimptanen über dem Grießknödeln.

00:10:17: und dann war irgendwann das Wort, da haben wir die Literatur, da sind wir schon Suppe und Literatur ganz nah beieinander.

00:10:24: Und dann gibt es diese Vorstellung dass alles aus Suppe entstanden ist, das ist ja wissenschaftlich belegt Die Ur-Suppe?

00:10:31: Ja.

00:10:31: Und ich war, wo sich dann plötzlich die Moleküle treffen und ein lustiges Stelldich einspielen... ...und dann ist plötzlich Leben da!

00:10:39: So fängt es mit der Suppe an.

00:10:41: Aber die IST man noch nicht, Herr Eisenbad.

00:10:43: Das stimmt.

00:10:44: Jetzt gucken wir mal ganz kurz in die Ethemologie rein.

00:10:46: Wir machen das immer gerne wenn uns nichts Besseres einfällt zu einem Thema.

00:10:50: Dann machen wir Wikipedia oder das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache aus.

00:10:54: Sie haben gesagt sie machen nicht mehr Wikipedia.

00:10:57: Nachdem ich es ihnen gesagt habe, dass es auch andere Wörter gibt.

00:11:00: Zum Beispiel Grims oder so Brockhaus oder

00:11:06: Pons langen Scheit

00:11:09: oder zum Beispiel gibt's auch... Wie heißt das andere Langwasser?

00:11:14: Ja, genau.

00:11:14: Oder Cambridge

00:11:16: University

00:11:17: gibt's auch...

00:11:17: Der große Lexa gibt es auch noch...

00:11:19: Blue Monday ist zum Beispiel auch ein guter

00:11:21: Song.

00:11:22: Gibt´s auch noch ja oder Thesa

00:11:24: Film.

00:11:25: Also jedenfalls wenn wir eines dieser alten Welt zu aufschlagen dann schlägt uns gleich das nordgermanische Wort Suppe

00:11:32: und

00:11:32: das heißt...

00:11:32: Jetzt schon verraten jetzt!

00:11:33: Jetzt habe ich es verratet aber ich sage Ihnen was das bedeutet.

00:11:35: Was denken Sie denn was es bedeutet?

00:11:37: Das kommt vom französischen Suppé wahrscheinlich

00:11:40: Nee, das ist der, der die Oper erfunden hat.

00:11:42: Ach

00:11:42: so!

00:11:47: Die Bedeutung ist tatsächlich ... schlürfen, trinken, saufen und saufen is ja da gleiche Wortsch, dann wiesuppen?

00:11:56: Ja.

00:11:56: Ist doch gut oder?

00:11:57: Also wir sind quasi am saufen.

00:11:59: Aha... Genau.

00:12:02: Und insofern können wir... Also das ist so alt, nicht wahr?

00:12:07: Wenn das schon aus den germanischen Wurzeln hatte, immer wenn ein Wort so alt ist in der Sprache dann gehört es ja schon

00:12:12: irgendwie

00:12:14: zum Grundbedürfnis oder was ganz Altes, was ganz Frühes und ich habe mal nachgeguckt die ersten bezeugten Suppen Der Welt, die standen in Töpfen.

00:12:25: In Mesopotamien.

00:12:27: Vor über dreitausend Jahren haben die Menschen schon angefangen Weizen oder andere Gräser mit Wasser zu verkochen und so.

00:12:35: dann hat es auch irgendwie geschmeckt.

00:12:37: Ja wir hatten ja sonst nichts.

00:12:38: Wir hatten vom Maisentrat.

00:12:40: das ist ja nun mal so da müssen sie sich gar nicht drüber lustig machen.

00:12:44: Das war eben früher nicht so, dass sie zum nächsten Big Mac laufen konnten.

00:12:49: Zum Beispiel und dann sagen kann Hallo ich hätte gerne zwei Chicken Nuggets zum Beispiel sondern da hat man sich eben selber sein Zübchen gekocht manchmal.

00:12:58: Manchmal hat man ein halbes Jahr von einem Kohlblatt gelebt vom Eisendrat aber wir haben es nicht so gut.

00:13:07: das wollte ich Ihnen nur noch mal sagen.

00:13:09: Wir haben unglaublich tolle Texte zum Thema Suppe bekommen.

00:13:14: Es sind auch einige Autorinnen heute da.

00:13:18: Eine Autorin habe ich vorhin schon gesehen, sie hat den Text schon einmal gelesen und sie kann sich jetzt... Sie kann noch mal zeigen wie der Text ist weil ich war dann nicht da!

00:13:31: Ich würde ihn gerne mal hören.

00:13:34: Und zwar kommt hier Margaret Berndreuter.

00:13:43: Letzt Fetz sprach der Frosch und sprang in den Ventilator.

00:13:48: Dieser Aufkleber mit diesem markigen Spruch drauf klebte bei meinem Vater in der Küche an den Fliesen.

00:13:55: Der aufgegeilte Frosch, der auf dem Aufklebe mit abgebildet war saß vor dem Ventilator und gierte erwartungsvoll nach seinem letzten Kick.

00:14:06: Wir saßen in der Küche die kaum genutzt wurde denn wir wohnten hier schon länger nicht mehr Und meinen Vater ernährte sich ungesund und fraßmehr als häufig Magentabletten.

00:14:16: Ohne die ging nichts.

00:14:19: Ich betrachtete den Frosch und hörte, wie mein Vater die Tabletten aus der Verpackung drückte.

00:14:25: Gleich eine Hand voll hinein in den Goschen Und dann mussten die zerbissen werden nicht einfach so hin unterschlucken Da wirken sie nicht informierte er mich während sich kalkiger Schleim in seinen Mundwinkeln ansammelte.

00:14:40: Mein Vater ars unregelmäßig und wenn dann immer zu viel, da musste vorgebeugt werden.

00:14:46: Denn es ging jetzt gleich zum Italiener.

00:14:49: Zu viert saßen wir in die Eckbank der Küche gedrückt und warteten auf unsere Abfahrt.

00:14:55: Hier gab es keine Spielsachen.

00:14:57: Nichts erinnerte mehr daran dass wir einmal hier gelebt hatten.

00:15:00: Die Wohnung wäre auch so viel zu klein für uns gewesen.

00:15:04: Zwei Zimmer Küche Bad.

00:15:06: Das Bad war dunkelgrün gefließt Aber es gab zwei Toiletten, auf die eine durfte nur unser Vater.

00:15:12: Das war seine!

00:15:14: Der neunhundertelfer Porsche, den er fuhr hatte die gleiche Farbe wie die Fliesen im Badezimmer.

00:15:20: Früher badeten wir vier Kinder zu viert dort in der Wanne.

00:15:24: Wir waren also enge gewöhnt aber diese Enge, die uns gleich bevorstand, war schon nochmal etwas anderes.

00:15:31: Wir fuhren mit dem Porsche zum Italiener.

00:15:33: Der Italienern war acht Kilometer entfernt von unserem Dorf.

00:15:37: Man konnte aber auch abkürzen und ein ganzes Stück auf einem Feldweg fahren, dann ging es schneller.

00:15:43: Es bestand die Hoffnung dass wir nicht die Abkürzung nehmen denn hinten eingekwetscht über die buckeliche Straße da wussten wir alle das das sicher nicht lustig wären würde.

00:15:55: unsere große Schwester durfte vorne sitzen Wir anderen drei zwengten uns hinten in den vorgeklappten Beifahrersitz Und einer hatte im wahrsten Sinne des Wortes Arschkarte gezogen, denn eine weitere Besonderheit des neunhundertelfer Porsche war und ist dass er ja nicht wirklich für Mitfahrerinnen über eine Person gemacht ist.

00:16:18: So besteht der beengte Rückraum aus keiner durchgehenden Sitzfläche sondern aus zwei einzelnen Mikrositzen zusätzlich noch durch eine Erhöhung in der Mitte abgetrennt.

00:16:34: Diese Erhöhung war aus, mit Leder überzogenen Hartplastik und schon vor dem Einsteigenden entbrannte unter uns ein heftiger Streit.

00:16:43: Wer denn nun in der Mitte sitzen müsse?

00:16:45: Ohne an Schnellgott!

00:16:47: Logisch!

00:16:48: Wir drängelten wie Wilde und Schubsten und Zerrten aneinander, da.

00:16:50: mein Bruder schaffte es als erstes sich an den Platz hinter den Fahrrad zu schieben.

00:16:55: Jetzt drehte sich das Sprieß um.

00:16:57: Diejenige die jetzt als zweites in der Reihe war befand sich automatisch an der unbeliebten Mitte.

00:17:03: Deswegen erfolgte das Zerren und Ziehen in die andere Richtung.

00:17:08: Ich verlor, meine Schwester duckte sich geschickt unter mir weg und schob mich dann mit voller Wucht ins Fahrzeug.

00:17:14: Ich versuchte mich noch den Sitz zu stemmen – aber da sprach unser Vater ein Machtwort!

00:17:19: Wir sollten jetzt gefälligst einsteigen und mit dem Theater

00:17:22: aufhören.".

00:17:24: Wie ein Huhn auf der Stange saß ich inzwischen also in der Mitte und obwohl ich nicht besonders groß war beurte mein Kopf an der Deckenverkleidung des Wagens und lud sich unangenehm elektrisch auf.

00:17:38: Die Fahrt ging los, die Fliehkraft in den Kurven schleuderte mich unsampft immer wieder auf die Schöße meiner Geschwister was diese auch nicht unkommentiert ließen und mich jedes Mal wieder zurückboxten.

00:17:50: Zehn Minuten können so sehr lange werden.

00:17:53: nachdem sich aber nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten wurde gingen es vermutlich etwas schneller.

00:17:59: wir quetschten Uns aus dem Fahrzeug und es dauerte eine Weile, bis ich wieder etwas in meinem Beinen spürte.

00:18:06: Dafür konnten wir uns jetzt beim Italiener bestellen was wir wollten Pizza Pasta oder in der richtigen Jahreszeit Kotze Miesmuscheln fand ich einfach den absoluten Wahnsinn, vermutlich weil es dann nicht so auffiel dass sich eigentlich kaum was gegessen hatte.

00:18:24: Die Muscheln kam in einer dampfenden Schüssel mit einer leckeren Tomatensuppe.

00:18:30: meine Geschwister rümpften die Nase aber von der Köchin Mama Persico wurde Ich bewundert das ich mir für ein Kind so ein ungewöhnliches Essen bestellte.

00:18:40: da gab Es dann auch natürlich keinen zurück mehr.

00:18:43: den Menschen der schafft genischen Mama die halb leer gegessene Mahlzeit zurückgehen zu lassen, der muss erst noch geboren werden.

00:18:51: Wir saßen am hinteren Tisch des Lokals.

00:18:55: Die Kinder saßen extra, die Erwachsenen hatten etwas zu besprechen.

00:18:59: Der schöne Wirt, in den wir alle ziemlich verliebt waren machte Geschäfte mit unserem Vater.

00:19:04: Schnell hat er es raus geschafft aus diesem Kaff zuerst nach Nürnberg und dann nach Mallorca.

00:19:10: Einen Promi-Laden mit bekannten Gästen soll er haben.

00:19:13: Boris Becker soll gern gesehener Gast gewesen sein!

00:19:17: Ich konnte also ungestört an meinen Muscheln mümmeln.

00:19:20: und dann gab es natürlich noch den Nachtisch.

00:19:23: Tiramisu mochten wir aber alle nicht, der Kaffee liqueur war nichts für unsere Geschmacksknospen.

00:19:29: dafür gab es amaretto warm mit Sahne.

00:19:33: ich schätze mal die waren zwischen acht und neun Jahre alt.

00:19:37: Es gab auch die extra schönen Likörschildchen und der Amaretto wurde dann kurz in der Mikrowelle erwärmt und mit einer großen Haubesprüh-Sahne garniert.

00:19:46: Es war wie Weihnachten, aber beim Amarettoschlappern natürlich erst mal die Zunge verbrannt.

00:19:51: Die Sahne hat das ganze ja erstmal gut abgedeckt, aber darunter war die alkoholhaltige Zykerflüssigkeit kochend heiß.

00:19:59: Ungeduldig aber weitergetrunken – die richtige Trinktemperatur durfte nicht versäumt werden!

00:20:05: Zu kalt schmeckte es nicht mehr.

00:20:07: An guten Abend den bekamen wir manchmal sogar zwei dieser köstlichen Mahlzeitabschließer.

00:20:13: Beim Hauseweg war ich für meine Verhältnisse so voll gefressen, mir war ganz egal wo ich saß.

00:20:19: Der Amaretot hat vermutlich sein Restliches das sich entspannt und ohne zu streiten dem Platz in der Mitte auf der Rückbank einnahm.

00:20:26: Nach der Ortsausfahrt stieg mein Vater aus Gas maximale Beschleunigung Ab in die Kurve.

00:20:33: Die Mischung aus Zucker und Säure machte mein Magen bei der langen Linkskurve kurz vor, da kommen den Ortschaft auf einmal eine Veränderung durch Und beim Abrimsen am Ortschild landete alles was ich mit meinem Magen befand im vorderen Teil des Wagens.

00:20:50: Danach sind wir nicht mehr zusammen dort hingefahren.

00:20:52: Mein Vater hat kurz darauf den Porsche verkauft und sich einen BMW Mit Flügeltüren zugelegt und da hatten dann wirklich nur noch zwei Personen Platz.

00:21:08: Dankeschön.

00:21:09: Wir haben übrigens auch, wenn Sie sich heute Mutig fühlen wir haben hier ein Publikums-Beteiligungs-Mikrofon.

00:21:16: Wir wissen zwar noch nicht genau wofür wir es brauchen?

00:21:19: Also sie können gerne vorkommen und ihr liebstes Rezept zum Beispiel hineinsprechen.

00:21:24: dann könntest bei Ausstrahlung was ja heute ist, könntest dann alle hören im Raum ... im Raum Nürnberg.

00:21:34: Also wenn Sie ein tolles Rezept haben zum Beispiel, oder wenn Sie sagen das war... Das waren meine beste Suppe an Weihnachten, zum Beispiel in neunzehntsechsundsiebzig.

00:21:45: Das werde ich nie vergessen!

00:21:46: Dann können Sie gerne vorkommen, Ihre Geschichte erzählen und dann können wir so lange rauchen

00:21:51: z.B.,

00:21:52: das können wir machen.

00:21:54: Ganz

00:21:54: nett ja aber das traut sich natürlich wieder niemand aus.

00:21:56: Frau Meidendrat?

00:21:57: Ja?

00:21:58: Martin Troschke ist Ihnen ein Begriff Trosche?

00:22:02: Troshka,

00:22:03: kenne ich.

00:22:03: Nein,

00:22:03: Martin Droschke.

00:22:05: Martin... Nicht Matroschka!

00:22:07: Also

00:22:07: ja.

00:22:09: Der haben Sie es mitbekommen was der gemacht hat.

00:22:11: Erzählen Sie.

00:22:12: Klassiker der Weltliteratur als Buchstaben so beverkauft.

00:22:16: Wirklich wahr.

00:22:17: Da können sie anrufen und sagen, ich hätte gerne einmal den Faust Und dann macht er so in den Sack rein und sucht die Buchstaben raus, können sie beim Einkaufen.

00:22:29: Kommt so als Recklambüchlein.

00:22:32: Krieg und Frieden ist so ein Zehn-Kilo-Sack!

00:22:34: Haben Sie es mitbekommen?

00:22:37: Nein, das gibt's wirklich.

00:22:42: Echt?!

00:22:43: Wer kennt das?

00:22:44: Hat schon jemand gegessen?

00:22:46: Dr.

00:22:46: Fuchs?

00:22:48: Sie haben das schon gegessen... Welches Werk der Weltliteratur hat sie erwischt?

