Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Das Magazin für Eigenart

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: jetzt doch mal genau, wie das vorgelaufen nachgefahren ist.

00:00:05: Wie Sie festgestellt haben, dass sie der weltbeste Kunstfälcher sind?

00:00:11: Wir haben Sie das gemerkt und ... Wie hat sich Ihr Leben danach verändert?

00:00:18: Ihr Leben als ... Als Kunstfältger und Person!

00:00:25: Ja, es war alles mal so gewesen.

00:00:27: Ich hab am Schwag bei ... Bei Woolworth, bei der Auktion.

00:00:33: Und da war dann so ein Kandinsky und der Kandinski war da aufgehängt.

00:00:42: Es war ein Treiben und dann hat der Aktionator einen Preis aufgerufen und dann haben andere gesagt ich biete aber mehr und irgendwann war das ja.

00:00:50: also es war ein halb Ein Haus und ein Appel und ein Hof und ein Ei.

00:00:55: Und ich dachte mir, das kann ich aber auch so ein bisschen Farbe da auf die.

00:00:59: Dann habe ich mir das angeschaut und hab das nachgemalt...

00:01:04: Das ist ja unglaublich schwer!

00:01:06: Das kann sich unser Einzelter nicht

00:01:10: vorstellen.

00:01:11: Sie müssen da studiert haben, sie müssen die Kunst

00:01:15: werken.

00:01:16: Ich habe als Selbststudium einfach geguckt.

00:01:19: Wo nach genau haben Sie

00:01:20: geguckt?

00:01:21: Ja genau,

00:01:21: passen Sie auf, erklär das.

00:01:24: hat niemand wie Kandinsky gemalt.

00:01:27: Und nach Kandinski hat auch niemand mehr, wie KANDINSKI gemalt.

00:01:31: genauso und deswegen bin ich und Kandinski die einzigen zwei, die KandINSKI auch malen können.

00:01:40: Das war sehr schwierig.

00:01:41: Ich hab mir da lange ... Ich hab mir eine Tageslicht Neonröhre besorgt und hab dann abgemalt, abgemallt.

00:01:48: Da möchte ich noch mal genauer drauf eingehen?

00:01:51: Sie haben gesagt, sie haben den gemalt!

00:01:54: Ja, ich habe den gemald...

00:01:54: Wie meinen Sie

00:01:55: das?!

00:01:55: Und ich hab einen Leinwand bei Bösner, gibt auch andere Kunstgeschäfte, die hab' ich gekauft.

00:02:02: Zum Beispiel auch

00:02:03: Küchenlösch.

00:02:04: Manchmal gibts bei Aldi oder Lidl oder einem anderen Supermarkt gute günstige Akkruelfarben Bei Kick zum Beispiel.

00:02:15: Dann nehmen Sie die und dann müssen sie sich nur ein bisschen auseinandersetzen.

00:02:19: Das ist eine sehr, sehr schwierige Technik.

00:02:21: Da nimmt man einen Hilfsmittel, einen sogenannten Pinsel Und er trägt das dann Schicht für Schicht auf.

00:02:28: Das ist ja sehr interessant.

00:02:30: und dann wachen Sie am nächsten Morgen auf, wie ging es Ihnen?

00:02:36: Da müssen sie aufgewacht sein und haben sich gedacht ich bin ein Hochstabler.

00:02:41: Nein, nein!

00:02:41: Ich habe ganz

00:02:43: ehrlich

00:02:43: ... Moment mal.

00:02:45: Stopp, ich bin kein Hochstabbler.

00:02:49: Ich habe Bilder gemalt und die Menschen, die sie gekauft haben, haben sich an diesen Bildern ernsthaft erfreut.

00:02:55: Sie hätten sich mal das Gesicht dieses kleinen, vierjährigen Mädchens ansehen sollen was da meine Komposition drei von Kandinsky gekauft hat und gesagt hat lieber her dass sie mir dieses... Dass ich das noch erleben darf in meinem kurzen Leben Das erfreut mich jetzt.

00:03:13: Und deswegen bin ich kein Hochstabler, ich hab ja ernsthaft diese Bilder

00:03:17: verkauft!

00:03:17: Sie haben sich einen Bad angeklebt und haben in der Auktion dann selber mitgesteigert.

00:03:26: Ich habe ein Foto auf dem ich drauf bin im sechzehnten Jahrhundert... Hören

00:03:29: sie mal das war ein super Bild, das war richtig gut in der Ausführung.

00:03:36: Das ist doch dann beschiss.

00:03:38: Ich hab ehrlich den Preis in den Raum geworfen, denn ich denke das mindestens also wenn nicht sogar mehr und es war ja auch mehr am Schluss.

00:03:47: Vielen Dank für Ihre Zeit!

00:03:51: Sie haben alle Fragen beantwortet.

00:03:54: jetzt habe ich für sie noch eine kleine Fleißaufgabe.

00:03:59: Ich habe für sie aus dem Radio mitgeschnitten Eine Sendung von Opfern, die sich ... also ihrer Masche.

00:04:09: Die sich

00:04:10: im Radio da ... Hören Sie

00:04:12: doch nicht einfach immer hier so

00:04:13: abwertet?

00:04:14: Das dauert ungefähr zwei Stunden.

00:04:16: Dazwischen sind auch ganz nette Texte.

00:04:18: Ich hab die Sendung schon gehört.

00:04:20: Ich finde sie ist sehr gut und sie sollten sich mal damit auseinandersetzen.

00:04:26: vielleicht denken sie am Ende auch anders Herr Kubicki.

00:04:34: Eisenbad und Meisenbrat.

00:04:50: Mit Professor Doktor Hartmut Eisenbad...

00:04:53: ...und Magdalena Meisendrat.

00:05:00: Das Magazin für Eigenart.

00:05:04: Noch mal!

00:05:09: Eisenbad- und Meisendraht, das Magazin for Iconaut.

00:05:16: Kohle Leratur nice interpretiert.

00:05:24: Kohleletortur Nice, nice, NICE interpretiert Eisenbad

00:05:32: und Meisendrag.

00:05:34: Das magert's nicht für eigenartig.

00:05:47: Vielleicht ist das gut?

00:05:53: Da ist er wieder, der Schubhör!

00:05:56: Mein treuer Begleiter auf irrigen Wegen durchs Studio von Radio Zit hinten an der Teeküche vorbei in den geheimen Gentlemans Room wo dann er nach Strich und Faden gesoffen wird.

00:06:19: Das ist mein Leben auf Radio Z, Sie lassen mich nicht mehr herausheißen Bart!

00:06:24: Warum haben sie meinen Schlüssel geklaut?

00:06:27: Es gibt jetzt diesen Schließkasten von einer Tür.

00:06:31: Das hätte doch nicht sein müssen, jetzt haben wir eine neue Tür.

00:06:34: Eine Feuerschutzgeprüfte.

00:06:37: Weiße Tür.

00:06:41: Und jetzt kommt man hier nicht mehr raus?

00:06:42: Ja aber es ist ja auch nicht schlecht weil so kann man wenigstens ... Mal wertschätzen, was hier alles hingebaut wurde.

00:06:52: Haben Sie sich schon mal umgeguckt?

00:06:53: Ja natürlich!

00:06:54: Ich sitze seit einer Woche bei Kaffee und vergammeltem

00:06:59: Ressner aus dem

00:07:00: Kühlschrank.

00:07:00: Seien sie doch mal ein bisschen dankbar...

00:07:04: Ich sehe schon.

00:07:05: Also das mit dieser Schlüssel, der da jetzt an der Kette in einem Safe ... Da hätte man ja auch vielleicht auf eine Smarterin.

00:07:12: Es gibt doch jetzt auch so Apps womit man so Türen aufmachen kann.

00:07:15: Da hält man dann das Handy hin?

00:07:18: Sie haben sie nicht mitbekommen, ne?

00:07:19: Nee,

00:07:19: hab ich nicht!

00:07:21: Die Chinesen ... die Chinesien.

00:07:22: Ja.

00:07:23: Die machen in der Wahl immer, da machen die ihre Finger rein.

00:07:27: Wo rein?

00:07:28: In die Wahl.

00:07:28: Und

00:07:29: die können doch unseren Safe auch knacken wenn er mit App ist.

00:07:34: Da haben sie mitbekommen, ne.

00:07:36: Das will jemand für Trömm abstimmen und zack... Hat beiden die Stimme bekommen wegen China.

00:07:45: Haben sie mitbekommen?

00:07:45: Ja,

00:07:46: wegen diesem System.

00:07:48: Weiß ich nicht mehr wie es hieß

00:07:49: ... State of the Union!

00:07:51: Es

00:07:51: hieß irgendwie diese Abstimmungsmaschinen.

00:07:54: Safe America.

00:07:56: Und

00:07:57: das ist ja also Wahlen- und IT-Sicherheit auch ein spannendes Thema.

00:08:00: Deswegen sprechen wir heute über Wahlen...

00:08:03: Nicht ganz.

00:08:05: Aber wir können's auf politische Dinge zurückbrechen, wenn wir wollen.

00:08:11: Wenn Sie ... wollen sie?

00:08:13: Ja,

00:08:13: ja.

00:08:14: Schon.

00:08:14: Ich hab Riesen-Spaß!

00:08:17: Also es soll jetzt ... Lassen wir doch mal die ... sagen wir mal metaphorische Katze aus dem Sack.

00:08:24: Aus

00:08:25: den metaphorischen Sacken.

00:08:26: Und Knüppel da noch mal so richtig drauf, aber halt nur metaphorisch.

00:08:31: Es geht heute um das Thema auf den metaphorischen

00:08:34: Kopf hin.

00:08:34: Auf den also ganz ekelhaft auch,

00:08:37: bis er wirklich unter einen metaphorischen

00:08:40: Flusswerf

00:08:41: hinein mit metaphorischen Steinen

00:08:44: in mein Kraft.

00:08:46: machen wir das nur.

00:08:47: Aber welche Farbe hat der Sack, Frau Meister?

00:08:50: Ja,

00:08:50: Herr Eisenbad.

00:08:51: Sie haben es angesprochen.

00:08:52: Danke auch!

00:08:54: Es geht um Farben, also ...

00:08:57: Stimmt.

00:08:58: Jetzt weiß

00:08:58: ich's wieder.

00:09:00: Ein Thema was so fundamental ist für das menschliche Sein.

00:09:07: empfinden.

00:09:08: Empfinden, Herr Alsenbad.

00:09:11: Das wird da auch mal vielleicht ...

00:09:12: Nicht langweilig das Thema.

00:09:14: Könnten wir auch mal ein ganz

00:09:15: schön buntes Thema machen?

00:09:17: Aber vielleicht sollten wir zuerst einmal einen kleinen Text hören, bevor wir jetzt in die Materie hineinköpfen.

00:09:23: Falls

00:09:24: Sie zu Hause nicht wissen was Farben sind, dann haben sie jetzt eine kleine Wiki, die Ihnen ins Ohr hineinbläst und dann können Sie jetzt erfahren, was Farbens sind.

00:09:34: Was hören wir denn vom Eisentrad?

00:09:35: Was steht im Skript?

00:09:37: Wir haben eine Vielzahl an Texten eingesendet bekommen.

00:09:42: Ich werde jetzt einfach wahllos erst mal was herausziehen.

00:09:46: Wie wäre es denn mit Andreas Dietz, die Farben?

00:09:50: Das können wir so machen!

00:09:51: Können wir das machen?

00:09:52: Andreas Dietze, die farben...

00:09:57: tiefe, dunkle und das helle.

00:10:00: Das sanfte Weiche!

00:10:01: Und auf alle Fälle das Indigo und das Orange.

00:10:05: so fruchtig, das Orange und dann gewaltig wuchtig... ...und auch das blau, das kalte und das harte, das schwere Blau sowie das leicht Warte.

00:10:16: Auch das rot So innig warm und dann so heiß, das pink, dass rosa fein ganz süß.

00:10:22: Dann weiß und dann Das Gelb, so hell das Gelb.

00:10:27: So sonnig, so luftig und so ölig und zu wonig

00:10:30: Ach!

00:10:31: Und

00:10:31: dann das Lila und das Violett, das Zürer und das Tückis.

00:10:36: Die sind erdrett am Ende grau, so sachlich trüb und schwarz.

00:10:42: Jawohl sogar dass Schwarz kommt in die Charts.

00:10:50: Ja ein bunter Ritt durch die farbige Welt der Farben.

00:10:56: Also jetzt, ich muss mich mal ... Es ist so warm hier im Studio.

00:10:59: Das staut sich die Hitze mal da wieder zu.

00:11:01: die

00:11:01: Tür?

00:11:02: Die Hipse!

00:11:03: Die Hipse don't lie.

00:11:05: Framaisen dran.

00:11:06: Farben lügen auch nicht.

00:11:08: Was können Sie mal bitte ... Können Sie für die ZuhörerInnen zu Hause beschreiben was sie vor sich

00:11:16: sehen?

00:11:18: Ich sehe ein Licht.

00:11:20: Ein rotes Licht.

00:11:22: Da war die Farbe

00:11:23: Und da war auch das Licht.

00:11:25: Das Licht

00:11:25: wird eine Rolle spielen, vermutlich.

00:11:27: Ja ... rot-grüne Teppich.

00:11:31: Auch interessant also grüner Teppig an der Wand hier wenn Sie sich das mal vorstellen wollen zu Hause.

00:11:36: Also wir haben einen grünen Teppi an der Wande und ein rotes Licht auf dem, wie soll ich sagen?

00:11:42: Auf der Anrichte hier.

00:11:45: Da sind schon mal zwei Kategorien von Farben die wir so aus philosophischer Sicht

00:11:50: Das

00:11:52: Licht, das Farbe, nicht philosophisch.

00:11:54: Also ästhetischen ... Das Licht hat das rote Licht, leuchtet rot und färbt quasi Gegenstände rot, indem das Licht sie anstrahlt?

00:12:04: Ja!

00:12:04: Und gleichzeitig der grüne Teppich, die er selbst kein Licht aussendet aber trotzdem eine inherente Farbe-Farbqualität hat.

00:12:11: Wie genau das funktioniert werden wir heute für Sie darstellen.

00:12:14: Aber ich hab noch ne

00:12:15: Frage an Sie.

00:12:17: Wenn Sie jetzt beschreiben müssten für jemanden, der noch nie die Farbe rot gesehen hat.

00:12:21: Ja!

00:12:21: Sie haben eine riesige rote Lampe auf dem Tisch.

00:12:24: Yes I have.

00:12:24: Jetzt

00:12:25: versuchen sie mal jemanden zu beschreiben, den noch nie ... Rot gesehen hat?

00:12:30: Wie würden Sie machen?

00:12:31: Also muss ich mir vorstellen, dass die Person Farben wahrnehmen kann prinzipiell oder...

00:12:36: Hat noch nie Rot gesehen.

00:12:38: Aber sonst schon alle

00:12:39: anderen Farben schon.

00:12:40: Okay.

00:12:41: Nährstellen Sie sich vor….

00:12:45: Ich meine, sie Augen zu und sie zu Hause auch.

00:12:47: Sie machen bitte vor dem Radio jetzt die Augen zu, damit sie das rot

00:12:52: nicht sehen ... Denken Sie aber nicht an

00:12:53: Rot.

00:12:54: ... von Frau Dr.

00:12:56: Meisten.

00:12:56: Aber wenn die zusehen, Zuschauer zuhören?

00:12:59: Bitte

00:13:00: ihr Augen zumachen!

00:13:01: Die haben ja schon rot gesehen.

00:13:03: Wenn ich sage, dass es rot ist, können sie sich halbwegs was vorstellen.

00:13:06: Nein, die

00:13:07: müssen sich ... Dann stellen Sie sich nicht so an.

00:13:10: Bitte stehen Sie sich vor, Sie hätten noch nie in Ihrem Leben rot gesehen.

00:13:14: Also weg, weg mit den Rot.

00:13:16: Also rot gibt's nicht bei Ihnen?

00:13:17: Wie würden Sie davor

00:13:18: gehen?

00:13:19: Es ist ein Licht ... es hat eine Farbe, Herr Eisenbad.

00:13:23: Aha!

00:13:24: Diese Farbe isst

00:13:25: ... Die Farbe ist gelb

00:13:27: so... Sie ist näher an gelb als an blau.

00:13:31: Aha.

00:13:32: Sie ist sehr nahm orange.

00:13:35: Orange hab ich auch noch nie gesehen.

00:13:36: Das haben wir aber nicht ausgemacht.

00:13:38: Nee,

00:13:38: das hab ich ja auch noch nicht gesehen.

00:13:39: Aber gelb kennen sie.

00:13:41: Gelb habe ich schon mal gesehen.

00:13:42: Genau, gelb kennen Sie und sie kennen auch... Einmal

00:13:44: hab' ich gelb gesehen.

00:13:45: Welche Farben kennen Sie denn?

00:13:46: Ne

00:13:47: alle Farben!

00:13:48: Ich kenne alle Farbe Frau Meisendraht.

00:13:49: Ich kenn nur nicht Rot, nicht Orange Und Gelb ist schon ein bisschen her aber ich habe es schon

00:13:55: Mal gesehen.

00:13:55: Also gut dann äh es ist zwar nicht gelb Aber es ist näher um Gelb als am.

00:14:00: Kennen Sie den Regenbogen?

00:14:02: Äh

00:14:02: nein Ja doch, aber nicht in ganz

00:14:06: Genau, aber ...

00:14:07: Ich hab schon mal einen Teil vom Regenbogen.

00:14:09: Als ich eine Auge so ein bisschen bei dem Weichen Auto gesessen und ein bisschen durch die Augen durch, habe ich's gesehen?

00:14:17: Ja okay, haben Sie schon mal ein Klatschmohn gesehen?

00:14:19: Nein!

00:14:20: Haben sie schon mal...

00:14:21: Nein!

00:14:22: Ein Feuerwehrauto gesehen?

00:14:23: Noch

00:14:23: nie!