00:22:55: Ah, jetzt das Publikumsbeteiligungs-Mikrofon.

00:22:57: Sehr

00:22:57: gut!

00:22:57: Der Einsatz... Ja

00:22:58: sehr gut!

00:23:01: Das war ein Bugkowski.

00:23:05: Die Geschichte von dem Briefträger, der die Suppe

00:23:10: ist.

00:23:10: Ja, kennt

00:23:11: jeder.

00:23:11: Und das muss man dann aber mit Whiskey auffüllen oder

00:23:16: heißen mit heißem

00:23:18: Whiskey und Schlagssan.

00:23:19: Und am besten ist wenn der Herr Droschke selber da auch aufpasst drauf, dass alles richtig gemacht wird.

00:23:26: Also sehr gut!

00:23:27: Da haben wir die Expertise wirklich hier.

00:23:29: Vielen Dank, Applaus für die Expertisen.

00:23:34: Das hätte doch uns einfallen müssen.

00:23:36: von Maisentrat.

00:23:39: Ich meine, Sie kennen das ja mit den Affen und der Wuchstaben.

00:23:41: Also die Suppe kochen... ...und dann kommt Shakespeare

00:23:46: raus!

00:23:47: So wahrscheinlich ist es, dass wir hier sitzen.

00:23:49: Manchi im Paradox.

00:23:49: Wenn

00:23:49: Sie unendlich viele manki... Das ist eine Art von Affe an unendliche Schreitmaschinen hinsetzen würden... Und es würde gut gehen.

00:24:02: Bei Unendlichkeit ist dann quasi durch die Unendigkeit gegeben,... einer oder zwei von den Affen möglicherweise was also nicht alles beschmieren würde.

00:24:20: Mit Fekalien, Frau Meisendrat!

00:24:22: Das ist die Infinite Monkey Theorie.

00:24:25: Stimmt es?

00:24:26: Habe ich's...

00:24:27: Ja, ja.

00:24:28: Ich passt fast, fast.

00:24:30: Aber Schreibmaschinen sind ja eigentlich auch viel zu gefährlich.

00:24:33: warum nicht einfach mit dem Federkiel zum Beispiel?

00:24:36: das wäre eigentlich besser.

00:24:38: hast besser zu Shakespeare, weil die sollen ja eigentlich Hamlet schreiben.

00:24:41: Die

00:24:41: sollen Hamlet schreiben genau!

00:24:43: Das habe ich ganz vergessen... Diese Affen haben die Aufgabe bekommen, Hamlet zu schreiben.

00:24:48: Das hab' ich vergessen bei der ganzen Prämisse.

00:24:51: So macht es überhaupt keinen Sinn, Frau Meißendrat.

00:24:53: So wie ich's erzählt hab'.

00:24:54: Gut dass ich da bin um sie wieder abzuholen.

00:24:56: Ja Sie hätten auch eingreifen können.

00:24:58: Das ist so schade.

00:24:59: wir können gar nicht plaudern, weil wir müssen Texte lesen.

00:25:02: Wir dürfen Texte präsentieren für Sie.

00:25:04: Wir müssen Textes

00:25:05: lesen lassen?

00:25:07: Wer wird's grad Bukowski hatten?

00:25:08: Sollen wir nicht mal Bakauski hören.

00:25:10: Ja, das ist eine gute Idee!

00:25:12: Das

00:25:12: ist

00:25:13: ja fast homophon.

00:25:16: Ich glaube er hat zwei Texte

00:25:18: dabei.

00:25:18: Er hat zwei Texe dabei aber feuern die gleich hintereinander weg damit es nicht ausartet.

00:25:23: Wir wollen sie nicht überstrapazieren.

00:25:25: vielleicht haben Sie auch noch was anderes vor.

00:25:27: Bitte bleiben Sie da bis zum Schluss Applaus.

00:25:37: In einer alternativen Wirklichkeit lebe ich erst Landwirt im Sternentautal.

00:25:43: Ein Jahr arbeite ich auf das jährliche Luau im Sommer hin.

00:25:47: Ich befreunde mich mit der Viehzüchterin Manny und dass nicht ohne Grund!

00:25:52: Geschenk für Geschenke, Gespräch für Gespräch... Arbeite ich in einem Ziel hin!

00:25:59: Ich will Zugriff auf ihr Schlaf gemacht.

00:26:02: Sobald ich dieses Vertrauen habe werde ich einen Gegenstand daraus entwenden Die Lieblings-Shorts von Bürgermeister Louis.

00:26:11: Denn beim nächsten Luau werde ich ihn vor dem Governor bloß stellen.

00:26:17: Jeder feine Bürger aus des Sterntautals darf eine Zutat in die Suppe beim Luau geben und ich werde kein feinen Wein oder etwas Einigerm eingemachtes beifügen.

00:26:30: Nein, von mir kommt die Lieblings-Short des Bürgermeisters!

00:26:36: Und dann wird der extra angereiste Governor die Supple probieren und Bürgemeister Louis wird daneben stehen und die Shorts wiedererkennen.

00:26:46: Nur er weiß woher sie kommen, woher ich sie zuletzt hatte.

00:26:50: Manny und Lewis hatten eine Affäre!

00:26:54: Und jetzt bleibt Lewis die Suppe im Hals stecken.

00:26:57: Er wird ein rotes Gesicht bekommen und sich zugrunde schämen und der Governor wird die Suppen bewerten müssen.

00:27:05: Das alles so noch viel mehr würde ich machen wenn ich in einer alternativen Wirklichkeit als Landwirt im Sternthaltal leben würde Zwiebel

00:27:28: Buchstaben,

00:27:29: Nudeln, Karottenstücke und Sellerie.

00:27:34: Mit heißem Wasser kochen.

00:27:37: Jeder muss seine eigene Suppe auslöffeln.

00:27:40: Aus Spaß wurde ernst.

00:27:43: Ernst ist jetzt zwanzig Jahre alt.

00:27:45: Und er sagte, meine Suppe ess ich nicht!

00:27:49: Meine Suppe esse ich

00:27:50: nicht!".

00:27:51: Wenn schon spucke ich sie dir ins Gesicht.

00:27:55: Kein anderer Vater musste so etwas ertragen... Ich sitze hier im Waschsalon und denke an Suppe und meinen Sohn ernst.

00:28:04: Noch achtundzwanzig vorbeifahrende Autos, dann ist die Wäsche fertig!

00:28:09: Kein anderer Bakauski hat zur Erdöser tragen müssen.

00:28:13: Zwiebeln, Buchstaben-Nudeln, Karottenstücke und Sellerie mit Wasser aufkochen... was hat sie gesagt?

00:28:21: Meine Ideen sind ja ganz gut nur müsste die Geschichten jemand anderem schreiben.

00:28:26: Jetzt reicht es.

00:28:29: Ich nehme Ernst Kopf von hinten und stopfe ihn in die heiße Suppel.

00:28:33: Er schreit auf, sein Gesicht ist ganz rot verbrannt!

00:28:37: Ich frage ihn... Schmeckt dir die Supple?

00:28:41: Er sagt nur... Kein anderer Sohn hat so etwas hier ertragen müssen.

00:28:47: Ich gehe aus dem Raum zurück in den Bastelo.

00:28:52: Noch zwölf Passanten müssen vorbeilaufen dann ist die Wäsche fertig.

00:28:56: Zum Glück habe ich keine Kinder.

00:28:59: Ernst tut mir jetzt leid mit seinem Suppenkasper Gesicht auf das ewige entstellt.

00:29:06: Und wie immer ist es los im Wachstallor!

00:29:09: Ich sitze in einem Massagesessel, der kaputt ist und beobachte die sich drehende Wäsche.

00:29:14: Zwiebeln, Karottenstücke, Buchstabenudeln und Sellerie.

00:29:19: Schön heiß aufkochen so dass sie Poren sich beim Essen auch öffnen.

00:29:24: Mein Name ist Berkhaus Gönig-Leben-Wachstaller.

00:29:28: Das nächste Mal schreibe ich über die Waschsuppe in der Maschine.

00:29:40: Danke

00:29:41: Vielen Dank, Herr Bakauski.

00:29:44: Immer wieder eine wahre Freude, dass Sie da sind!

00:29:48: Vielen Dank.

00:29:50: Frau Meisenbrat, Suppe und Literatur?

00:29:52: Ja,

00:29:52: Suppen und Literaturen.

00:29:54: Was ist das eigentlich?

00:29:57: Ein schwieriges Spannungsfeld würde ich sagen... Um das zu verstehen, muss man glaube ich nochmal auf die Kulturgeschichte gucken.

00:30:06: Wir hatten ja jetzt gerade erst mal Mesopotamien abgedichtet.

00:30:12: Aber ... Die Kulturgeschicht der Suppe ist eine sehr interessante, weil sie immer im Spannungsfeld jedes Essen eigentlich ist zwischen Distinktion und... Also wenn es nicht so angesehen ist Und in Prinzip ... hat die Suppe eine interessante Wendung, also ... ... ein Ding aufs Paket gelegt.

00:30:37: Wir hatten am Anfang so Essen einfach im Topf... Sie müssen ja auch vorstellen dass der Topf überhaupt erfunden wurde?

00:30:43: Das ist ja mal die Grundvoraus der zum Überhaupt für irgendeine Suppe.

00:30:47: und das war dann in Mesopotamien Ton, nicht wahr?

00:30:49: Tonschlamm-Suppe.

00:30:51: Und dann hat sich das im Mittelalter bzw.

00:30:57: im Spätmittelalter als in der Renaissance.

00:30:58: ich spring jetzt schon mal ein paar bisschen weiter nach vorne.

00:31:01: Da hat sich die Suppe dann tatsächlich etabliert, als etwas Hochwertiges.

00:31:05: Als ein Distinktionsmerkmal nämlich.

00:31:08: Da hat man dann gekocht... Im alten Griechenland zum Beispiel gab es Blutzuppe Spatanisch.

00:31:13: Ich habe im Aufsatz gelesen über die schwarze Suppe in Griecheland in Sparta Die oft als Beispiel genommen wird.

00:31:20: man sagt ja spatanisch Ja.

00:31:22: Nicht wahr?

00:31:23: Wenn etwas einfach ist, schlecht ist... Schlicht!

00:31:27: Nicht schlecht!

00:31:28: Genau.

00:31:28: und oft wird diese schwarze Suppe der spartanischen Küche anscheinend in der Anthropologie zitiert als das ist ein sehr einfaches Gericht es im Prinzip eine Blutsuppe

00:31:37: ja.

00:31:38: aber dieser Autor der da geschrieben hat meinte dass es eigentlich ganz lecker spannend oder jedenfalls in der Renaissance.

00:31:46: dann wenn wir wenn wir gucken so sechzehn des Jahrhunderts rum ja da wurde dann plötzlich ... spannende Suppen mit viel Einlage, wir müssen auch gleich noch über die Definition der Suppe überhaupt sprechen.

00:31:58: Sie haben eine Einlage vorbereitet für die zweite Hälfte?

00:32:01: Genau!

00:32:02: Da wurde das dann plötzlich, dass man am Hofe... Am Königshofe angefangen hat, Suppen zu essen.

00:32:07: Ja.

00:32:07: Weil die dann so reich, da waren sie ja dickflüssig damals, die

00:32:11: Suppen.

00:32:11: Ja, eine Biskit.

00:32:13: Genau, die hießen zum Beispiel sowas wie Limbisket.

00:32:16: Zum Beispiel... Also jedenfalls daraus hat sich das dann entwickelt, dass die Suppe plötzlich ansehen hatte.

00:32:25: Sie war gerne gesehen an zu hofen...

00:32:27: Aber sie wissen schon, dass man da früher den Löffel nicht zweimal in die Suppee reinhat.

00:32:32: Wissen Sie das?

00:32:33: Nee!

00:32:34: Früher, so kam das eigentlich erst zustande.

00:32:36: Dass man selber sich einen Teller genommen hat.

00:32:40: Weil früher hat man das alles aus einem Topf gegessen gemeint.

00:32:44: Ja es gibt doch die ewige Suppe zum Beispiel.

00:32:46: Ja

00:32:47: müssen wir auch noch drüber reden Perpetuals du?

00:32:49: Ja.

00:32:51: und dann im Mittelalter kam das dann dass man da auf Teller ausgewichen ist.

00:32:56: Da haben nicht mehr alle aus einem Trog gegessen Da hat jeder dann diverse Löffel zur Verfügung gehabt.

00:33:04: Besonders am Königshaus war es auch so, dass man selber gar nicht mehr in den eigenen Teller rein wollte mit dem alten Löffeln, den man schon abgeschlappert hatte.

00:33:17: Das ist tatsächlich eine sehr heilige Sacrosancte-Speise gewesen.

00:33:22: Habe ich mir angelesen!

00:33:24: Wo weiß ich jetzt nicht mehr?

00:33:25: Nageln Sie mich nicht fest.

00:33:26: Aber es war ja auch damals üblich, dass man einen eigenen Löffel besetzt hat.

00:33:31: Peter

00:33:32: Frankenfeld hatte hier immer in der Brustasche so einen goldenen Löffell.

00:33:37: Weiß mal nicht genau wofür.

00:33:39: aber das ist... Hat er gehabt.

00:33:41: Einen eigenen Löffel.

00:33:42: Das kam aus dem Mittelalter.

00:33:44: Hat er sich da runtergeladen diese Idee.

00:33:49: Genau.

00:33:50: Und dann gab's im im nach der Renaissance, also die Renaissance ist ja eh kein wirklich Zeit.

00:33:56: Im achtzehn Jahrhundert, im neunzehnten Jahrhunderte es entwickelt sich eine bürgerliche Schicht, es entwickelt auch so ein bisschen eine Art von neuer Arbeiterklasse nicht wahr?

00:34:05: Also in diesen Fabriken, in den Manufakturen und da waren dann plötzlich die Suppe des Essen der armen Leute weil das konnte man in großen Stilen kochen.

00:34:14: Von was hat man da gegessen, Herr Eisenbart?

00:34:16: Sie haben gerade den Teller genannt.

00:34:18: Aus dem Heiermann hat man getrunken.

00:34:20: Heierman?

00:34:22: Aus dem Henkelmann!

00:34:24: Ja auch, aber später... Aus

00:34:27: dem Nachthafen.

00:34:28: Nee, man hat Untertassen genommen.

00:34:30: Ach

00:34:30: so!

00:34:31: Man hat untertassen wie jetzt von Tee genommen damit die Suppe schneller kalt wird dass man schneller wieder an das Fließband dran kann.

00:34:37: Ist

00:34:37: ja auch schlau.

00:34:38: Ist eigentlich klug ne?

00:34:39: Es ist

00:34:39: eigentlich klurg.

00:34:41: und hat jeder so zwanzig von diesen Untertassen bekommen?

00:34:44: und auf so einem Tablett an seinen Arbeitsplatz hingezittert.

00:34:48: Und hat die dann

00:34:49: reingetrunken?

00:34:50: Also wenn Sie Darstellungen sehen, von der er neunzehntes Jahrhundert, wo die so schalen, so flache Schalen haben das sind sie unter... Setzer, wo die Suppe raus schlürfen.

00:35:03: Und das war quasi ... Das Essen der Kleidenleute und dann hat man es am Hof nicht mehr essen wollen.

00:35:09: natürlich weil das Jahrhundert besteht ja im Prinzip daraus dass sich der Adel denkt was die machen machen wir nicht und andersrum auch.

00:35:16: Ja

00:35:17: Gut, wie dem auch sei Wir hören neuen Text.

00:35:20: Ich werde gleich noch zur Literatur kommen.

00:35:21: Ist dazu echt nicht so viel eingefallen?

00:35:23: Vielleicht haben sie noch irgendein literarischen Knüffs Da können Sie jetzt mal kurz nachdenken.

00:35:27: Also ich bin schon gespannt wie sie die zwei Stunden voll bekommen.

00:35:30: Also ich lehne mich zurück.

00:35:32: Wir haben ja Gott sei Dank viele Texte.

00:35:34: jetzt kommt auf die Bühne Marco Hendrich, der für uns heute lesen möchte.

00:35:40: er ist bekannt.

00:35:43: Er hat nämlich unser Intro vor vielen Jahren eingesprochen und dann dazwischen gar nichts von sich hören lassen.

00:35:50: Und jetzt plötzlich steht er wieder auf dem Mathe.

00:35:53: Marco Hendrich kommen Sie bitte nach oben.

00:35:56: Aber haben sie sich was ausgesucht?

00:36:01: Wissen Sie, was ich Sie schon lang mal fragen wollte?

00:36:04: Marco Hendrich.

00:36:05: Sind Sie eigentlich verwandt mit Jimmy Hendrick?

00:36:09: Höchstens namentlich verwandte mein unfreiwilliger Spitzname zur Schulzeit und hatte immer dieselbe geistreiche Idee.

00:36:17: Ja, da freue ich mich doch dass sie mir so ein Kompliment machen.

00:36:22: Wir wollen hören Da wir vorhin über den Wald gesprochen haben.

00:36:28: Einfalt am Wald des Rand ...

00:36:31: am Waldesrand, da kann man momentan auf Glühwürmchenbeobachtung gehen.

00:36:35: Sehr magisch!

00:36:36: Haben Sie darüber schon mal...

00:36:37: Nee, hat das was mit Zuppe zu... Also, kann man die auch Glühwirmchen beobachten?

00:36:44: Na ja, probieren

00:36:45: sie es

00:36:45: aus?!

00:36:45: Wollen

00:36:45: wir vielleicht mal zusammen an den Waldesran?

00:36:48: Ich war letztes Jahr Glühweirmchen-Beobachten

00:36:51: und... Ach, Sie wollten einfach ein neues Thema anschneiden weil Sie den Text nicht... Ja gut, dann drehen wir über GlühWürmchelnvermeisendrat.

00:36:58: Sie haben letztes jahr

00:37:00: Ja, ich habe letztes Jahr im Sommer bin ich rein in den Wald hier beim Lorenzer Stadtwald.

00:37:05: Ich war auch wieder Peter Stromer.

00:37:07: der Geist von Peter Stroma wehte durch die Wüpfel als sich da durchschritt und dann hat es angefangen zu leuchten Und ich hab mir gedacht das habe ich ja genau deswegen bin ich ja hier Das ist ja ein Zufall.

00:37:18: und dann habe ich mir die angeguckt und Dann bin ich wieder gegangen.

00:37:21: aber es war eigentlich schön

00:37:24: Ja, und von atmosphärischen Stimmungen wie diesen aus lauen Sommernächten lautet auch das Gedicht Die Einfalt am Waldesrand.

00:37:32: Also

00:37:32: wenn ich mal

00:37:32: in Ente gelen

00:37:34: könnte für die Moderatorenposten würde ich sie vorschlagen weil Sie haben eine gute Rampe jetzt gerade gebaut für Ihren Text.

00:37:42: Von wem ist der Text?

00:37:43: Von Andreas Dietz.

00:37:44: Zagen Sie den Titel nochmal!

00:37:48: Und in

00:37:48: welcher Sendung befinden Sie sich gerade?

00:37:50: Eisenbad und Maisentart Beim einzig wahren Radio Z. Das Zirpen und das Tirillieren, das Unkenrufen und das Quarken, das Summen und das Musikieren, dass Hoppeln und das Haken schlagen.

00:38:07: am Waldesrande die verzückten Gesichter diese ganz entrückten.

00:38:13: Das Balzen und das Aggressive mit voller Innenbrunst das Markieren von Jagdrevieren Die Todesangst von Beutetieren.

00:38:27: Am Waldesrande, die bedrückten Gesichter diese ganz missglückten.

00:38:40: Wollen wir gleich noch einen hinterherschieben?

00:38:42: Ja!

00:38:42: Vielleicht

00:38:44: hier noch die beiden Tergienz... Da haben wir nochmal Buchstaben-Suppe.

00:38:48: Ja!

00:38:49: Da hat sich jemand nochmal dasselbe gedacht und versalzen.

00:38:54: Wollen Sie die gleich hintereinander?

00:38:55: Können sie dies, können sie das?

00:38:56: Sehr gern!

00:38:57: Welcher darf es denn zuerst sein?

00:38:58: Das ist ja auch eine wichtige Frage.

00:39:00: beim Suppenkochen erst...

00:39:02: Die Buchstabe

00:39:02: wohl?!

00:39:02: Erst

00:39:02: das Salz dann die Buchstaben oder erst die Buchstarben dann das Salz.

00:39:07: Der Mann hat sich vorbereitet auf die Sendung.

00:39:10: Also man soll ja zuerst salzen eigentlich, ne?

00:39:13: Eigentlich gleich das

00:39:14: Salz zuerst in den Topf und dann das Salz anbraten bis es

00:39:20: ganz

00:39:21: glasig ist.

00:39:21: Und muss sich riechen!

00:39:22: Ja... ...und dann mit viel Wasser abkochen, ablöschen.

00:39:26: Ja.

00:39:27: Ja, und dann pass ich jetzt...

00:39:28: Gut, also fangen wir mit Versalzen an.

00:39:30: Versalz'n von David Elgin.

00:39:33: Versalt'sn ungenießbar zahlen im Minusbereich Kosten explodieren.

00:39:41: In meiner Tasche schwindet das Geld, meine Hose ist

00:39:45: zerschlissen.".

00:39:52: Super!

00:39:53: Mit Buchstaben.

00:39:54: Einzeichen fehlt für mich.

00:39:57: Ich suche Stochare.

00:40:00: in der Brühe schwappt keine Antwort.

00:40:10: Vielen Dank.

00:40:11: Wollen Sie noch was mitteilen oder irgendwas über irgendwas sprechen?

00:40:17: Was liegt Ihnen auf dem Herzen?

00:40:20: Wenn Sie so fragen, dann komme ich noch mal auf meine geschätzte Kollegin Maggie Bernreuther zurück und möchte die Anekdote mit Ihnen teilen.

00:40:30: Dass ich tatsächlich in selben Kindesalter ebenfalls ein Fan von Muscheln war zu essen.

00:40:38: Spannend!

00:40:39: Sehr gut.

00:40:39: Das ist ja...

00:40:41: Also heute ist alles möglich, meine Damen und Herren wirklich Schauen Sie nicht nur die Menschen an Ihren Tischen an, sondern durch den kompletten Raum.

00:40:52: Vielleicht passiert heute noch einiges!

00:40:55: Wir sind später auch noch da trinken, noch ein Schöralchen und ein dünnes Weinschorle.

00:41:01: Wir können sicher auch noch die eine oder andere Nummer austauschen.

00:41:03: Vielen Dank Herr Hendrich für die tolle Anekdote und danke fürs Lesen.

00:41:08: wir sehen uns ja nochmal später.

00:41:10: vielen dank Zu diesem Päckchen, die vorhin schon mal anmoderiert wurden.

00:41:19: Sie können sie natürlich essen!

00:41:21: Sie wissen bei der Sokultur ist es Usus dass sie mit vollen Magen nach Hause gehen und ich möchte mal kurz wenn nicht darf also sie müssen einfach nur falls sie das noch nie... Achso ASMR ne?

00:41:39: Das hatten wir schon den Gag.

00:41:42: Das Publikum regt ein ASMR an der Zutatenliste.

00:41:47: Ach so!

00:41:47: Als Sie da

00:41:48: in Stimmung sind, das kann nur ein bisschen dauern.

00:41:53: Weizen, Sellerie, Palmöl, Salz, Zucker, Geschmack und so weiter und sofort machen sie es einfach auf.

00:42:03: ich habe mir das abgeguckt.

00:42:05: früher hat man das ja mit Wasser gegessen mit kochendem Wasser übergossen Aber ich habe jetzt gesehen, auf dem Schulhof macht man das ganz anders.

00:42:16: Hier ist das Gewürze verschiedene und verschmacksgestärker.

00:42:25: Das macht mal auch auf.

00:42:27: Sie hören das?

00:42:27: Ja es machen schon Leute mit!

00:42:29: Das finde ich das interaktives... Nicht linear.

00:42:33: Machen Sie das bitte nur über dem jeweiligen Tisch, hier im Tisch nicht über anderen Tischen und vor allem nicht über den Boden.

00:42:40: wir wollen es am Schluss wieder alles gerne abfüllen in ein Tütchen Hier und jetzt.

00:42:46: nehmen sie das nicht verwechseln.

00:42:48: Es gibt noch einen tütchen da steht Vegetable oil.

00:42:53: Das nehmen sie nicht.

00:42:55: das können sie

00:42:56: wegwerben

00:42:56: können sie gerne mit nach Hause nehmen in einen Schrank tief hineinlegen und vergessen.

00:43:05: Und auf jeden Fall nehmen Sie das.

00:43:06: andere Tütchen, da steht seasoning Heißt so viel wie jahreszeiten Genau.

00:43:12: und dieses Tütjenn verstreuen sie auf dieser Waffe

00:43:17: und dann

00:43:19: können sie kräftig... Ich mach das jetzt!

00:43:24: Das muss mal ein Fünfundneunzig werden, dass man mal sowas probiert.

00:43:30: Können Sie noch mit ASMR hier?

00:43:39: Wirklich köstlich.

00:43:41: Also, ja!

00:43:43: Ja das ist ein Applaus wert ich weiß auch nicht und es

00:43:48: schmeckt wirklich gut.

00:43:50: Schmeckt tropisch, schmeckt frisch und da kann man durchaus... Kann man einen zwei Tütchen aber passen sie bitte auf.

00:43:59: Passen sie auf sich auch gesundheitlich auf.

00:44:04: die gehen noch auf im Magen.

00:44:07: Also wenn Sie ein Zettigungsgefühl verspüren, ist es eigentlich schon zu spät.

00:44:11: Dann am besten für längere Zeit keine Flüssigkeit zu sich nehmen weil sonst könnte es passieren dass... naja!

00:44:21: Frau Meißentrat wollen sie auch ein bisschen nehmen?

00:44:23: Ja

00:44:24: aber ich wollte eigentlich sagen...

00:44:27: Die Menschen lieben es ja wenn wir während der Sendung essen.

00:44:31: warum ist das so?

00:44:32: Weil

00:44:33: was Besonderes ist im Radio.

00:44:36: Ist auch schön

00:44:37: Ist es auch?

00:44:38: Es schmeckt einfach.

00:44:39: Ja, schmeckt!

00:44:39: Das ist einfach lecker.

00:44:41: Herr Eisenmann das führt uns ja ganz... also ich würde fast sagen Bilderbuchhaft führt uns diese Paket jetzt zu der Frage was ist überhaupt eine Suppe?

00:44:50: Was ist überhaupt so?

00:44:51: Ist

00:44:51: das jetzt eine Suppel was wir gerade gegessen haben?

00:44:53: Also

00:44:58: es ist zwar gänzlich ohne kommt gänselig ohne fast jegliche Flüssigkeit aus

00:45:05: aber

00:45:08: Das Stichwort ist Souples oder Brothless.

00:45:15: Kennt es jemand?

00:45:19: Sie können in klassischen Rahmen laden, nicht wo man die Bilder, sondern Rahmengeschäft.

00:45:29: Die Nudeln, die leckeren Rahmen.

00:45:33: Ich glaube jeder hat's jetzt... Bei manchen dauert es ein bisschen.

00:45:39: Sie müssen in einem Nudelsuppengeschäft gehen, zum Beispiel ins Ramen Kato oder ... im Nordsee.

00:45:51: Oder verschiedene Rahmenlagen.

00:45:53: Es gibt auch andere Rahmenlagen!

00:45:55: Meistens erkennt mich daran, dass das eine Theke ist?

00:45:58: Genau und dann können sie auswählen.

00:46:01: Ich möchte Schweinebrühe, ich möchte Hühnerbrüwe Ich möchte Corona-Brühe.

00:46:08: Die haben damals eine neue Geschmacksrichtung eingeführt, weil sie gesagt haben das ist TCM.

00:46:19: Auf jeden Fall können Sie da bestellen Subleßrahmen.

00:46:23: Dann bekommen Sie alles was Sie sonst in der Rahmentüte drin haben im Schüssel aber keine Brühe.

00:46:31: und auch das ist dann Suppe.

00:46:34: Ich bin nicht überzeugt.

00:46:35: Ihr habt es mich versucht rauszufinden, was wirklich die Definition an der Suppe ist und wir hatten es ja vorhin.

00:46:41: das Wort ist sehr alt.

00:46:42: Ja Das ist so ähnlich wie Baum.

00:46:44: da gibt's ja auch keine richtige Definition von.

00:46:47: Und Suppe is auch ein bisschen schwierig.

00:46:49: Also erst habe ich gedacht dass liegt dann also die Einlage ist also wichtig Flüssigkeit und Einlage.

00:46:54: aber jetzt gibt es auch Suppen ohne Einlage.

00:46:56: Es gibt ja klare Brünen zum Beispiel.

00:46:58: Also funktioniert das schon nicht.

00:47:00: Dann haben sie das Problem Kalt oder warm Funktioniert auch nicht.

00:47:04: Also ein Catepacho zum Beispiel, das...

00:47:07: Haben Sie sehr gut ausgesprochen?

00:47:08: Ich weiß ich habe das auch studiert.

00:47:09: Sie sind Muttersprachler.

00:47:10: Ja ja genau.

00:47:12: und also es funktioniert nicht mit kalt und warm zu definieren.

00:47:15: Es funktioniert nicht mehr süß und süß-und salzig zu definiern weil auch frühe Suppen sehr oft süße Suppen waren.

00:47:23: Also gerade so alles was in Weizen, Klei-, Bratmatsch, Pump

00:47:32: Und Schlapperpumpe.

00:47:33: Schlappapampe auch natürlich, das sind dann eher die ägyptischen Personen davon... Das funktioniert auch nicht!

00:47:41: Das war quasi auch wieder eine Suppe und jetzt geht uns langsam eigentlich alles aus außer dass es halt eigentlich flüssig ist.

00:47:49: und jetzt haben sie mir das Gegenteil bewiesen?

00:47:52: Ja vielleicht ist alles eine Suppei, haben Sie mal drüber nachgedacht?

00:47:57: Schweinsbraten mit Klöße ... Suppe.

00:48:00: Ja, stimmt!

00:48:01: Oder zum Beispiel hier ein Salat mit Hähnchenstreifen.

00:48:04: Kommt auch so Suppe drauf?

00:48:07: Manchmal Joghurt-Suppe oder manchmal so... Essig ähnliches Gewürm.

00:48:15: Hier kommt noch einen Zwischenruf.

00:48:17: Eine Publikumsanregung Sie können ja auf das alles zu einer Suppe... Sie

00:48:19: sind doch gar kein Publikum.

00:48:21: Jetzt hören sie doch mal auf sich selber in die Tasche zu lügen Herr Hendrich.

00:48:24: ... zwanzig Jahre melden sie sich nicht.

00:48:27: Wir haben Wunder-Sendungen ohne Sie geschaffen, jetzt...

00:48:31: Was war denn jetzt?

00:48:32: Sie können Aldi's auch zu einer Suppe pürieren.

00:48:36: Aldi!

00:48:39: Stimmt, Püree ist ja auch...

00:48:40: Also schlecht sind seine Zwischenrufe ja nicht vom Maisentrat.

00:48:44: Das

00:48:44: war kein Ruf, wir haben Mikrofon hingestellt und gesagt bitte sprechen sie weiß also... Ja für

00:48:48: das Publikum!