00:14:25: Ich kenne die Farbe nicht von der Sie sprechen.

00:14:27: Beschreiben Sie es doch mal genauer.

00:14:29: Ja

00:14:29: also sie ist eine tendenziell warme Farbe, eine Signalfarbe.

00:14:35: Sie schreit einen förmlich an, Herr Eisenbad.

00:14:38: Und man kriegt fast Angst, wenn man sie anguckt und wird so aktiviert geistig.

00:14:44: Das ist roter Eisenbad!

00:14:45: Also Sie sagen das lädt sich zum Träumen ein?

00:14:52: Naja, aber es aktiviert ihr.

00:14:53: Es macht ihr aggressiv, es macht unruhig, wenn Sie da reingucken in das Rot.

00:14:58: Ja

00:14:58: gut ich will sie mal erlösen... Aber ich wollte einfach nur ein kleines Experiment

00:15:04: aufmachen

00:15:05: und zu demonstrieren, wie schwierig das eigentlich ist.

00:15:09: Also über Farben zu sprechen, wenn man voraussetzt, dass jeder weiß wovon man spricht.

00:15:16: Ja, richtig!

00:15:17: Man kann ja sagen, dass das ganze rötliche Rot zum Beispiel, wenn sie von Rot keine Ahnung haben, kann es ja irgendwas sein.

00:15:25: Deswegen ist auch schwer über Farbe zu sprechen... und dann irgendwann merkt man, da ist was komisch.

00:15:32: Das richtig!

00:15:33: Und das ist ja so eine ganz spannende Frage auch... Es gibt nicht in jeder Sprache die gleichen Namen für die Farben.

00:15:42: Die gleiche Menge an Farbnamen, Farbbegriffen.

00:15:45: Also zum Beispiel gehen wir dann zurück, ein ganz klassisches Beispiel kennen Sie?

00:15:50: Griechenland

00:15:51: hat keinen Das ist ein Wort für ... Für Blau.

00:15:53: Und jetzt stehen Sie sich mal vor, Sie sind in Griechenland und können Ihre eigene Nationalflagge beschreiben?

00:15:58: Ja.

00:15:59: Stimmt.

00:16:00: Aber das war ja schon im alten Griecheland so.

00:16:02: Da hat man gesagt, dass Meer ist ganz grün oder?

00:16:06: Also es gibt ... Na ja!

00:16:07: Es gibt ja ... Danke auch.

00:16:09: Es gibt ... Na ja, so ganz einfach ist es nicht zu sagen.

00:16:12: Es gab keine Namen für die Farbe Blau, sondern es gab Farbenamen, die da rumgebracht

00:16:19: wurden.

00:16:19: Man konnte Blau gar nicht sehen, haben Sie hier schon mal gelesen?

00:16:22: Genau,

00:16:22: das konnte man nicht wirklich ... Das war eine lange Zeit behauptet in der Literatur.

00:16:27: Ja, konnte man gar nicht angucken.

00:16:30: Man kann sich beschreiben!

00:16:31: Oft sind Phänomene gerade so Phänomenen im klassischen Sinne erst dann Wirklich real, wenn sie beschreibbar sind als ein Bad.

00:16:42: Aber Sie wissen auch, dass Blau zum Beispiel gar nicht gibt?

00:16:46: Gibt's nicht!

00:16:46: In

00:16:46: der Natur.

00:16:47: Na ja...

00:16:48: ...gibt es gar nicht.

00:16:48: Was ist denn mit dem Himmel?

00:16:51: Der Himmel, das ist ja nur gebrochen.

00:16:53: Das ist nur gebroscht.

00:16:54: Sind Sie ja nun fractal von irgendwas was Blau ist?

00:16:57: Ja gut aber trotzdem da ist ja das Phänomen Blau findet ja statt.

00:17:01: Früher hat man da nicht der Blau dazu gesagt.

00:17:06: Ja,

00:17:06: richtig!

00:17:07: Das ist übrigens nicht nur aufs alte Griechenland beschränkt wie ich heute gelesen hab noch mal in Vorbereitung sondern das galt auch bei uns bis ins Mittelalter hinein dass man den Himmel zum Beispiel grundsätzlich als weiß oder als rot wenn es die Dämmerung war eben als Rot- oder Orange aber niemals als blau bezeichnet hätte.

00:17:25: und erst jetzt kommt der spannende Punkt der Eisenbahn dann quasi in der Kunst möglich war, zum Beispiel Glasmalerei mit blauen Farben.

00:17:35: Aber es gab schon vorher blaue Farben.

00:17:37: dürfen wir jetzt auch nicht gleichsetzen, dass keine blauen farben gab.

00:17:40: Indigo

00:17:41: oder z.B.

00:17:43: lapis lazuli aber erst als das eine handwerkliche wichtige ein Referenzwert war, malen Sie doch bitte diesen Kirchenfenster blau.

00:17:55: Da trat dann dieses Wort erst so richtig auf.

00:17:58: und auch das Konzept von Blau oder

00:18:00: Saafir.

00:18:00: Es

00:18:02: gab aber schon blaue Gegenstände und da sind wir wieder bei unserem Rotbeispiel?

00:18:06: Nee, aber blaue Gegendstände gab es auch nicht!

00:18:08: Wieso

00:18:08: nicht?!

00:18:09: Wenn sie zum Beispiel die Tierwelt angucken...

00:18:12: Ja.

00:18:12: Es gibt

00:18:13: den blauen Moor-Vofalter

00:18:16: z.B.,

00:18:18: der ist so blau Sehen Sie fast nichts anderes mehr.

00:18:22: Wenn sie auf den so lange gucken und woanders hingucken, sehen Sie nur noch orasch!

00:18:26: Ja das stimmt.

00:18:27: aber was wollen Sie jetzt damit sagen?

00:18:29: Der hat keine blaue Farbe in seinen Flügeln.

00:18:34: Aber Farbe ist ja nicht die Voraussetzung für Farbe.

00:18:37: Ne, aber der hat so Wellen drin.

00:18:39: Das ist das Problem.

00:18:40: Das heißt in die Flügel, die überhaupt gar keine Farben drin haben, sind einfach nur so Rillen

00:18:48: Stimmt.

00:18:49: Da

00:18:50: das Licht, was der zurückwirft ... Das sind halt nur die Blauen!

00:18:54: Weil die anderen die Kinder kaputt.

00:18:56: Der macht die ganzen Farben kaputt vom Eisendracht.

00:18:59: Wussten Sie das?

00:19:00: Eine blaue Morphofalte und unwahrscheinliche Frechheit dieses Tier.

00:19:06: Und was mit dem Rot jetzt?

00:19:08: Wie was ist mit dem roten?

00:19:09: Sie haben gesagt, wir sind wieder bei unserer Lieblingsfarbe rot.

00:19:12: Wir sind bei diesen Beschreiben, dieses Konzeptes.

00:19:17: Sie können gleichzeitig in einer Welt leben, in der bestimmte Farben existieren oder in denen sie bestimmte Farbspektoren wahrnehmen und kein Wort dafür haben.

00:19:27: Und das heißt zum einen natürlich... ...sie haben keinen Konzept für dieses spezielle Farbspektrum als ein abgegrenztes Farbding aber gleichzeitig leben sie ja trotzdem in der Welt, ihre Augen diese Farben dieses Farbspektrum wahrnehmen können.

00:19:43: Aber es gibt halt einfach kein Konzept von diesem speziellen Spektrum, das ist ja schon sehr spannend!

00:19:49: Weil im Kindergarten zum Beispiel wenn am Pausenhof ... äh ... Kinderhof?

00:19:56: Kinderhof.

00:19:57: Am Kinderhof... So

00:19:58: wie Süderhof.

00:20:00: Wenn Sie da diskutieren mit Ihren KollegInnen in dem Kindergaten und dann sagen Ja aber was wäre denn wenn?

00:20:07: Wer sagt mir denn, dass du auch das gleiche Rot siehst wie ich?

00:20:11: Wenn ich sage, dass ich rot sehe.

00:20:13: Vielleicht sieht es grün von dir ganz aus wie bei mir das Rot.

00:20:17: Könnten wir nicht auflösen.

00:20:18: diesen Widerspruch müssen wir jetzt erst mal diskutieren.

00:20:22: sagen habe ich dann gesagt und dann

00:20:25: zu den Kindern ja

00:20:27: zu meinen kolleginnen auf dem Kinderhof So.

00:20:30: Und da entspint sich ja schon das ganze Problem.

00:20:33: und aufzulösen ist es dadurch, dass ... Ja!

00:20:36: Ist ja auch vollkommen egal... Wenn wir dieses bestimmte spezifische Farbspektrum, es sind ja Wellen wie ich schon gesagt habe, wenn wir das einen Grenzen und dem einen Namen geben dann müssen wir gar nicht diskutieren ob das rot bei ihnen grün aussieht oder das grün bei ihnen blau.

00:20:49: Wir beschreiben hier dieselbe Phänomen nämlich dieses Spektrum von Wellen.

00:20:53: Ist ja nicht so.

00:20:54: stellen sie sich doch nicht an liebe Kinder?

00:20:58: Ehrlich war Frau Maisentratz, Sie haben recht.

00:21:01: Stundenlange Diskussion hatte ich da mit

00:21:03: den Kindern.

00:21:05: Mit dem Klaus?

00:21:06: Äh ... Ja.

00:21:07: Der ist zum Posaun-Core gegangen.

00:21:11: Aber der ist Klassensprecher oder?

00:21:13: Später war er Klassendsprecher.

00:21:15: An Kindergarten hatten wir keine Klassentsprecher innen.

00:21:19: Auf jeden Fall ... Ich finde das.

00:21:21: Ich könnte stundenlang mich dahinein setzen Wenn ich mir vorstelle, dass man über eine und die selbe Farbe spricht.

00:21:30: Eine sagt dazu Grün, der andere sagt Blau ...

00:21:32: Nein, nein!

00:21:33: Den Fall gibt's ja interessanterweise nicht.

00:21:36: Das ist

00:21:36: quasi bei mir zu Hause immer so.

00:21:40: Wie immer so?

00:21:41: Es war immer so, da kam ich mit zerschundenen Beinen nach Hause.

00:21:46: Und mein Vater sagt, warum hast du denn so grüne Beine?

00:21:49: Meine Mutter hat gesagt, das doch nicht Grün Ewald.

00:21:54: Das is doch eindeutig Blau.

00:21:56: Er hat gesagt, das ist doch nicht blau.

00:22:01: Christiane!

00:22:02: Das ist doch grün.

00:22:03: und es ging dann immer so hin und her.

00:22:05: Bis

00:22:05: die Beine dann orange waren?

00:22:08: Ja.

00:22:09: Mein natürlicher Hautfarbtyp.

00:22:12: So ein insgrünen, changierendes...

00:22:15: Ne, insblau-changierendes.

00:22:17: Aber das ist interessant dass man da so nebeneinander steht und

00:22:20: sagt Es ist eine gewisse Subjektivität auch in der Farbwähnbarnehmung da.

00:22:25: Da ist die Forschung ja dran, was sind die Grundfarben?

00:22:29: Das ist ja die Frage!

00:22:30: Wir haben ja tausend Worte für verschiedene Farbschatierungen.

00:22:34: Ob es jetzt beigst

00:22:35: zum

00:22:35: Beispiel ist.

00:22:36: Ihr habt nicht nur die Pantone vor, aber wenn Sie z.B.

00:22:40: Alt-Rosa sagen oder Lavendel – das sind ja Namen für Farben.

00:22:49: In anderen Sprachen gibt es unter Umständen dieses Wort für diese Farbe nicht.

00:22:53: Das heißt, das ist ein ... Farben sind auch zu einer gewissen Weise gesellschaftliche Konstrukte?

00:22:58: Ja!

00:22:59: Aber so etwas wie Rot und Gelb finden wir schon in allen Sprachen.

00:23:04: oder Malbe?

00:23:05: Malbe.

00:23:06: Malbe gibt's auch.

00:23:08: Ja aber doch nicht... Die Frage die die Forschung zerbricht

00:23:12: ja

00:23:13: is ja was denn eigentlich die echt ... Was sind die Grundfarben?

00:23:17: Und das gar nicht so einfach einzugrenzen.

00:23:19: Wir hatten ja das Beispiel vom Blau, die Griechen hatten keinen Begriff für Blau.

00:23:25: Also könnte man sagen naja also offenbar in jeder Sprache zu jeder Zeit gab es ein Konzept von Blau aber von Rot zum Beispiel schon.

00:23:34: Ist das wahr?

00:23:34: Das

00:23:35: ist war gelb auch!

00:23:37: Das habe ich heute zumindest gelesen.

00:23:40: Ich glaube Ihnen das

00:23:41: auch.

00:23:41: Also es ist vielleicht nicht in jeder überall und das wäre eben die Forschungsfrage, dass wäre die These, die man jetzt erörtern müsste.

00:23:46: Aber das müssen wir jetzt in diesen zwei Stunden lösen.

00:23:48: Das

00:23:49: müssen wir nicht.

00:23:50: aber das ist eine Frage, die wird den Publikum mit auf dem Weg geben können?

00:23:53: Sie sind ja im Eingeschalt.

00:23:54: zu Eisenbad-Maisentrat heute geht's um Farben.

00:23:57: wenn sie anrufen möchten um ihre Lieblingsfarbe durchzugeben.

00:24:01: Wir machen eine Abstimmung.

00:24:03: am Ende der Sendung werden wir bekanntgeben was die beste Farbe ist.

00:24:07: Machen Sie mit und gewinnen Sie eine Luftmatratze.

00:24:13: die immer noch bei uns ...

00:24:14: Am Dachboden langsam, also das tut ja auch nicht gut mit dem vulkanisierten Gummi.

00:24:19: Wenn man die dann so lange am Dachboot und seit Jahren hab ich die da, weil wir nie TeilnehmerInnen bei unseren Gewinnspielen hatten?

00:24:25: Ja!

00:24:25: Also bitte ... Die

00:24:26: werden jetzt immer noch zu haben wie ...

00:24:27: Secure Self Guard-Dreitausend.

00:24:29: Sie haben den kompletten Namen auf ... Neunzig

00:24:31: Zentimeter auf Zweihundert Zentimeter... Das ist

00:24:33: ein klassisches Queen Size-Bett für eine einzelne Person.

00:24:37: Sie können sich gerne einen bis anderthalb mal drauf rufen Und

00:24:41: sie können das auch gerne Probe liegen, wir nehmen es aber nicht mehr zurück.

00:24:44: Ja also kommen Sie gerne vorbei, Sie können jetzt mitmachen beim Gewinnspiel.

00:24:51: Ich habe auch schon drauf geschlafen und ich nur einmal.

00:24:59: Also, die ist immer noch zu haben.

00:25:01: Es war super!

00:25:02: Ich bin Herr Eisenwart, es war super.

00:25:04: Die Matratze war

00:25:05: super

00:25:05: und ich habe nie

00:25:06: so gut geschlafen.

00:25:07: Das

00:25:09: ist ein allustiges,

00:25:11: das ist ein Täuschungsmanöver aber ich hab' gut geschlaf auf dieser Security-Safe-Gardt.

00:25:16: Wir hören den Apollo Falter von David Telgin, der Apollo Falther, von dem habe ich Ihnen schon erzählt vom deutschen Morpher...

00:25:49: Ja, lustiger Falter kann man jetzt auch immer mal wieder finden.

00:25:54: So falterle so flatter.

00:25:57: Ja, die haben ein gutes Jahr.

00:25:59: Haben bisher ganz gut abgeliefert

00:26:01: und abgeschnitten

00:26:03: bei der Weltmeisterschaft.

00:26:05: Die Weltmeisterschaft der Insekten war jetzt ja gerade ... Bei uns sind die Westen, die letztes Jahr gekommen sind, doppelt so viele dieses Jahr.

00:26:17: Und die haben auch Farbe?

00:26:19: Aber was eigentlich?

00:26:20: Gelb!

00:26:21: Gelbe Farbe.

00:26:22: Sie haben

00:26:22: gesagt, gelb ist eine sehr beliebte Farbe?

00:26:25: Ja

00:26:25: es ist ein Grund... Wofür

00:26:26: steht gelb im Tierreich Frau Meisenthranten?

00:26:29: Naja also in dem Falle der Wespe selber kann man sagen dass sie damit markieren Achtung!

00:26:36: Ja,

00:26:37: Achtung!

00:26:37: Ich habe einen Stachel.

00:26:38: Ich bin bissig.

00:26:40: Ich pass besser auf und guck besser hin wenn ich da bin und tritt nicht auf mich drauf.

00:26:44: Wenn ich auf deinem Eis sitze oder in deinem Bier schwimme ist

00:26:49: das nicht

00:26:50: böse gemeint?

00:26:51: Dann klappe zu Affe...

00:26:54: Aber dann müssen Sie aufpassen.

00:26:55: Genau, aber es gibt ja gleichzeitig die Schwebfliege.

00:26:59: Die hat auch gelb-schwarz ...

00:27:02: Weil sie sagt nämlich, ich hab einen Stachel, bitte passen

00:27:05: Sie.

00:27:05: Nein, die sagt Achtung!

00:27:07: Ich schau aus wie eine Wespe?

00:27:09: Ja.

00:27:09: Das ist doch witzig.

00:27:11: Denk mal, dass ich auch ein Stachel habe.

00:27:13: Aber das ist sogenannte Mimese, Herr Eisenbart.

00:27:16: Mimesis.

00:27:18: Die macht das nur nachmachen.

00:27:21: Das Mutter ist ja gestorben, ne?

00:27:23: Weiß?

00:27:23: Mises.

00:27:24: Ja, aber das hatten wir letztes Mal ja schon.

00:27:26: Mimesis... Jonathan, Mimesi's.

00:27:28: Äh

00:27:29: und wie schaut es aus mit dieser ... Wir hatten diese lustige Spinne.

00:27:33: Yes!

00:27:34: Diese Auswehr in Zebra.

00:27:36: Ja.