00:48:50: Für die da

00:48:50: hinten?!

00:48:51: Die, die sie noch nicht ein bisschen vorgetraut haben.

00:48:54: Sie können gerne auch dazwischenrufen.

00:48:56: Sie müssen auch nicht da vorne hingehen nur weil wir dann Spot drauf gemacht haben.

00:49:00: Das sieht man im Radio eh nicht!

00:49:01: Sie können einfach... Sie können dahingehend, Sie können da hinten bleiben ist überhaupt nicht schlimm.

00:49:07: also was... Suppe oder Frau Meismdran?

00:49:11: Absolut

00:49:11: korrekte Eisenbahn.

00:49:12: Wir hören noch einen Text und jetzt machen wir doch mal das.

00:49:16: sagen wir mal... Ja

00:49:16: jetzt kommen so'n Felix Benjamin

00:49:20: Das haben Sie jetzt bestimmt, aber das ist okay.

00:49:23: Dann mache

00:49:23: ich halt meinen...

00:49:25: Da steht ja in unserem Skript, dass wir hier minütlich genau einhalten.

00:49:31: Ja!

00:49:31: Das haben sie ja geschrieben von Meisendrat.

00:49:35: Felix Benjamin Autor aus Eisenbad und Meiseldraht seit der ersten Stunde würde ich fast sagen Wir freuen uns sehr, dass er da ist.

00:49:45: Wir freuen es auch wenn er noch ein bisschen bleibt.

00:49:48: Aber ich glaube sie müssen weiter.

00:49:50: Sie müssen heute noch nach Tokio.

00:49:53: Ich muss den Flieger noch kriegen, ja?

00:49:54: Ja!

00:49:54: Die fliegen sie auch vom Albrecht-Dürer Flughafen ab?

00:50:01: Im Radio ist es immer gut zu nicken, ne?

00:50:04: Das habe ich drauf.

00:50:08: Fangen dann einfach mal an,

00:50:09: ne?!

00:50:16: Uli start auf seinen Teller.

00:50:18: Fünf Ravioli liegen darin Halbversunken in roter Pumpe.

00:50:23: Sie bewegen sich nicht Wie Krokodile die auf der Lauer liegen Nur viel, viel kleiner.

00:50:30: Dafür aber mit viel mehr Zähnen an allen Seiten.

00:50:34: Überall Zähne!

00:50:36: Ist solange sie warm sind, ruft Mama aus der Küche.

00:50:40: Uli nimmt den Löffel ganz vorsichtig.

00:50:43: Eine Ravioli liegt besonders nah am Tellerrand.

00:50:45: Wahrscheinlich die mutigste oder die hungrigste.

00:50:50: Ulli stupst sie kurz an und zieht den Löfel schnell zurück.

00:50:54: Nichts.

00:50:56: Noch einmal... nichts.

00:50:59: Das muss gar nix bedeuten.

00:51:00: Wenn ein Löwe schläft, stupst man ihn ja auch nicht zweimal an und sagt danach na gut dann ist er ungefährlich.

00:51:09: Vielleicht greifen die Ravioli gleich von allen Seiten an wie Piranhas?

00:51:14: Vielleicht haben sie schon jemanden gefressen.

00:51:16: vielleicht ist die rote Pumpe das was von ihm übrig geblieben ist Blutmatsche.

00:51:23: Er beobachtet die Ravioli.

00:51:25: Die Ravioli beobachten ihn wahrscheinlich auch.

00:51:29: Warum guckst du so, fragt seine große Schwester Nora die plötzlich in der Tür steht.

00:51:34: Uli zeigt auf den Teller Die Ravioli.

00:51:39: Was ist mit denen?

00:51:41: Die Beißen!

00:51:43: Nora schaut auf den teller Dann auf Uli dann wieder auf dem Teller und lacht Du hast Angst vor Ravioli?

00:51:51: Nein Doch gar nicht.

00:51:55: doch Mama kommt rein.

00:51:58: was ist denn jetzt schon wieder?

00:52:00: Der glaubt ihr Ravioli beißen, lacht Nora.

00:52:03: Wirklich?

00:52:04: fragt Mama.

00:52:06: Hast du doch gesagt... Ach Mensch!

00:52:09: Das habe ich doch bloß gesagt damit Du Deine Finger aus dem Teller nimmst.

00:52:13: Sagt Mama und geht wieder in die Küche.

00:52:16: Nora setzt sich Uli gegenüber und grenzt ihn an.

00:52:21: Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen und sticht in die größte Ravioli.

00:52:25: Sie platzt auf Füllung quillt heraus.

00:52:28: Kein Angriff kein Zubeißen.

00:52:31: Vorsichtig Probiert Uli ein kleines Stück.

00:52:34: Dann noch eins.

00:52:36: Schmeckt doch

00:52:36: gut!

00:52:38: Er steckt eine weitere Ravioli in den Mund, kaut und nichts passiert.

00:52:43: Noch eine immer noch nichts.

00:52:45: Schließlich ist der Teller fast leer.

00:52:48: Uli lehnt sich zurück erleichtert und ein bisschen stolz.

00:52:55: er betrachte die letzten Spuren der Blutmatsche die sich mit dem Löffel nicht rauskratzen ließen.

00:53:00: ob er doch noch einen Finger eintunken soll?

00:53:03: Was kann ihm jetzt schon noch passieren?

00:53:06: Auf einmal start seine Schwester ihn ganz ernst an.

00:53:10: Was ist denn?

00:53:13: Mama hat nicht die ganze Wahrheit gesagt, was meinst du?

00:53:18: Die Ravioli beißen erst so wenn Du sie im Bauch hast.

00:53:23: Sie nisten sich in deinem Magen ein und dann fressen sie dich von innen

00:53:28: auf.

00:53:39: Sehr gut!

00:53:41: Jetzt ist es langsam Zeit für Musik.

00:53:44: habe ich das richtig...

00:53:45: Ja oder wir machen zuerst noch zehn Minuten Pause.

00:53:47: Das können wir auch

00:53:48: machen.

00:53:48: Zehn Minuten

00:53:48: Pause?!

00:53:50: Fühlen Sie sich, haben sie Lust auf eine Pause oder wollen sie sitzen bleiben?

00:53:52: Machen wir das ganz Konsens.

00:53:54: Wir müssen uns einig sein!

00:53:56: Wie geht

00:53:56: es denn mit der Getränke-Situation aus bei Ihnen?

00:54:02: Könnt man schon noch zehn Minuten pausen

00:54:03: machen, ja?

00:54:05: Dann sehen wir uns wieder, sagen wir fünfzehn

00:54:07: Minuten... Und danach gibt's aber Musik.

00:54:08: ...

00:54:08: dann sehen wir Uns in fünfzeh Minuten wieder und wir starten dann gleich mit dem Song um ganz.

00:54:13: Damit ehren wir eine Person die von uns gegangen ist, die sich absolut nicht mehr wehren kann da drüber.

00:54:19: Ja also ganz kurz bevor... Also Song um Ganz läuft bei uns immer zur vollen Stunde.

00:54:23: das heißt ein wunderschönen Titel, wem die Stunde schlägt und wir haben quasi ein kleines ja.

00:54:30: wie gesagt ein kleine Dankeschön für Menschen oder vielleicht manchmal auch einfach ne ja wie soll ich sagen archivierung durch

00:54:36: die Tür noch Ein auf Nimmer wiedersehen gibt es auch manchmal, aber in der Regel ist das alles.

00:54:44: Und wir nehmen auch noch Vorschläge an.

00:54:45: wenn Sie jemanden wissen berühmte Person die gestorben ist.

00:54:48: können sie uns das gerne in der Pause sagen?

00:54:50: dann können wir den Song auch noch umschreiben.

00:54:52: da haben wir ja noch die Zeit.

00:54:53: fünfzehn Minuten sind ja

00:54:55: Ja.

00:54:56: also wenn sie noch wissen wer gestorbt ist berühmtes ist.

00:54:59: es wurde wenig gestorbend diesen Monat.

00:55:01: ich glaube dass kann man.

00:55:02: Da wir uns erst vor zwei Wochen gesehen habe ist in der Zwischenzeit tatsächlich sehr wenig passiert Glücklicherweise.

00:55:09: Aber wenn Ihnen jemand einfällt, dann ... Dann

00:55:11: sagen Sie es gerne!

00:55:12: Wir haben schon ... Über

00:55:13: den Wahl haben wir schon gesungen.

00:55:14: Das haben wir vorraus gesehen.

00:55:17: Ja

00:55:17: das haben wir

00:55:18: irgendwie gewusst.

00:55:20: Gut, dann sind wir uns wieder um zwanzig nach und dann können wir singen.

00:55:26: Bis dann.

00:55:35: Also bei der Abstimmung danke dass sie alle mitgemacht haben.

00:55:40: Es hat gewonnen.

00:55:42: die Mutter von Jonathan Mese.

00:55:45: Ich hoffe, Jonathan Meester ist ein Begriff.

00:55:49: Ja der hat... das ist der mit den langen Haaren.

00:55:54: Der immer sagt das... Genau.

00:55:55: Lange Haare, Pelzmantel,

00:55:58: Hase.

00:55:58: Solche tollen Sachen sagen so kräftige Ausdruckstarke Sätze wie.

00:56:04: man muss dem Frieden in seinem Herzen zulassen sonst ist Deutschland verloren zum Beispiel sowas.

00:56:12: Was meinen Sie?

00:56:14: für die Menschen, die jetzt in der zeitgenössischen Kunst nicht so bewandert sind.

00:56:18: Also Jonathan Miesel hat sich ja eigentlich immer auf seine Mutter berufen und von uns gegangen ist auch alt geworden.

00:56:27: Also irgendwann ist er auch da... ...in neunneunzig

00:56:29: oder so.

00:56:32: Dann machen wir kurz ein Soundcheck.

00:56:43: Erzmutter Warum?

00:56:51: Erz-Mutter?

00:56:57: Warum?

00:56:59: Die Leimwand bleibt leer Heute... Erzmutter.

00:57:19: Das ist jetzt aber ein Bruch!

00:57:22: Ein stylistischer Bruch in meine

00:57:26: Övre.

00:57:35: Mutter, Erz-Mutter.

00:58:26: Die Mutter von Jonathan Mesech Hätte ich doch nur nachgeschaut wie sie heißt.

00:58:41: Wir

00:58:42: sind alle

00:58:43: wahnsinnig traurig.

00:58:51: Was von Erzmuttersterblich ist,

00:58:55: liegt unter

00:58:56: diesem Hügel begraben.

00:59:03: Sie hat

00:59:04: doch niemandem was getan!

00:59:09: Die Finanzgeschäfte eines der teuersten Künstler in der Welt verwaltet.

00:59:17: Jetzt liegst

00:59:18: du auf dem Johannes

00:59:20: Frito Neben der Holzschuhrkapelle.

00:59:53: Danke.

00:59:57: Ja, Herr Eisenbad, bevor wir wieder zu Texten kommen... Also ich wollte gerade zum Rauchen hinaus und hier mein Gerät war schon quasi aufgeladen.

01:00:07: Stichwort Suppe, ne?

01:00:08: Das ist

01:00:08: das Stichwurz Suppe!

01:00:09: Muss dich reinfüllen.

01:00:10: Ich hab übrigens... Ich war letztens zerstört dieses Teil.

01:00:14: Und dann bin ich in den Laden.

01:00:17: einen Verdampfer-Kopf nennt sich das und der heißt Lindwurm.

01:00:22: Und jetzt habe ich einen Lindwurrm hier drauf, das wollte ich noch mal gesagt haben aber eigentlich ging es um was ganz anderes.

01:00:29: Es wurde mir die Schnittmenge von Synologie... ...und Semiotik klargemacht und zwar anhand des Beispiels einer Buchstabensuppe.

01:00:42: Also Semioti kennen sie?

01:00:44: Wenn Sie sagen zum Beispiel wenn sie bei angenommen sie sind jetzt auf einer dinner party eingeladen es wird schon ein bisschen rotbier getrunken und sie gehen dann hin so und quatschen so eine person an und sagen.

01:00:56: Wusstest du das?

01:00:56: in einem buch eigentlich gar keine information steht ja.

01:01:00: und dann sagt es gegenüber so nee da steht ja information drin ich kann ja was rauslesen.

01:01:03: na na na da stehen Buchstaben drin nur die Buchstabe.

01:01:07: ihre Interpretation der Buchstabens kennst du ja und da sind wir ganz nah am thema dran weil es ist ja Es geht ja darum, dass wir Zeichen zu einem Bedeutungskontext zusammenfügen.

01:01:19: Wenn wir die Sprache kennen und auf der Rückseite des Buchstaben, also wenn sie das umdrehen, die Suppe dann fällt alles raus und Sie verstehen gar nichts mehr weil Sie die Sprach nicht kennen.

01:01:30: Und deswegen hat mir da vorhin eine leicht angetrunken Person erzählt, dass ja wenn in China die Buchstabensuppe entstanden werde, dann würden die das ja selber nicht verstehen.

01:01:44: Aha.

01:01:44: Weil die Zeichen sind zu kompliziert?

01:01:47: Ja.

01:01:47: So ungefähr war die Aussage.

01:01:49: Kann vielleicht die Person noch mal auf die Bühne oder ans Mikrofon und das nochmal, glaube ich habe es noch nicht verstanden aber vielen Dank für den ein... Ja!

01:01:58: Ja!

01:01:59: Applaus!

01:02:00: Ja man muss sich auch was trauen im Leben.

01:02:03: Vielen Dank.

01:02:04: Ja gerne, gerne.

01:02:05: Wie heißen Sie?

01:02:06: Ich bin der Jürgen Thiele, bin ich und... Angenehm.

01:02:11: die Diskussion hier wirklich bewegt und berührt ganz tief.

01:02:15: Es geht ganz vielen Menschen zu?

01:02:17: Ja, das kann ich durchaus nachempfinden.

01:02:21: Und die Thematik ist eigentlich die was wäre wenn der Erfinder der Buchstabensuppe nicht in den unseren europäischen Gefilde liebt hätte sondern beispielsweise im asiatischen Raum oder russisch Brot zum Beispiel.

01:02:39: Oder auch so was, russische Brot?

01:02:41: Warum ist das keine Suppe?

01:02:42: Warum hat Russland keine russischen Suppe sondern russisches

01:02:47: Brot?!

01:02:47: Warum hat man jetzt genau diese Feuchtigkeit rausgelassen, diese Flüssigkeit die Suppe ja irgendwo schon mitdefiniert oder eben auch nicht?

01:02:55: also das ist ja das Philosophische dran.

01:02:58: und wenn ich jetzt aber sage diese vielen Hunderten an chinesischen Zeichen also die würden sich ja Die würden sich eigentlich vielleicht diskriminiert fühlen, weil sie gar nicht in eine Packung passen.

01:03:11: Ja und das wäre vielleicht ein Thema wo dieser Erfinder gar nicht den Erfolg hätte, den er eben hier in unseren Kreisen

01:03:19: hat.

01:03:19: Stellen Sie sich mal vor und ihr müsst mir das Ganze

01:03:21: bewegen!

01:03:21: Das wollte ich einfach mal auf mit im Innenraum.

01:03:24: Genau

01:03:24: dafür haben wir dieses Mikrofon hier mitgebracht

01:03:29: Danke.

01:03:30: Wenn Sie auch einen Einwurf haben, dann rufen sie gerne an unter der fünfundvierzig nullnull sechsechsechs.

01:03:35: wenn wir es nächstes Mal wieder live sind, dann gehen wir auch hin.

01:03:37: heute haben sie Pecht gehabt.

01:03:39: Heute haben wir sehr intelligentes Publikum.

01:03:41: Fachpublikum würde ich fast sagen ist allerdings wirklich eine eine sehr interessante Sache.