00:27:36: Und die wollte wohl sagen vorsichtig hab Hufe.

00:27:40: Wahrscheinlich.

00:27:41: Aber Mimesie ist heute nicht unser

00:27:43: Thema.

00:27:43: Nein, aber natürlich, Miesie is natürlich auch mit Farbe hat schon auch was zu tun Egal.

00:27:48: Herr Eisenbad, wir haben uns die Definition und die Ethemologie.

00:27:51: Das Wort ist noch gar nicht angeguckt.

00:27:52: Das macht ihn doch immer am meisten Spaß?

00:27:54: Ja!

00:27:55: So ich hab hier mal geguckt.

00:27:56: was ist eigentlich Farbe?

00:27:58: Was ist Ihrer Meinung Farbe, Herr Eisenbad?

00:28:00: Farbe ist äh ähm wo... Ich habe es gleich.

00:28:07: Jaaaaa Na?

00:28:11: Es

00:28:11: ist eine Mal wo ich nicht nach guck vorher.

00:28:14: Mhm.

00:28:14: Farbe das heißt so viel wie ... Es kommt aus dem alten Griechischen.

00:28:18: dann heißt soviel wie ähm Dreck Dreck nicht direkt, aber halt in einer anderen Aus-, vielleicht auch in der anderen Sprache.

00:28:30: Also wenn wir hier rein erspitzen mal ... Ja?

00:28:33: In das DVD-S mach ich ja inzwischen gerne.

00:28:37: War jetzt

00:28:37: ja wieder ne?

00:28:39: DVDs.

00:28:40: Ja.

00:28:42: Achtzehnte Staffel mittlerweile.

00:28:43: Dann

00:28:43: sagt uns das Wir haben hier Bedeutung eine Fizianbedeutungen.

00:28:47: Farbe ist durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufen.

00:28:51: Erscheinung vor dem Auge Das hatten mir schon die Wellen Längenspielchen eine Rolle.

00:28:54: Das ist also klar.

00:28:56: Beispiel Rot-Grün-Gelb, wäre jetzt so eine Farbe.

00:28:59: Das ist ja eine Aufzählung von

00:29:02: Beispielen?

00:29:02: Genau!

00:29:03: Dann die Bundheit im Gegensatz zu Schwarz und Weiß.

00:29:07: das ist auch sehr spannend.

00:29:08: also wenn man sagt Farbe dann meint man eigentlich nicht schwarz und weiß also explizit.

00:29:15: gleichzeitig ist natürlich weiss und schwarz auch in der Farbtheorie sehr wichtig bei Goethe zum Beispiel.

00:29:21: Es sind alle Farben zusammen Lichtfarben zusammen additiert und schwarz ist die Abwesenheit von Licht.

00:29:29: Aber hier Gegensatz zu Schwarz- und Weiß, dann kann die Farbe auch das Symbol für eine Nation sein

00:29:37: z.B.,

00:29:39: die Trikolore blau?

00:29:44: Genau!

00:29:44: Für Ungarn, für Gleichheit,

00:29:48: Weiß

00:29:49: für Einigkeit und

00:29:50: Rot

00:29:51: recht um Freiheit

00:29:54: Parteien-Symbole, Symbole für Verbindungen, Vereinigungen und Mannschaften natürlich.

00:29:58: Das kennen Sie bei Parteien nicht wahr?

00:30:01: Die Schwarzen haben das gemacht zum Beispiel.

00:30:04: Symbol für einen Begriff ... die Farbe der Hoffnung ist grün.

00:30:08: ja also es kann auch einstehen für eine symbolische, symbolhaft Charakter

00:30:14: auf

00:30:14: etwas über sich selbst hinaus verweisendes was schifriert ist sozusagen.

00:30:20: dann gibt's übertragende Bedeutung in Herr Eisenbad.

00:30:24: Seine Theaterberichte hatten keine Farbe zum Beispiel.

00:30:28: Da meint man jetzt nicht, dass im Theaterbericht nicht beschrieben wird wie die Bühne bemalt war, sondern es war langweilig Herr Eisenwart.

00:30:35: Also ist

00:30:36: es übertragender Sinn und Lebhaftigkeit kann auch sein.

00:30:39: Erst in der zweiten Halbzeit kam Farbe ins Spiel.

00:30:42: Da ist nicht gemeint, dass jemand ... Dass

00:30:44: er jemand Farbe in das Spiel gebracht hat?

00:30:47: Und Klangfarbe gibt's noch in der Musik Herr Eisenwahrt.

00:30:49: Darüber kommen wir uns auch Timbre.

00:30:51: Stimmt!

00:30:53: Dann natürlich die zweite Bedeutung, jetzt haben wir ja über die erste Bedeutsungs-Ebene.

00:30:58: Die zweite Beteutung ist natürlich Farbe ist ein färbendes Mittel.

00:31:02: Das Material mit denen Sie malen zum Beispiel ist eine Farbe.

00:31:05: Und was ist jetzt etymologisch?

00:31:07: Sekunde!

00:31:08: Wir sind fast durch.

00:31:09: Dritte Bedeutenungs-ebene, dann sind wir durch Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten.

00:31:15: Stimmt.

00:31:15: Das war auch Farben.

00:31:16: Ja

00:31:17: Also hier Aß... Nein, falsch.

00:31:22: Genau.

00:31:24: Reizen.

00:31:25: Wie heißt es denn?

00:31:26: Ja, hier Herz.

00:31:28: Piek.

00:31:29: Farbeherz.

00:31:30: Ähm ... Eichel.

00:31:32: Eicheln ist Farbe-Eichel

00:31:33: und Grün bei Schafkopf.

00:31:37: Verstehen Sie

00:31:38: genau!

00:31:38: Haben sie schon mal Schafskopf mit mir gespielt?

00:31:40: Nein!

00:31:40: So jetzt Ethymylogie.

00:31:42: Jetzt gucken wir uns das mal an.

00:31:43: ja so also Farbe Feminin.

00:31:47: Die Farbe, richtig!

00:31:49: Oberflächentönung, optische Eindruckmitte zur Kolorierung.

00:31:52: Wie viele deutsche Wörter die auf E enden?

00:31:55: Stimmt ja.

00:31:56: Das meistens...

00:31:58: Also aus dem Althochdeutschen...

00:32:01: Aha!

00:32:02: Jetzt mündliche ich könnte das wieder.

00:32:04: Fahrrava.

00:32:05: Ja.

00:32:05: Achtes Jahrhundert.

00:32:07: Mittelhoch-Deutsch.

00:32:07: Farve.

00:32:08: Ist ja baby leicht

00:32:10: und mittelneu-Deutzsch heißt es korrekt.

00:32:13: ne?

00:32:19: Färve, Niederländisch.

00:32:20: Färv ist eine Substantivierung der femininen Form des Adjektivs alter Hochdeutsch-Fahre um tausend Mittelhochdeutsche Fare.

00:32:29: Gefärbfarbig das meist mit einer Farbangabe verbunden ist zum Beispiel alter HochDeutsch Blafaro, Brünfaro, Mittelhochdeutscher FahrniederhochDeutscher.

00:32:42: Farb dann durch Farben abgelöst.

00:32:45: Das Adjektif mit so fix gebildet,

00:32:49: zu

00:32:50: Perk gesprengelt bunt.

00:32:53: Was die Variante präg, besonders im Zeichnung für gesprenkelte Betupfel

00:32:58: der Tiere ... Hab ich doch gesagt!

00:32:59: ... heißt Perkos-Sperber-Trox-Geflecktes-Ree oder hirschartiges Tier sowie unterforelle behandelte Formen anders ... Muss denn?

00:33:14: Also von Forelle.

00:33:15: Was?

00:33:16: Forelle?

00:33:17: Ja, Forelle!

00:33:18: Von

00:33:18: Forelle kommt das Wort

00:33:20: Farbe.

00:33:20: Nein, Forele kommt vom Getupft.

00:33:23: Ach so.

00:33:25: Weil die Forelle hat ja so Punkte ist das Regenbogenforelle heißt es ja auch ne.

00:33:32: Ja also auf jeden Fall ein eins dieser Worte.

00:33:34: wir haben in letzter Zeit so viel Konzepte als Thema wo dann so fundamental sind so Suppe zum Beispiel dass man dann sagen kann, das ist so altes Wort.

00:33:45: Das ist ja ganz interessant.

00:33:46: Aber

00:33:46: Suppe kommt ja von Schlürfen, haben Sie

00:33:48: gesagt?

00:33:49: Ja, super!

00:33:50: Aber Farbe kommt nicht vom Schlürfensprachspiel.

00:33:52: Warum eigentlich?

00:33:54: Es kommt eher von Sprengeln, ne?

00:33:55: Eher von Sprenkeln als von Schlörfen.

00:33:58: Das hätte man

00:33:59: sich ja auch ableiten können.

00:34:01: Aber

00:34:01: hier noch so ein paar kleine ... das ist schön, so Worte die angrenzen Schönenfarber zum Beispiel.

00:34:08: Gewerbetreiber der Textil mit hellen Farben farbt, siebzehntes Jahrhundert im Gegensatz zu schwarzfarber heute nur noch bildlich wer Dinge in einem günstigeren Licht zurück versteht.

00:34:17: Ein Sachfalt beschönigter Eisenbad.

00:34:19: Schönfarberei, schönes Wort passt auch in unsere Sendung rein.

00:34:22: Schöne Farberei!

00:34:23: Das machen wir ja auch jeden Tag jede Woche

00:34:26: wieder.

00:34:26: Ist es so?

00:34:27: Ja, wir färben die Themen schön.

00:34:30: Lassen Sie

00:34:30: da angenehm Licht darstellen!

00:34:33: Ich würde gerne noch mal kurz zum alten Griechenland zurück, aber wir können nochmal ein Text hören.

00:34:36: Also eigentlich recht viele Texte.

00:34:38: Von wem möchten sie denn diese schöne Stimme hören?

00:34:40: Ja, ich will gerne hören Julia Eckert Rotglün.

00:34:47: Ganz viel

00:34:47: Zugang.

00:34:48: Das freut uns sehr und danken wir uns ganz herzlich für diese Einsendung, würd' ich mal sagen.

00:34:52: Herzlich willkommen im Original.

00:34:54: EBMD AutorInnenpool.

00:34:56: Viel Spaß bei uns.

00:34:57: Hier bitte schön.

00:34:58: Julia, Ecker Text!

00:35:01: Unverzagt eruptives Gelühen aus heiß begehrter Mitte In sich entziehender Hingabe.

00:35:08: mehr als ein Schatten des Feuers Verweist es auf ihren fluiden Kern Auf ihre lebendige Essenz Geronnene Splitter und zerfließende Ganzeit Das beruhigende Wissen des Funkens in sich tragend jenes Auflammen mit eigenem Willen jederzeit noch einmal entfachen zu können und immer wieder nur in vollem Einklang mit sich selbst aus dem Zentrum heraus, befreiende Wärme zu stiften ohne sich zu verzehren.

00:35:42: Nur Anfänge – Lichter aus reiner Fülle geboren die stolze Energie zukünftiger Fontänen mit geheimer Schnur nähernd Eine Kette in ihrer Entfaltung, Ordnung selbst.

00:35:56: Freiheit generierend ab dem Moment der Ausbreitung nicht mehr aufzuhalten.

00:36:02: Zukunftiges Rot grüßt trotzig im vorsteigende Lichtfiguren.

00:36:06: Fragile Figurationen reinster Freude!

00:36:09: Die raumgreifend noch ihren Negativbild einem leise staunenden Himmel die Kraft konzentrierter Selbstüberschreitungen

00:36:19: illustrieren.".

00:36:21: Herr Eisenbad?

00:36:23: Julia Eckert, gesprochen von Simon Metz.

00:36:26: Liebe Grüße an alle.

00:36:27: An

00:36:27: alle Beteiligten!

00:36:29: Es war uns eine Freude...

00:36:30: Ja die andere Sprecherin, die heute zu hören ist es Pauli.

00:36:34: Pauli?

00:36:35: Von der Musikredaktion.

00:36:36: Von

00:36:36: dem Fußballverein.

00:36:37: Nein weiß ich nicht.

00:36:41: Kann

00:36:41: ich nicht bestätigen.

00:36:42: Vielleicht.

00:36:42: Wer weiß.

00:36:43: Also Eisenbad wir gehen nochmal ganz kurz.

00:36:44: Wir mögen sehr, wir halten uns ja gerne im alten Riechenland auf.

00:36:48: Ich hab einen kleinen, es gibt Widersprüche mit dem Ganzen.

00:36:51: Also man findet wirklich sehr viel darüber, dass das alte Griechenland ... also die Alte ... altgriechisch kein dezidiertes Wort für blau hat gleichzeitig.

00:37:01: Das ist

00:37:01: ja manchmal auch schwarz des Meer?

00:37:04: Stimmt!

00:37:04: Es ist manchmal grün, es ist manchmal schwarz.

00:37:07: Je nachdem... Es

00:37:07: ist schwarz mit so weißen Schaum oben auf.

00:37:10: Gesprengelt?!

00:37:11: Gesprenkelt.

00:37:13: Ja.

00:37:13: Aber es ist selten bis nie blau.

00:37:16: Neu.

00:37:17: So das Mittelmeer, so die

00:37:18: Adria ... Aber sie ist benannt.

00:37:21: Benamst!

00:37:21: Ja,

00:37:21: benamst.

00:37:22: Also passen Sie auf... Es gibt, haben Sie schon mal von dem Polychromiestreit gehört?

00:37:26: Nein.

00:37:27: Wirklich

00:37:27: nicht.

00:37:27: Ich glaube, Sie haben davon gehört, Sie wissen es bloß nie unter dem Namen.

00:37:30: Polychrome

00:37:30: heißt vielfarben.

00:37:32: Ja, viele Farben.

00:37:33: Polykromos.

00:37:34: Ja.

00:37:34: Chromos.

00:37:35: Äh ...

00:37:36: Genau.

00:37:37: Heißenbaddie, der Polychro-Kromiestereit.

00:37:40: Da geht's um das Bild, dass wir von der Antike haben.

00:37:46: Wir zum Beispiel auch.

00:37:47: Wie stellen Sie sich denn die... Haben Sie das

00:37:49: Bild dabei?

00:37:50: Da ist kein Bild, es ist ein Streit!

00:37:54: Das Bild von der Antike ist das Konzept was wir von der antiken Kopf haben und das ist ja auch soziak.

00:38:00: Hab ich ja gemeint.

00:38:01: Es ist

00:38:01: ja konstruiert.

00:38:03: Sie sind zwar schon nicht mehr der Jüngste

00:38:08: Aber ich war

00:38:09: nicht dabei, als Alexander der Große irgendwie nach Indien geritten ist und da Indigo Blau

00:38:15: befunden

00:38:15: hat zum Beispiel.

00:38:16: Er hatte furchtbare Hämorrhiden bekommen von dem ganzen Reiten.

00:38:22: Und

00:38:22: er hatte dann so einen Ring auf den man die ganze Zeit gesessen

00:38:25: hat.

00:38:26: Ja aber das ist doch auch interessant!

00:38:28: Das haben ja viele in ihrem Bild gar nicht integriert, dass es damals auch Hemorrhiden gab.

00:38:33: Es gab nur noch nicht so gute Salbe wie heutzutage.

00:38:37: Die Salbe ist schon gut!

00:38:38: Können

00:38:38: Sie gerne anrufen?

00:38:39: Ich kann Ihnen da ein oder zwei Sachen empfehlen.

00:38:43: Also hätte sich der Alexander der Große sicher ...

00:38:46: Ja, Napoleon hatte das Problem ja auch.

00:38:49: Auch die ganze Zeit gesagt

00:38:51: zu.

00:38:51: Der ganze Krieg und so ist mir egal.

00:38:53: also wenn ich die Hemorrheiden weg wäre dann würde ich ja mein Pferd ...

00:38:56: Genau.

00:38:59: Also deswegen, naja sie verstehen...

00:39:02: Ja also jedenfalls gehen wir noch mal weg von den Hämoriden.

00:39:04: auch interessant wenn man um Farbe nicht herumkommt.

00:39:08: aber jetzt der Polychromiestreit im neunzehnten Jahrhundert Herr Eisenbad

00:39:14: da ist was

00:39:15: passiert und das sind ja Zeitgenossen vom Goethe, ne?

00:39:19: Das Jahrhunderte hat sich auf die mit Farben befasst Und Goethe hat sich wie mit der Antike befasst.

00:39:24: Die Zeit war einfach reif dafür, dass man mal wieder nach Griechenland fährt, nach all den Jahrhunderten dieses Mittelalters und dieser ... Dass man halt sagt.

00:39:33: wir schauen uns das jetzt noch einmal an.

00:39:35: Und vor allen Dingen damals hat sich ja eine Wissenschaft, eine Art von Wissenschaft herausgebildet.

00:39:40: ganz viele Wissenschaften sind da entstanden unter anderem auch so was wie

00:39:46: Archäologie.

00:39:47: und wer war da?

00:39:48: ein ganz großer Dandy?

00:39:50: Goethe war ein ganz großer.

00:39:52: Ja und noch?

00:39:53: Und Schiller?

00:39:54: Noch, nein jetzt keine Künstlerinnen sondern Leute die Kunst beschrieben haben.

00:39:58: von da

00:39:59: zum Beispiel helfen sie mir

00:40:03: Johan Joachim Winkelmann Winkelman

00:40:06: natürlich!

00:40:07: Goethey uns ein

00:40:08: Winkelmann

00:40:08: Genau.

00:40:09: also Winkel man Eckermann Winkel Mann eine.

00:40:12: Also wirklich das ist meine Obsession Herr Eisenbad Winckelmann?

00:40:15: Ja der ist ja... Hab ich das schon mal erzählt in der Sendung.

00:40:20: Sie kennen Winkelmann oder der, die die Antike quasi

00:40:23: das Bild geprägt hat?

00:40:25: Unser Bild der Antike mehrsgeblich geprägte.