01:03:48: stellen sich mal vor Sie müssten das übersetzen.

01:03:52: Ja, oder denken

01:03:53: Sie an Keilschrift?

01:03:54: Da haben wir einen gegenteiligen Effekt.

01:03:56: da versteht man ja auch nichts weil das zu einfach also weil die Schriftzeichen sehr gleichförmig sind.

01:04:01: Versuchen

01:04:01: sie mal ein Keil in eine Suppe zu treiben.

01:04:04: Versuchten Sie das mal!

01:04:06: Versuchen Sie es mal Frau Meisendrad jetzt hier.

01:04:08: bitte Versuchen Sie es doch mal.

01:04:11: Ich

01:04:11: hab ja wieder Keil noch Suppe, kann ohne Geleit nach Hause gehen.

01:04:15: Ja

01:04:15: aber auf der anderen Seite ist Suppe wahrscheinlich so das wo wir uns am ehesten mit anderen Kulturen verstehen.

01:04:22: also ich glaube Suppe ist so ein allgegenwärtiges Instrument dass es überall gibt auch einen Zeichen der Gastfreundschaft.

01:04:33: wenn ein Wanderer oder zwei zum Beispiel an der Tür sind Dann ist es ja Usus, zumindest.

01:04:43: Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist.

01:04:45: Zum Beispiel sehen Sie hier manchmal in Gostenhof mit Ihrem Zylinder die Handwerker auf der Balz sind, die ohne Geld sich durchfüttern – mit Suppe!

01:05:01: Das war früher... Die haben gebalzt sagt man bei uns.

01:05:06: Die kommen dann und sagen, haben sie vielleicht mal ein Euro?

01:05:09: Ich bin auf der Balz.

01:05:12: Haben Sie eine Telefonnummer für mich zum Beispiel... ...und dann bekommen die Suppe.

01:05:17: Zum Beispiel!

01:05:18: Ja es gibt's heutzutage nicht

01:05:19: mehr.

01:05:19: Oder ein Bier.

01:05:20: Es gibt's heute nicht mehr, das macht

01:05:21: man nicht mehr so.

01:05:21: Heutzutag bekommt ihr PayPal.

01:05:24: Gibt auch andere, es gibt auch Vero oder es gibt noch...

01:05:27: Klarer.

01:05:29: Oder es gibt jetzt auch andere.

01:05:30: Oder Aldi.

01:05:35: Aldi pay, genau.

01:05:38: Das ist ja überall bekommt man eine Suppe.

01:05:42: Was würden Sie zum Beispiel wenn ich jetzt an ihre Tür käme?

01:05:46: Es ist mitten in der Nacht.

01:05:47: Ja machen wir

01:05:47: das doch einfach mal.

01:05:48: kurz

01:05:49: Moment

01:05:53: Wer ist denn das schon

01:05:54: wieder?

01:05:56: Jetzt sitze ich hier ganz in Ruhe und schaue Traumschiff.

01:05:59: und Na gut

01:06:04: Hallo Ich Bin's.

01:06:05: Was wollen Sie denn jetzt schon wieder vor mir?

01:06:07: Wir haben doch gerade eine Sendung moderiert.

01:06:08: Ich bin es Professor Eisenbad von Radio Z, ich

01:06:12: habe eine

01:06:12: eigene Sendung bei Radio Z. Ja!

01:06:14: Ich wollte eigentlich zum Deutschlandfunk, aber die wollten... Die haben gesagt das ist grad schlecht.

01:06:20: wir melden uns.

01:06:21: dann hab' ich mich bei Radio

01:06:22: C. Eisenbad was wollen sie denn von mir?

01:06:24: und ich habe schon über hundert Sendungen moderiert mit Ihnen.

01:06:28: Ah Eisenbad ich weiß dass

01:06:31: ja.

01:06:36: Also ich habe mir gerade hier, aber was wollen die denn?

01:06:41: Ach so sie haben doch mich angerufen.

01:06:42: Ne achso Entschuldigung!

01:06:44: Entschuligung ich bin äh...achso Ich hab mich schrecklich ausgesperrt.

01:06:51: leider Herrlich habe ich mich aus gesperrt von zu Hause.

01:06:54: Es war nämlich so ich wollte raus ich wollte die Zeitung holen Und zack fällt die Tür ins Schloss Fotsplitzt.

01:07:04: Heute Morgen ist es passiert und ich hab auf sie gewartet, den ganzen Sonntag habe ich auf Sie gewartet bei mir vor der Tür.

01:07:13: Okay.

01:07:14: Und aber jetzt... So, jetzt?

01:07:17: ...habe ich mir irgendwann gedacht, ja jetzt reicht's.

01:07:19: Jetzt ist die Uhr langsam.

01:07:21: mal in die Puschen

01:07:24: hinein.

01:07:24: Ja okay.

01:07:25: mal die Butter in die Fische hinein machen.

01:07:28: Ja!

01:07:28: Und dann hab ich, mein Notizheft habe ich auch drin vergessen.

01:07:34: Wusste ich nicht wo sie wohnen?

01:07:36: Dann hab' ich beim Nachbarn, ob er mir aufsperren kann und da hab' schnell das Notiz-Heft geholt, hab gesehen wo Sie drin, wo Sie wohnn', dann bin ich jetzt mit der Straßenbahn, mit dem Nightliner, hab mich rein gezwängt zu Ihnen.

01:07:50: Bin zu Ihnen gekommen... Ich mach's kurz ... Können Sie mir kurz aushelfen?

01:07:58: Ich hab Hunger.

01:08:01: Das war eigentlich schon alles!

01:08:03: Ich habe hier noch so ein bisschen Toast, wäre das was... Hier Toast mit Meloni-Beloni.

01:08:11: Nee, ich bin vegetarisch.

01:08:15: Weganisch.

01:08:16: Toast ohne

01:08:16: Beloni?!

01:08:17: Ich bin veganisch.

01:08:20: Ich bin froh... Was Warmes gedacht?

01:08:25: Ja, ich habe ja noch so einen Hinten im Regal, hinten bei dem Einzelhandels- Discounter gab's letztens Asiatische Briewerfel.

01:08:35: Da hab ich noch einen von vor fünf Jahren.

01:08:37: Das klingt gut!

01:08:38: Mach' ihn gerne!

01:08:39: Danke!

01:08:40: Bitte hier bitte die Suppe!

01:08:43: Schmeckt Ihnen die Suppee?

01:08:44: Schmeck die lecker!

01:08:45: Ah schön!

01:08:46: Jetzt geht mir wieder besser, kann nicht bei ihnen übernachten.

01:08:49: Ja!

01:08:51: Okay, das war zu nur so ein Beispiel.

01:08:53: Und dann geht der Vorhang zu...

01:08:55: Ja genau!

01:08:55: Also es ist ein... Genau also, das freut uns doch.

01:08:59: Vielleicht wollen wir kurz einen Text hören damit wir wieder runterkommen von dieser verausgabenden Schauspielerei die wir hier auf des Pakets... Im Grunde

01:09:06: sind wir Schauspiele?

01:09:07: Im

01:09:07: Grunden, eigentlich haben wir das Zeug dazu.

01:09:11: Legt.

01:09:12: Wir hören jetzt mal den zweiten Dietz.

01:09:17: Also Andreas Dietz, der einen Neuzugang von dem wir gerade die Waldesrand-Einfalt gehört haben.

01:09:25: Übrigens natürlich Sie haben es erkannt das war ein Überhangmandat Ein so genanntes aus dem Aus der letzten Sendung des Thema Wald hatte.

01:09:35: Und dazu hören wir noch Benjamin Weissing.

01:09:37: Ja

01:09:37: genau also zwei sehr schöne Texte.

01:09:39: Es darf wieder Simon Metz auf die Bühne ein altes Gesicht mit dem.

01:09:47: Ein altes Gesicht, Frau Meisendrat.

01:09:49: Ich bin sechzehn.

01:09:54: Ich muss mich sowieso noch kurz fassen.

01:09:56: der Nachruf vorhin war sehr rührend.

01:09:59: bis eben dachte ich das Mäse-Metze, dass das nur so ein anatolisches Tapasgericht wäre.

01:10:07: Gut dann mit Dietz beginnen wir richtig?

01:10:13: Nudeln fand er auf dem Teller.

01:10:16: Mörchen auch und grüne Schoten.

01:10:19: Manches wurde aufgeboten, langsam aß er und dann schneller.

01:10:25: Mit dem Löffel angehoben, aufgeschöpft die Schweine brocken, rausgefischt die Eierflocken Und die Nudeln schwammen oben.

01:10:38: Augen schauten mit viel Mühe Etwas trüb.

01:10:42: sie sind vom Esser.

01:10:44: Andere Augen schauten besser nämlich glänzend aus der Brühe bei Wissinger.

01:11:00: Warum bist du die Suppe in der Nacht?

01:11:04: Wer hat dein schwarzes Wasser zum Leuchten gebracht?

01:11:09: Ich bin die Gabel und Du bist das Meer, mein Kopf ist voll und mein Bauch ist leer!

01:11:19: Du bist der Duft, du bist der Gerechte Topf der Suppen nach der Nächte Plus sie, Elefant.

01:11:34: Danke

01:11:34: schön!

01:11:35: Danke schön Simon Metz, Andreas Dietz und Benjamin Weißiger.

01:11:39: in einer, würde man fast sagen Melange?

01:11:42: Könnte man was sagen.

01:11:43: Ja.

01:11:46: Wollen Sie das sagen?

01:11:47: Ja es war fast wie eine Melange könnte man sagen.

01:11:51: Ich hätte

01:11:51: eher gesagt ein Potpourri

01:11:53: oder vielleicht sogar einen Schlachtplatte vielleicht sogar.

01:12:00: Erfremaisentat.

01:12:01: Ja!

01:12:02: War Goethe eigentlich Suppe?

01:12:05: Jetzt, wo Sie fragen muss ich da nochmal in Ruhe drüber nachdenken.

01:12:08: also war Goethesuppe

01:12:11: oder kannte er Suppe oder kannte ja jemanden der Suppe kannte?

01:12:19: Also Schiller war ja verbürgterweise Suppe.

01:12:22: Ich habe über Goet he gesprochen.

01:12:24: Ach so okay.

01:12:24: Ich hab

01:12:24: jetzt speziell über Goete gesprochen nicht über Herder und auch nicht über Schiller sondern über Goeti.

01:12:32: Also, wir fällt dazu ein Walle-Walle manche Strecke.

01:12:36: Ja!

01:12:37: Nicht wahr?

01:12:38: Zum Zwecke-Zuppefliese.

01:12:40: Genau also das ist ja das Flüssige.

01:12:42: ich möchte da vielleicht das Ganze nochmal wieder zurück auf die philosophische Ebene bringen mit diesem Gedicht dieses Zauberlehrlings.

01:12:49: Ich war ein hochphilosophisches Gedicht.

01:12:51: was haben sich da schon... Ballade

01:12:52: bitte ballade.

01:12:56: Ballade?

01:12:57: Ballade.

01:12:58: Ist kein Gedichte es sei eine Ballade.

01:12:59: Okay na gut ... formal gesehen.

01:13:02: Ja, aber im Herzen ist es doch ein Gedicht!

01:13:04: Also wir müssen die Gattungen schon trennen.

01:13:06: Ja ist gut.

01:13:07: also gehen wir mal kurz nochmal zurück... Wir hatten das vorhin mit der Trockenheit und der Flüssigkeit.

01:13:12: Das ist ja wenn man's sagen wir mal ausdeutet und wenn wir wieder bei der Symiotik sind nicht wahr?

01:13:19: Dann ist das Flüssige oft

01:13:21: Das

01:13:22: lebendige, ich war auch das weibliche Element.

01:13:25: Ich war Flüssigkeit Wasser nicht dass uns alle umschließende aus das wir alle kommen und das trockene ist wiederum das... Ich habe mal einen Autor getroffen.

01:13:35: der hatte das Buch die Prozesse geschrieben Goldhorn hieß.

01:13:38: er hat mir sehr lang ein Vortrag.

01:13:41: also der war sehr begeistert von seinem Text Und er hat es mir sehr lange dann erzählt warum Erflüssigkeit und Trockenheit setzt.

01:13:53: Er hat einen Roman über den aufkommenden oder so ein leicht in der Zukunft spielenden Roman geschrieben, indem Dinge aufgearbeitet werden.

01:14:03: Und für ihn war das Trockenlegen immer so ein ganz klares Symbol oder ein Zeichen für Faschismus und wenn die sie super essen dann ist es quasi aktiver Antifaschismus.

01:14:18: Das hat er mir erzählt!

01:14:20: Und ich glaub da dran.

01:14:23: Sie können sich bei Paul, die Kükenkraft, jetzt oder auch später kochen das Wasser holen und können das, was sie eh nicht gemacht haben, trocken zu essen weil es nämlich faschistisch ist diese Nudelsuppe.

01:14:37: Sie kann quasi wieder essgenießbar machen.

01:14:42: Das ist ein bisschen wie mit diesen Urzeitkrebsen.

01:14:46: Weil die bekommen sie auch in so ein Tütchen geliefert und dann so einen Yps-Zelt, bekommen Sie dann so ein Yps Aquarium.

01:14:52: Und da können Sie alles dann reinfüllen und dann nehmen Sie einfach Leitungswasser.

01:14:55: Übrigens sehr gutes Leitungsswasser in Nürnberg!

01:14:57: Sehr, sehr gut.

01:14:58: Wir trinken

01:14:59: heute exklusiv... Die, die hier sind, können sehen wir trinken exklusive nur Nürrmbagger Leitungen von den Wasserwerken.

01:15:07: Das ist sehr, sehr good.

01:15:12: Da haben wir das ja wieder Goethe.

01:15:16: Okay,

01:15:17: danke!

01:15:17: Sie haben mir meine Frage gut beantwortet.

01:15:20: Wir wollten auch noch über Perpetuals-Dur reden?

01:15:23: Ja stimmt, über die ewige Suppe.

01:15:25: Die ewige suppe.

01:15:26: Wem ist das ein Begriff?

01:15:27: Wer hat schon mal Perpetua als du gegessen?

01:15:31: Fällt nur so einen Sack Reisfelter um.

01:15:35: Aha, Dr.Fuchs schon wieder.

01:15:39: Können sie mal kurz voll reingeritten worden von der...

01:15:46: So erklären Sie das mal kurz und bitte auch knapp, weil wir haben nicht so viel Zeit für Quatsch.

01:15:53: Es waren gar keine Suppe!

01:15:56: Es war ein Gulasch.

01:15:57: Du ist auch hier

01:15:59: eintopf?

01:16:00: In der WG, in Medizinerwg meines Bruders vor langer Zeit.

01:16:05: die haben halt immer fast leer gegessen und den Rest drin gelassen und dann halt neu aufgefüllt und es ging... Also ich weiß dass es drei Jahre ging

01:16:16: Das ist ja eine Kulturtechnik.

01:16:18: Ja, und das waren nur zukünftige Ärzte in dieser Wickey.

01:16:23: Und ich glaube die haben da was für die Kliniken gelernt.

01:16:26: Und wie funktioniert das?

01:16:28: Also dass es nicht klingt oder so...

01:16:32: Du kochst einfach wieder auf alles.

01:16:34: Man kocht einfach wieder auch.

01:16:35: Einfach

01:16:36: wieder aufkochen.

01:16:37: Fleisch rein Tomate rein Wurst rein Fleisch habe ich schon gesagt und noch sowas Speck ... und dann viel Soße, Suppe.

01:16:45: Und das Fett?

01:16:48: Das

01:16:48: Fett habe ich vergessen!

01:16:49: Ja, aber das Fette wird ja auch...

01:16:57: Aber es hat sehr gut geschmeckt.

01:16:59: Ich glaube auch dass das gut schmeckt.

01:17:02: Dr.

01:17:02: Fuchs.

01:17:04: Danke schön für den wissenschaftlichen Vortrag.

01:17:09: Vielen Dank.

01:17:10: Also ich habe jetzt mehrere Fragen über den nächsten anderthalb Stunden nicht beantworten lassen, die diese Veranstaltung noch geht.

01:17:17: Ja.

01:17:17: Ungefähr aber also bei allen Sachen gehe ich mit... Der Grund von dieser ewigen Suppe ist durch das immer wieder aufkochen werden etwaige Bakterien abgetötet und man kann

01:17:33: es... Im Idealfall kochen sie das konstant.

01:17:35: Die Toxine entstehen ja nicht nur durch die Keime selber, sondern durch deren Hinterlassenschaften.

01:17:41: Und wenn sie erst mal ihre Suppe rein haben dann nützt es auf Kochen ja auch nichts mehr.

01:17:46: also sie müsste eigentlich konstant am kochen behalten.

01:17:49: Also Botulinum Das hätten

01:17:50: die Mediziner aber auch wirklich wissen können.

01:17:52: Ja

01:17:53: das wussten die weil die sind ja alle sehr alt, vierzig Jahre alt geworden bis zu mehrere jahre alt geworden oder?

01:18:01: Stimmt das?

01:18:04: Unglaublich Frau Meisendrat.

01:18:06: Aber

01:18:06: jetzt hören wir uns noch einen Text Und zwar haben wir einen Text dabei, der ist vorproduziert.

01:18:11: Malerweise im Radio, wenn wir im Radio unterwegs sind und nicht gerade in irgendwelchen Szene führt oder irgendwelche Ketterloch im Gostner Hoftheater Loch sitzen dann gibt auch Führungen.

01:18:24: früher wurde hier viel gefoltert.

01:18:28: Dann haben wir

01:18:29: heute noch.

01:18:30: manchmal sagen man für Leute Die schon gegangen sind in der Pause.

01:18:34: Ja, also wir haben einen vorproduzierten Beitrag und das ist ein kleiner Vorgeschmack... Hint hint!

01:18:40: Ha ha ha, Vorgeschmack.

01:18:42: Wie es so ist wenn sie unsere Radiosendung hören?

01:18:44: Dann haben wir nämlich nicht die Leute auf der Bühne weil es gibt keine Bühnen, wir sind ja im Radio.

01:18:48: Seien Sie nicht lächerlich.

01:18:50: So und jetzt Mats ab Andreas Brucker.

01:19:46: Ja, vielen Dank für diesen Beitrag!

01:19:52: Wir haben noch so viel Texte.

01:19:53: Sollen wir gleich noch einhören?

01:19:55: Ich würde sagen, wir machen gleich den Straßenfäger im Blockbuster.

01:20:01: Der bastet den Block.

01:20:03: Ja!

01:20:05: Er ist wieder mit Ton und

01:20:06: der ist jetzt mit Ton.

01:20:07: deswegen dann haben sie nämlich gleich ihr Handy können Sie gleich... Der Text kommt aus Österreich, aus dem Tiefen des Alpen, aus Innsbruck.

01:20:19: Wollen Sie vielleicht dieses Mikrofon hier nehmen, Herr Metz?

01:20:22: Ausnahmsweise.

01:20:23: Genau!

01:20:24: Aus den Alpen aus Nord-Tirol... Nee das heißt gar nichts, es heißt nur mit Tirol wie sie unfair ist denn

01:20:29: das?!

01:20:31: Genau und da hat sich Katrin Rauch

01:20:34: eine

01:20:35: verdiente Poetry Slammerin für uns ins Zeug gelegt und sowohl einen Soundtrack kreiert für einen Text als auch den Text.

01:20:43: und wir haben dann gesagt naja gut Wenn Soundtrack und Text ist, dann brauchen wir zwei Sprecher.

01:20:47: Und deswegen jetzt hier Katrin Rauch mit dem... Jetzt habe ich es vorhin... Können Sie's noch mal sagen wie es korrekt ist?

01:20:53: Sie können ja spanisch...

01:20:56: Ja stimmt!

01:20:58: Der Text ist spanisch und heißt Ville Abandonate.

01:21:04: Es ist klassisches spanisch ne Hochspanisch Galitzisch.

01:21:21: Wir sind in einer dicken dunklen

01:21:23: Suppe

01:21:24: aus Wasser, Seife und mäßigen Schmerzen eingelegt.

01:21:28: Sie hat exakt unsere Körpertemperatur – wir spüren nicht wie sie alle unsere Zwischenräume ausfüllt, wie sie jedes einzelne Haar umschließt zum Beispiel.

01:21:40: Wie schon immer kommen uns unsere Haare in diesem Schwebezustand vor wie Setang ohne dass wir wüssten wie Setan wirklich aussieht!

01:21:49: Wir haben Seetang nie in echt gesehen.

01:22:26: wieder vor dem Aufplatzen bewahrt hat.

01:22:29: Gemeinsam mit dem Viszeralen hätten wir es doch schon längst los sein sollen, jede Form von Ausmaß das wir einnehmen, hätten wir los werden sollen in Wahrheit.

01:22:42: Nichts ist wichtiger als weniger zu werden – yet here we are!

01:22:48: Bright as ever.

01:22:50: so viel Suppe verdrängend wie nur irgendwesens möglich.

01:22:57: Wir wollten verschwinden.

01:22:58: Zu etwas gemacht, das sich auflösen will, wollten wir verschwenden.

01:23:04: Mit dem Hintergrund verschmelzen wie eine in Tapete gehüllte Tür und als solche uns gegenseitig

01:23:11: einen

01:23:12: unbemerkten Abgang haben.

01:23:15: Wir wollten eine Tapetentür sein aber keine solche

01:23:19: mit

01:23:20: einer auf Camp Leica Höhe angebrachten Tierschnalle durch die größtenteils unangenehme Männer treten.

01:23:27: Im Fernsehen haben wir das gesehen und das wollen wir nicht sein.

01:23:31: Wir wollen eine Tapetentür in einem verfallenen Landsitz irgendwo in Italien sein, einer Villa,

01:23:38: einem Tesoro

01:23:39: Abandonato.

01:24:01: abgeplatzter Putz, Artefakte die kein lebender Mensch vermisst.

01:24:07: Wir wollen seit zweihundert Jahren tote Menschen sein gezeichnet in goldenen Rahmen überdie von uns oder unseren Ebenen zurückgelassenen Gegenstände wachend.

01:24:20: Pokale Bücher Schreibmaschinen.

01:24:24: Ich frage mich nicht wer diese Menschen waren ich sammle nur Material

01:24:29: Und dann kommt einer und fotografiert dich, und stellt Dich verlassenen Schatz ins Internet.

01:24:35: Mit Hashtags denn du bist abandoned, deserted,

01:24:39: discarded

01:24:40: for the whole world

01:24:42: to see.

01:24:43: Precious junk for grimlords

01:24:46: and

01:24:46: decay lovers.

01:24:48: Manchmal bist Du für den Algo

01:24:50: sogar paranormal!

01:24:52: Und musst Menschen unmögliche

01:24:54: Kraft aufwenden

01:24:56: um Dich und die in Deinen verfallenen Mauern eingeschriebene Hospitalität nicht zu vergessen.

01:25:03: Nicht als

01:25:03: Gespenst

01:25:04: aus den verrotten Bandlagen zu sprengen, samt der Axt

01:25:08: die

01:25:09: du unter der Matratze

01:25:10: versteckst und auf alles loszuziehen.

01:25:14: Die blinden

01:25:14: Spiegel

01:25:15: ist

01:25:15: mehr

01:25:16: zu verfügen.

01:25:19: Der hält seine Kamera auf dich und dreht später digital die Sättigung hoch.

01:25:24: Dabei wollten wir doch blass.

01:25:25: und bleibst

01:25:32: Du wieder Alles Content-Werdung Deine Aus-und Darstellung Das Clickbaity Thumbnail auf Deiner Stirn.

01:25:42: Die Captions und Hashtags, die Dir eine Fratze aufmalen

01:25:47: Zum Stadtfinden

01:25:47: gezwungen Zum sich verhalten Zum eine Meinung haben Bestenfalls gefestigt festgefahren Zumindest eindeutig Nachdenken müssen Und nachdenken hassen Crash out gehen daran Dass ich deine zerebrale Matschpampe mit etwas anderem beschäftigen muss als mit Input.

01:26:12: Du musst

01:26:13: Output

01:26:15: schreiben,

01:26:16: du musst

01:26:17: Du Texte schreiben und dabei Hassen, die an einen

01:26:21: Du gerichtet

01:26:21: sind das eigentlich

01:26:24: ich

01:26:24: ist, dass eigentlich eine allgemeingültigkeit

01:26:28: ausdrücken

01:26:28: soll also auch diesen Text!

01:26:32: Du musst deinen Text

01:26:33: hassen.

01:26:34: natürlich hast Du Deinen Text.

01:26:37: Hast Du überhaupt geschrieben?

01:26:39: Wenn Du Dein Text nicht

01:26:40: hast

01:26:41: Und diese Risse überall.

01:26:43: Natürlich immer die Risse, ich hasse Risse!

01:26:46: Sie sind genauso überstrapaziert wie ich.

01:26:50: Wir wollten doch einfach nur in Ruhe existieren gelassen werden Auf unserem kaputten ausladenden Treppenaufgang ganz unten verweilen und heulen bis wir aufhören zu atmen.

01:27:02: Ablettern wollten wir zerfallen und uns auflösen Zu einer Suppe In Wanta Blak mit freistehendem Badewanne am Ende des Ganges, um später im Garten nie zu pressen gelehrt

01:27:15: zu werden.

01:27:19: Stattdessen stellt uns so ein Typ auf diese Höllenplattform und fünfzigtausend Followerinnen konsumieren uns in ihre zerebrale Matschpampe hinein, um nicht darüber nachdenken zu müssen dass auch sie Tessori Abandonati sind die zur Auflösung in Content freigegeben wurden.

01:27:41: Ich frage mich warum hier alles in Trümmern &

01:27:43: Chaos

01:27:44: liegt Als hätte jemand das Haus geschüttelt, wenn die Leute doch einfach gegangen sind.

01:27:50: Und ich frage mich ob wer auch immer da gegangen ist dabei auch die schwarzen Flecken hinterlassen

01:27:56: hat?

01:27:59: Man hat uns zu etwas gemacht dass sich auflösen soll und uns dann vor den Vorhang gezerrt unsere Gruft ausgehoben und uns Namen gegeben die wir dann geändert haben.

01:28:13: Wir haben unsere Muskeln Sehnen und Gelenke aufgetrennt.

01:28:18: Und sie so zusammengenäht, dass sie sich beim ersten Waschen nicht direkt wieder verziehen.

01:28:24: So können wir jetzt in seiften Wasser liegen und es verdrängen Vielleicht dabei sogar das letzte Crash Out Verdauen.

01:28:32: Die liegen immer so schwer auf dem Magen Unsere Haut hängen wir zum Trocknen

01:28:37: auf.

01:28:38: Ich habe eigentlich wirklich keinen Bock mich mit meiner Demontage zu beschäftigen Damit wer und was mich wann in Schutt und Asche legt.

01:28:47: Ich will mich nicht mit den Verhassten rissen befassen müssen, damit sie erst zu verstecken um sie irgendwann zu kleben!

01:28:55: Ich will dauernd ausrasten weil ich nicht länger ausraste müssen will.

01:29:00: Ich wil nicht ausausrasten müssen bestehen müssen... ...ich will mehr sein als das was mir

01:29:05: passiert.

01:29:17: Danke nach Innsbruck Und danke an euch beiden.

01:29:20: Vielen Dank

01:29:24: Ja, das war jetzt der Straßenfeger.

01:29:25: Ich glaube, dass hat es ganz gut getroffen!

01:29:28: Ja... sind aber noch alle da vom Weisendrad.

01:29:34: Das ist doch sehr schön.

01:29:36: Wir haben auch noch einen Gewinnspiel?

01:29:41: Nein, stimmt

01:29:43: gar nicht.

01:29:44: Wir hatten

01:29:44: wirklich noch nie ein Gewinnenspiel.

01:29:46: Ich weiß jetzt nicht wie ich darauf gekommen bin.

01:29:52: Ja, warum eigentlich nicht?

01:29:54: Das Konzept.

01:29:55: Das hat vielleicht was mit Suppe zu tun.

01:29:58: Das sagt man im englischen, im angelsächsischen Spaghetti gegen die Wand werfen und schauen was er hält.

01:30:05: Was an der Wand klebt das haben wir

01:30:06: probiert

01:30:07: mit dem Gewinnspiel.

01:30:08: Hätte ja sein können dass sie etwas vorbereitet haben und jetzt hier so ein Glücksrat zum Beispiel auf die Bühne bringen auf diese Stichwort hin.

01:30:17: Ich sag mal so, wenn wir... Wenn sie uns bei Deutschland vom Kultur genommen hätten dann hätte ich jetzt vielleicht ein Gewinnspiel.

01:30:24: aber so muss sich halt auch noch irgendwie meine Brötchen verdienen und habe keine Zeit mehr Gewinnspiel auszudenken.

01:30:29: Wir sehen ja nicht bei wünscht ihr was?

01:30:32: Sie sind ja auch dafür bekannt dass sie in England gelernt

01:30:36: haben.

01:30:36: Yes yes I did

01:30:38: Und ich würde jetzt normalerweise, also Frau Meisendrat wissen nicht viele.

01:30:44: Aber die meisten würde ich sagen... Die hat ihre Jugend im Englischen Radio verbracht und hat da gelernt.

01:30:51: Ich komme eher aus der akademischen Laufbahn.

01:30:56: Ich habe ja bin emeritiert von... Ich war Student und davon bin ich immer irritiert.

01:31:04: Ich hab nicht zu Ende studiert sondern bin direkt Im Meritus geworden und vom Eisendrad ist die Radio-Corrifet von uns beiden.

01:31:14: Und sie haben in England gelernt beim BBC vor, glaube ich...

01:31:18: Jetzt bei Peter Vorkner der ganz, ganz wichtige Verkehrsansager gewesen ist und quasi das Medium auf neue Höhen getrieben hat.

01:31:29: auch jetzt leider schon verstorben ist Selig quasi Peter Vorknack.

01:31:33: Aber von ihm haben sie quasi alles gelernt, was Sie heute können?

01:31:37: Ja ich kann es immer noch.

01:31:39: Sie ... Sie können's immer noch!

01:31:41: Yes!

01:31:41: Möchten Sie gerne mit mir zusammen... Also natürlich normalerweise sprechen wir da über Verkehrsmeldungen im Nürnberger Raum.

01:31:50: dann gebe ich Ihnen irgendeine Verkehrsmeldung und Sie übersetzen simultan.

01:31:54: das ist wirklich phänomenal.

01:31:56: Frau Meisenthradt ist da wirklich unglaublich.

01:32:00: so gut wie keine andere ... bei Radio Z. Aber heute möchte ich gerne mit Ihnen ein Suppen-Rezept kochen.

01:32:08: Aber soll es im Stil einer Verkehrsanlage

01:32:10: machen?

01:32:11: Das fände ich sehr schön!

01:32:11: Okay,

01:32:12: also dann normalerweise kann man jetzt vielleicht ist auch ganz lehrreich für Sie... ... falls Sie mal eine Verkehrsansage machen müssen.

01:32:18: Normalerweise gibt's immer einen sogenannten Jingle.

01:32:21: Kennen

01:32:21: Sie das inzwischen auch im Internet?

01:32:22: Da gibt es Menschen die erklären dann wie Popmusik funktioniert mit so einem Gerät?