00:40:27: Der

00:40:27: gesagt hat dass sie da alle ohne Unterhosen drum gelaufen

00:40:30: haben

00:40:31: mit einem Droger und die haben sich dann auf dem auf der Plaza getroffen und haben miteinander philosophiert.

00:40:38: Jedenfalls dieser Winkel Mann ein junger Geselle der sich dem dem erforschen von griechischen Artefakten verschrieben hat, der hat ja auch zum Teil mitgenommen.

00:40:47: Er hat er unter ... nicht

00:40:49: versteuert.

00:40:50: Er hatte Vorlesungen gehalten und Vorträge gehalten.

00:40:53: Im Europa des neunzehnten Jahrhunderts hatte dann immer so eine ... Ich stelle mir das, ich mahle mir das halt so in Bildern aus.

00:40:58: Er hätte so ein Hotelzimmer, wo dann so griechische Artefacte rumliegen.

00:41:03: Und alles so ein bisschen teuer aussieht.

00:41:04: Das ist ihm ja auch zu Verhängnis geworden?

00:41:06: Mussten Sie das, wie der gestorben ist, der Hinkelmann?

00:41:09: Nee!

00:41:10: Mute von der Amphore erschlagen vielleicht.

00:41:15: Er hat sich wohl ... Ich weiß nicht mehr, wo er ... Er war irgendwo in einem Hotel unterwegs auf einer Reise.

00:41:22: Ich hab's vergessen, irgendwo in Europa.

00:41:25: Und hat sich da einen jungen Herren so mit aufs Zimmer genommen?

00:41:29: Ja!

00:41:30: um ihm die Sachen zu zeigen.

00:41:32: Der

00:41:32: wahrscheinlich sehr interessiert war an den griechischen

00:41:35: Schmuck,

00:41:36: genau und nach dieser Nacht ist er dann erschlagen in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden und dieser Herr hat wohl einige wertvolle Gegenstände entwendet.

00:41:45: Ist

00:41:46: es wahr?

00:41:46: Das ist wahr!

00:41:47: Es gibt sogar Prozessakten dazu dem man noch finden kann.

00:41:50: Na ja dieser Winkelmann jedenfalls der hat in dieser Zeit sagen wir mal das Bild der Antike für uns geprägt und hat das auch als erster, würde ich sagen mit einem wissenschaftlichen Methodikversuch zu untersuchen was man damals ja gern gemacht hat in dieser Zeit.

00:42:07: Und auf ihn geht ja eigentlich zurück dass so Leute wie Goethe und diese Klassik sich überhaupt so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat zu dieser Ideal Bild, nicht wahr?

00:42:20: Man muss alles aussehen wie eine Antike.

00:42:22: Die ganzen Gebäude sollen aussehen als antike Tempel usw.

00:42:25: Da kommt das her und er hat in diesem ... Polychromiestreit, der kommt jetzt nämlich.

00:42:31: Jetzt geht es um Farbe!

00:42:33: Es geht nämlich um die Frage, wie farbig waren eigentlich Griechen für Tempeln und griechische Figuren?

00:42:40: Das kennen sie doch.

00:42:40: Ja, das kenne ich.

00:42:41: Das ist der Polychromi-Streit.

00:42:42: Und es wird gerne erzählt, weil man ... Es ist mal sehr interessant, Interessierten Bevölkerung, das dann ankommt.

00:42:49: Also die Geschichte, die sie im Museum vielleicht hören ist ... Winkelmann hat gesagt alle griechischen Statuen, alle grieschen Teppel waren weiß.

00:42:57: Deswegen ist Klassik weiß und weiß rein.

00:43:00: Und deswegen ist es quasi barbarisch etwas anzumalen?

00:43:03: Ja.

00:43:04: Das wäre so ein bisschen das

00:43:05: Alter gebrachte ... Also quasi so Spraydosen und so fand der gar nicht gut.

00:43:08: Ja, fand er gar nicht so gut

00:43:10: auch wenn da so einen U-Bahnhöfen oder so.

00:43:12: Oder so.

00:43:13: Da hatte er nichts dafür übrig gehabt in Weimar ständig vor Da hätte jemand hingespült.

00:43:17: Nein, aber die Idee das mal anmalen ... Das haben die nicht nötig gehabt und für ihn war auch dann die These so Körperdarstellungen.

00:43:24: Darum geht es sehr viel und bei Winkelmann sowieso.

00:43:27: Körperdarstellung sind am schönsten und am wahrsten wenn sie weiß sind weil weiß ist die Reflektion von dem meisten Licht und deswegen wirkt quasi eine Marmor-Statue in weiß viel schöner als eine angemaltes Statue.

00:43:41: Das war so die Winkelmanntese.

00:43:44: Aber Jetzt wird immer so angenommen, dass quasi das antike Bild dadurch quasi war weiße Tempel, weiße Statuen und sich das erst später gedreht hat.

00:43:55: Aber dieser Polychromiestreit fand bereits zu Winkelmanns Lebzeiten statt und kurz danach.

00:44:01: Und es gab schon damals die Diskussion, da sind doch Reste von Farben an diesem Tempel!

00:44:06: Bist du bescheuert oder was?

00:44:08: Die kann man noch nicht einfach wegleuten.

00:44:09: Am Winkelmann hat er auch nicht weggeleugnet.

00:44:11: Er hat muss immer gesagt alles, was angemalt ist das muss irgendwie Leute dann nach drauf gemalt haben oder das müssen irgendwie vor zivilisatorische also vor den Griechen quasi Einflüsse gewesen sein.

00:44:23: Also hat das so weggeskottiert?

00:44:24: Wecken oder

00:44:25: wird

00:44:26: gebaut aus Steinen, die schon angemahlt wurden?

00:44:28: Ja,

00:44:28: zum Beispiel...

00:44:29: So, sie haben die quasi ausgemetzt.

00:44:32: Yes!

00:44:32: Aus dem Stein.

00:44:34: und dann kam einfach jemand der schon früher da war und hat das ... hat dahin gemalt?

00:44:39: Genau.

00:44:39: Das meintet er?

00:44:40: Das meinte der.

00:44:41: Herr Eisenbad, und es ist doch spannend... Ich krieg's eindeutig, ja.

00:44:43: ... Herr Eisenpad noch um den Punkt nach Hause zu fahren.

00:44:45: Ja Es ist doch spannend dass sich unser Bild von der Antike immer noch.

00:44:49: wenn Sie sich jetzt das Auge zumachen Ja

00:44:51: ich mach jetzt mal die Augen zu

00:44:53: Und sich vorstellen so ein griechisches Statue Da sehen Sie doch eine weiße Marmor-Statue vor sich, da können Sie mir noch nichts anderes erzählen.

00:45:01: Ist doch so oder?

00:45:03: Was sehen sie?

00:45:05: Wenn Sie ich jetzt den griechischen Statue vorstellen, was sehen Sie?

00:45:14: Herr Eisenbad nicht einschlafen!

00:45:17: Was sehen

00:45:17: Sie?!

00:45:19: Was erscheint vor Ihren Inneren... Herr Eisen... Ja, ist aber lot!

00:45:26: Jetzt ist aber mal ... Herr Eisenbad!

00:45:30: Was sehn' Sie?

00:45:34: Bitte.

00:45:35: Was sehen Sie?

00:45:38: Ich sehe hier den nächsten Text reinfliegen, es ist David Telgin Einladung der Räume und danach ein... ...ein anderer Text.

00:45:51: Wir machen mal zwei in Folge.

00:45:53: ich muss jetzt glaube ich einen Kaffee trinken.

00:45:55: Einladungen der Rheume Und ich

00:45:56: habe auch für sie noch Kuchen da.

00:45:57: Vier

00:45:57: Dukte Die Zwei Telgin-Texte die noch übrig sind Ja Oder?

00:46:02: Oder wollen wir uns noch einen dritten hören?

00:46:04: Ja, vielleicht noch ein Dritten.

00:46:05: Vielleicht noch einen Dritten?

00:46:08: Haben Sie den Kurzen gerade auf dem Schirm?

00:46:11: Bunt wird es...

00:46:12: Nehmen sie den doch am Schluss mit rein!

00:46:14: Andreas Prucker mit... Nimmer mehr!

00:46:15: ...Bund wird ist nimmermehr.

00:46:17: Nimmermeher wie der Raben ne?

00:46:19: Yes

00:46:20: Dann kann's ja mal losgehen bitte schön.

00:46:24: Blaue Wände spielen Ornamente spiegeln sich im Auge In der roten Vase leuchten gelbe Ringeblumen Farbe die den Atem hält Tanzende Figuren Räume, die uns ansehen bevor wir sie betrachten.

00:46:41: Form, Farbe auf schmalen Füßen viadukte Brückenbögen im Aufruhr kommen auf dich zu marschieren Sie Menschen ohne Kopf

00:46:58: Bund wird es nimmer mehr.

00:47:01: Selbst in Klagenfurt, beim mobbenden Bachmann-Preis sucht man Vergebens nach Farben im arroganten Weiß.

00:47:11: Auch hier diese Sendung verwalt ihm dauergrau und bunter wird es dadurch nimmer mehr.

00:47:18: Auch ich muss weg vom Alten und brauche neue andere farbliche Neidgewalten!

00:47:26: Inspiriert angeregt, liefert es mir nur rot-schwarz-weiß auf braungelb grauem Hintergrund.

00:47:36: Diese Extravaganz beim Gott der Armut als sinnige Leere, wie auch um sich mit ihr aus kulturellen alten Muster herauslösen zu können und auch die prägende karakterliche arrogante Eitelkeit, um diese extravagante künstlerisch-bürokratische Lehre mit Farbe zu füllen.

00:47:58: Wie auch Eitel neue kulturelle Trends Formen zu können, die doch bitte alle anderen wehtun sollen außer mir.

00:48:08: Schon arbeiten all die kulturellen bürokratischen Geisterkatzen mit ihren Einheitsgrau sehr gut für unsere neu inspirierte Leidensvielfalt!

00:48:22: Ja.

00:48:31: Eine unaufgeforderte, eingesandte Klippe.

00:48:37: Aber wir sind ja offen!

00:48:39: Sie können gerne uns auch statt eines Gedichts sagen.

00:48:43: Können sie uns gerne mal so ein Review schreiben?

00:48:45: Ja.

00:48:45: Die haben jetzt hier so einen leckeren Kuchen mitgebracht.

00:48:47: Erster Partner hat mich gerade inspiriert zu unserem nächsten Einwurf thematisch.

00:48:54: Wenn Sie über die Farben sprechen,

00:48:55: die

00:48:56: der Kuchen hat...

00:48:58: Wir hatten ja grad das Thema dass es in dass es nicht immer jeden Ausdruck für jede Farbe in jeder Sprache zu jeder Zeit gibt.

00:49:07: Das hatten wir ja schon, und Orange im Englischen oder auch im Deutschen ...

00:49:14: Ja!

00:49:15: Im Englisch habe ich's gelesen, im deutschen weiß ich das gerade nicht genau auswendig.

00:49:19: Dieses Wort gab's auch sehr lange nicht, das gibt's natürlich jetzt im englischen Orange aber das kam erst in die Sprache als es das Obstorange geschafft hat, nach England zu kommen.

00:49:33: Also auch hier ist ähnlich wie bei den mittelalterlichen Fenstermalereien mit dem Blau, dass es vorher einfach keinen Namen für die Farbe Blau gibt.

00:49:42: Gab's im Englischen lange keine dezidierte Bezeichnung für die farbe Orange, sondern man hatte gesagt, das ist ein helles Rot oder so.

00:49:52: Ah ja!

00:49:54: Und durch die Orangen sind sie schon ... Orange, orange.

00:50:01: Ja ...

00:50:02: Haranj heißt es, glaub ich, auf Hindi oder so?

00:50:06: Das hab

00:50:06: ich noch im Kopf hab.

00:50:07: Da ist dann erst Orange geboren quasi durch die Frucht!

00:50:11: Also erst durch die Gegenstände, durch das Bemahlen des Fensters, erst dadurch, dass man etwas mit dieser Farbe auch ... Dass man sie ja auch so braucht, eine Bezeichnung kommt erst in eine Sprache.

00:50:25: Oder Malbe zum Beispiel.

00:50:27: Wie ist ein Malbe?

00:50:29: Wo kommt das her, wissen Sie das?

00:50:31: Von der Malbe.

00:50:34: Naja von der Mal be haben sie noch nie in den Malbe gesehen.

00:50:38: Die hat so eine ganz schönen blaue Lila-Ton,

00:50:42: so

00:50:42: Violett und die ... Sie müssten mal die Samen von der Marbe anschauen.

00:50:48: Die sind ja im Loch drin.

00:50:50: Das sieht schon aus wie so kleine Schmalzkringel.

00:50:55: Aber es sind kleiner und nicht aus Teig.

00:51:00: Äh, Malbe.

00:51:01: Genau!

00:51:02: Aber da gibt's auch viele Sachen zum Beispiel Koralle.

00:51:05: Ja?

00:51:05: Koralle

00:51:08: kommt von der Frucht... ...von der Koralle.

00:51:12: Oh Herr Eisenbad wir gingen ja schon auf die Halbzeit zu.

00:51:15: Wir sind gestorben.

00:51:16: Naja, wir haben einiges.

00:51:19: aber ich hatte gedacht Liz Taylor, Liz Taylor

00:51:23: Liz Taylor die berühmte Rocksängerin

00:51:26: Yes

00:51:27: Die sogenannte röhre Bonnie Taylor

00:51:30: Bonny-Taylor.

00:51:31: Äh, ich hab nicht Listayler gesagt.

00:51:33: Ich

00:51:34: hab Listaylar gesagt, aber ich meinte natürlich Bonnytayla.

00:51:38: Bonnyteiler meint dich ...

00:51:41: Sie sind nicht so schwer zu verstehen.

00:51:43: Stellen sie sich jetzt wirklich ein schwieriges Publikum

00:51:46: an.

00:51:47: Wirklich ein schwieriger Publikums.

00:51:49: Alles wird einem im Kopf herumgedreht!

00:51:52: Wissen Sie, was Sie vorhin auch gesagt haben, wo ich gern mit Ihnen drüber spreche?

00:51:55: Ja, nein.

00:51:56: Sie haben gesagt, wenn man eine Farbe wahrnimmt aber nicht den Namen weiß ... Weil wir kein Konzept dafür hören.

00:52:04: Wissen sie, was das Umgekehrte ist?

00:52:05: Was ist das Umgkehrte?

00:52:06: Eine Farbe die man nicht wahrnehmen kann, aber die einen Namen

00:52:09: hat.

00:52:14: Wenn Sie rot-grün schwächer haben zum Beispiel!

00:52:16: Nicht mal eigentlich so infrarot.

00:52:17: Infrarot ja stimmt oder ultraviolett.

00:52:20: Yes

00:52:20: yes.

00:52:21: Was ist damit eigentlich?

00:52:22: sind das wirklich Farben?

00:52:23: Warum sollten es keine Farben sein?

00:52:25: Okay, gehen wir noch mal zur Definition.

00:52:26: Dann werden wir das ganz schnell ... Oder

00:52:28: wollen wir das in der

00:52:29: zweiten Stunde machen?

00:52:29: Nein, durch Lichtstrahlen bestimmte Wellenlänge hervorgerufen Erscheinung vor dem Auge ist es keine farbe.

00:52:35: Aber es erscheint nicht vor dem Augen nämlich.

00:52:38: Ist keine Farbe

00:52:39: Ja aber manche Tiere können's ja wahrnehmen auch.

00:52:42: Also es ist eine Farbe.

00:52:43: Vielleicht von tierischem Auge, für die Tiere ist das eine Farb für uns nicht?

00:52:47: Für die

00:52:47: Fledermausen.

00:52:47: Ist schon ne spannende Frage, Eisenbahn tatsächlich!

00:52:50: Ist die Farbe nur das was wir wahrnehmen?

00:52:52: oder ist die Farben das was tatsächlich das Objekt hat?

00:52:54: Aber stellen Sie mal vor, Sie würden jetzt Infrarot immer sehen.

00:53:01: Da würden sie ja total nen Nervenzusammenbruch kriegen weil ja alles mit Infraroot ist.

00:53:06: Bluthof zum Beispiel wird mit Infrarot gemacht.

00:53:10: Sie können es ja sehen, das funktioniert nämlich... Ich habe das mal gemacht als ich letzte Fernbedingungen testen wollte.

00:53:16: Dann haben sie mit der Kamera draufgemacht.

00:53:18: Nehmen Sie einfach ein Handy und machen da und dann sehen Sie dass das rot leuchtet.

00:53:21: Und ist das einfach ein rotes Licht?

00:53:23: Ist nicht so spektakulär?

00:53:23: Plackert das dann so

00:53:24: wie früher

00:53:25: mit der Kamera?

00:53:26: Ja

00:53:27: bisschen aber es ist durchaus rot!

00:53:30: Und was mit Ultraviolett?

00:53:32: Normales Rad.

00:53:32: Das sehen Sie danach

00:53:34: oder?!

00:53:35: Wie das sehe ich danach?

00:53:36: Na

00:53:36: ja, danach.

00:53:38: Ultraviolett ...

00:53:39: Wenn Sie vom Strand wieder heimkommen, dann sehen sie das auf der Haut!

00:53:45: Richtig, richtig.

00:53:46: Gefährlich.

00:53:47: UVA

00:53:47: und

00:53:47: UVB.

00:53:48: Oder beim Zahnarzt, wenn die da was reinschmieren und festhärten lassen.

00:53:52: Und dann wird es so lila ihr Zahn.

00:53:55: Dann sagen die, oh, das war die falsche ... Ja.

00:53:59: Dann sehen Sie das auf jeden Fall, wenn wir es lila anmalen.

00:54:02: Wir haben doch jetzt Halper.

00:54:04: Wir

00:54:05: müssen singen, wir haben da keine Instrumente.

00:54:07: Haben Sie keine Gitarre dabei?