01:32:25: Ja Ich werde zu einer Schatulle

01:32:27: dir sagen Es gibt ne Akkord Und dann sagen die, wow.

01:32:34: Da abonnier ich rein!

01:32:35: Ich mach das bloß weg!

01:32:37: Genau und Sie müssen nicht mal abonnieren, sie können einfach zuhören.

01:32:39: Das ist manchmal ganz angenehm.

01:32:40: Also Sie machen jetzt eine Sender-Kennung?

01:32:42: Ich mache jetzt eine Kennung, eine so genannte Station ID, nicht wahr?

01:32:45: Sie kennen es noch von früher... genau und das klingt dann ungefähr so

01:32:56: Die ist ein bisschen lang

01:32:59: aber manchmal dauern die halt auch ein bisschen.

01:33:02: Okay

01:33:06: Achtung, Achtungen.

01:33:09: Man nehme für die Suppe Zwiebeln Karotten Natürlich

01:33:25: Celery

01:33:29: Alles scharf in Butterschmalz anbraten und mit der Pfanne auf den ... Das ist nicht lustig.

01:33:56: Sie müssen quasi schnell vorgehen,

01:33:59: weil

01:34:01: das Wunn noch auf freien

01:34:04: Fuß

01:34:05: auf der Förderstraße.

01:34:08: Es biegt das Huhn, biegt auf

01:34:13: den

01:34:14: Franken-Schnellweg, biegt das Huhnein und ist auf dem Weg quasi direkt auf die Autobahn Auf der falschen Seite, deswegen müssen Sie die Pfanne sehr heiß glühend heiß machen.

01:34:33: Es muss eine Guseise in der Pfanne sein und dann letztendlich alles mit Kartoffelstärke abbinden.

01:34:47: Danke!

01:34:56: Jetzt mit KI-Unterstützung.

01:34:58: Warum eigentlich nicht?

01:35:00: Danke schön, das war eine tolle Leistung!

01:35:06: Ich kann es immer noch.

01:35:07: Sie

01:35:07: können es immer nog.

01:35:08: ich wollte grad sagen sie können es auch immer noch.

01:35:12: jetzt kommt ein Mann der ist auch immer nur

01:35:14: Kann

01:35:16: Der auch schon würde auch sagen fast seit der ersten Sendung dabei ist der uns auch herrlich unterstützt Und der auch den Abentier, würde ich mal sagen eingefädelt hat.

01:35:30: Wir freuen uns das er da ist und dass er auch schon einmal was gesagt hat!

01:35:35: Wir hören jetzt Doktor Thiobald Fuchs mit einer Abhandlung über Suppe.

01:35:48: Herzlichen, herzlichen, ja, Suppe... Mir ist vorhin übrigens... Ich glaube du hast es erzählt?

01:36:01: Wir sind immer noch beim Sie.

01:36:02: Entschuldigung, sie haben das erzählt!

01:36:07: Den Henkelmann hat mir ein Witze eingefallen, der mein Vater vor fünfzig Jahren gemacht hat mit dem was schwingt sich von Ast zu Ast und klappert.

01:36:19: es ist Tarzan und sein Henkelman.

01:36:23: Das ist sehr gut.

01:36:24: Der

01:36:24: ist fünftig gerade alter Witze, den ich dachte

01:36:26: fast ihr wer von Zitzero gewesen.

01:36:28: Ich

01:36:28: habe fünftig gerade nicht mehr dran gedacht.

01:36:30: Also ich bin schon zufrieden mit dem

01:36:32: Abend.

01:36:34: Mir reicht's schon!

01:36:36: Ur-Supin, ich mach auch was mit der Ur-supin natürlich.

01:36:38: Sie müssen uns dann bleiben nach dem Applaus.

01:36:45: Es ist ja... Ich mache erst mal ein bisschen seichte Unterhaltung.

01:36:49: Ur-suppenverkostung als der Forschungsantrag bewilligt worden war suchte die Institutsleitung nach einer geeigneten Person und die das Projekt durchführen sollte.

01:37:01: Die Wahl fiel auf mich.

01:37:03: Ich dachte ja, dass man mich ausgesucht hatte weil ich so schlau sei Weil ich den Ruf eines erfahrenen und geschickten Wissenschaftlers hätte oder einfach wegen meiner wirklich sehr schönen Wimpern?

01:37:16: Aber nein!

01:37:16: Ich bekam den Auftrag weil ich als einziger am Leerstuhl Gummistiefel besitze.

01:37:22: Ende Juli fuhr ich also los und machte mich auf die Suche nach der Ursuppe Nach jener schleimigen, stinkenden Brodelwarmen und mit organischen Molekülen gesättigtem Brühl aus der eine Hypothese nach alles Leben an sich entstanden ist.

01:37:41: Danach sollte ich suchen – und zwar auf dem Wackenfestival!

01:37:46: Der Regionalzug, den ich genommen hatte um Geld zu sparen, kreuzte Zickzack durch Norddeutschland.

01:37:52: Der Lokführer hatte versehentlich die Landkarte verkehrt herumgehalten so dass wir eine höllische Verspätung hatten.

01:38:00: Die Sonne brannte vom Himmel, die Klimaanlage gehörte zur Jensie und machte gerade ein sabbatical.

01:38:07: Doch zum Glück konnte man in den historischen Waggons noch die Fenster öffnen.

01:38:11: Ich saß also an einer milden Brise und hatte die Füße auf dem Sitz gegenübergelegt.

01:38:16: Außer mir saß nur noch eine alte Dame im Großraumwagen Und zwar direkt nebendran.

01:38:23: Sie sollen die Füsse nicht auf den Sitz legen, ermahnte sie mich.

01:38:27: Nun ja, das wusste ich natürlich.

01:38:29: Aber irgendwie war in der Hitze mein Verstand angeschmolzen und ich spürte in mir einen rebellischen Instinkterwachen, der mich quasi gegen meinen Eigenwillen dazu zwang auf nichts und niemand zu hören und mich an keine Regeln zu halten – die beste Attitüde für ein krachspießiges Heavy Metal Festival übrigens!

01:38:51: Kommen Sie sich bitte um Ihre eigenen Angelegenheiten, giftete ich zurück….

01:38:55: Na, Sie werden schon sehen, Oracle der die Dame.

01:38:58: Und als hätte sie es bestellt, schoss eine Möwe zum Fenster herein, riss mir mit dem Schnabel einen weißen Linen-Slipper vom Fuß und war schon wieder draußen.

01:39:08: Sehen Sie!

01:39:08: Die Bieste haben gelernt erbeutete Luxusaccessoires gegen Pommes und Eistüten zu verticken.

01:39:14: Wursten Sie nicht was?

01:39:17: Na fabelhaft dachte ich und ich habe kein zweites Paar Sommerschuhe eingepackt.

01:39:22: Wenig später stand ich also in kniehohen schwarzen Gummistiefeln am Schattenlosenbahnsteig und blinzelte im grellen Licht, um den Shuttlebus zu finden.

01:39:32: Das Festivalgelände war trocken wie eine chilenische Salzwüste.

01:39:37: Zelte Bierstände, Wohnmobile, Metaltypen und Campingmöbel lagen herum wie ein Haufen europäischer Giftmüll der hier illegal entsorgt wurde.

01:39:46: Anstelle bis zur Hüfte im Schlamm zu versinken, waschelte ich also in den zwei Nummern zu großen Wattpushen über festgebackene Agrar-Ödnis und entwickelte dabei allmählich großen Hunger.

01:40:00: Zufällig sah ich in der Nähe eine Imbissbude an stolperte Gleich dorthin.

01:40:04: Einmal drei Bitte stammelte Ich komplett auf Autopilot wie immer wenn mein fränkischer Körper dringend eine Tankfüllung Bratwurstbrötchen brauchte.

01:40:15: Haben wir nicht, gibt immer nur eine.

01:40:18: Wie?

01:40:19: Warum?

01:40:19: was haben sie denn stattdessen?

01:40:22: auf der Tafel steht alles geschrieben Vogel Hochzeit Leber Wurst Brot Bohne Brenn.

01:40:29: Ich sah auf beschatete meine Augen mit beiden Händen und er kannte was da vor mir.

01:40:34: Auf dem knochen trockenen Boden stand ein Subtruck.

01:40:39: Nun gut Also Ein Pot einmal Alles Mit jedem Und Koriande.

01:40:44: Die Suppe schmeckte prima, aber sie war scharf und heiß.

01:40:48: Mir brachte Schweiß aus allen Poren und als die freundliche Frau fragte ob es noch ein Café sein dürfe tauchte ich fluchtartig hinter dem dichten Wall aus Bierdosen der die wogende Menschenmenge umgab unter.

01:41:01: Über das Gelände wanderten merkwürdig träge Staubwirbel wie bekiffte Wirbelstürme.

01:41:06: zu allem überfluss hatte ich damit ich unter all den Schwarz beklufteten Langharigen nicht allzu sehr auffiel eine lange schwarze Lederkutte gewählt, um darunter meinen weißen Laborkittel zu verstecken.

01:41:20: Aber zumindest mein Magenknurren übertönte jetzt nicht mehr die drönende Musik von einer der Schwermetallbühnen.

01:41:27: Als ich weiter schlürfte bemerkte ich ein seltsames Geräusch – eine Art Schmatzen oder Saugen!

01:41:33: Wie ein Geräusch, wenn man einen Eiskaffee mit Sahne, mit dem Strohhalm fast zu Ende geschlöfft hat und nur die allerletzte Pfütze am Boden des Glases vergeblich Widerstand leistet.

01:41:46: Ich blieb stehen und sah mich um – nichts!

01:41:50: Als ich aufs Geratewohl in die Richtung losging, wo ich das Geräusche vermutet hatte begann es von neuem.

01:41:56: Es schien von allen Seiten zugleich zu kommen und war immer genau dort am lautesten, wo nicht gerade hin ging.

01:42:02: Naja, das war natürlich auch kein Wunder.

01:42:04: Denn nach etlichen Stunden auf diesem verwüsteten Gelände hatte sich tatsächlich eine US-Suppe gebildet und zwar in meinen Gummistiefeln.

01:42:12: Wie in einer antiken Parabel hatte ich mein Ziel erreicht ohne zu wissen wie nah ich ihm die ganze Zeit gewesen war.

01:42:20: Klingt paradox aber wissenschaftliche Magie pur... Und wie ich mich so unter den Konzertbesuchern umsahm Irgendwie hätte man da gleich drauf kommen können, dass alles höhere Leben vom Saft in einem Paar überhitzt der Gummistiefel abstammt.

01:42:36: Die einfachste Erklärung ist eben wie immer die Beste.

01:42:42: Bravo!

01:42:46: Du wirst mich noch was fragen?

01:42:47: Ich wollte nur wissen ob das physikalisch... Ob sie da quasi aus eigener Erfahrung den Text geschrieben haben oder ob das wissenschaftlich wirklich, also mit der Ur-Suppe.

01:42:59: Weil als wir das Thema gewählt haben, da habe ich mir gedacht, dann muss ich Sie mal fragen, ob es mit der Ursuppe...

01:43:05: Das sind Teil von meinen Kindheitserinnerungen?

01:43:09: Ist das mit der Uhrsuppe?

01:43:10: Haben Sie das wirklich wissenschaftliches?

01:43:12: Haben sich das erlebt

01:43:13: und

01:43:15: haben Sie's errechnet?

01:43:18: Also ich komme ja aus einer Suppe, die vor der Ur-Suppe warnt.

01:43:23: Ja!

01:43:23: Also Uhr, Uhr... also rein fachlich komme ich aus der Elementarteilchensuppe und diese ist ja noch davor gewesen.

01:43:31: Vor dem Milliken.

01:43:34: Aber war das jetzt suppenartig?

01:43:37: Die Leute, die dabei waren sagen ja.

01:43:41: Ich persönlich war dann noch nicht fertig ausgebildet.

01:43:44: Das heißt, ich durfte noch nicht.

01:43:46: Ich hatte noch nicht alle schon diese Zeugnisse

01:43:49: oder das

01:43:49: Zertifikat, dass du da rein darfst und der Sicherheitsbeauftragte die Informationssicherheitsschulung.

01:43:55: Jetzt haben sie.

01:43:57: jetzt habe ich die.

01:43:57: ja aber wir haben gerade kein Geld für neue Experimente.

01:44:02: Aber Sie könnten jetzt mit dem Befugnis?

01:44:05: Jetzt darf ich auch mit der Ursuppe experimentieren.

01:44:08: Ich hab auch schon der Frau Bär in Berlin einen Brief geschrieben Ja.

01:44:14: Und habe gesagt, dass Nachnamen mit Tieren sehr gut zusammenarbeiten

01:44:19: können.

01:44:19: Also Bär-Tierchen?

01:44:21: Fuchs und Bär, dachte ich.

01:44:23: Super Kombi!

01:44:25: Dass wir zusammen doch irgendwie jetzt dann ein neues Forschungsprogramm aufsetzen also die Hightech-Soup-Agenda ... ... für die BRD.

01:44:36: Ja, sehr gut.

01:44:37: Präsentiert von Radio Z.

01:44:39: Man sieht in der Physik geht es halt auch einfach weiter das Leben

01:44:42: immer.

01:44:43: ... von früh bis spät.

01:44:45: Vielen Dank.

01:44:46: Vielen dank dir, bei

01:44:48: Tanks!

01:44:52: Ja Herr Eisenbad wir kommen zum Ende der Sendung.

01:44:54: habe ich das richtig verstanden?

01:44:55: Ja kurz die hausmeisterlichen Aufgaben...die wir immer so haben.

01:45:01: Sie können sämtliche Texte von dieser Sendung nach normalerweise direkt nach Ausstrahlung der Sendungen bei Radio Z. Also jetzt Jetzt, weil der achten zwanzigste Fünfte ist um sechste um achtzehn Uhr.

01:45:17: Das sind jetzt alle Texte online.

01:45:19: Sie können alle nochmal nachlesen nachhören und der Podcast ist auch gut noch nicht da.

01:45:27: Den liefern wir nach, aber unter eisenbadmeisendrat.de können Sie das alles sich angucken.

01:45:34: Alte Folgen hören zum Beispiel wenn sie sagen, Sie haben jetzt noch nicht genug.

01:45:36: Sie wollen auch die Folge über den Peter Stromer im Wald oder vielleicht...

01:45:40: Oder über Haare.

01:45:41: Haare!

01:45:42: Säugetiere hatten wir schon.

01:45:44: Sammeln?

01:45:45: Die Sendung über Gruseln.

01:45:47: Ja, Gruseln.

01:45:48: Oder die Sendung, die wir das letzte Mal aufgenommen haben im Ding

01:45:54: Ja, eben Wald.

01:45:55: Die können Sie auch nachhören zum Beispiel wenn sie einen eigenen, wenn sie Blut geleckt haben und gerne selber was schreiben möchten.

01:46:03: die Themen für den nächsten, sagen wir mal vier bis zwei Monate haben wir immer auf der Homepage ausgelobt.

01:46:12: da können Sie gerne, wenn Sie Lust haben, gerne selber mal die Feder schwingen oder Ihre unendlichen Affen bemühen einen Text zu schreiben über Hamlet und unter eisenbadmeißentrat.itgmx.

01:46:25: Was

01:46:25: ist denn das nächste Thema?

01:46:28: Farben!

01:46:29: Da werden wir wahrscheinlich nicht über Goethe sprechen

01:46:32: Wahrscheinlich gar nicht.

01:46:33: Goethe hatte mit Farben gar nichts am Hut, überhaupt nichts.

01:46:37: Nein, gar

01:46:37: nichts!

01:46:37: Das hat ihn nicht interessiert, er der geschrieben das wäre Albern gewesen wenn er sich mit Farbe auseinander gesetzt hätte.