00:54:09: Ich hab jetzt noch einen Text gemacht.

00:54:11: Ja

00:54:12: dann machen wir jetzt ein Text und sie holen wohl die Gitarren.

00:54:15: Und da singe ich

00:54:16: für Bonny und Kleid.

00:54:18: Berliner Blau zu

00:54:20: Machen.

00:54:22: Nimm frisches Rindsblut mach es in einem großen Tiegel.

00:54:26: bei Städten umrühren Wohl trocken dass es glänzend und im Reibenkörnig wird.

00:54:33: Weinsteinsalpeter Von jedem Treibfund stoße jedes Abhard grüblich und michhe von einem jeglichen die Hälfte in einer großen Schüssel.

00:54:46: Zusammen fülle damit einen Topf und detoniere es darin, wenn das nicht stark mehr rauchet so nehme ich mit einem eisernen Löffel heraus und verwahre bis zum Gebrauch an einem warmen Ort Das getrockneten Blutz und dieses alkalischen Salzes an der Teipfund mische es wohl untereinander.

00:55:12: Fülle damit einen Schmelztiegel, wohl eingedruckt was nicht hineingeht wird nachgetragen wenn es sich ein wenig gesetzt hat.

00:55:22: setze den Tiegel auf einem Stückchen Ziegel in einen von Wachstein aufgesetzten Ofen.

00:55:30: lege rings herum Kleine Kohlen, den Tiegelaberdecke mit einer großen Zug.

00:55:37: Blase das Feuer an und wenn die Kohlen über und über glühen so hält es eine Stunde in diesem Grad.

00:55:47: Danach fahre mit einem eisernen Stilo hinein und stich in die Mitte etliche Löcher hinein doch zerstoße den Tiegel nicht.

00:55:57: und wenn sich keine Flamme mehr auf den Löchern zeigt, so hebe den TIEGEL aus.

00:56:04: Und gieße das Salz in ein warmgemachtes Eisern- oder irden Gefäß, trage es nach und nach in einen Topf darinnen sieben Pfund.

00:56:15: Laulich des Wasser ist... setze ihn ans Feuer Rühre es wohl um und wenn es wohl siedet, so hebe es weg und filtrierst durch ein Tuch darin ein Bogen Makulaturpapier liegt.

00:56:31: Englischen Vitriol – ½ Pfund Kalziniere Inrötlich Wiege davon anderthalb Lot.

00:56:39: Diese koche in zwei Pfunden Wasser Und Wennes gesotten wird es filtriert.

00:56:44: Drei Pfunde Rainer Allown Dreizehn Pfund Wasser.

00:56:49: setzt es ans Feuer, wenn es bald sieben will und die Allaune meistens solviert ist.

00:56:56: So trage ein quentgen klein gestoßene Konzinellen da rein.

00:57:03: rühre es wohl untereinander und lass noch einmal aufsieden.

00:57:09: hernachtuchen Tuch laufen in den Topf, darin die Soluteo vitriols aufbehalten ist.

00:57:17: Davon schöpfe mit einem Nüsselstöpfchen zwei Mal und von der Salzlauge einmal in einen geraumten Topf rühre es wohl unter einander gieße es auf ein aufgespanntes tuch trockne es etc.

00:57:41: Ja, warten Sie!

00:57:42: Ich muss noch den Text.

00:57:43: Wie soll ich denn jetzt auswählen?

00:57:44: Die dreht

00:57:44: sich ja wirklich um Frau Maisentrat.

00:57:46: Das ist ja das Problem.

00:57:47: Im

00:57:47: Video oder weil es sich immer wieder klingt... Also, machen sie das, drehe dich um und ich mach

00:57:54: das an.

00:57:55: Immer mal wieder bin ich ein bisschen einsam und du kommst nicht vorbei.

00:58:01: Immer Mal wieder da werde ich ein bißchen müde.

00:58:04: Dreh dich um.

00:58:05: Ja,

00:58:06: zuzuhören!

00:58:08: Immer wieder mal werde ich ein bisschen nervös, dass das Beste aller meiner Jahre ist und schon vorbei.

00:58:14: Noch einmal...dreh

00:58:16: dich noch mal um.

00:58:18: Immer mal wieder werde ich irgendwie ziemlich terrorisiert und dann sehe ich den Blick in deinen Augen dreht.

00:58:25: immer mal wieder falle ich auseinander Breit, Eis und immer wieder fallig auseinander.

00:58:36: Und dann werde ich ein bisschen unsteht und träume was Wildes.

00:58:44: And I need you

00:58:45: now tonight!

00:58:48: Ich brauche

00:58:49: dich

00:58:49: jetzt

00:58:50: für

00:58:51: immer!

00:58:53: Wenn du mich einfach nur fest hältst Dann kleben wir einander

00:59:01: für

00:59:01: immer

00:59:04: Für

00:59:04: immer.

00:59:05: fängt heute Abend an.

00:59:06: Ich weiß gar nicht... Genau, denn wieder a little bit lonely and sad und es ist sowieso auch ziemlich allein gelassen in dieser Welt!

00:59:22: Und überhaupt ich weiß überhaupt nicht Wohin mit meinem vielen Geld?

00:59:29: So ne Scheiße, ich hab schon zehn

00:59:31: Maseratis

00:59:33: vor

00:59:33: meinen Pool.

00:59:35: Sitz

00:59:35: bestellt.

00:59:37: Breiteis!

00:59:39: Äh ... Turnaround.

00:59:42: Silhouette in Red.

00:59:43: Das ist ja ein toller Text.

00:59:46: Schön.

00:59:46: Es ist wirklich sehr schön von Meisen dran.

00:59:48: Bonnie-Teiler.

00:59:49: Ähm ... toll.

00:59:51: Ja.

00:59:51: Toll also wirklich ähm... Wir blicken zurück auf das Lebenswerk von der Person.

01:00:01: Wussten Sie, dass Bonny Tyler von Dieter Bohlen ein Comeback ermöglicht wurde?

01:00:06: Nein,

01:00:06: weiß ich nicht!

01:00:07: Mit dem Titel

01:00:08: Bitter Blue, den er unter dem Pseudonym Howard Houston schrieb und Against the World, der als Soundtrack des letzten Kommissarschimanski-Tatorts der Fallschirmanski mit Götzgi Orgediente gemeinsam produzierten Und Bowlen, drei erfolgreiche Alben.

01:00:27: Bitter Blue, Angel Hardt und Silhouette in Red?

01:00:31: Die Taboel hat sehr viel mit Farben in den Titeln immer.

01:00:34: Der hat auch sein Bluesystem, heißt das ein Solo-Projekt.

01:00:37: Ja oder Blue Monday zum Beispiel war ein großer Hit von ihm.

01:00:41: Stimmt, stimmt, stimmt.

01:00:42: Oder Lady In Red oder zum Beispiel Yellow Submarine oder grün sind alle meine Kleider.

01:00:53: Also er hat den Farben seine ganze Karriere zu verdanken.

01:00:58: und letztens haben sie ja auch schon mal über DSDS gesprochen.

01:01:01: Ja, da ist er wieder!

01:01:04: Die Sendung mit der Maus.

01:01:06: Okay, reden wir noch ein bisschen über ... Was sagt er denn mit den Skorpions?

01:01:09: Ich sage nicht, ich sollte diesen Wikipedia-Artikel weiterlesen.

01:01:12: Nein!

01:01:12: Sie sollten überhaupt kein Wikipedia lesen.

01:01:14: Sie sollten nur die Quellenangaben sich rausschreiben und dann die Quelle nachschlagen.

01:01:20: Ja das ist sehr ... Wann haben sie das zuletzt gemacht?

01:01:22: Das möchte ich jetzt mal hereißen, weil jetzt pechen wir es mal aus.

01:01:28: Wann haben Sie das letzte Mal, als sie was wissen wollten?

01:01:30: Wann sind Sie in die Bibliothek gegangen und haben sich erst mal zehn Bücher ...

01:01:35: Ich

01:01:36: hab's

01:01:36: mir erst mal reserviert

01:01:38: über den O-Pak.

01:01:39: Ja genau!

01:01:40: Und wann haben Sie es zuletzt gemacht?

01:01:42: Dann

01:01:42: habe ich mich

01:01:43: da reingesetzt.

01:01:45: Wenn

01:01:45: nicht an die Ausgabe gegangen ist, hat mein Studentenausweis hin ...

01:01:49: Wissen Sie, dass momentanen Erlangen überhaupt nichts leihen können?

01:01:54: Schön gefärbtes System umstellen.

01:01:56: Sie dürfen gar nichts leihen im Moment?

01:01:57: Ja, lang kann man sowieso gar nix mehr machen.

01:01:59: bald weil die haben kein Geld mehr und sie mitbekommen.

01:02:01: Ja wegen Siemens...

01:02:05: Die

01:02:05: Hälzscheniersteige

01:02:06: haben sich jetzt hochgeklappt.

01:02:08: Der Bürgermeister Selger gibt gar keinen

01:02:09: Geld mehr für irgendwas.

01:02:10: Erlangen eine Stadt gibt auch.

01:02:13: Die machen jetzt zu!

01:02:15: Aber darum geht es gar nicht.

01:02:16: Sie wollen mir immer was erzählen, von wegen Wikipedias... O-Pak!

01:02:20: ...Wikipedia nicht benutzen?

01:02:21: Aber sie selber würden niemals auf die Idee kommen für irgendwie jetzt diese Sendung.

01:02:25: Wann haben Sie sich für diese Sendungen mal ein Buch

01:02:27: bestellt?!

01:02:27: Nee ich

01:02:27: habe mich zum Beispiel für Wikipedia sogar gespendet.

01:02:30: aber weil die immer die... Weil die die Dinghaben, ne?

01:02:36: Viki-Viktioneri Das finde ich gut.

01:02:39: Das find' ich sehr praktisch.

01:02:41: Weil für Duden da müssten sie Monats-Abo abschließen.

01:02:45: Bei Viginari haben sie einfach dieselbe Information für kostenlose.

01:02:50: Ist doch auch was wert!

01:02:53: Ich lasse es, also ich finde das doppelt moralisch... Sie finden

01:02:56: das prädentius?

01:02:57: Nein

01:02:57: überhaupt nicht, weil sie sich ja selber nicht mal vorleben.

01:03:00: Das wäre ja noch verstehen wenn die sagen würden Ja, ich

01:03:02: beschäftige mich mit

01:03:03: dem Thema...

01:03:04: Aber der

01:03:06: Außenbücher-Decke steht Das ist das Sendebuch, wo drin steht, welches Sendung als nächstes aufgelegt werden soll.

01:03:10: Das

01:03:10: ist doch eine Literatur am

01:03:11: vermeisen Draht!

01:03:12: Ja, also zurück zu den Farben... Es steht noch ein rosa Elefant im Raum.

01:03:19: Was suchen Sie denn jetzt?

01:03:20: Ich sehe

01:03:20: weiße Mäuse.

01:03:22: Wollen Sie Ihr Buch laden?

01:03:23: oder warum suchen sie jetzt ne Steckdose?

01:03:26: Jetzt hier auf jeden Fall meinen Evo-Greter raus.

01:03:30: Was ist mit den weißen Mäusen?

01:03:32: Nein, Rosa Elefant steht im Raum Herr Eisenbad und Sie müssen ihn aussprechen.

01:03:38: Wir müssen ja noch sprechen über Farben!

01:03:42: Ja

01:03:43: also stellen sie Ihre Frage.

01:03:45: Die Frage ist waren Sie schon mal in Bleibweißviertel

01:03:49: von Weißendrat?

01:03:50: Wann waren Sie zuletzt in Bleiweiß viertel?

01:03:54: Gestern

01:03:55: Ich bin nicht, als ich zum Lidl gelaufen bin.

01:03:56: Ganz kurz am Bleiweißviertel hab ich's tuschiert.

01:03:59: Was ist das?

01:04:00: Der wird gerade umgebottelt.

01:04:02: Das ist halt ein Viertel in Nürnberg!

01:04:04: Ja aber wo ist das ungefähr?

01:04:06: für die, die noch nie in Nuremberg waren?

01:04:11: Zwischen also außerhalb der Mauern ...

01:04:14: ja

01:04:16: Aber noch nicht so weit draußen.

01:04:18: Gleich hier, wenn Sie da runterlaufen ...

01:04:22: Bei der Nibelungen-Siedlung entlang?

01:04:24: Richtung Peterskirche.

01:04:25: Da ist dieser Italiener

01:04:27: auch das

01:04:28: italienische Restaurant.

01:04:29: Dieser Bummsschuppen.

01:04:31: Der Catana.

01:04:32: Genau, der Bumssschutten.

01:04:33: Und da ist immer bleibweiße Weihnachtfrau meistert.

01:04:35: Genau!

01:04:36: Das

01:04:38: ist wunderbar.

01:04:39: und da gibt es einen Platz ohne Namen.

01:04:44: Da würde ich mit Ihnen gerne mal hingehen.

01:04:46: Aber ich dachte, es gibt inzwischen einen Namen?

01:04:48: Es gibt einen Namen und der Name wird auch kommen.

01:04:50: Ist er schon ausgelost?

01:04:53: Der Name ist schon da!

01:04:54: Ist ja jetzt auch so eine Unart unserer Zeit, dass man immer Abstimmungen macht für alles.

01:05:00: Zum Beispiel die EZB-Auch.

01:05:02: Auch mit

01:05:03: den Scheinen und

01:05:04: den Vögeln

01:05:05: drauf.

01:05:06: Wir haben ja auch was eingereicht...

01:05:10: Alle Scheine haben das Motiv Goethe

01:05:13: Aber immer ein anderer Körperteil von ihm.

01:05:17: Auf dem Fünf-Euro-Schein ist der große C zum Beispiel, wir werden dann jetzt noch die anderen Scheine Ihnen präsentieren... Es geht

01:05:24: bis hoch an den obersten Haarschopf!

01:05:27: Also der fünfunderte?

01:05:29: Ein glatter Tausi war es früher, da war ja Goethe schon drauf mit seinem Bruder Wilhelm, da waren die beiden drauf und waren wunderbar auf dem tausend Markschein.

01:05:42: Und jetzt auf dem Fünfhundert-Euro-Schein ist Goethe wieder.

01:05:44: Er hat's wieder drauf geschafft, aber welchen Körperteil dürfen Sie gerne ...

01:05:50: Aber Sie können sich das überlegen?

01:05:51: Es ist ja so ein Exquisite Corpse-Ding.

01:05:55: Die legen die Scheine aneinander und es sind noch alles andere.

01:05:57: Künstlerinnen, die die jeweiligen Stellen gezeigt haben.

01:06:00: Wir haben quasi angefangen unten mit den großen C. Aber

01:06:02: sie haben jeweils am Original sich orientiert.

01:06:06: also wir haben das original aus ausgeliehen an verschiedene Künstlerinnen, auf der ganzen Welt.

01:06:12: Und die Teile sind original?

01:06:16: Genau!

01:06:17: Ja und auf jeden Fall das Bleiweißviertel von dem Eisengrad.

01:06:21: wissen Sie was da immer ist?

01:06:26: Das Blei Weiß!

01:06:29: vor der Sendung schon drüber.

01:06:31: Bly-Weiß, ne?

01:06:32: Ja also Bly Weiß was ist das eigentlich?

01:06:33: Blyweiß oder Bly weiss?

01:06:35: Das

01:06:35: haben sie nämlich.

01:06:36: Habe ich falsch.

01:06:36: Haben Sie recherchiert mit dem BlyWeißer?

01:06:39: Also der BlyWiser ja.

01:06:41: Ich war ein Beruf der hat Blyweis genutzt und es geht eigentlich auch.

01:06:48: und jetzt ist nochmal interessant tatsächlich interessant.

01:06:50: Da kann ich jetzt mach' ihn bogen.

01:06:52: Der BlyVicer hat Bleistift hergestellt Also quasi Stifte zum Zeichnen, zum Vorzeichnen.

01:07:01: Und jetzt sind wir nämlich im sechzehnten Jahrhundert, wo es in der Kunst diese Unterscheidung gab, diese Gegenüberstellung von Zeichnung und Malerei.

01:07:13: zuerst mal wussten Sie das?

01:07:16: Man hat vorher schon gezeichnet aber die Kunsttheorie hinter Farbe, Colorit ... Nicht wahr?

01:07:24: Also die Tätigkeit des Färbens, wo es dann auch immer darum geht.

01:07:28: Die Materialität der Farbe selber, also der Pigmente gegen den Ausdruck, den die Farbe vermitteln soll oder die Farber, die dargestellt werden soll bla-bla-bla.

01:07:37: und da hat sich in dieser Zeit tatsächlich die Kunst des Zeichnems von der Kunst des Malen so ein bisschen

01:07:42: abgelöst und das gegenübergestellt.

01:07:45: Also ist farblose Bild die Zeichnung als dezidiert nicht Farb Bild in diesem Fall.

01:07:53: Und das trifft zusammen mit dem Plyweise einer Zunft, die da aufkam, dieses Zeichen-Motensil, Speistift auch ein wichtiges Mittel um Bilder darzustellen ohne dieses klassische.

01:08:08: Ich mal jetzt mit Farbe rein.

01:08:11: und auch die Farben, die zur Verfügung standen in der Geschichte haben natürlich auch verändert wie Menschen über colorit gesprochen haben.

01:08:19: über die farbgebung von bildern gab ja auch in unterschied zum beispiel wenn sie ins mittelalter gucken ich war die meiste kunst.

01:08:26: bildende kunst bestand ja hauptsächlich aus buchmalerei.

01:08:30: und da wenn sie reingucken sehr sehr bunt, sehr farbig aber sobald sie aus dem buch herausgehen.

01:08:36: Da ist nicht mehr viel mit Farbe, da dominieren so braun töne die halt aus erden und aus eisen Oxid oder verschiedenen Eisenverbindungen gewonnen werden.

01:08:46: Das ist meistens Spektrum von Orange bis Braun, Rot gibt es noch recht viel.