01:46:43: Er hat nicht

01:46:43: einmal geschrieben dass es sich dafür gar nicht interessierte.

01:46:46: so wenig hat ihn das interessiert.

01:46:48: farbenehre da müssen sie auf jeden Fall... Da müssen Sie selber zur Feder greifen Wenn Sie da einen Text darüber hören wollen über das Thema Farben und dann haben wir noch einige andere Themen die es auch gibt.

01:47:03: Nerven Sie mich jetzt nicht.

01:47:05: Sie können die Sendung eine Woche lang nachhören, jetzt kommt die Strafzeit.

01:47:08: Ja also

01:47:09: jetzt nicht sondern am acht und zwanzig ... ja

01:47:11: jetzt im Anschluss.

01:47:14: Hier kommt schon der Mörtel zur Tür rein.

01:47:15: Hallo Mörtle!

01:47:17: Hallo!

01:47:18: Hast du wieder viele Briefe?

01:47:20: Ja vieler

01:47:22: Briefer aus dem Knast habe ich dabei.

01:47:23: Und was spielst Du heute wieder für schöne Lieder von Contra K?

01:47:27: Ja Contra k

01:47:28: ist ContraK dabei Kollege.

01:47:33: Okay, ich freue mich drauf!

01:47:35: Danke Mörtel!

01:47:36: Bitte... Ich setz' mich jetzt hier mal her ne?

01:47:40: Guck mal Mörtl wie viele Menschen gekommen sind um heute die Strafzeit anzusuchen.

01:47:43: Das machen

01:47:43: sie denn bei Radio Z im Studio oder haben wir ja nichts zu suchen.

01:47:47: Meine schöne Technik geht kaputt wenn die hier ... ... Pisse da über das Bisspult kippen, dann geht alles kaputt.

01:47:56: So ungefähr so müssen Sie sich das vorstellen wenn wir aus der Sendung gehen... Ich wollte immer noch kurz sagen, wenn wir gerade beim Heavy Metal waren nicht Ursuppe und Heavy Metal?

01:48:04: Ich bin ja vom Fach!

01:48:05: Ja ich weiß leider, leider sind sie...

01:48:07: Und mir ist grad gekommen als Herr Theobald Fuchs von dem Metal, der Ursuppel-Metal gesprochen hat, Black Metal.

01:48:13: Wollen Sie das sagen nach dem einen Text damit wir mit dem anderen Text schließen

01:48:17: können?

01:48:17: Ja okay gut, also dann... Ja gut.

01:48:19: Also dann hören wir jetzt Knips Ja.

01:48:23: Es ist nur noch Suppe da!

01:48:24: Und

01:48:25: dann kommt danach sogar

01:48:26: noch... Wir sehen nochmal Marco Händrich, wir freuen uns und dann können Sie Ihre Mittelgeschichte erzählen und dann sagen wir tschüss.

01:48:33: Der Brückentag hatte das Büro in eine eigentümliche Zwischenwelt verwandelt, in der weder gearbeitet noch wirklich freigemacht wurde sondern einige wenige Aufrechte, ihre Anwesenheit durch geöffnete Tabellen und demonstrativ langsames Tippen rechtfertigten während die Infrastruktur des Unternehmens bereits vollständig vor dem freien Vortag kapituliert hatte.

01:48:58: Als Marco sich gegen halb eins mit jener kultivierten Gelassenheit die er sich über Jahre aus Espresso hemmten ohne sichtbare Marken und bewusstem Abstand zu allem entwickelt hatte, was nach einem Snack-Klang zur Kantine ging erwartete ihn ein Schild dessen Tonfall beleidigend freundlich darauf hinwies das wegen des Brückentags geschlossen sei.

01:49:28: Die zweite Kantine in einem anderen Unternehmen war ebenfalls geschlossen Die kleine Salat bar im Nebengebäude verriegelt und selbst der Kühlschrank mit den überteuerten Raps stand leer da wie eine Installation über den Niedergang Europas.

01:49:48: Er blieb einen Moment stehen und empfand nicht nur Hunger, es war eine tiefe Kränkung denn Hunger war etwas Körperliches und damit schnödes für jeden während Kränkung kultivierter wirkte und insgesamt besser zu ihm passte.

01:50:03: Mit kontrollierter Würde ging er in die Büroküche, in der Hoffnung auf eine vergessene Packung Haferkeksel oder wenigstens einen Apfel mit glaubwürdigem Herkunftsiegel und dort sah es sie.

01:50:17: Hinten links neben dem Wasserkocher stand eine einzelne Dose chinesischer Instant Nudelsuppe.

01:50:22: Sie hatte keine Marke, die ihm etwas sagte – keine Bilder, die Vertrauen erzeugten, sondern lediglich eines sehr glücklich gezeichnete Garnäle und ungefähr siebenundzwanzig Zeilen Zutatenliste in Schriftgrößen, die normalerweise nur auf Mikrochips oder Beipackzetteln für Nebenwirkungen verwendet wurden.

01:50:40: Er betrachtete die Dose mit jener Mischung aus Überlegenheit und Faszination mit der Menschen auf Reality TV oder Spielautomaten schauen und dachte sofort, das würde ich niemals essen.

01:50:54: Dann aber schlich ein Gedanke durch den Frontalappen.

01:50:58: Hypothetisch gesehen wäre es interessant zu wissen wie Menschen das zubereiten und wie das funktioniert.

01:51:04: dann stellte er den Wasserkocher an.

01:51:07: Während des Wassererhitze lauschte er in den Flur Obwohl kaum jemand da war und stellte sich mit wachsendem Unbehagen vor, wie plötzlich ein Kollege hereinkommen und ihn dabei beobachten könnte.

01:51:19: Wir kochen das Wasser in eine anonyme Nudeltose-Gießt als hätte er unterwegs seine gesamte über Jahre aufgebaute und gepflegte Persönlichkeit verloren.

01:51:30: Dabei beschäftigte ihn nicht einmal der Gedanke, dass die Suppe jemand anderem gehören könnte.

01:51:35: Denn Diebstahl ließ sich erklären – Hunger ebenfalls!

01:51:38: Aber freiwilliger Konsum einer solchen Suppe hätte einen Markels seines Charakters offenbart, von dem er nichts wusste ob er ihn selbst verzeihen konnte.

01:51:50: Deshalb vermiede er es auch konsequent die Zutatenliste zu lesen weil jeder blickt darauf entweder seine Entscheidung zerstören oder noch schlimmer sie legitimieren.

01:52:02: Als die vorgeschriebenen Minuten vergangen waren, trug er den dampfenden Becher mit seiner Haltung zurück an den Arbeitsplatz.

01:52:10: Die möglichst nach chemisches Experiment aussehen sollte und keinesfalls nach einem seinem Mittagessen.

01:52:19: Er setzte sich rührte vorsichtig um und betrachtete das Ergebnis kritisch aber es roch überraschend gut.

01:52:29: Nicht gut im Sinne von Gut, sagte er sich sofort.

01:52:32: Gut in Sinne von intensiv direkt unanständig wie schwöstige Popmusik oder kalorienbombadierte Hotelbefeß.

01:52:43: Er traute sich fühlte sich wie Neil Armstrong vor der Mondlandung tauchte ein und nahm den ersten Löffel.

01:52:50: Sofort passierte etwas Schreckliches!

01:52:53: Die Suppe schmeckte hervorragend Nicht objektiv hervorragend, nicht Michelin Stern hervorragend.

01:53:01: Sie war auf eine Weise hervoragend die seine gesamte Selbstwahrnehmung beleidigte, weil sie warmsalzig scharf künstlich und dennoch vollkommen zufriedenstellend

01:53:11: war.".

01:53:12: Mit jedem weiteren Löffel wurde sein Schuldgefühl größer, weil er nicht nur etwas aßt, dass er an seinen Grundfesten verachtete – er genoss die Suppe wie ein Mensch ohne jede kulturelle Verteidigungslinie!

01:53:25: Als der Becher leer war, schob er ihn diskretiv in den Müll und hob dafür sogar alten Inhalt mit einem Taschentuch an.

01:53:33: Wischte den Schreibtisch ab und spor sich mit ernster Entschlossenheit, dass dies ein einmaliger Ausrutscher gewesen sei – geboren aus Umständen einer akuten nicht kontrollierbaren Schwäche und natürlich den geschlossenen Kantinen!

01:53:48: Doch als er später den Rechner herunterfuhr Und an den Einkauf für den Abend und das kommende Wochenende dachte, erschien irgendwo uns an dem Inneren bereits eine kleine leise Stimme.

01:54:00: Die sich fragte in welchem Regal im Supermarkt seines Vertrauens solche Suppen normalerweise standen?

01:54:07: Erbärmlich auf ganzer Linie!

01:54:14: Christian Knips!

01:54:18: Ja

01:54:20: vielen Dank!

01:54:21: Vielen Dank fürs Lesen!

01:54:22: Sehr schön

01:54:23: Vielen Dank.

01:54:24: Wir

01:54:24: rasen mit Lichtgeschwindigkeit, naja gut das ist ja nicht möglich ich habe schon hier gehört natürlich nur mit annähernd Lichtgeschwindlichkeit

01:54:34: Da wird schon Geburt da unten

01:54:36: Er rasen.

01:54:36: wir aufs Ende zu, wir haben noch einen letzten Text.

01:54:39: Ich wollte ganz kurz noch mit dem Metal.

01:54:41: Das hat mich auch schon fasziniert.

01:54:43: Sie wissen ja bin ja Mitglied der Band The Bloody Waschlappen of Death

01:54:49: weiß ich.

01:54:50: zu meinem großen Leid habe ich schon mehrere MP-Demos zugeschickt bekommen.

01:54:56: Unbeschriftet, ich dachte sie hätten mir irgendwelche Memos geschickt die ich durcharbeiten soll und dann sind mir die Ohren beizeitig rausgeflogen.

01:55:03: Genau!

01:55:04: Und

01:55:04: eigentlich mit diesem... also wenn Sie Black Metal ... Ich hatte jetzt gerade gesagt wir schließen den Kreis.

01:55:09: Spatanische Blutsuppe, die ja Schwarze Suppe genannt wird ist ja quasi.

01:55:15: Also Black Metal ist ja eine schwarze Suppe im

01:55:17: Prinzip.

01:55:18: Es geht ja darum, dass alles sich so verwischt, das alles so matschig und so feucht... ...und so suppenhaft wird,... ...dass man gar nicht mehr in einen meditativen Zustand kommt.

01:55:29: Das ist ja ähnlich wie wenn sie jetzt gekaut haben ihre Suppe.

01:55:33: Naja ich wollte es nur kurz vormachen.

01:55:35: Stehen Sie sich vor einem Blastbeat?

01:55:37: Ich weiß nicht ob Sie das kennen.

01:55:42: Die Kick drum, also die große Trommel.

01:55:44: Wir haben nicht mehr so viel Zeit.

01:55:45: Ja!

01:55:46: Also die große Drommel und die Marsch-Trommel wird quasi gleichzeitig... Und dann würde ich sowas singen wie...

01:55:59: Und

01:56:03: dann vermischt

01:56:03: sich die Welt,

01:56:05: da vermisht sich die Töne.

01:56:06: Das auditive vermiszt sich

01:56:08: einen unglaublichen Bereich und es ist

01:56:11: quasi ein Orgasmus, nicht wahr?

01:56:13: Quasi der der der Tönen

01:56:15: steht

01:56:16: nicht wahr und das ist ja

01:56:17: auch wirklich der

01:56:18: inneren Gespanntheit ich war

01:56:21: also

01:56:21: der Ausdruck der Weltverlassenheit

01:56:27: Schluss geblieben sind, ich möchte mich entschuldigen.

01:56:31: Hier kommt jetzt noch ein Text und zwar Party-Suppe heißt der... Ich hoffe er ist erfreulicher als Sie werden schon drunter gedreht.

01:56:40: Merken sie

01:56:41: das?

01:56:41: Als

01:56:41: ob Sie das Schlagzeuglauptie

01:56:43: hinunterwerfen.

01:56:44: Vielen

01:56:45: Dank fürs Kommen, vielen dank fürs Bleiben!

01:56:47: Und hier kommt der letzte Text Partysuppe.

01:56:49: wir haben keine Zeit mehr von meiner Zeit.

01:56:50: Haben Sie es sehr schön gemacht wirklich?

01:56:52: Wir haben sie sehr schön.

01:56:57: Simon Metz, der uns den ganzen Abend schon beglückt hat mit einer Goldkehle.

01:57:04: Hat auch noch selbst ein Text dabei an eignen.

01:57:07: also wenn Sprecher anfangen Texte zu schreiben wo kommen wir dahin?

01:57:11: Ach ich bin ja noch jung also Simon wie Simon-Zwanzig ganz egal was die Geheimratzecken sagen.

01:57:19: das dritt wichtigste geheime Familienrezept welches mir weitergegeben wurde ist Mich eingeschlossen erst zwei Generationen alt.

01:57:30: Das ist ein umständlicher Weg zu sagen, dass meine Marme es entwickelt hat und geheim ist eigentlich nichts daran.

01:57:37: Es ist eine Abwandlung der Schmelzkäse-Partysuppe die wahrscheinlich früher in sämtlichen Magazinen beworben wurde Die nicht gerade Rezepte für einen neuen Art der Diät mit Bezug auf einen Urlaubsort publiziert haben.

01:57:52: Die Kräterdiät kommt in den Sinn.

01:57:54: Die erste Art der Abwandlung war, den Schmelzkäse durch Creme fraiche zu ersetzen.

01:58:01: Was eine Änderung des Namens notwendig machte.

01:58:05: Bis zu meiner Version gab es noch einige Änderungen was die Suppe wahrscheinlich zu einem köstlichen Schiff des Thesoes macht.

01:58:13: Inzwischen haben Kokosmilch und das billigste Sojahack das gerade zu finden ist die Creme Fraiche ersetzt Während Erbsen und Möhren unverändert da geblieben sind Und die Supperetten wenn sie schon als Versalzen abgestempelt wurde.

01:58:28: Besonders gut schmeckt die Suppe, wenn ich beim Kochen etwas von Maillardreaktion erzähle und mir keine Gedanken darüber mache dass Mai Lat zum Beispiel ein guter Name für einen monatliches Abonnement für Schweineschmalz wäre.

01:58:44: Der Zubereitungsprozess stellt also ein wichtiges Ritual dar aber von außen betrachtet spielt die Hauptrolle ja das Schnabolieren.

01:58:53: Die nächste Person Die die Worte gefräßiges Schweigen in den Mund nimmt anstelle eines Löffels voll köstlicher Suppe bekommt eine Medaille für den am seltensten gemachten Witz.

01:59:06: Das eigentlich Interessante sind die Momente, nachdem alle gesättigt sind.

01:59:11: Da kommt es zu verschiedenen Clashes.

01:59:14: Nach dem Essen sollste ruhen oder tausend Schritte tun sozusagen oder eben das sofortige Abräumen noch während manche Speisen gegen die Münsterländische Mentalität.

01:59:28: Es kürzt sich so nett bei ösegepört, also die Präferenz bei schmutzigen Töpfen gemeinsam am Tisch zu plauschen.

01:59:36: Was auch immer das Ergebnis ist – Die Kombination der Makronährstoffe in salziger Brühe gibt immer das gewünschte Gefühl von Geborgenheit!

01:59:46: Danke

01:59:50: Das war Eisenbad und Meisen Draht.

01:59:54: Machen wir so ein cooles, können Sie das Intro abspielen?

Über diesen Podcast

Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 auf Radio Z oder eben hier jeden Monat auf den Pod! Alle Texte zum Nachlesen und Nachhören finden sich auf www.eisenbartmeisendraht.com

von und mit Lukas Münich, Andii Weber

Abonnieren

Follow us