01:08:51: Deswegen sind diese, wenn sie in eine alte Kirche zufällig zum Beispiel in Bamberg gibt's noch so ganz alte Fresken aus romanischer Zeit die sind dann nicht ganz so farbenfroh.

01:09:02: das ist so und in der Renaissance wird es quasi Alles noch mal komplett anders gedacht.

01:09:08: Und da entwickeln sich auch neue Farben, Temperafarben zum Beispiel mit Eiern?

01:09:13: Eierfarbe!

01:09:16: Als

01:09:17: Bindemittel des Ei-Tempera.

01:09:20: Da macht man heutzutage die Garnelen drin.

01:09:23: Haben Sie das gewusst?

01:09:24: In Temperafarb?

01:09:24: Ja.

01:09:26: Schön.

01:09:26: Das wusste ich nicht, aber es klingt pustig.

01:09:28: Das ist so ein Teig, der macht man auch mit Ei und ich glaube so flonken.

01:09:34: Temper.

01:09:35: Und wie ist das dann nicht blöd, wenn da Farbpartikel drin sind?

01:09:42: Das gehört ja zum Event Gastronomie.

01:09:47: Das

01:09:47: ist ja fast Performance.

01:09:48: Ja

01:09:50: und das kann man aber auch, wenn man fertig ist, kann man

01:09:53: z.B.,

01:09:54: der wird die Rechnung damit schreiben weil das Bindemittel ist schon da.

01:10:03: Verstehen Sie?

01:10:04: Mhm, verstehe.

01:10:05: Gut... Ja, schwieriges Thema finde ich.

01:10:07: Schwierig!

01:10:08: Find' ich

01:10:08: gar

01:10:08: nicht.

01:10:09: Weil irgendwie ist es so allemfassend.

01:10:11: Wir sollten noch mal mit Farbe und Literatur uns beschäftigen.

01:10:13: Was fällt Ihnen dazu denn ein Herr Eisenbad-Sponsor?

01:10:15: Achso nee, ich wollte eigentlich jetzt den Text

01:10:17: über

01:10:18: Bleibweiß machen.

01:10:19: Ja, machen wir doch das.

01:10:20: Klassens, Stefan.

01:10:22: Und dann reden wir noch über Farbe in der Literatur.

01:10:25: Ja.

01:10:26: Schön.

01:10:27: Äh äußerst gern bitte schön.

01:10:30: Vermischt man den Zinober gebrühener Massen mit Bleiweiß, so gibt er eine Leibfarbe und werden damit angelegt.

01:10:37: Alle Hand nackende Bilder aller Berge, Wälder- und Schlösser, so in der Ferne liegen auch allerlei rotbleiche Luft.

01:10:45: Vermisht man den Indigen mit etwas BleiWeiß?

01:10:48: So kann man alle Hand blaulichte Tücher, harnische, blaue Weinbäre, dunkelblaue Kleider Wolken um Blumen damit anlegen und ausschatieren!

01:10:58: Macht man ihn aber noch heller und setzt noch mehr Bleibweiß dazu, so wird damit allerlei hellblaue Luft die Berge so in der Ferne liegen.

01:11:06: Allerlei hellbraue Blumen das Wasser, hellblauel Kleider schiefe Dächer und dergleichen Dinge mehr angelegt.

01:11:14: Es werden mit dem Lack wenn er mit etwas bleibweiss vermengt, allerlei Kleidungen Die rötlichen Weinberge, die roten Striche in der Luft, die Roten Wangen der schönen Jungfrauen und kleinen Kinder Das Kinn, die Kniescheibe und die Zelle allerlei rote Vorhänge, Rosen-, rote Grauz- oder Kohlhäupter das Fleisch zu den entzürnten kalikussischen Hähnen und den Schnabel hängt.

01:11:36: Und noch viel unzählige andere Sachen mehr angelegt!

01:11:42: Ja, also Bleiweiß auch.

01:11:43: Also ein weißes Farbpartikel-Farbpigment was halt auch eine besondere Stellung hat weil weiss auch nicht so leicht herzustellen ist als jetzt Farbe im Sinne von aufzutragen.

01:11:54: Da sind wir nur so ne kleine Tube immer dabei und die Farben sind so dicke Tige.

01:12:01: Die müssen sie mal aufschäumen aber von dem Weis ist es immer noch so ein kleines

01:12:06: Typ.

01:12:07: Und auch spannend, also bleiweiss ein sehr giftiges Material wo die Verarbeit in der Zunft drunter gelitten hat.

01:12:13: Alles, was mit Blei zu tun hat ... Man hat sie auch zum Beispiel bei der Hutmacherei verwendet?

01:12:18: Ja!

01:12:19: Das sind alles Leute, die dann immer so ein bisschen in den Ruf kamen und sie werden so übergeschnappt.

01:12:24: Aber das lag natürlich auch daran, dass es Bleivergiftungen zum Teil waren.

01:12:27: Deswegen

01:12:27: der Hutmachen.

01:12:28: Der Hutmacher kommt daher.

01:12:30: Genau,

01:12:31: da kommt er her

01:12:31: aufs Bleibass.

01:12:32: Wir haben schon die Modisten gesprochen, Herr Eisenhardt.

01:12:34: Die Modisten?

01:12:35: Nein, die Modesten.

01:12:36: Achso, ja.

01:12:37: Da haben wir schon darüber gesprochen.

01:12:38: Da ist ihr recht.

01:12:40: Aber auf jeden Fall ... Kennen Sie die kalikutischen Hähne?

01:12:45: Nee,

01:12:45: erzählen sie.

01:12:46: Das war ein Wort, das mir neu war.

01:12:47: Ja, kann ich

01:12:48: nicht.

01:12:49: Das sind die so genannten Truthähne.

01:12:52: Die Truthäne!

01:12:53: Ja, kalikutische Hähnen...

01:12:54: Was heißt Kalikout?

01:12:56: Es ist eine Autorin gewesen, die vor allem Liebesgedicht gemacht hat, Marscher Kalikutt.

01:13:03: Ah!

01:13:05: Ja lang in Vergessenheit geraten und dann zurecht wieder entdeckt.

01:13:10: Und was ist jetzt mit dem Trothahn?

01:13:11: Ach so, nee.

01:13:12: Der war nur Gegenstand des Gedichts.

01:13:14: Achso!

01:13:15: Hat er wegen irgendwas mit Farbe zu tun?

01:13:18: Er hat einen roten Lappen über den Schnabel hängen und das wurde erwähnt.

01:13:23: Wenn sie aufgepasst hätten ... Hätten Sie es mitbekommen.

01:13:28: Frau Meisendrade... Ja?

01:13:29: Ich wollte mit Ihnen ein Hühnchen tropfen.

01:13:33: Schon wieder?

01:13:34: Ja.

01:13:34: Wegen dem Roten Lappe.

01:13:36: Ich

01:13:37: wollt mit Ihnen über etwas sprechen.

01:13:40: Ist mir etwas unangenehm, aber irgendwann muss ja das Thema einmal kommen.

01:13:48: War Goethe eine Farbe und wenn ja welche?

01:13:51: Ja, also Goethe.

01:13:52: Jetzt haben wir es.

01:13:53: Danke!

01:13:54: Jetzt ist sie endgültig aus dem Sack gehüpft und ... Sie hat's noch geschafft?

01:13:57: Also, sie hat sie überlebt, sie ist jetzt an Land geschwommen und miaut jetzt rum als hätte man ihr was getan.

01:14:02: Als hätte man in der ersten Stunde ihr Übel zu mitgespielt.

01:14:05: In mein Kraft-Übel auf den Kopf gehauen.

01:14:08: Auf den kategorischen Kopf.

01:14:11: So, also, Goet he hat von sich selbst gesagt dass seine theoretischen Werke, Werk vor allem die Farbenlehre Farbenlehre.

01:14:22: Sein wichtigstes Werk gewesen wäre?

01:14:26: Zweitwichtigste war die Fadenlehre von Goethe, da werden wir nächste Woche drinnen

01:14:31: sprechen.

01:14:31: Stimmt!

01:14:31: Die Fadenlehrer habe ich lange Zeit im Hobbykeller in so einer Glashydrien an der Wand gehabt von Goete.

01:14:38: Da waren dann verschiedene Knoten bestrieben und die hatten alle so lustige Namen von Goeter halt...

01:14:43: Ja er ist nun mal unser größter Dichter.

01:14:47: Also der hat sich das fein ausgedacht.

01:14:49: Und

01:14:49: ein guter Knoter war er auch, aber es hatte eher so hobbymäßig gemacht.

01:14:52: Ja, aber heute wollen wir nicht über

01:14:54: die Faden lehren sprechen?

01:14:56: Nein!

01:14:58: Wir wollen über die Farben lehre sprechen und zwar Goethe hat sich ja auch, ja, in des Jahrhunderts, wir sind mitten in der Klassik... ...wir sind in der Zeit von Winkelmann wieder, nicht nur dass wir das zusammenkriegen also eine Zeit, in der sich viel wissnisch versucht wissenschaftliche Zugänge alles rational zu erklären.

01:15:17: Ich war die Zeit der Aufklärung, war das ja auch?

01:15:19: Auch die Trikolore kommt daher in Köln.

01:15:22: Also auch dieses Freiheit-Einheit-Lugat

01:15:25: ...

01:15:25: Nougat kommt auch daher.

01:15:29: Und dieser Goethe hat dann quasi sich hingesetzt und hat gesagt, ich sortier jetzt mal was so an Farben da ist.

01:15:35: Ich mach da einen lustigen Kringel aufs Blattups mit einem Ply-Weißstift.

01:15:40: Da mache ich da jetzt so ein Kreis und sage ja also Farbe ist ja eigentlich ... wenn ich das richtig hab, habe ich versucht, kurz einzulesen.

01:15:48: Die Idee ist, Farbe is immer ein Spektrum aus Licht und Schatten alles unterteilt.

01:15:55: Goethe schafft es tatsächlich nicht.

01:15:57: Und da muss man jetzt auch mal wirklich sagen, Goetha hat sich als Wissenschaftler verstanden selbst.

01:16:02: Er hatte ein Selbstverständnis eines Universalgelehrten und er hatte eine riesige Bibliothek.

01:16:06: Ich war ... Er musste noch gar nicht mal hier nach Erlangen fahren.

01:16:11: Er konnte das einfach aus seinem Weimarer Schrank herausziehen.

01:16:15: Aber in so selben Zeit hat Newton gelebt ungefähr im gleichen Zeit Ja.

01:16:23: Und hat seine wirklich immer noch heute ... Heute wissenschaftlich zumindest in Ansätzen haltbare Farbenlehre entwickelt, beziehungsweise die Erforschung des Lichts und der Forschung wie entstehen überhaupt Farben.

01:16:36: Sie wissen das?

01:16:36: Sie kennen das Bild mit dem Prisma wo Newton dasteht und so ein scheunen Loch

01:16:41: durch den Prisma... Oder fällt ihm dieses Prisma auf den Kopf!

01:16:44: Und da hat Newton gesehen es gibt einen dieses Spektrum.

01:16:47: man kann das Licht aufspalten Es besteht aus diesen Farben und Goethe hat sich hingesetzt und hat sowas geschrieben.

01:16:55: Also Helligkeit ist irgendwie der aufstrebende Geist und Dunkelheit.

01:17:00: Und irgendwas?

01:17:01: hat das irgendetwas mit Wissenschaft zu tun?

01:17:02: Ich weiß es nicht, aber vielleicht schon... Also er hat versucht so ein bisschen wissenschaftlich zu argumentieren.

01:17:09: Ich würd fast schon sagen, metaphysisch-esoterischen Schwurbelkram.

01:17:13: Was eigentlich eher diese Farbenlehre in die Richtung der Fahrpsychologie bringt.

01:17:18: Also er hat sich überlegt, welche Farbe bewirkt was in unserer Psyche?

01:17:22: Aber ich sag mal es ist eher so ein Trastny-Brau-Vipe-Ding, das er zusammengeschrieben hat.

01:17:29: und ich glaub die Nachwelt hat ziemlich einhellig entschieden dass das nun wohl wirklich nicht der wichtigste Beitrag Götis war.

01:17:38: Ja, also man muss sagen oft verschätzen sich ... Das ist ja dann Danningröger-Effekt auch.

01:17:43: Die Leute denken immer ganz Großes geschafft und eigentlich ist es mehr so ein bisschen ... Es hat natürlich auch tatsächlich Einfluss gehabt auf die Art wie man Farben in der ... Kulturgeschichte.

01:17:56: Aber

01:17:56: wissen Sie, warum der das geglaubt hat?

01:17:58: Warum er so überzeugt davon war?

01:18:01: Ja nein!

01:18:02: Weil ihn seine KI überredet hat.

01:18:03: Die hat gesagt oh da haben sie aber da haben sich richtig was Gutes entdeckt.

01:18:08: Das ist eine sogenannte KI-Psychose vom Eisendrat.

01:18:13: Yes yes!

01:18:13: Die

01:18:13: hatte er dann.

01:18:14: Er hat nämlich gesagt ich habe ne Idee für Farbenlehre und die KI Faden gibt's in verschiedenen ... Nein, nicht Faden.

01:18:25: Sondern Farben!

01:18:27: Und er hat erst so kurz beschrieben und die KI hat ihn total bestärkt dazu gesagt ja das ist Millionen ist es wert.

01:18:35: Vor allen Dingen richtig.

01:18:37: vor allem Sie müssen sich vorstellen ich hatte gerade den Vergleich zu Newton gezogen der hat ja mit einem Prismalicht aufgeschlüsselt zu farben.

01:18:45: Und Goethe saß wirklich und das klingt jetzt vielleicht albern, aber es war wirklich so... Das Pondant was Goethey geschaffen hat in seiner Farblehre war ich habe einen Malkasten und ich mische die Farben zusammen und sag dann irgendwie ja also... Pur pur kann ich aus dem Malkast nicht zusammengischen!

01:19:00: Es muss irgendeine besondere Farbe sein während Newton-Darstand herausgefunden hat dass halt dass ein Spektrum ist, auf dem Licht stattfindet.

01:19:11: Wie wenn Sie auf eine Vernissage gehen und zur Künstlerin hingehen und sagen ... Ich hab auch schon mal gemalt.

01:19:17: Ich bin auch so ne Art Künstler.

01:19:19: So'n Rotko?

01:19:20: Gemal ich die doch einfach hin?

01:19:22: Also rote Flächen!

01:19:24: Und dann sagen sie, wo nehmen Sie eigentlich Ihre Ideen her?

01:19:27: usw.,

01:19:29: weil Sie wollen damit angeben, dass Sie schon mal was gemalt haben für den Eisentran.

01:19:33: Ja habe ich ja auch.

01:19:36: Lassen

01:19:36: Sie den Goethe doch das machen.

01:19:38: Kann er ja machen, aber ... Er hat sich tatsächlich etwas verschätzt in der ...

01:19:43: Ja, es kann doch mal passieren.

01:19:44: Jetzt lassen sie ihn doch mal!

01:19:46: Das ist unser stärkster Mann auf dem Platz vom Eisentrat.

01:19:51: Glauben Sie eigentlich was los ist?

01:19:53: Wenn Sie jetzt das Bild von Goethey noch kaputt schlagen mit Ihrem Bild.

01:20:02: Hier passen Sie auf.

01:20:03: Er hat die Farben in Plus und Minus.

01:20:07: Eingeteilt, also so ein Pseudo-Wissenschaftskram.

01:20:10: Ja gut er hat dann auch irgendwann angefangen.

01:20:11: Den vom Gelb zum rot übergehenden Teil seines Farbkreises sah Goethe als Plusseite und die andere Hälfte zum Blauhin als Minusseite.

01:20:18: dabei bringt er das gelb mit Wirkung Licht, Hellkraft, Wärme näher abstoßen in Verbindung.

01:20:24: und dass blau mit Beraubung Schatten dunkel welche kälte Ferne anziehen.

01:20:31: Lassen

01:20:31: Sie ihn doch!

01:20:32: Damit zeigt sich das Gürtels Absicht vor allem darin bestand, die sinnliche Wirkung der einzelnen Farbe auf den Sinn des Auges und durch dessen Vermittlung auf das Gemüt zu ermitteln.

01:20:44: Und

01:20:45: sich einfach

01:20:46: so weibmäßig überlegt welche Farbe

01:20:48: gelb.

01:20:49: Also lass ihn er hat.

01:20:52: Okay.

01:20:54: Normalerweise würde man sagen lasst ihn erkocht?

01:20:58: Aber Gürte kocht nicht mehr.

01:20:59: Gürtes ist tot!

01:21:01: Ja...

01:21:01: Der kann nicht mehr kochen.

01:21:02: Jetzt

01:21:03: hören Sie auf mit Ihrem Hass, das ist ja wirklich unerträglich!

01:21:07: Hier ist eine Kultur-Sendung, glaub ich auf Radio Z. Und sie machen da so ein ... Meinungs-Hast draus!

01:21:18: Also wirklich, es ist unmöglich.

01:21:19: Wollt mit ihnen über Farben reden?

01:21:22: Das ist doch egal ob der Plus oder Minus gerechnet hat.

01:21:26: Ist doch scheißegal.

01:21:27: Ja, Ihnen

01:21:27: ist immer alles egal.

01:21:29: Jetzt sind wir mal ganz ehrlich.

01:21:30: Ihnen ist alles egal... Sie nehmen das einfach hin weil's kanonisiert ist und weils Götig ist genau.

01:21:36: Das

01:21:36: ist doch der von dem Zauberlehrling.

01:21:40: Das ist ja ein Call to Authority, was Sie hier machen in Ihrer Diskussion?

01:21:45: Es

01:21:45: ist ein Call-to-Zauber-Lehrling vom Eisendrat oder die Call To Erlkönig.

01:21:49: Aber jetzt hören Sie mal auf, Götes Grab rum zu hacken!

01:21:55: Das geht überhaupt nicht klar, es ist eine Kultursendung.

01:21:58: Lassen Sie uns doch mal

01:21:59: Texte hören... Ja wir hören jetzt Göters farbige Weltliteratur von Carsten Christian Verdammt nochmal, hier geht es aber richtig los.

01:22:10: Goethe!

01:22:11: Der große Selbstbeobachter unter den Dichtern betrachte die Welt nie als eine bloße Ansammlung von Dingen sondern als ein vibrieren das Gewebe von Erscheinungen in dem sich Farben Gedanken und Geschichten ineinander verschränken.

01:22:25: Als gehörten sie einem einzigen noch immer unverständlich verstandenem Organismus der sich nur durch die Hundert dahin durch in immer neuen Formen artikuliert hat.

01:22:35: Wer seine farbenlehre Aufschläge begegnet deshalb nicht nur eine naturwissenschaftlichen Abhandlung, sondern ein merkwürdiges Hybridenwerk das zugleich experiment- ästhetisches Manifest und philosophische Meditation ist.

01:22:51: Weil Goethe überzeugt war dass die Wirklichkeit erst dort vollständig erscheint wo Sinneseindruck, Refektion und Sprache miteinander kooperieren statt sich gegenseitig auszuschließen.

01:23:03: Dass dessen Buch oft als Gegenentwurf zu Isaacs Newton's optischer Theorie gelesen wird, greift allerdings zu kurz.

01:23:09: Denn Goethe wollte nicht einfach die Physik widerlegen, sondern die Aufmerksamkeit auf eine Dimension lenken, den Newton's mathematische Stränge bewusst ausblendete – nämlich die Erfahrung von wahrnehmenden Menschen, dessen Auge nicht bloß ein Messinstrument, sondern ein aktiver Mitspieler im Drama des Lichtes ist!

01:23:27: Für Goetha entsteht Farbe nicht das isoliertes physikalisches Ereignis eher im Spannungsfeld zwischen Helligkeit und Dunkelkeit.

01:23:36: Dunkelheit, Zwischen Lichtquelle, Medium- und Beobachter – weshalb gelb für ihn nicht nur eine Wellenlänge darstellt, sondern eine Stimmung, eine Nähe zum Licht, während blaue eine Bewegung in die Tiefe, in die Ferne, in das Geheimnis der Schatten markiert!

01:23:51: Man kann diese Überlegung als poetische Metapher abtun, doch wer sich einmal ernsthaft darauf einlässt merkt schnell das Goethe hier eine anthropologische These formiert die sich bis heute nachhalt.

01:24:04: Weil sie behaupte dass erkennt es nicht allein im Objekt sondern immer auch im wahrnehmenden steht.

01:24:11: Diese Perspektive verbindet seine naturwissenschaftlichen Studien überraschend eng mit dem literarischen Projekt, das er später

01:24:18: Weltliteraturen

01:24:18: nennen sollte.

01:24:19: Jeden im berühmten Begriff aus seinen Gesprächen mit Johann Peter Eckermann hat nicht einfach eine Sammlung internationaler Klassiker bezeichnet sondern ein dynamisches Netzwerk kultureller Wahrnehmungen.

01:24:30: Wenn Goethe also von Weltliteratur spricht denkt er weniger an einen Kanon als in einem Austausch vom Blickwinkeln der ähnlich funktioniert wie sein Farbverständnis weil auch hier erst aus dem Zusammenspiel verschiedener Perspektiven eine lebendige Erscheinung entsteht.

01:24:45: Die Begegnung mit dem persischen Dichter Hafis, die ihm zum westöstlichen Divan inspirierte ist dafür das berühmteste Beispiel – denn Goethe lasse diese Begift-Gedichte nicht wie eine Archäologie, deren Frem... Nicht wenn Archäologe, der ein fremdes Artefakt untersucht, fiel mir wie ein Gesprächspartner, der plötzlich entdeckt das Entdichte aus dem vierzehnten Jahrhundert in einem verblüffender geistiger Nähe antwortet.

01:25:10: Literatur wird hier zu einer Art Prisma – doch dass sich kulturelle Erfahrungen brechen und neu zusammensetzen!

01:25:17: Ganz ähnlich wie bei Lichtstrahlen im Orgplischen Farbexperiment wobei jede Sprache oder Tradition und jede Epoche eine eigene Nuance zum Gesamtbild beiträgt.

01:25:26: Man könnte sagen, dass Goethe in der Literatur das selbe untersuchte wie eine Farblehre.

01:25:32: Eine Famillonologie der Erscheinungen, in der sich die Welt nicht in abstrakter Formeln auflöst sondern in ihrer lebendigen Vielstimmigkeit wahrgenommen wird.

01:25:43: Diese Haltung erklärt auch warum Goethen Gesprächen immer wieder betonte, dass die Zukunft der Literaturen nicht im nationalen Stolz, sondern im Austauschliege kein Volk allein die gesamten Erfahrungen der Menschheit ausdrücken könne so wenig wie eine einzige Farbe das ganze Spektrum des Lichts darstellt.

01:26:01: Der Gedanke wirkt heute erstaunlich modern, besonders in einer Zeit, in der kulturelle Grenzen zugleich poriöser und politisch aufgeladen erscheinen als je zuvor.

01:26:10: Den Goethe formulierte bereits im frühen XIX Jahrhundert die Vorstellung eines globalen literarischen Dialogs – lange bevor Globalisierung ein Schlagwort wurde!

01:26:19: Gleichzeitig blieb er skeptisch gegenüber einer bloßoberflächlichen Internationalität.

01:26:24: Die Texte nur wie exotische Waren konsumiert, ohne sich auf innere Perspektive einzulassen.

01:26:30: Weshalb Weltliteratur für ihn immer auch eine Schule der Aufmerksamkeit bedeutete?

01:26:37: In dieser Hinsicht lässt es sich sogar eine subtile Verbindung zwischen seiner Warbenlehre und seiner Poetik erkennen Weil beide Projekte darauf abzielen, die Wahrnehmung zu verlangsamen und den Blick für Übergänge zu verschärfen – jene Zwischenzonen in denen etwas gerade noch nicht eindeutig bestimmt ist.

01:26:54: Die Farbe entsteht im Übergang zwischen Licht- und Dunkel Und der Terrarisches Verstehen entsteht dem Übergangen zwischen Eigenämmen und Fremden Zwischen vertrauter Sprache und ungewohnter Denkweise.

01:27:06: Wer erklärt, erklärt sich gerade daraus.

01:27:07: Götes anhaltende Faszination für Übersetzungen die ihr nicht als bloße technische Übertragung verstanden sondern als produktive Transformation in der ein Text gewissermaßen eine neue Farbe annimmt sobald er durch das Medium einen anderen Sprache hindurchtritt.

01:27:22: Der deutsche Leser begegnet im übersetzten Gedicht also nicht einfach dem Original sondern einer Erscheinung die sogleich vertraut und verändert ist ähnlich wie bei einem Landschaftsbild im Abendlicht plötzlich andere Konturen gewinnt als im Klang als im Clanmittagslicht.

01:27:37: Hier zeigt sich Goethe's eigentliche Modernität.

01:27:39: Sie erdenkt Literatur nicht als statistisches Werk, sondern als Prozess fortgesetzter Wahrnehmungen in dem Text die ihrer Bedeutung immer wieder neu entfalten, sobald sie auf andere Leser, andere Zeiten oder andere kulturelle Horizonte treffen.

01:27:54: Die Weltliteratur gleicht deshalb weniger einer Bibliothek als einem atmosphärischen Raum – indem Stimmen Bilder und Gedanken zirkulieren, sich überlagern und gegenseitig verändern endlich wie bei Farbenerscheinungen im Erwägtenlicht.

01:28:08: Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Poante von Goethe scheinbar widersprüchlichem Werk, dass der Dichter, der von vielen Physikern belächelt wurde – weil er Newt nicht akzeptieren wollte – letztlich eine Erkenntnis formulierte, die weit über die Optik hinausreicht?

01:28:24: Denn wenn Wahrnehmung immer ein Zusammenspiel vom Weltum beobachter ist, dann gilt das nicht nur für Faden sondern auch für Kulturen, Texte und Ideen, die erst im Dialog ihre volle Intensität entfalten!

01:28:37: So betrachtet wird Goethe's Farbenlehre zu einer stillen Metapher für sein literarisches Denken.

01:28:42: Während die Weltlederatur wiederum wie ein großes Spektrum erscheint, indem sich gegenseitig die geistigen Farben der Menschheit brechen und neu zusammensetzen, sobald jemand bereit ist genauer hinzusehen.

01:28:54: Und vielleicht wäre Goetha selbst der Erste gewesen, der über diese Verbindung gelächelt hätte mit jener leicht ironischen Gelassenheit, die seine Gespräche mit Eckermann durchzieht – weil er wusste!

01:29:05: dass jede Theorie letztlich nur ein Versucht ist, die flüchtigen Erscheinungen des Lebens für einen Moment festzuhalten.

01:29:10: Bevor sie im nächsten nicht bereits wieder eine andere Farbe

01:29:13: annehmen.".

01:29:15: Wie ist es denn mit der Farbe in der Literatur?

01:29:16: Was würden Sie das mal verorten?

01:29:19: Was macht das Thema ... wie wichtig ist das Thema in der Litteratur?

01:29:21: Also zeitlang war's gefühlt nicht so wichtig und dann so im neunzehnten Jahrhundert wirds plötzlich unglaublich wichtig!

01:29:29: Ja, wieso

01:29:30: denn?!

01:29:31: Weil man muss ja alles beschreiben... Man muss ja die Natur beschreiben.

01:29:35: Hat man vorher nicht die Natur beschrieben?

01:29:36: Ja, aber anders.

01:29:38: Wie anders?

01:29:39: Da ist ein so genanntes Reh und es frisst so genannte Blätter.

01:29:46: Und da wird dann nicht viel Aufhebstung gemacht.

01:29:50: Aber in der Romantik, in

01:29:52: der sogenannten

01:29:53: ... Da war die blaue Blume dann da.

01:29:56: Dann war das danach auch wieder nicht wichtig.

01:29:59: Es war schon wichtig, dass die Farbe ... dass die hat eine Funktion im Text quasi als Zeichen, wenn man das so macht.

01:30:09: Quasi als Gefühlsmarker?

01:30:12: Yes!

01:30:13: Also es geht quasi darum, dass sich das Innere im Äußeren zeigt.

01:30:16: bei der Romantik ja.

01:30:17: und deswegen ist hier dann auch die Naturphänomene plötzlich so interessant.

01:30:21: Ein

01:30:21: Feeling Blue zum Beispiel ... wurde damals

01:30:25: gedichtet.

01:30:25: Und da ist dann die Farbe eine besondere Ausdruckskraft, würd ich sagen?

01:30:30: Die hat da was zu tun mit den Protagonisten.

01:30:33: Ja.

01:30:34: Obwohl das ja nur der Himmel ist zum Beispiel wenn der Feuerrot aufleuchtet...

01:30:38: Dann ist aber

01:30:39: Holla!

01:30:40: ...dann steht es nicht drin weil man irgendwie denkt ach ich beschreibe mal einen Abendrohr sondern da passiert etwas in der Figur

01:30:45: also.

01:30:47: Und auch so die blaue Blume, als Symbol.

01:30:49: Als Universalsymbol für die Suche und das Nicht-Erreichbare.

01:30:53: Ich war eine seltene Blume.

01:30:55: Die man irgendwie finden kann.

01:30:56: Die sich aber explizit durch die Blauheit, also durch die Farbe wiederum auszeichnet.

01:31:03: Ja,

01:31:04: blaue Encian zum Beispiel.

01:31:06: Wenn Haino singt so Blau-Blau-Blüte-Encian und ich war dann ... Ist da schon diese verheißungsvolle Suche nach dem Unerreichten?

01:31:15: Ist da ja auch schon angelehnt!

01:31:17: Schon im neunzehnten Jahrhundert Herr Rosenbad.

01:31:21: Oder Blau ist die Haselnuss zum Beispiel, das gibt's ja auch von Hainow.

01:31:25: Ja, es brauen Stimmtschwarzblau.

01:31:27: Schwarzblaues die Haselnuss, schwarzblaus auch.

01:31:32: Es ist

01:31:33: sehr laut.

01:31:34: Der

01:31:34: stört fast schon.

01:31:34: Schwarz-Blau ist ja auch der Trend, wo es hingeht?

01:31:38: Ja, stimmt!

01:31:39: Schwarz Blau ist die Haselnuss, die vermutlich bald ... Sie terrorisieren wird dort, wo sie von wo aus jetzt zuhören.

01:31:49: Aber es gibt noch andere

01:31:51: Farbliteratur.

01:31:53: Ja, zum Beispiel.

01:31:54: Also, Farben zu beschreiben, das ist ja so in der Literatur dann schwierig.

01:31:58: Wir hatten gerade ... Pech

01:32:00: Marie

01:32:01: Pechmari, Goldmari und Pech-Mari.

01:32:03: Wir haben noch gar nicht über gold und silber als Farbe gesprochen, was auch sehr spannend ist.

01:32:07: Es ist im klassischen Sinne eben nicht auf diesem Newtonian Spektrum ein ... Metallik!

01:32:11: Gold?

01:32:11: Aber gerade wenn Sie so ins Mittelalter gucken, ist natürlich Gülden ein sehr wichtiges

01:32:16: ... Ja oder wenn Sie ins Oval Office gucken.

01:32:17: Yes!

01:32:18: Zum Beispiel.

01:32:19: Alles muss vergoldet sein.

01:32:20: Alles muss vergolten sein.

01:32:22: Äh, Vergolden sein.

01:32:23: Extern, extern, alles muss ... äh, vergoldet sein, vergülden.

01:32:28: Aber es gab ja auch zum Beispiel in der ... Im Mittelalter Minnesang gab es ja auch so einen Farbsymbol.

01:32:33: Das stimmt, das stimmt allerdings!

01:32:37: Es war der Frühling, der kündigt sich an durch die weißen Blüten

01:32:44: zum

01:32:44: Beispiel.

01:32:45: Das

01:32:47: ist Farbe hat schon immer wieder eine Funktion und

01:32:49: auch in der Liebeslürik, in der Bibel.

01:32:57: Da gibt's ja auch einiges... Es wird auf jeden Fall beschrieben wie die Granateipfel, also sehr plastisch.

01:33:11: Da kann man wirklich, wenn man da noch mal rein liest ...

01:33:14: Schlackern einem aber?

01:33:16: Wirklich die Ohren.

01:33:18: Die Augen.

01:33:20: Da schlackern ihnen die Augen vom Eisendrat, wenn sie das lesen

01:33:23: und

01:33:24: auch denken Sie an die gelbe Tapete.

01:33:27: Kennst du die?

01:33:28: Was ist die gelben

01:33:30: Tapete?

01:33:31: Nee, wo?

01:33:32: Wo ist die?

01:33:33: Die ist von ... diese Kurzgeschichte.

01:33:35: Die gelbe Tapete.

01:33:36: Von ...

01:33:39: Gilbert ... Louis Gilbert von dieser Frauenrechtlerin.

01:33:44: Ah!

01:33:44: Pullman.

01:33:44: Pullmen.

01:33:45: Pullman Pilmen.

01:33:46: Pilmen...

01:33:47: Wo immer die gelben Tapete angeguckt wird und dann wird die Frau verrückt.

01:33:53: Ja.

01:33:53: Weil sie in dem Haus drin ist und der Mann hat die Tapete so gelb gemacht.

01:33:58: Und das macht sie ganz wahnsinnig.

01:34:01: Das Gelbe steht dafür, dass ein bisschen so verfaulte.

01:34:06: Ja,

01:34:06: kaputte!

01:34:08: Es gibt ja zum Beispiel auch in der Bi... Das irritiert immer, dass dann die Geigen dabei sind.

01:34:14: Ja das

01:34:14: ist das eine Stück, das irgendwie nicht reinpasst.

01:34:17: aber wir haben ja auch so ein Supercut.

01:34:19: den habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden.

01:34:22: Ich hab das Orchester darum gebeten einfach der Reihenfolge nachzuspielen.

01:34:26: Also jedenfalls gelb ja immer auch die Farbe des Knights nicht wahr?

01:34:30: Also auch verknüpft in der christlichen Ikonografie mit Ruders soweit ich weiß.

01:34:36: also soweite ich mich erinnern kann.

01:34:40: Also auch da gibt es ja eine Farbsymbolik in der christlichen Ikonografie, natürlich nicht nur ausschließende Bibel.

01:34:45: Aber auch wenn sie sich weitergucken – ich war neues Testament auf dem Bahrung und das ist ja auch Farbe dabei!

01:34:54: Die Pferde, die

01:34:58: Apokalyptische

01:35:00: Pferd.

01:35:00: Das ist im Interessanten ein grünes Pferdi?

01:35:02: Ich glaube ein rotes Pfärd.

01:35:04: Ein gelb, sondern weißes.

01:35:06: Nein eben, nicht weiße Fahl

01:35:09: Ein fahles Pferd.

01:35:11: Das Wort für Weiß wird gar nicht benutzt, weil es vielleicht in dem Sinne dieses Konzept von Rhein-Weiß ist eher

01:35:17: Fahlen.

01:35:18: Ein fahrles Pferde.

01:35:21: Und das eine bringt aber etwas anderes als das andere?

01:35:23: Ja!

01:35:24: Das eine kommt durch

01:35:26: den Schaumstein

01:35:27: und bringt dann Geschenke in die Socke.

01:35:30: Möhre.

01:35:32: Aber erst an Ostern.

01:35:34: Und auch mit den Farben... Man denkt immer erst der Farben so in der Literatur.

01:35:41: Da denkt man dann natürlich an die Romantik, aber tatsächlich ist es schon

01:35:46: immer da.

01:35:47: Es ist halt anders wie was die Farben auch als Farben also nicht nur was sie als Symbol bedeuten das ist ja klar und ich finde es auch immer wenn Sie im Farbsymbolik analysieren so ganz ausdeuten wollen dass ist ja auch wahnsinnig Blödsinnig eigentlich.

01:36:06: Also gelb kann ja für alles Mögliche stehen, das ist ja es zum einen so kontextkultur abhängig zeitabhängig.

01:36:13: auf der anderen Seite ist natürlich auch wenn sie jetzt von einem künstlerischen werk ausgehen kann kann kann man da auch spielen damit dass eine farbe eine persönliche bedeutung hat.

01:36:22: also das ist eigentlich kommen sie ikonografisch kommen sie eigentlich nie an farben so richtig ran.

01:36:27: so semiotisch ausdeuten das bedeutet jetzt

01:36:30: das

01:36:31: ist irgendwie auch quatschig.

01:36:32: Und der Grüne Heinrich?

01:36:34: Der Grüne Heinrich, klar.

01:36:35: Aber das ist auch wieder Romantik!

01:36:36: Also in der Romantika sind die Farben allgegenwärtig und natürlich auch im Expressionismus dann

01:36:41: auch.

01:36:42: Sie haben recht...

01:36:43: Wenn sie zum Beispiel fahre hier schwarze Milch

01:36:47: oder schwarzen

01:36:48: Milch, ja genau.

01:36:48: Der frühe Harz, da ist ja dann dieser Widerspruch, diese sünestätische Widerspruch ist

01:36:55: da ja natürlich.

01:36:55: Oder eine blassblaue Frauenhandschrift zum Beispiel oder wenn es jetzt z.B.

01:37:01: den Na?

01:37:04: Zum Beispiel verschiedene Farben gibt's.

01:37:12: Ja, ich hab hier so ein bisschen.

01:37:13: wollen Sie meinen...

01:37:15: Ich glaub es ja nicht!

01:37:16: Was

01:37:16: denn?!

01:37:17: Frau Meisendrat.

01:37:19: Was?

01:37:19: Ich glaube es nicht.

01:37:21: Nein?

01:37:21: Ich kanns nicht glauben.

01:37:22: Was glauben Sie?

01:37:23: Ich halte es nicht für möglich.

01:37:24: Was

01:37:25: denn!?

01:37:26: Ich kann es nicht glauben..

01:37:27: Was glauben sie denn nicht?

01:37:28: Arabella Block ist wieder da.

01:37:32: War früher immer, wenn Arabelablopp gekommen ist, hab ich mir gedacht.

01:37:37: Hoffentlich geht sie nie wieder?

01:37:38: Ja und dann

01:37:39: war sie weg.

01:37:40: Dann wär's jetzt wieder da.

01:37:42: Jetzt ist ihr da und hat uns gleich zwei Gedichte eingesendet.

01:37:45: Wollen wir die hintereinander rausfeuern

01:37:47: oder ... Das haben auch verschiedene Menschen gelesen.

01:37:51: Das ist auch noch schön abwechslungsreich!

01:37:53: Genau wie die Musik.

01:37:56: Die Flöte ist auch dabei.

01:37:58: Die blaue Flöde der ...

01:38:01: Der Romantik.

01:38:02: Ich mein, Chopin ist ja auch romantik.

01:38:07: Viel Spaß mit Arabelablog!

01:38:32: Wir sind gut im Abwesend sein.

01:38:38: So alt, so lau, so bitter blau.

01:39:27: Ach ist das schön!

01:39:28: Ein Blumenreigen ist diese Sendung heute mit Flöte sogar.

01:39:34: Ich sehe mich schon tanzen... ich war Dionysisch.

01:39:37: Gefehlt es Ihnen?

01:39:38: In einem kurzen kleinen Röckchen mit einem Schellenkranz in der Hand sehe ich mich da auf einer Waldlichtung.

01:39:45: Elfen gleich, der Blaumenblume hinterher tanzen.

01:39:52: Früher hat man ja gesagt, Schwarzbeeren!

01:39:54: Ich hab so einen Bekannten aus Höchststadt, der

01:39:56: sagt

01:39:57: nur schwarzbeern.

01:39:58: Da haben

01:39:59: wir schwarz

01:40:00: beern gesammelt früher.

01:40:02: Schwarz bearn.

01:40:04: Da waren ja ganze Taschen voll schwarz bären.

01:40:08: Und ich weiß immer nicht, was meint er?

01:40:11: Schwarzbärn.

01:40:12: Wissen Sie, was schwarzbären sind?

01:40:13: Sind sie denn noch aus der Ecke?

01:40:16: Brombeeren.

01:40:17: Der

01:40:18: Blackberry Schwarz.

01:40:20: Schwarzbeeren haben wir gesammelt in Höchstdatt, die ganzen Taschen

01:40:23: voller Schwarzbären

01:40:24: und dann aber... Die Höchte sind es jetzt schade für Schwarz-Bären.

01:40:27: Aber das ist ja auch lustig!

01:40:28: Was?

01:40:29: Das ist ja also lustig.

01:40:30: Dass

01:40:30: sie Schwarz bären heißen oder

01:40:32: blau?

01:40:33: Ja, oder Brombeeren.

01:40:34: Bromben zum Beispiel.

01:40:36: Sehr lustig.

01:40:37: Wissen Sie warum die Himbeeren Himbeern heißen?

01:40:39: Nein.

01:40:39: Habe ich Ihnen schon mal erzählt, glaube ich vor fünf Jahren.

01:40:41: Wegen der Hymne?

01:40:42: Nee wegen der Himbe.

01:40:44: Himbe.

01:40:44: was ist eine Himbe?

01:40:46: Eine Rekuh

01:40:47: Und die ist die gern, oder?

01:40:49: Wo die ihr Geschäft verrichtet.

01:40:51: Da wachsen... Hier ist

01:40:52: es früher, dass eine Himbeenbähre wächst.

01:40:55: Aber wir wissen leider nicht was eine Brombe ist.

01:40:58: Brom-Ber.

01:40:59: Kann man sich ausdenken!

01:41:00: Brombenbähren.

01:41:03: Das ist vielleicht wo die sagen andere Geschäfte macht.

01:41:09: Aber nee, was ich eigentlich sagen wollte ist auch lustig wie flüchtig diese Farben in der Natur sein können.

01:41:15: Ja stimmt!

01:41:16: Da haben Sie zum Beispiel... Ich folge so einem Künstler auf YouTube, gibt es auch andere, gibt's z.B.

01:41:22: Dailymotion oder

01:41:23: Clipfisch?

01:41:26: Oder Lachschon.

01:41:27: und auf jeden Fall der kocht sich immer leckere Farben aus irgendwelchen Bäumen.

01:41:36: Und er nimmt dann zum Beispiel grüne Blätter und der schaut dann, er kocht zum Beispiel zuerst, lässt es sich trocknen.

01:41:48: Dann kocht das sie in Wasser, dann kocht dass sie in Alkohol, dann Kochte sind irgendwas anders.

01:41:54: und dann zeigt er, da sind sieben acht verschiedene Farben je nachdem wir damit umgegangen ist.

01:42:00: und man sieht auch, dass es tatsächlich wie bei unserem großen Freund Mentor dieser Sendung, Johann Wolfgang von und zu Goethe.

01:42:10: Ist aus dem Farbkasten der Natur irgendwie zusammengemanscht?

01:42:15: Kommt halt am Schluss ein grünes Blatt raus.

01:42:18: Blöde Fragen ist nun mal so!

01:42:21: Die Natur ist nunmal so.

01:42:22: oder nehmen Sie zum Beispiel nicht die Schwarzbeer

01:42:25: sondern

01:42:25: die Blaubeer, die Heidelbeere außen drum welche Farbe innen drin?

01:42:34: eher so rot.

01:42:37: Wenn Sie jetzt die Nehmen aufbeißen oder schneiden, was ist drin?

01:42:41: Grün.

01:42:41: Genau!

01:42:43: Und wenn sie es jetzt pürieren, dann wird's eher so rot wie Sie gesagt haben.

01:42:46: Ja, so Porto... Also

01:42:47: da müssen Sie

01:42:48: heuerlich aufpassen mit den Farben.

01:42:50: Ja genau, weil dann mischen Sie nicht malig.

01:42:52: So einfach ist das nämlich nicht.

01:42:54: Und die Farbe ist wahrscheinlich dann auch noch abhängig von irgendeinem Luftdruck oder was weiß ich.

01:42:59: Oder

01:42:59: Zaubertinte.

01:43:00: Hier in

01:43:00: Flüssigkeit, wenn Sie das

01:43:05: mit der Zwiebel machen und bügeln, sieht man das.

01:43:08: Dann das Blatt verbrennen, dann sehen sie die Schrift nicht mehr.

01:43:14: Das ist der Trick vom Eisentrad!

01:43:16: Wir

01:43:16: haben ja schon in den Kindergarten diskutiert.

01:43:20: Aber wissen Sie, woran ich auch denken musste bei der Yellow Wallpaper und bei der gelben Tapete?

01:43:27: Bei Krums.

01:43:28: Da will ich auch mal mit Ihnen drüber sprechen.

01:43:30: Heute nicht.

01:43:30: Haben sie den gesehen?

01:43:31: Ja!

01:43:32: Und wie war

01:43:33: er?

01:43:33: Der war

01:43:34: sehr gelb.

01:43:36: Gelbstichig.

01:43:37: vergibt, könnte man fast sagen.

01:43:38: Der Weißabgleich hat leider nicht so geklappt.

01:43:41: Soviel Themen, die wir jetzt noch hätte ausrollen können.

01:43:43: Wir haben so wenig Zeit in dieser lustigen

01:43:45: Kleinen... ... und so viel... ... diesen

01:43:47: lustigen kleinen literarischen Reigen mit sehr viel Literatur gesprochen eigentlich nur über Gürtel.

01:43:51: Zu

01:43:51: wenig eigentlich?

01:43:52: Zu wenig!

01:43:54: Ja aber ich habe hier zum Beispiel wenn mal wenn mir jetzt nochmal Virginia Wolf hab' ich ein Beispiel aus den Leuchtturmen um noch einmal so die literarische... wir haben ja noch zwei Minuten, haben wir Zeit.

01:44:03: ganz kurzes Zitat nur um mal zu wie Literatur mit Farben umgeht.

01:44:09: Der großartige Teller vom blauen Wasser lag vor ihr, der alters graue Leuchtturm fernstreng mittendrin und rechts soweit das Auge reichte verloren sich.

01:44:20: uns sanken in sanften Flachen flechten die grünen Sanddühnen mit dem wild wehenden Gras dass immer fort davor zu davon zu halten schien in irgendeinem von Menschen unbewohnten Mondland.

01:44:34: also Ganz viel Farben in diesem kleinen, winzigen Abschnitt aus dem Leuchtturm.

01:44:38: Da sehen Sie und da ist die Farbe auch nicht irgendwie ... Dabei ist

01:44:41: der Leuchthurm Jan Schwarz-Weiß-Film von Maisentrat.

01:44:43: Das ist ja der Trick!

01:44:44: Das ist alles nur E-Magination, das ist alles immer ausgedacht.

01:44:48: Ja, das passiert im Kopf mit Signifikant und Signifikat ist es nämlich.

01:44:52: Sie denken nur dass sie weiß oder dass sie gelb sehen.

01:44:56: aber eigentlich habe ich nur gesagt Gelb.

01:44:58: Und trotzdem denken Sie an gelb,

01:45:00: Herr Eisenberg.

01:45:00: Da denken sie mal nicht an einen blauen Elefanten.

01:45:03: Das ist nämlich das.

01:45:05: Wenn Sie noch nie

01:45:06: an blauen Elefanten gedacht haben, dann können Sie höchstens über Synesthesie dran.

01:45:12: Genau und da ist ja der Hase im Korn?

01:45:16: Im Pfeffer vergraben.

01:45:18: So ist es in medias Ries.

01:45:20: Da nehme ich eigentlich nur

01:45:22: Farben.

01:45:24: Warum

01:45:25: geht's nächstes Jahr?

01:45:27: Nächste Mal.

01:45:28: Das nächste

01:45:29: Mal soll es gehen um das lustige Thema Internet, Herr Eisenbad.

01:45:34: Also liebe Zuhörerschaft ... Ja?

01:45:39: Wenn Sie mal was schreiben wollen statt ins Internet hinein könnten Sie jetzt übers Internet schreiben.

01:45:45: bei uns unter eisenbadmeisentratetgmx.de.

01:45:48: Hören

01:45:48: Sie immer auf, nur auf diesen Seiten zu sein im Incognito-Modus.

01:45:56: Sie wissen ja gar nicht, das tut ihnen gar nicht gut.

01:45:59: Das können wir sehen nämlich!

01:46:00: Sondern

01:46:01: gehen sie mal in Word.

01:46:02: es gibt auch noch OpenOffice und dann schreiben sie einfach mal Libre.

01:46:06: Schreiben sie uns einfach mal einen schönen Text über das Internet... über Internet vor allem wenn sie eine Frau sind zum Beispiel oder kein Mann.

01:46:16: Dann freuen wir uns besonders über ihre

01:46:18: Einsinnung.

01:46:20: Stimmt

01:46:21: Auf Wiedersehen.

01:46:22: Hier kommt noch die Strafzeit.

01:46:24: Wir

01:46:24: haben noch ein Rauswerfer,

01:46:26: oder?

01:46:30: Ja ...

01:46:31: Waldhöher!

01:46:33: Neuzugang, Lydia-Waldhöhe.

01:46:35: Tschüss!

01:46:44: Alle Farben des Regenbogens rund um mein Auge rot, blau, violett und gelb, grünlich, ein bisschen orange und rosa.

01:46:59: Ein wenig geschwollen auch.

01:47:02: Die größte dunkelbraun

01:47:03: und

01:47:04: wulstig Die Pupille rot.

01:47:07: Ja, Rot!

01:47:09: Wie ich sie noch nie gesehen habe.

01:47:12: Wunderschön, sag' ich dir.

01:47:14: Wunder-schön.

01:47:17: So hast du sie noch nicht gesehen?

01:47:19: Ich hab sie auch noch nie und wundere mich, dass das überhaupt möglich ist.

01:47:24: Wer isst sie?

01:47:25: Was macht

01:47:26: sie?!

01:47:27: Woher kenne ich sie nochmal?

01:47:29: Kenne ich's überhaupt?

01:47:32: Ich sehe Sie und frage mich das alles zusätzlich zu meinem Regenbogenauge... Sie wandert da draußen herum.

01:47:43: Mit schwingendem Zopf und schwingenden Armen, schwimmend in der heißen Luft als würde sie kräftig durch das zwanzig Meter Becken grauen.

01:47:51: Wunderschön sage ich dir!

01:47:53: Wunderschön mit ihrem stromlinienförmigen Körper.

01:47:58: Robbengleich im grauen Tube-Top und den flachen Schuhen gleitet sie dahin die Menschenmenge ob ihrer Bewegung auseinander stiebend eine unsichtbare Buchwelle erzeugt als wäre sie ein Eisbrecher

01:48:12: im kalten,

01:48:13: kalten Ozean.

01:48:15: Die Menge an Metaphern, die deine Erscheinung erzeugt ist unbegrenzt.

01:48:19: Oh du wunderbares Wunderbareswesen!

01:48:24: Mein Regenbogen-Auge juckt.

01:48:27: Ins getrübte Blickfeld mischt sich ein Eitergelber Fleck.

01:48:32: War das mein Auge?

01:48:33: Hat es das selbst erzeuget?

01:48:37: Schnell wischt mein kleiner Finger darüber, tupft das Kleckschen weg und wischt des Unbesehen ins rechte.

01:48:43: Hosenbein Zu schnell, Finger zu schnell.

01:48:48: Eigentlich wollte ich es noch betrachten.

01:48:51: Ich wollte sehen was mein Körper produziert hat.

01:48:55: Schließlich geschieht das nicht jeden Tag.

01:48:58: Stattdessen betrachte ich nochmal meine kleine Fingerspitze Die trocken und sauber wie zuvor Meine Hand am rechten Ende abschließt.

01:49:15: Zurück zum einem Robbenwesen Mit dem Schlangenzopf und den Schlaggerahmen.

01:49:20: Diese schlingt sie gerade um einen herum der an der Ecke gewartet hat Schlingt sie um den Hals von vorne nach hinten, drückt die Füße in den Schuhn ins Hohlkreuz hinauf und presst ihr unbekanntes Robbengesicht an seines.

01:49:36: Mein Regenbogenau gedrückt sich noch einmal – Die Flüssigkeit nun eine andere.

01:49:43: Salziges Tränenwasser spürt den Schleier weg Und rinnt ungehindert meine Wange entlang.

01:49:50: Ich stelle mir den Tropfen vor Wie er Diamanten gleich mein Gesicht erhält Ein Highlight auf der umgebräunten Haut.

01:49:58: Wie er sich knapp am Mundwinkel vorbeischlängelt, man möchte direkt danach schlecken ihn mit der Zunge auffangen und das köstliche Salz

01:50:10: zurück zum Ursprung führen.

01:50:14: aber nein ich unterdrücke den Impuls.

01:50:17: lasse den köstlichen Tropfen weiterwandern direkt ans Kinn bis zur Spitze wo er dann geräuschlos sich löst.

01:50:32: Eigentlich zerplatzt er dort und hinterlässt nichts.

01:50:35: Wirklich?

01:50:36: Nichts!

01:50:38: Der Asphalt ist so heiß, dass der Tropfen sozusagen instant verdampft ist.

01:50:44: Blick hinüber an den Ort, an dem mein Robbenwesen eben noch ihren Unbekannten umhalst hat.

01:50:51: Jetzt ist niemand mehr da.

01:50:53: Die Menschenmenge schiebt sich weiter durch die Straßen als wäre nie was geschehen... ...und ich mache das jetzt wohl

01:51:00: auch.".

Über diesen Podcast

Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 auf Radio Z oder eben hier jeden Monat auf den Pod! Alle Texte zum Nachlesen und Nachhören finden sich auf www.eisenbartmeisendraht.com

von und mit Lukas Münich, Andii Weber

Abonnieren

Follow us